{"id":226799,"date":"2026-07-28T21:04:19","date_gmt":"2026-07-28T21:04:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/226799\/"},"modified":"2026-07-28T21:04:19","modified_gmt":"2026-07-28T21:04:19","slug":"toyota-steigt-bei-brennstoffzellen-joint-venture-cellcentric-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/226799\/","title":{"rendered":"Toyota steigt bei Brennstoffzellen-Joint-Venture cellcentric ein"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Toyota-joins-fuel-cell-joint-venture-cellcentric-11378739.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Der wasserstoffelektrische Schwerlastverkehr wird weiterentwickelt, trotz aller Erfolge bei seinem batterieelektrischen Gegenst\u00fcck. Beim Wasserstoff-Lkw waren bisher Daimler Truck und Volvo vorn dabei, jetzt soll Toyota dazukommen. Daimler und Volvo produzieren bereits batterieelektrische Lkw, denken H2 trotz seiner deutlich geringeren Energieeffizienz im und einer vagen Zukunft f\u00fcr Energiegewinnung und -verteilung aber weiterhin als potenziellen Energietr\u00e4ger, ob als Br\u00fcckentechnologie oder f\u00fcr Nischenanwendungen. F\u00f6rderung erhalten sie daf\u00fcr nicht nur vom Bund.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Daimler Truck, Volvo Group und die Toyota Motor Corporation haben eine verbindliche Vereinbarung \u00fcber den Einstieg von Toyota als gleichberechtigter Anteilseigner bei cellcentric unterzeichnet. K\u00fcnftig sollen alle drei Gesellschafter je ein Drittel der Anteile an dem Brennstoffzellen-Spezialisten halten. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen, das Closing wird Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet.<\/p>\n<p>Laut Daimler Truck folgt die nun verbindliche Vereinbarung auf eine Absichtserkl\u00e4rung von Ende M\u00e4rz 2026. Toyota beteiligt sich \u00fcber eine Kapitalerh\u00f6hung und bringt rund 30 Jahre Erfahrung in der Brennstoffzellenentwicklung ein. So hat Toyota Serien-H2-Pkw wie den auch bei uns verkauften <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tests\/Test-Toyota-Mirai-II-Brennstoffzelle-als-Alternative-zum-Batterie-Elektroauto-6127838.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Toyota Mirai (Test)<\/a> im Programm und kooperiert im Lkw-Segment mit <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Lkw-Daimler-Truck-und-Toyota-fuehren-Marken-Mitsubishi-Fuso-und-Hino-zusammen-10438321.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Hino<\/a> und Kenworth auf diesem Gebiet. Die jetzt beschlossene Zusammenarbeit bezieht sich vorrangig auf die Ebene der Brennstoffzellen-Einzelzelle, laut Daimler Truck einer Schl\u00fcsselkomponente f\u00fcr Kosten, Effizienz und Skalierbarkeit.<\/p>\n<p>cellcentric wurde 2021 als Joint Venture von Daimler Truck und Volvo Group gegr\u00fcndet und besch\u00e4ftigt \u00fcber 560 Mitarbeitende an Standorten in Kirchheim\/Teck, Esslingen, Stuttgart und Burnaby (Kanada). Das Unternehmen h\u00e4lt rund 700 Einzelpatente und entwickelt Brennstoffzellensysteme nicht nur f\u00fcr schwere Lkw, sondern auch f\u00fcr Reisebusse, Offroad-Fahrzeuge, station\u00e4re Energieerzeugung, Schienenfahrzeuge und schwere Arbeitsmaschinen. Kern des aktuellen Produktportfolios sind die Systeme BZA150 mit 150 kW, vorgestellt 2022, und das erst <a href=\"https:\/\/www.cellcentric.net\/news\/der-neue-brennstoffzellenstandard-fur-schwerlastanwendungen-cellcentric-stellt-bza375-vor\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">auf der IAA-Nutzfahrzeuge 2026 vorgestellte BZA375<\/a> mit 375 kW.<\/p>\n<p>Im serienreifen Mercedes-Benz NextGenH2 Truck wird noch die BZA150 verwendet. Dieser Brennstoffzellen-Lkw soll ab Ende 2026 in einer Kleinserie von rund 100 Sattelzugmaschinen im Werk W\u00f6rth am Rhein gefertigt werden. Er erreicht laut Hersteller <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Wasserstoff-Daimler-Truck-GenH2-faehrt-1000-km-mit-einer-Tankfuellung-9319452.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Reichweiten von deutlich \u00fcber 1000 Kilometern<\/a> bei <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Wasserstoff-Tanksystem-15-Minuten-tanken-fuer-1000-km-Reichweite-9622765.