{"id":231050,"date":"2026-07-31T18:41:23","date_gmt":"2026-07-31T18:41:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/231050\/"},"modified":"2026-07-31T18:41:23","modified_gmt":"2026-07-31T18:41:23","slug":"pokemon-mit-gesichtserkennung-gegen-scalper","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/231050\/","title":{"rendered":"Pok\u00e9mon mit Gesichtserkennung gegen Scalper"},"content":{"rendered":"<p>Pok\u00e9mon-Sammelkarten sind l\u00e4ngst nicht mehr nur ein Hobby f\u00fcr Kinder und Fans. Seltene Karten, limitierte Sets und stark nachgefragte Booster werden teilweise unmittelbar nach Verkaufsstart zu deutlich h\u00f6heren Preisen weiterverkauft. The Pok\u00e9mon Company reagiert nun mit einer ungew\u00f6hnlich weitreichenden Massnahme: In f\u00fcnf tempor\u00e4ren Pok\u00e9mon Card Stores in Japan kommt eine Gesichtserkennung zum Einsatz. Sie soll verhindern, dass einzelne Personen mehrfach am selben Tag in die L\u00e4den gelangen oder mehrere Zugangstickets beziehen.<\/p>\n<p>Gesichtserkennungs-Scan wird zur Eintrittsbedingung<\/p>\n<p>Die Pop-up-Stores \u00f6ffnen vom 31. Juli bis zum 16. August 2026 und begleiten die Ver\u00f6ffentlichung der neuen Erweiterung \u201cStorm Emeralda\u201d. Die Standorte befinden sich in Natori, Chofu, Higashiura, Hiroshima-Fuchu und Chikushino. Verkauft werden dort nicht nur Boosterpacks und weiteres Zubeh\u00f6r f\u00fcr das Pok\u00e9mon-Sammelkartenspiel, sondern auch ausgew\u00e4hlte Pl\u00fcschfiguren und offizielle Pok\u00e9mon-Center-Produkte. Zus\u00e4tzlich sind kostenlose Einf\u00fchrungsveranstaltungen rund um das Kartenspiel geplant.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Wer im Grundschulalter oder \u00e4lter ist, muss beim Betreten des Gesch\u00e4fts sowie beim Erhalt eines nummerierten Tickets der Gesichtserkennung zustimmen. Das automatisierte System pr\u00fcft, ob dieselbe Person bereits am gleichen Tag im Laden war oder schon ein Ticket erhalten hat. Pro Person ist nur ein Eintritt beziehungsweise ein Ticket pro Tag erlaubt. Erkennt die Software einen weiteren Versuch, wird der Zugang nach Angaben des Unternehmens verweigert.<\/p>\n<p> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Pokemon-Storm-Esmeralda.jpg\" alt=\"Pok\u00e9mon Storm Esmeralda\"\/><\/p>\n<p>Darum geht es: Pok\u00e9mon Storm Esmeralda Verkaufsaufsteller. Bild: The Pok\u00e9mon Company<\/p>\n<p>Auch ein kurzes Verlassen des Gesch\u00e4fts kann problematisch werden. Kundinnen und Kunden m\u00fcssen das Personal vorab informieren, wenn sie beispielsweise zur Toilette gehen m\u00f6chten. Wer den Laden ohne entsprechende Best\u00e4tigung verl\u00e4sst, darf m\u00f6glicherweise nicht erneut hinein. Kinder im Vorschulalter sind von der Gesichtserkennung ausgenommen, m\u00fcssen aber von einer erwachsenen Person begleitet werden.<\/p>\n<p>Pok\u00e9mon sammelt Gesichtsbilder und Besuchszahlen<\/p>\n<p>Die Massnahme d\u00fcrfte vor allem jene treffen, die Sammelkarten kaufen, um sie mit Gewinn weiter zu ver\u00e4ussern und darum die Kauflimits mit mehreren Besuchen umgehen wollen. Gerade begehrte Pok\u00e9mon-Sets sind regelm\u00e4ssig schnell ausverkauft und landen kurz danach zu h\u00f6heren Preisen auf Online-Marktpl\u00e4tzen. Wir haben schon in den vergangenen Jahren gesehen, wie Menschen zu McDonalds gingen, um die begehrtesten Pok\u00e9mon-Karen aus Jubil\u00e4umseditionen zu ergattern und das Fastfood unangetastet und Kiloweise im M\u00fcll entsorgten.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Hier nun soll Gesichtserkennung das Weiterreichen von Tickets oder das erneute Anstellen deutlich schwieriger machen als klassische Kontrollen per Stempel, Armband oder Papierausweis.