{"id":230834,"date":"2026-07-31T15:37:09","date_gmt":"2026-07-31T15:37:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/230834\/"},"modified":"2026-07-31T15:37:09","modified_gmt":"2026-07-31T15:37:09","slug":"spuren-in-unserer-dna-entdeckt-menschheit-besitzt-mindestens-zwei-mysterioese-vorfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/230834\/","title":{"rendered":"Spuren in unserer DNA entdeckt: Menschheit besitzt mindestens zwei mysteri\u00f6se Vorfahren"},"content":{"rendered":"<p>Spuren in unserer DNA entdecktMenschheit besitzt mindestens zwei mysteri\u00f6se Vorfahren<\/p>\n<p>31.07.2026, 15:19 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(04:15 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Archaeologiemuseum-Evolution-des-Homo-Sapiens-Jerez-de-la-Frontera-Provinz-Cadiz-Spanien-Europa.webp\" alt=\"Archaeologiemuseum-Evolution-des-Homo-Sapiens-Jerez-de-la-Frontera-Provinz-Cadiz-Spanien-Europa\"\/>Der moderne Mensch und seine Vorfahren haben laut neueren Erkenntnissen eine viel st\u00e4rker vernetzte Geschichte, als lange gedacht wurde. (Foto: picture alliance \/ imageBROKER)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Neben Neandertalern und Denisovanern pr\u00e4gten weitere Menschenarten unsere Entwicklung. Wissenschaftler entdecken jetzt die genetischen \u00dcberreste von mindestens zwei bislang r\u00e4tselhaften Populationen. Eine davon hat einen besonders alten Ursprung.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Heute gibt es nur eine Menschenart auf der Erde, doch das war nicht immer so: \u00dcber lange Zeitr\u00e4ume teilten sich Homo sapiens den Planeten mit anderen Arten der Gattung Homo und vermischten sich mit diesen. Nachgewiesen ist das f\u00fcr Neandertaler und Denisova-Menschen: Die meisten heute lebenden Nicht-Afrikaner weisen in ihrer DNA ein bis zwei Prozent Neandertaler-Erbgut auf, w\u00e4hrend Asiaten 0,2 Prozent und Ozeanier bis zu f\u00fcnf Prozent Denisova-Anteile in sich tragen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Doch in den Genomen heutiger Menschen gibt es auch Abschnitte, die zu keinem der beiden passen: Spuren von Vorfahren, die niemand kennt und von denen keine direkt aus Fossilien gewonnene DNA existiert. Ein Team der University of California in Berkeley entdeckte bei der Analyse heutiger DNA, dass es mindestens zwei unbekannte Vorfahren gibt. Die Studie erschien im Fachmagazin <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.science.org\/doi\/10.1126\/science.aef8874\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">&#171;Science<\/a>&#171;.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bereits bekannt war, dass heutige Menschen <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wissen\/Afrikaner-haben-Gene-von-Geistervorfahren-article20994941.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">die Gene eines sogenannten Geistervorfahren in sich tragen<\/a>. Laut der neuen Studie trennte sich diese Gruppe vor rund 800.000 Jahren von der Abstammungslinie, die zum modernen Menschen f\u00fchrte. Vermischt hat sie sich mit dem Homo sapiens viel sp\u00e4ter, in Afrika vor mehr als 50.000 Jahren, also noch vor der gro\u00dfen Auswanderung nach Europa und Asien.\u00a0<\/p>\n<p>Vorfahr aus 1,8 Millionen Jahre alter Linie<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der zweite Unbekannte ist noch r\u00e4tselhafter: ein &#171;super-archaischer&#187; Vorfahre, der aus einer vor 1,8 Millionen Jahren abgespaltenen Linie stammt. Er paarte sich vor vermutlich mehr als 200.000 Jahren in Eurasien mit Denisovanern &#8211; und \u00fcber den Umweg der Denisovaner landete ein kleiner Rest schlie\u00dflich auch im Erbgut moderner Menschen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#171;Wir haben herausgefunden, dass rund zwei Prozent des modernen menschlichen Genoms von archaischen Homininen stammen&#187;, sagt Yulin Zhang, Doktorandin in Berkeley und Co-Erstautorin, laut einer <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/news.berkeley.edu\/2026\/07\/30\/new-technique-pinpoints-human-dna-inherited-from-ghost-ancestors\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Mitteilung<\/a> der Universit\u00e4t. Auf die Geisterlinie entfallen dabei 0,5 bis ein Prozent pro Person. Und das gilt f\u00fcr alle heutigen Menschen der Erde, also anders als beim Neandertaler auch f\u00fcr alle Afrikaner.