{"id":229433,"date":"2026-07-30T17:21:12","date_gmt":"2026-07-30T17:21:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/229433\/"},"modified":"2026-07-30T17:21:12","modified_gmt":"2026-07-30T17:21:12","slug":"multiple-sklerose-spezifische-darmbakterien-senken-erkrankungsrisiko-deutlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/229433\/","title":{"rendered":"Multiple Sklerose: Spezifische Darmbakterien senken Erkrankungsrisiko deutlich"},"content":{"rendered":"<p>Die Zusammensetzung der Darmflora beeinflusst offenbar ma\u00dfgeblich Entstehung und Verlauf von Multipler Sklerose (MS). Forscher aus S\u00fcdkorea, Italien und den USA identifizierten in mehreren aktuellen Studien spezifische Bakterienst\u00e4mme und Stoffwechselprodukte, die entweder sch\u00fctzend wirken oder Entz\u00fcndungen im zentralen Nervensystem f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Entz\u00fcndungshemmer aus dem Darm<\/p>\n<p>Ein Team der Soonchunhyang University und der Ewha Womans University in S\u00fcdkorea entdeckte, dass das Bakterium Veillonella ratti (Stamm MHL0042) den anti-inflammatorischen Metaboliten Dioleoylphosphatidylethanolamin (DOPE) produziert. Wie die Forscher im Fachjournal Experimental &amp; Molecular Medicine ver\u00f6ffentlichten, gelangt DOPE \u00fcber die Blutbahn ins Gehirn und reduziert dort nachweislich Neuroinflammationen. Allerdings: Die Ergebnisse stammen aus pr\u00e4klinischen Modellen und m\u00fcssen noch in Studien am Menschen best\u00e4tigt werden.<\/p>\n<p>Parallel dazu r\u00fcckt Akkermansia massiliensis in den Fokus. Eine italienische Studie in Genes &amp; Immunity zeigt: Ein geringes Vorkommen dieses Bakteriums erh\u00f6ht das MS-Risiko signifikant. Die Forscher der Cittadella Universitaria di Monserrato sehen eine Verbindung zwischen dem Bakterium, dem FcRL3-Gen und einer gest\u00f6rten B-Zell-Regulation. Eine gezielte F\u00f6rderung von Akkermansia massiliensis durch Pr\u00e4biotika und Polyphenole k\u00f6nnte k\u00fcnftig pr\u00e4ventiv oder therapeutisch wirken.<\/p>\n<p>Kausale Belege aus Zwillingsstudien<\/p>\n<p>Einen starken Hinweis auf die kausale Rolle der Darmflora lieferte eine im April 2025 in PNAS ver\u00f6ffentlichte Zwillingsstudie. Die Forscher untersuchten 81 eineiige Zwillingspaare, bei denen jeweils nur ein Partner an MS erkrankt war. Die \u00dcbertragung von Bakterien wie Lachnoclostridium und Eisenbergiella tayi von betroffenen Zwillingen auf transgene M\u00e4use l\u00f6ste bei den Tieren eine MS-\u00e4hnliche Erkrankung aus. Folge: eine Zunahme von Th17-Zellen und eine Autoimmunreaktion gegen Myelin.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Was Gelenkbeschwerden, Entz\u00fcndungsprozesse und st\u00e4ndige M\u00fcdigkeit gemeinsam haben, ist oft eine Fehlregulation im K\u00f6rper, die durch die richtige Wahl der Lebensmittel beeinflusst werden kann. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, wie Sie mit 12 nat\u00fcrlichen Entz\u00fcndungs-Killern aus dem Supermarkt Ihre Vitalit\u00e4t unterst\u00fctzen. <a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/entzuendungshemmende-ernaehrung\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_ENTZUENDUNGSHEMMENDE-ERNAEHRUNG_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD1of2-EAID-1062054\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Kostenlosen Ratgeber zur entz\u00fcndungshemmenden Ern\u00e4hrung sichern<\/a><\/p>\n<p>Eine Studie der Yale University aus dem Jahr 2025 best\u00e4tigt die Unterschiede: Bei 43 neu diagnostizierten MS-Patienten kamen Bakterien der Gattung Faecalibacterium seltener vor, w\u00e4hrend Monoglobus h\u00e4ufiger nachgewiesen wurde. Zudem wiesen die Patienten weniger mit Immunglobulin A (IgA) beschichtete Bakterien auf \u2013 ein Zeichen f\u00fcr ein gest\u00f6rtes immunologisches Gleichgewicht im Darm.