{"id":234129,"date":"2026-08-03T07:51:15","date_gmt":"2026-08-03T07:51:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/234129\/"},"modified":"2026-08-03T07:51:15","modified_gmt":"2026-08-03T07:51:15","slug":"ungesunder-lebensstil-beeintraechtigt-kognition-schon-bei-jungen-erwachsenen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/234129\/","title":{"rendered":"Ungesunder Lebensstil beeintr\u00e4chtigt Kognition schon bei jungen Erwachsenen"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" class=\"articleimage lazy-load\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/lebensstil-gesund.webp\" alt=\"Lebensstil gesund\" title=\"Lebensstil gesund\"\/> <\/p>\n<p>Demenzrisiken \u00fcber die gesamte Lebensspanne<\/p>\n<p>Bis zu 45\u00a0% aller F\u00e4lle von <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/krankheiten\/demenz\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Demenz <\/a>k\u00f6nnten theoretisch durch die Vermeidung <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/neurologie\/demenz-zwei-neue-risikofaktoren\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">modifizierbarer Risikofaktoren<\/a> verhindert werden. Der Lifestyle for Brain Health (LIBRA)-Index wurde entwickelt, um individuelle Potenziale zur Verbesserung der Gehirngesundheit anhand bekannter Risiko- und Schutzfaktoren zu quantifizieren. Bisher wurde seine Aussagekraft \u00fcberwiegend bei Menschen mittleren und h\u00f6heren Alters untersucht.<\/p>\n<p>Die vorliegende Studie untersuchte, ob der LIBRA-Score auch bei j\u00fcngeren Erwachsenen mit der kognitiven Leistungsf\u00e4higkeit assoziiert ist und welche Rolle Geschlecht und sozio\u00f6konomischer Status spielen.<\/p>\n<p>Fast 150.000 Erwachsene aus NAKO-Studie untersucht<\/p>\n<p>Grundlage der Untersuchung waren Daten von 149.948 Teilnehmern der Deutschen Nationalen Kohorte (NAKO) im Alter von 20 bis 75 Jahren. Die kognitive Leistungsf\u00e4higkeit wurde anhand standardisierter Tests zu Ged\u00e4chtnis, exekutiven Funktionen und Verarbeitungsgeschwindigkeit erfasst. Aus den Ergebnissen wurde ein globaler Kognitionsscore berechnet.<\/p>\n<p>Der LIBRA-Index<\/p>\n<p>Der LIBRA-Index umfasst zehn modifizierbare Risikofaktoren, darunter <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/krankheiten\/hypertonie-bluthochdruck\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hypertonie<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/endokrinologie\/hypercholesterinaemie\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hypercholesterin\u00e4mie<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/krankheiten\/diabetes-mellitus\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Diabetes<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/krankheiten\/depression\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Depression<\/a>, Rauchen, k\u00f6rperliche Inaktivit\u00e4t, <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/krankheiten\/adipositas\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Adipositas<\/a> und Alkoholkonsum. H\u00f6here LIBRA-Werte entsprechen einem ung\u00fcnstigeren kardiometabolischen und verhaltensbezogenen Risikoprofil.<\/p>\n<p>Unterschiedliche Risikoprofile je nach Alter<\/p>\n<p>Die Analyse zeigte deutliche altersabh\u00e4ngige Unterschiede in der Verteilung der Risikofaktoren. Kardiovaskul\u00e4re Risiken nahmen mit zunehmendem Alter stark zu. So stieg die H\u00e4ufigkeit einer Hypertonie von 13,5\u00a0% bei den 20- bis 29-J\u00e4hrigen auf 74,4\u00a0% bei den 70- bis 75-J\u00e4hrigen. Auch Hypercholesterin\u00e4mie, Diabetes und <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/krankheiten\/koronare-herzkrankheit-khk\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">koronare Herzerkrankungen<\/a> wurden im h\u00f6heren Alter deutlich h\u00e4ufiger beobachtet.<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber waren verhaltensbezogene und psychosoziale Risikofaktoren bei j\u00fcngeren Erwachsenen st\u00e4rker verbreitet. Rauchen betraf 25,0\u00a0% der 20- bis 29-J\u00e4hrigen, jedoch nur 8,4\u00a0% der \u00e4ltesten Teilnehmer. Auch Depressionen und k\u00f6rperliche Inaktivit\u00e4t waren in j\u00fcngeren Altersgruppen h\u00e4ufiger vertreten.