{"id":228653,"date":"2026-07-30T06:31:23","date_gmt":"2026-07-30T06:31:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/228653\/"},"modified":"2026-07-30T06:31:23","modified_gmt":"2026-07-30T06:31:23","slug":"was-derzeit-in-basel-stadt-und-baselland-geplant-und-gebaut-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/228653\/","title":{"rendered":"Was derzeit in Basel-Stadt und Baselland geplant und gebaut wird"},"content":{"rendered":"<p>\n                Teaserbild-Quelle: Herzog &amp; de Meuron\n            <\/p>\n<p>Welche Bauprojekte stehen in Basel-Stadt und Baselland an? Von der Solaranlage auf der Deponie in Liesberg bis zum geplanten Wohnturm von Herzog &amp; de Meuron in Birsfelden \u2013 ein \u00dcberblick zu Projekten in der Region.<\/p>\n<p>Projekte im Bau oder in Planung<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/162349_1.jpg\" alt=\"Areal Rosental Mitte Chemiedepartement der Uni Basel\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Karamuk Kuo Architekten<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Visualisierung: So soll der Laborneubau auf dem Areal Rosental Mitte dereinst aussehen.<\/p>\n<p>                                                                                                                                                                                Teurer Umzug f\u00fcr Chemiedepartement der Uni Basel<\/p>\n<p>Basel \u2013 Der Standort des Chemiedepartements der Universit\u00e4t Basel am St.\u2009Johanns-Ring aus den 1950er-Jahren gen\u00fcgt den Anforderungen nicht mehr. Die Abteilung soll deshalb auf dem Areal Rosental Mitte ein neues Zuhause erhalten. Der Kanton plant daf\u00fcr eine Mega-Investition: F\u00fcr 149,4 Millionen Franken soll das Haus 6 auf f\u00fcnf Stockwerken ausgebaut und an die Bed\u00fcrfnisse des Departements angepasst werden. Das Haus 6 ist Teil der Entwicklung des Areals zu einem durchmischten Wirtschafts- und Stadtquartier.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/162109_1.jpg\" alt=\"Drohnenaufnahme der PV-Anlage auf Hiterm Chestel Deponie in Liesberg\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Christian Aeberhard<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Drohnenaufnahme der PV-Anlage \u00abHinterm Chestel\u00bb auf der ehemaligen Kehrichtdeponie der KELSAG in Liesberg.<\/p>\n<p>                                                                                                                                                                                Solarstrom von der Deponie in Liesberg<\/p>\n<p>Liesberg BL \u2013 Die Basler Energieversorgerin IWB hat auf der ehemaligen Deponie der Kehrichtbeseitigung Laufental-Schwarzbubenland AG (KELSAG) eine Photovoltaikanlage gebaut. Mit einer installierten Leistung von rund 3,7 Megawatt produzieren die 7608 Solarmodule der Anlage \u00abHinterm Chestel\u00bb j\u00e4hrlich knapp vier<br \/>\nGigawattstunden Solarstrom, was etwa dem Verbrauch von 1000 durchschnittlichen Haushalten entspricht. Rund um die Solarpanels wurden zudem Biotope und ein Schmetterlingskorridor angelegt.  <\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/154973_1.jpg\" alt=\"Luftbild Riehen Basel\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Erdw\u00e4rmeriehen<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">In Riehen BS soll dereinst eine zweite Geothermieanlage entstehen.