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Betankungszeiten von etwa 10 bis 15 Minuten<\/a>. Logistikdienstleister Dachser soll als erster Kunde Ende Dezember 2026 ein Exemplar erhalten, zwei weitere Fahrzeuge folgen bis Mitte 2027. Die volle Serienproduktion von Brennstoffzellen-Lkw hat Daimler Truck auf die fr\u00fchen 2030er Jahre terminiert.<\/p>\n<p>Hoffen auf den \u201eKipppunkt\u201c bei \u201eBattery first, Hydrogen second\u201c<\/p>\n<p>Daimler Truck verfolgt bei der Dekarbonisierung eine Doppelstrategie: \u201eBattery first, Hydrogen second\u201c. Batterieelektrische Antriebe sollen viele Anwendungsf\u00e4lle abdecken, w\u00e4hrend Wasserstoff vor allem bei Distanzen \u00fcber 1000 Kilometer, hohen Nutzlasten und energieintensiven Eins\u00e4tzen wie K\u00fchltransporten seine St\u00e4rken ausspielen soll. Vorstandsmitglied Andreas Gorbach argumentiert, dass das gleichzeitige Laden von zehn Fernverkehrs-Lkw in 45 Minuten rund 10 Megawatt Leistung erfordere, vergleichbar mit dem Strombedarf einer Kleinstadt. Ein paralleler Aufbau von Strom- und Wasserstoffinfrastruktur sei daher schneller und kosteneffizienter als der alleinige Netzausbau.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Als wirtschaftlich attraktiv f\u00fcr Kunden gilt ein Wasserstoffpreis von circa 5 Euro pro Kilogramm. China strebt sogar etwa 3 Euro pro Kilogramm an. Ein fl\u00e4chendeckendes Tankstellennetz fehlt allerdings noch. Derzeit sind die GenH2- und NextGenH2-Fahrzeuge an wenige spezialisierte Fl\u00fcssigwasserstoff-Stationen gebunden, etwa in W\u00f6rth am Rhein und im Raum Duisburg. Die Partner beschreiben das Erreichen des \u201eKipppunkts\u201c f\u00fcr die industrielle Skalierung als den schwierigsten Teil der Aufgabe.<\/p>\n<p>F\u00f6rderung durch Bund, Land und EU<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung kommt von \u00f6ffentlicher Seite: Im Rahmen des IPCEI Wasserstoff erh\u00e4lt Daimler Truck F\u00f6rdermittel von Bund und L\u00e4ndern in H\u00f6he von 226 Millionen Euro, unter anderem f\u00fcr die Entwicklung und Kleinserie der 100 Brennstoffzellen-Sattelzugmaschinen. Die Brennstoffzellen stammen aus der Pilotproduktion von cellcentric in Esslingen und werden im Werk Gaggenau zu kompletten Systemen montiert. Das Bundesverkehrsministerium hat dar\u00fcber hinaus 220 Millionen Euro f\u00fcr Wasserstoff-Tankstellen und Fahrzeuge angek\u00fcndigt. Die EU-Kommission hat eine Milliardenf\u00f6rderung f\u00fcr Wasserstoffmobilit\u00e4t genehmigt, die auch den <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Lkw-Brennstoffzellen-fuer-Volvo-und-Daimler-Cellcentric-kommt-nach-Weilheim-Teck-9604517.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Bau einer der gr\u00f6\u00dften Brennstoffzellen-Produktionsanlagen Europas<\/a> durch cellcentric in Baden-W\u00fcrttemberg umfasst.<\/p>\n<p>Die Kooperation f\u00fcgt sich in den europ\u00e4ischen Rahmen des Green Deal ein, der wasserstoffbasierte Antriebe insbesondere im Schwerlastverkehr f\u00f6rdert. Toyota betont, der Einstieg bei cellcentric st\u00e4rke seine Position in Europa, wo regulatorische Rahmenbedingungen Wasserstoff als Energietr\u00e4ger beg\u00fcnstigen. Daimler Truck sieht Wasserstoff als Schl\u00fcssel, um die Klimaziele Europas zu erreichen und gleichzeitig die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Energieimporten zu reduzieren. Europa importiert derzeit \u00fcber 50 Prozent seiner Prim\u00e4renergie, macht aber gro\u00dfe Fortschritte bei den Erneuerbaren. Die Materialien f\u00fcr Brennstoffzellen seien weitgehend in Europa verf\u00fcgbar und recyclebar, was geopolitische Abh\u00e4ngigkeiten reduziere.<\/p>\n<p>In allen \u00fcbrigen Gesch\u00e4ftsbereichen bleiben Daimler Truck, Volvo und Toyota Wettbewerber. cellcentric wird als unabh\u00e4ngiges Unternehmen weitergef\u00fchrt und soll ein breites Kundenspektrum bedienen. Toyota-CEO Koji Sato kommentierte: \u201eGemeinsam k\u00f6nnen wir eines der weltweit f\u00fchrenden Brennstoffzellensysteme f\u00fcr schwere Nutzfahrzeuge erschaffen.\u201c Volvo-Chef Martin Lundstedt sprach von einem \u201ewichtigen Signal an Kunden, Lieferanten und weitere Akteure im \u00d6kosystem\u201c.<\/p>\n<p>        Mehr zum Thema WasserstoffantriebMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:fpi@heise.de\" title=\"Florian Pillau\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">fpi<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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