<\/p>\n<p>H\u00f6here LIBRA-Werte gehen mit schlechterer Kognition einher<\/p>\n<p>\u00dcber alle Altersgruppen hinweg zeigte sich ein konsistenter Zusammenhang zwischen h\u00f6heren LIBRA-Werten und einer geringeren kognitiven Leistungsf\u00e4higkeit. Nach Adjustierung f\u00fcr Alter, Geschlecht, Bildung, sozio\u00f6konomischen Status und weitere Einflussgr\u00f6\u00dfen war jeder zus\u00e4tzliche LIBRA-Punkt mit einer Verschlechterung des globalen Kognitionsscores verbunden.<\/p>\n<p>St\u00e4rkerer Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Kognition bei J\u00fcngeren<\/p>\n<p>Bemerkenswert war, dass dieser Zusammenhang bereits bei jungen Erwachsenen deutlich nachweisbar war. Bei den 20- bis 29-J\u00e4hrigen sank die kognitive Leistungsf\u00e4higkeit mit jedem zus\u00e4tzlichen LIBRA-Punkt signifikant. Die St\u00e4rke des Zusammenhangs war in dieser Altersgruppe st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt als bei \u00e4lteren Teilnehmern. Damit liefert die Studie erstmals Evidenz daf\u00fcr, dass der LIBRA-Index auch im jungen Erwachsenenalter relevante Unterschiede in der kognitiven Leistungsf\u00e4higkeit abbildet.<\/p>\n<p>Sozio\u00f6konomische Unterschiede bereits fr\u00fch sichtbar<\/p>\n<p>Ein weiterer zentraler Befund betrifft den sozio\u00f6konomischen Status (SES). Personen mit niedrigem SES wiesen in allen Altersgruppen h\u00f6here LIBRA-Werte und damit ung\u00fcnstigere Risikoprofile auf als Personen mit hohem SES. Dieser Unterschied war besonders bei jungen Erwachsenen ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Zudem zeigten sich bei Frauen mit niedrigem und mittlerem SES h\u00e4ufiger statistisch signifikante Zusammenh\u00e4nge zwischen LIBRA-Werten und kognitiver Leistungsf\u00e4higkeit als bei M\u00e4nnern. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass soziale Ungleichheiten bereits fr\u00fch im Erwachsenenalter zu Unterschieden in der Gehirngesundheit beitragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Demenzpr\u00e4vention sollte deutlich fr\u00fcher beginnen<\/p>\n<p>Die Autoren sehen ihre Ergebnisse als Unterst\u00fctzung f\u00fcr einen lebensspannenorientierten Ansatz der Demenzpr\u00e4vention. Modifizierbare Risikofaktoren beeinflussen die kognitive Leistungsf\u00e4higkeit offenbar nicht erst im h\u00f6heren Alter, sondern bereits Jahrzehnte fr\u00fcher. Pr\u00e4ventionsstrategien sollten daher fr\u00fchzeitig ansetzen und insbesondere sozial benachteiligte Bev\u00f6lkerungsgruppen st\u00e4rker ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Die Studie unterstreicht zudem den Nutzen des LIBRA-Index als Instrument zur Identifikation individueller Risikoprofile nicht nur im mittleren und h\u00f6heren, sondern bereits im jungen Erwachsenenalter. Dadurch k\u00f6nnten pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen gezielter eingesetzt werden, um die langfristige Gehirngesundheit zu f\u00f6rdern und das Demenzrisiko zu senken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Demenzrisiken \u00fcber die gesamte Lebensspanne Bis zu 45\u00a0% aller F\u00e4lle von Demenz k\u00f6nnten theoretisch durch die Vermeidung modifizierbarer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":234130,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[17],"tags":[46,4742,243,67,66,14705,1600,50657,45,44],"class_list":["post-234129","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-ch","tag-demenzpraevention","tag-demenzrisiko","tag-gesundheit","tag-health","tag-kognition","tag-lebensstil","tag-nako","tag-schweiz","tag-switzerland"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/117030484481645028","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/234129","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=234129"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/234129\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/234130"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=234129"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=234129"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=234129"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}