<\/p>\n<p>                                                                                                                                                                                Mehr W\u00e4rme aus der Tiefe f\u00fcr Riehen<\/p>\n<p>Riehen BS \u2013 Der W\u00e4rmeverbund Riehen soll sein Geothermie-Fernw\u00e4rmenetz ausbauen. Daf\u00fcr haben die Basler Regierung und die<br \/>\nGemeinde Riehen im vergangenen M\u00e4rz den Parlamenten je ein Darlehen von 7,6 Millionen Franken beantragt. Mit einem Netzausbau von 5,5 Kilometern und dem Anschluss von bis zu 620 Liegenschaften soll der j\u00e4hrliche CO2-Ausstoss des Kantons Basel-Stadt um rund 6875 Tonnen sinken. Im Rahmen des Projekts \u00abgeo2riehen\u00bb ist ausserdem eine zweite Geothermieanlage im Gebiet Grendelmatten geplant, die k\u00fcnftig weitere 4000 Personen mit W\u00e4rme versorgen soll. Die bestehende Geothermieanlage ist seit 1994 in Betrieb.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/162350_1.jpg\" alt=\"Vogelperspektive \u00dcberbauung im Zentrum von Birsfelden\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Studio Gugger, Basel | Westpol Landschaftsarchitektur, Basel | Visualisierung: Nightnurse Images AG, Z\u00fcrich<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Visualisierung: Vogelperspektive mit Blick Richtung Kraftwerk \u00fcber den Zentrumsplatz, den Birspark und das Schulareal (Stand August 2024).<\/p>\n<p>                                                                                                                                                                                115 neue Wohnungen im Zentrum von Birsfelden<\/p>\n<p>Birsfelden BL \u2013 Auf drei Baurechtsparzellen zwischen Haupt- und Kirchstrasse entsteht in Birsfelden ein neues Gemeindezentrum. Die Baurechte hat der Gemeinderat an zwei Wohnbaugenossenschaften vergeben: die Baugenossenschaft \u00abwohnen&amp;mehr\u00bb und die Wohngenossenschaft Redingbr\u00fccke. Geplant sind rund 115 Wohnungen. Das Ensemble umfasst drei Neubauten, einen Zentrumsplatz sowie begr\u00fcnte Park- und Spielfl\u00e4chen. \u00dcber die definitive Vergabe der Baurechte entscheidet die Gemeindeversammlung im Juni 2026.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/160618_1.jpg\" alt=\"Birsfelden_Prisma_HerzogdeMeuron_1\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Herzog &amp; de Meuron<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Prisma Birsfelden, am Zentrumsplatz mit Blick Richtung Birs (Visualisierung, Stand: November 2025)<\/p>\n<p>                                                                                                                                                                                Ein 86-Meter-Turm mit Tipi-Sockel f\u00fcr Birsfelden<\/p>\n<p>Birsfelden BL \u2013 Die Gemeinde Birsfelden treibt die Verdichtung<br \/>\nihres Zentrums voran. Im Rahmen der Quartierplanung Prisma soll ein 86 Meter hoher Wohnturm nach Pl\u00e4nen von Herzog\u2009&amp;\u2009de Meuron entstehen. Der filigrane Holzbau steht auf drei Sockelbauten, von denen einer die Form eines Tipis hat und eine vergr\u00f6sserte Coop-Filiale beherbergen soll. Das bestehende Wohnheim Haus Birsstegweg wird in die Bebauung integriert und das Birsufer soll im Zuge des Projekts zu einem \u00f6ffentlichen Park umgestaltet werden. Das Mitwirkungsverfahren wurde Ende November 2025 er\u00f6ffnet. Gebaut werden soll der Turm neben dem bereits bewilligten 100 Meter hohen Holz-Wohnturm von Christ\u2009&amp;\u2009Gantenbein.