<\/p>\n<p>Therapie und Ern\u00e4hrung als Mikrobiom-Beeinflusser<\/p>\n<p>Die Wechselwirkung zwischen MS-Medikamenten und dem Mikrobiom wird zunehmend erforscht. Eine Kooperation der Universit\u00e4ten Bonn, Basel, Toronto und Yale untersuchte 2026 in Science Translational Medicine die Auswirkungen von B-Zell-Depletionstherapien. Ergebnis: Die Behandlung f\u00f6rdert die Wanderung regulatorischer B-Zellen aus dem Darm ins Blut und ZNS. H\u00f6here Konzentrationen dieser Faktoren waren mit besseren Behandlungsergebnissen verbunden.<\/p>\n<p>Sch\u00fctzend wirkt offenbar auch Butyrat. Eine Studie von Northwestern Medicine in Nature Communications zeigt: Das Stoffwechselprodukt programmiert Darmzellen \u00fcber den Sat1-N1-Acetylspermidin-Signalweg dauerhaft um und schafft so ein \u201eintestinales Ged\u00e4chtnis\u201c, das vor Entz\u00fcndungen sch\u00fctzt.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Um die eigene Gesundheit und Entz\u00fcndungswerte besser beurteilen zu k\u00f6nnen, ist das Verst\u00e4ndnis der pers\u00f6nlichen Laborwerte entscheidend. Dieser 25-seitige Leitfaden hilft Ihnen dabei, Ihre Blutwerte selbst zu interpretieren und potenzielle M\u00e4ngel fr\u00fchzeitig zu erkennen. <a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/laborwerte-selbstcheck\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_LABORWERTE-SELBSTCHECK_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD2of2-EAID-1062054\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Gratis-Report: Laborwerte-Selbstcheck jetzt herunterladen<\/a><\/p>\n<p>Was die Ern\u00e4hrung betrifft: Eine Studie aus dem Journal of Clinical Neuroscience (2026) deutet darauf hin, dass MS-Patienten nach der Diagnose h\u00e4ufiger zu Obst, Gem\u00fcse und Vitamin D greifen und Kohlenhydrate sowie Fette reduzieren. Ob diese Umstellungen den Krankheitsverlauf direkt beeinflussen, m\u00fcssen prospektive Studien zeigen.<\/p>\n<p>Diagnostik der Zukunft: Wearables und KI<\/p>\n<p>Fortschritte in der Diagnostik k\u00f6nnten k\u00fcnftig auch MS-Patienten helfen. Die IBD-Forecast-Studie mit 309 Teilnehmern zeigte im Juli 2026, dass Wearables Sch\u00fcbe von Colitis bis zu sieben Wochen vor klinischen Symptomen erkennen k\u00f6nnen. \u00c4hnliche Ans\u00e4tze f\u00fcr MS werden bereits diskutiert.<\/p>\n<p>In Nordrhein-Westfalen arbeitet zudem ein mit 3,4 Millionen Euro gef\u00f6rdertes Mikrobiom-Projekt an einer KI-gest\u00fctzten Pipeline zur Analyse von Stuhlproben. Ziel: Komplexe mikrobielle Daten f\u00fcr die klinische Praxis nutzbar machen und personalisierte Therapien erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p style=\"margin-top:20px;margin-bottom:20px;\">&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\tDisclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und M\u00e4rkten ohne Gew\u00e4hr; \u00c4nderungen jederzeit m\u00f6glich. B\u00f6rsengesch\u00e4fte k\u00f6nnen zu hohen Verlusten f\u00fchren. Unsere Beitr\u00e4ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterst\u00fctzung von AI erstellt und gepr\u00fcft.&#13;\n\t\t\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Zusammensetzung der Darmflora beeinflusst offenbar ma\u00dfgeblich Entstehung und Verlauf von Multipler Sklerose (MS). 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