{"id":234207,"date":"2026-08-03T08:52:31","date_gmt":"2026-08-03T08:52:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/234207\/"},"modified":"2026-08-03T08:52:31","modified_gmt":"2026-08-03T08:52:31","slug":"esther-friedli-ch-ist-mehr-als-kuerzel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/234207\/","title":{"rendered":"Esther Friedli: \u00abCH ist mehr als K\u00fcrzel\u00bb"},"content":{"rendered":"<p>Begr\u00fcsst wurden die zahlreichen G\u00e4ste an der 1. Augustfeier von Stadtrat Ueli Dobler, welcher sich f\u00fcr das grosse Interesse und die Mitarbeit der Bev\u00f6lkerung bei wichtigen Anliegen der Stadt bedankte. Dobler, mit einer gesunden Portion Humor gesegnet, erwiderte auf die Frage eines Besuchers, wer er denn sei, mit einem L\u00e4cheln, er sei von den Einwohnern angestellt um f\u00fcr die Stadt zu arbeiten. Eine Antwort ganz nach dem Gusto der Anwesenden, die dies mit lautem Applaus und Lachen quittierten.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abCH \u2013 mehr als zwei Buchstaben\u00bb<\/p>\n<p>Mit einer Grundsatzrede zum Nationalfeiertag stellte St\u00e4nder\u00e4tin Esther Friedli auf dem Fischmarktplatz in Rapperswil-Jona die Besonderheiten der Schweiz in den Mittelpunkt. Unter dem Titel \u00abCH \u2013 mehr als zwei Buchstaben\u00bb spannte sie den Bogen von den Anf\u00e4ngen der Eidgenossenschaft bis zu den aktuellen Herausforderungen des Landes.<\/p>\n<p>Die Schweiz beginnt bei den Menschen<\/p>\n<p>Die Schweiz sei nicht durch K\u00f6nige oder F\u00fcrsten entstanden, sondern durch freie Menschen, die sich freiwillig zusammengeschlossen h\u00e4tten. Gerade dieses historische Fundament unterscheide die Eidgenossenschaft bis heute von vielen anderen Staaten Europas. Freiheit, Selbstbestimmung und gegenseitige Verantwortung seien deshalb keine Selbstverst\u00e4ndlichkeiten, sondern das Ergebnis einer \u00fcber Jahrhunderte gewachsenen Kultur.<\/p>\n<p>Der Bundesbrief als Leitgedanke<\/p>\n<p>Friedli erinnerte an den Bundesbrief von 1291 und dessen zentrale Botschaft: Menschen schlossen sich zusammen, um einander beizustehen und ihre Freiheit gemeinsam zu sichern. Daraus habe sich Schritt f\u00fcr Schritt die heutige Eidgenossenschaft entwickelt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die St. Galler St\u00e4nder\u00e4tin ist diese Geschichte weit mehr als ein historischer R\u00fcckblick. Die damaligen Werte seien auch heute noch aktuell. Vertrauen, Eigenverantwortung und Solidarit\u00e4t bildeten weiterhin das Fundament des Landes.<\/p>\n<p>Gemeinden als Wurzeln der Schweiz<\/p>\n<p>Einen Schwerpunkt legte Friedli auf den F\u00f6deralismus. Sie verglich die Schweiz mit einem Baum: Sichtbar sei zwar die Krone \u2013 der Bund \u2013, doch die eigentliche Kraft liege in den Wurzeln. Diese Wurzeln seien die Gemeinden, aus denen die Kantone und schliesslich der Bundesstaat erwachsen.<\/p>\n<p>Gerade die N\u00e4he zu den Menschen mache den Schweizer Staat stark. Entscheidungen w\u00fcrden dort getroffen, wo die Auswirkungen am besten beurteilt werden k\u00f6nnten. Dieses Subsidiarit\u00e4tsprinzip habe wesentlich zum Erfolg der Schweiz beigetragen.<\/p>\n<p>Warnung vor mehr Zentralisierung<\/p>\n<p>Mit Blick auf aktuelle politische Entwicklungen warnte Friedli davor, immer neue Aufgaben nach Bern zu verlagern. Nicht jede Herausforderung verlange nach zus\u00e4tzlichen staatlichen Zust\u00e4ndigkeiten oder einer st\u00e4rkeren Zentralisierung.<\/p>\n<p>Die St\u00e4rke der Schweiz liege gerade darin, Verantwortung m\u00f6glichst nahe bei den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern zu belassen. F\u00f6deralismus sei deshalb kein Relikt vergangener Zeiten, sondern ein Erfolgsmodell, das Verantwortung, Vertrauen und Zusammenhalt f\u00f6rdere.<\/p>\n<p>\u00abCH\u00bb als Ausdruck einer Haltung<\/p>\n<p>Zum Schluss griff Friedli den Titel ihrer Rede nochmals auf. \u00abCH\u00bb stehe nicht bloss f\u00fcr\u00a0Confoederatio Helvetica\u00a0oder als L\u00e4nderk\u00fcrzel auf Autos und Produkten. Die beiden Buchstaben seien vielmehr ein Symbol f\u00fcr eine gemeinsame Haltung.<\/p>\n<p>Die Schweiz lebe von Menschen, die Verantwortung \u00fcbernehmen, ihre Freiheit sch\u00e4tzen und bereit seien, sich f\u00fcr das Gemeinwohl einzusetzen. Gerade am Nationalfeiertag gelte es, sich dieser Werte bewusst zu werden und sie auch an kommende Generationen weiterzugeben.<\/p>\n<p>Mit diesem Appell schloss Esther Friedli ihre Ansprache \u2013 verbunden mit dem Wunsch, dass die Schweiz auch in Zukunft ein Land bleibt, das seine St\u00e4rke aus Freiheit, Eigenverantwortung und einem starken Zusammenhalt sch\u00f6pft.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Begr\u00fcsst wurden die zahlreichen G\u00e4ste an der 1. 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