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/158043_1.jpg\" alt=\"Aprentas-Ausbildungszentrum Muttenz BL Aussenansicht\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Caesar Zumthor Architekten GmbH<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Visualisierung: So soll sich das neue Ausbildungszentrum in Muttenz BL dereinst pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>                                                                                                                                                                                Ein Bildungszentrum f\u00fcr Life Sciences in Muttenz<\/p>\n<p>Muttenz BL \u2013 Im Polyfeld an der Birsfelderstrasse in Muttenz entsteht f\u00fcr rund 70 Millionen Franken ein neues Ausbildungszentrum f\u00fcr die Life-Science-Branche. Der sechsst\u00f6ckige Neubau nach Pl\u00e4nen von Caesar Zumthor Architekten soll dereinst eine Nettogeschossfl\u00e4che von rund 19\u2009500 Quadratmetern umfassen. Betreiber wird der Ausbildungsverbund Aprentas sein, der dort seine zwei<br \/>\nbisherigen Standorte zusammenf\u00fchrt und Kurse f\u00fcr Laboranten<br \/>\nsowie Chemie- und Pharmatechnologen anbietet. Erg\u00e4nzt wird das Angebot durch eine \u00abMINT-Welt\u00bb mit Schullabor f\u00fcr die Berufs\u00adinformation. Der Kanton Baselland beteiligt sich mit zwei Millionen Franken am Projekt. Die Bauarbeiten sind aktuell in vollem Gange, der Bezug des Zentrums ist f\u00fcr Sommer 2027 vorgesehen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/162003_1.jpg\" alt=\"Osteologische Sammlung im Naturhistorischen Museum Basel\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Lo\u00efc Costeur<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Grosse Herausforderung: Montierte Skelette. Die Knochen sind fragil und werden von Dr\u00e4hten zusammengehalten. <\/p>\n<p>                                                                                                                                                                                Naturhistorisches Museum: 12 Millionen Objekte ziehen um<\/p>\n<p>Basel \u2013 Das Naturhistorische Museum Basel bereitet derzeit den Umzug seiner gesamten Sammlung in den Neubau im St.\u2009Johann-Quartier vor. Ab M\u00e4rz 2027 wird das Transportunternehmen Welti-Furrer rund 12 Millionen Objekte z\u00fcgeln \u2013 ein Unterfangen, das laut Co-Museumsdirektor David Alder dem Umzug von 300<br \/>\nbis 400 Privatwohnungen entspricht. Acht Jahre lang wurde das Z\u00fcgeln vorbereitet: Objekte mussten fixiert, Pr\u00e4parate gesichert und manche Skelette sogar asbestgereinigt werden. Besondere Herausforderung: die montierte Giraffe im Treppenhaus, f\u00fcr deren Abtransport ein Kran n\u00f6tig ist. Der historische Berri-Bau schliesst im Winter 2028; das neue Museum \u00f6ffnet im Sommer 2029.<\/p>\n<p>        Vom Bankhaus zum Wohnhaus<\/p>\n<p>Basel \u2013 Das ehemalige UBS-Geb\u00e4ude am Aeschenplatz in Basel wird zu einem gemischt genutzten Wohn- und Gewerbehaus<br \/>\numgebaut. Der Grosse Rat hat im Mai den daf\u00fcr notwendigen<br \/>\nBebauungsplan genehmigt. Eigent\u00fcmerin der Immobilie ist die Anlagestiftung Seraina Investment Foundation, die die Liegenschaft 2021 erwarb. Das bisher ausschliesslich f\u00fcr B\u00fcros genutzte Geb\u00e4ude soll erhalten, aber im Bestand weiterentwickelt und<br \/>\nf\u00fcr verschiedene Nutzungen ge\u00f6ffnet werden. Ein Drittel der<br \/>\nWohnungen wird preisg\u00fcnstig vermietet. Das Vorhaben gilt im Parlament als Beispiel f\u00fcr klimafreundliches Bauen im Bestand.