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Video: The Pok\u00e9mon Company<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Der Preis daf\u00fcr ist allerdings ein erheblicher Eingriff in die Privatsph\u00e4re. The Pok\u00e9mon Company best\u00e4tigt, dass sowohl Gesichtsbilder als auch die Anzahl der Besuche erfasst werden. Die Daten sollen sicher verwaltet, nur f\u00fcr die genannten Zwecke verwendet und nach einer nicht n\u00e4her genannten Frist gel\u00f6scht werden. Wer der Verarbeitung nicht zustimmt, erh\u00e4lt weder Zutritt noch ein Ticket.<\/p>\n<p>Anders als bei einer kurzen Sichtkontrolle eines Ausweises entsteht hier eine biometrische Datensammlung, der die Kundschaft nicht einfach \u00e4ndern k\u00f6nnen. Ein verlorenes Passwort l\u00e4sst sich ersetzen, das eigene Gesicht nicht. Umso wichtiger w\u00e4ren transparente Angaben dazu, welcher Anbieter das System betreibt, ob die Daten zentral oder lokal gespeichert werden und wie Betroffene eine fehlerhafte Erkennung anfechten k\u00f6nnen. Dazu nennt die Ank\u00fcndigung bislang keine konkreten Einzelheiten.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz wurde der Pok\u00e9mon Center Store Mega Tokyo gar geschlossen, nachdem eine Angestellte von einem mutmasslichen Stalker mit einem Messer t\u00f6dlich verletzt wurde, woraufhin er sich selbst richtete. Der Store \u00f6ffnet im August wieder offiziell und der Vorfall steht anscheinend nicht im Zusammenhang mit Pok\u00e9mon Sammelkarten,<\/p>\n<p>Fairere Verk\u00e4ufe oder unverh\u00e4ltnism\u00e4ssige \u00dcberwachung?<\/p>\n<p>Aus Sicht des Unternehmens soll das System eine sichere Einkaufsumgebung schaffen, Kriminalit\u00e4t verhindern und die Einhaltung der Verkaufsregeln gew\u00e4hrleisten. F\u00fcr Fans kann die Technik tats\u00e4chlich bessere Chancen bedeuten, begehrte Produkte zum regul\u00e4ren Preis zu kaufen. Gleichzeitig bleibt offen, wie zuverl\u00e4ssig die Erkennung arbeitet, wie lange die biometrischen Daten gespeichert werden und was bei einer falschen Zuordnung passiert. Gerade bei Kindern ist Gesichtserkennung nicht immer mit hohen Trefferquoten gesegnet.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Vorerst ist der Einsatz auf die f\u00fcnf tempor\u00e4ren Kartenl\u00e4den in Japan begrenzt. Eine fl\u00e4chendeckende Einf\u00fchrung in regul\u00e4ren Pok\u00e9mon Centern wurde nicht angek\u00fcndigt. Das Unternehmen arbeitet jedoch auch an weiteren Kontrollmechanismen. F\u00fcr weitere, bestimmte Produkte ist in Japan bereits eine Identit\u00e4tspr\u00fcfung mit amtlichen Dokumenten vorgesehen.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Damit zeigt sich aber, wie gross das Problem rund um limitierte Sammelprodukte inzwischen geworden ist. Dass ausgerechnet der Kauf von Pok\u00e9mon-Karten einen Gesichts-Scan voraussetzt, w\u00e4re vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen. Ob das Experiment die Verk\u00e4ufe tats\u00e4chlich fairer macht oder vor allem eine neue Datenschutzdebatte ausl\u00f6st, d\u00fcrfte sich nach der Er\u00f6ffnung der Pop-up-Stores zeigen. Das d\u00fcrfte nun international aufmerksam beobachtet werden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Quelle: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.polygon.com\/pokemon-facial-recognition-japan-stores-tcg-set-storm-emeralda\/\" onclick=\"__gaTracker(&#039;send&#039;, &#039;event&#039;, &#039;outbound-article&#039;, &#039;https:\/\/www.polygon.com\/pokemon-facial-recognition-japan-stores-tcg-set-storm-emeralda\/&#039;, &#039;Polygon&#039;);\">Polygon<\/a> (Englisch), <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.pokemon.com\/de\" onclick=\"__gaTracker(&#039;send&#039;, &#039;event&#039;, &#039;outbound-article&#039;, &#039;https:\/\/www.pokemon.com\/de&#039;, &#039;The Pok\u00e9mon Company&#039;);\">The Pok\u00e9mon Company<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Pok\u00e9mon-Sammelkarten sind l\u00e4ngst nicht mehr nur ein Hobby f\u00fcr Kinder und Fans. 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