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auf den super-archaischen Vorfahren stie\u00df das Team, indem es gezielt Genome aus Ozeanien auswertete. Die Bev\u00f6lkerung von Papua-Neuguinea sowie die Aborigines in Australien tragen mit bis zu vier Prozent besonders viel Denisova-Erbgut &#8211; und genau in diesen Abschnitten tauchte auch das noch \u00e4ltere Signal auf.\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"humangenealogy\"\/>Der super-archaische Vorfahr (ganz oben) spaltete sich laut der Studie vor etwa 1,8 Millionen Jahren von unserer Linie ab &#8211; erst sp\u00e4ter wurde er \u00fcber die Denisovaner zu einem unserer Vorfahren. Der sogenannte Geistervorfahr (ganz unten) vermischte sich direkt mit uns vor etwa 50.000 Jahren. (Foto: Yulin Zhang and Priya Moorjani\/UC Berkeley)Auff\u00e4llig, welche DNA weitergegeben wurde<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">M\u00f6glich wurde die Entdeckung durch ein Verfahren namens TRACE, das ohne fossile DNA auskommt. Die Software vergleicht Hunderte Genome heute lebender Menschen miteinander. &#171;Indem wir Regionen identifizieren, deren Abstammung ungew\u00f6hnlich weit zur\u00fcckreicht, k\u00f6nnen wir genetische Beitr\u00e4ge ausgestorbener Menschengruppen aufdecken \u2013 auch ohne alte DNA&#187;, sagt Studienleiterin Priya Moorjani, Professorin f\u00fcr Molekular- und Zellbiologie in Berkeley.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auff\u00e4llig h\u00e4ufig finden sich die Abschnitte der ausgestorbenen Vorfahren laut den Autoren in Genen, die mit Immunsystem und Stoffwechsel in Verbindung stehen. F\u00fcr Moorjani ergibt das Sinn: &#171;Die Anpassung an neue Krankheitserreger und Nahrungsquellen war einer der st\u00e4rksten Selektionsfaktoren in der menschlichen Evolution.&#187; Durch die Vermischung mit anderen Menschengruppen wurden neue Genvarianten eingef\u00fchrt &#8211; brachten diese Vorteile, breiteten sie sich aus und wurden \u00fcber Generationen weitergegeben.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Bild vom Stammbaum des Menschen und seiner Verwandten mit sauber auseinanderlaufenden \u00c4sten muss laut dem Forschungsteam daher \u00fcberdacht werden. Die neuen Daten zeigten &#171;eine viel st\u00e4rker vernetzte Geschichte &#8211; eher ein komplexes Netz aus Populationen, verbunden durch wiederholte Phasen von Wanderung und Vermischung&#187;, sagt Moorjani.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, kst<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Spuren in unserer DNA entdecktMenschheit besitzt mindestens zwei mysteri\u00f6se Vorfahren 31.07.2026, 15:19 Uhr Artikel anh\u00f6ren(04:15 min) Der moderne&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":230835,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[15],"tags":[50036,454,46,3058,1580,7328,50035,37804,45,60,59,44,64,61,63,62],"class_list":["post-230834","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wissenschaft-technik","tag-anthropologie","tag-bildung","tag-ch","tag-dna","tag-evolution","tag-genforschung","tag-homo-sapiens","tag-neandertaler","tag-schweiz","tag-science","tag-science-technology","tag-switzerland","tag-technik","tag-technology","tag-wissenschaft","tag-wissenschaft-technik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/117015329531824562","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/230834","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=230834"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/230834\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/230835"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=230834"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=230834"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=230834"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}