<\/p>\n<p>                                                                                                                                                                                                                                            Aktuelle Projektwettbewerbe aus der Region<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/162346_1.jpg\" alt=\"Wohn\u00fcberbauung Riehenring Messehalle 3 in Basel\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: studio blomen, Z\u00fcrich<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Basel: Auf dem Areal der Messehalle 3 am Riehenring entstehen nach Pl\u00e4nen des Kantons mit einer \u00dcberbauung rund 170 preisg\u00fcnstige Wohnungen. Den Wettbewerb gewann die Arbeitsgemeinschaft \u00abClauss Kahl Merz Atelier f\u00fcr Architektur+St\u00e4dtebau und Truwant+Rodet+\u00bb mit dem Projekt \u00abIm Wandel\u00bb. Das Ensemble umfasst neben den Wohnungen auch einen Doppelkindergarten, eine Tagesstruktur, Gewerber\u00e4ume sowie rund 200 Parkpl\u00e4tze.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/162347_1.jpg\" alt=\"Erweiterung Schulhaus Hinter G\u00e4rten Riehen\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Nord Architekten<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Riehen BS: Die Gemeinde Riehen erweitert das Primarschulhaus Hinter G\u00e4rten von zwei auf drei Z\u00fcge. Aus einem Studienauftrag ging das B\u00fcro Nord GmbH Architekten BSA SIA aus Basel als Sieger hervor. Der Entwurf sieht einen Anbau im Westen vor, der den Bestand mit unterschiedlichen H\u00f6hen behutsam aufwertet und den Eingang an den Steingrubenweg verlegt. Weiter ist im Projekt auch eine Erweiterung der Turnhalle zur Dreifachturnhalle geplant.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/162348_1.jpg\" alt=\"\u00dcberbauung Jakobstrasse in Pratteln\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Stereo Architektur GmbH<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Pratteln BL: Drei Parzellen an der Bahnhof- und St. Jakobstrasse in Pratteln sollen gemeinsam entwickelt werden. Die Fl\u00e4chen sind im Eigentum der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde, der Post und des Kantons. Aus einem Studienauftrag ging das Team Stereo Architektur mit C\u00e9line Baumann Landschaftsarchitektur mit dem Entwurf \u00abStadtfeld\u00bb als Sieger hervor. Geplant sind Wohn- und Gewerbefl\u00e4chen sowie Alterswohnungen. Dar\u00fcber hinaus erneuert der Kanton im Zuge des Projekts seinen bestehenden KIGA-Verwaltungsstandort. Die Realisierung ist in mehreren Etappen vorgesehen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/159828_1.jpg\" alt=\"Visualisierung der Arealentwicklung Klybeck- und Westquai in Basel\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Basler Bau- und Verkehrsdepartement<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Visualisierung: So k\u00f6nnte sich das Areal Klybeck- und Westquai dereinst pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>                                                                                                                                                                                Kantonale Abstimmungen<\/p>\n<p>Das Basler Stimmvolk hat am 14.\u2009Juni \u00fcber Vorlagen abgestimmt, die direkte Auswirkungen auf die Baut\u00e4tigkeit und Stadtentwicklung in der Region haben.<\/p>\n<p>Den deutlichsten Entscheid f\u00e4llte Basel-Stadt bei der Klybeck\u00adinsel-Initiative: Mit 61,8 Prozent Nein-Stimmen lehnte das Stimmvolk das Volksbegehren ab, das die Wiederherstellung der ehemaligen Rhein-Insel als Gr\u00fcn- und Naturzone gefordert hatte. Die Initiative verlangte, das ehemalige Industriegebiet s\u00fcdlich des Rheinhafens bis 2035 wieder als Insel freizulegen und mit einheimischen B\u00e4umen aufzuforsten. Laut den Beh\u00f6rden h\u00e4tte die Initiative den Bau von Wohnungen f\u00fcr mindestens 2500 Personen verhindert und die Entwicklungspl\u00e4ne f\u00fcr das Areal Klybeckplus erheblich erschwert.\u00a0<\/p>\n<p>Das Vorhaben z\u00e4hlt zu den gr\u00f6ssten Stadtentwicklungsprojekten Basels und sieht die Schaffung von 7500 Arbeitspl\u00e4tzen sowie Wohnraum f\u00fcr 8500 Einwohner vor. Die Umsetzung der Initiative h\u00e4tte laut den kantonalen Abstimmungsunterlagen mindestens 700 Millionen Franken gekostet \u2013 der Regierungsrat hatte in einer fr\u00fcheren Mitteilung von mindestens einer halben Milliarde Franken ge\u00adsprochen. Der Basler Regierungsrat, der Grosse Rat und fast alle Parteien, darunter auch die Gr\u00fcnen, hatten die Ablehnung der Initiative empfohlen.\u00a0<\/p>\n<p>Mit dem klaren Nein des Stimmvolks bleibt der Weg f\u00fcr die Weiterentwicklung des Areals nun vorerst frei. Ebenfalls angenommen wurde in Basel-Stadt mit 56,2 Prozent die vom Grossen Rat beschlossene Finanzierung der weiteren Planungsarbeiten f\u00fcr das Herzst\u00fcck und den Bahnknoten Basel. Der Kanton erh\u00e4lt damit 3,6 Millionen Franken f\u00fcr Vorstudien, weitere Planungsschritte und die Interessenvertretung gegen\u00fcber dem Bund. Das Herzst\u00fcck des Projekts \u2013 eine unterirdische S-Bahn-Durchmesserlinie zwischen Basel SBB und dem Badischen Bahnhof \u2013 gilt als zentrale Voraussetzung f\u00fcr die weitere Verdichtung im Stadtkanton und die Erschliessung neuer Entwicklungsgebiete.<\/p>\n<p>        Basel erh\u00e4lt f\u00fcnf Taubenschl\u00e4ge<\/p>\n<p>Basel-Stadt hat ein Taubenproblem: Eine Initiative im Juni forderte ein tierschutzgerechtes Stadttaubenmanagement mit betreuten Taubenschl\u00e4gen in allen Quartieren, einer Reduktion der Population sowie einem T\u00f6tungsverbot. Das Basler Stimmvolk lehnte sie deutlich ab. Mehr Anklang fand der Gegenvorschlag des Grossen Rates: Dieser sieht f\u00fcnf betreute Taubenschl\u00e4ge vor und l\u00e4sst an Tauben-\u00abHotspots\u00bb die fachgerechte<br \/>\nT\u00f6tung sowie den Einsatz von Greifv\u00f6geln wie Falken zu, um die St\u00f6renfriede zu vertreiben.<\/p>\n<p>                                                            Umstrittene Ortsdurchfahrt Birsfelden<\/p>\n<p>In Basel-Landschaft bewilligte das Stimmvolk mit 56,2 Prozent den Kredit f\u00fcr die neue Ortsdurchfahrt Birsfelden. Das rund 78 Millionen Franken teure Projekt soll ab 2027 realisiert werden und umfasst die Erneuerung der stark befahrenen Haupt- und Rheinfelderstrasse sowie den Ausbau f\u00fcr Tram-, Fuss- und Veloverkehr. Ausl\u00f6ser war die dringende Erneuerung der veralteten Tramgleise und die Pflicht zum behindertengerechten Ausbau gem\u00e4ss Bundesrecht. Pikant: Die Gemeinde Birsfelden selbst lehnte die Vorlage mit rund 58 Prozent Nein-Stimmen deutlich ab. Der Unmut in der Bev\u00f6lkerung richtet sich vor allem gegen die vier- bis f\u00fcnfj\u00e4hrige Bauzeit auf der bereits heute staubelasteten Hauptstrasse. Die Gemeinde will nun bei der Ausf\u00fchrungsplanung eine pr\u00e4gende Rolle einfordern.<\/p>\n<p>Ebenfalls abgelehnt wurde in Basel-Landschaft die Initiative \u00abEnergiepolitik nur mit der Bev\u00f6lkerung\u00bb mit 55,6 Prozent Nein-Stimmen. Die Initiative h\u00e4tte verlangt, energiepolitische Vorgaben \u2013 insbesondere beim Ersatz von Heizungen \u2013 wieder per Gesetz statt per kantonalem Dekret zu regeln. Das Nein an der Urne best\u00e4tigt damit den bisherigen kantonalen Kurs und bei der Energiepolitik im Baselbiet bleibt alles beim Alten: Das faktische Verbot eines Neubaus von fossilen Heizungen bleibt bestehen. Seit Oktober 2024 schreibt ein kantonales Dekret bei Neubauten und seit Januar 2026 auch beim Heizungsersatz den Einsatz erneuerbarer Energien vor.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Teaserbild-Quelle: Herzog &amp; de Meuron Welche Bauprojekte stehen in Basel-Stadt und Baselland an? 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