{"id":235176,"date":"2026-08-03T21:19:12","date_gmt":"2026-08-03T21:19:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/235176\/"},"modified":"2026-08-03T21:19:12","modified_gmt":"2026-08-03T21:19:12","slug":"kolumne-das-altpapier-am-3-august-2026-schweinische-krieger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/235176\/","title":{"rendered":"Kolumne: Das Altpapier am 3. August 2026 \u2013 Schweinische Krieger"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/teaser-altpapier-3948.webp\" alt=\"Kolumne: Das Altpapier am 3. August: Portr\u00e4t der Altpapier-Autorin Jenni Zylka\" title=\"&quot;Das Altpapier&quot; ist eine tagesaktuelle Kolumne. Die Autorinnen und Autoren kommentieren im aktuellen Altpapier die wichtigsten Medienthemen des Tages. | MDR | MEDIEN360G\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Wie der Film &#171;Odyssee&#187; Kulturdebatten ausl\u00f6st (6 Min)<\/p>\n<p class=\"topline\">Kolumne: Das Altpapier am 3. August 2026<\/p>\n<p>\n                Stand: 03.08.2026 14:14 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Es ist zum Schafemelken: Durch die medial breit gef\u00fchrte Debatte um Christopher Nolans Hollywood-Version der &#171;Odyssee&#187; wird der Film immer mehr zum Politikum. Heute kommentiert Jenni Zylka die Medienberichterstattung. <\/p>\n<p class=\"textauthor\">von <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/altpapier\/jenni-zylka-104.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jenni Zylka<\/a><\/p>\n<p>                    Das Altpapier<\/p>\n<p>&#171;Das Altpapier&#187; ist eine tagesaktuelle Kolumne. Die Autorinnen und Autoren kommentieren und bewerten aus ihrer Sicht die aktuellen medienjournalistischen Themen.<\/p>\n<p>    Schafsk\u00e4se vom Zyklopen<\/p>\n<p class=\"\">Da wir anscheinend in einer Welt voller echter und selbsternannter Homer-Exegetinnen und Exergeten leben, will ich mich nicht l\u00e4nger zur\u00fcckhalten. Zwar beschr\u00e4nkt sich mein Griechisch auf das wichtige Wort &#171;Ouzo&#187;, von Alt-Griechisch ganz zu schweigen, und ich habe die Odyssee weder ganz gelesen, noch demzufolge deren verschiedene \u00dcbersetzungen verglichen. Aber ich m\u00f6chte eine Frage stellen, die in den ausufernden Debatten um <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/altpapier\/textlink-329152~splash.html\" title=\"Wikipedia Eintrag: Die Odyssee (2026)\" data-url=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Odyssee_(2026)\" class=\"extlink-preface\" data-type=\"external\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Christopher Nolans Kino-Adaption<\/a> des im 7. und 8. Jahrhundert entstandenen Epos anscheinend bislang vergessen wurde: Wie melkt der riesenhafte Zyklop Polyphem eigentlich seine kleinen Schafe, um aus deren Milch jenen K\u00e4se zu machen, der in seiner H\u00f6hle zum Reifen an der Wand h\u00e4ngt?!<\/p>\n<p class=\"\">Obwohl sich meine milchb\u00e4uerliche Expertise ungef\u00e4hr auf dem gleichen Level wie mein aktives Griechisch bewegt, w\u00fcrde ich bauernschlau behaupten, dass Schafeuter (genau wie Ziegeneuter) sogar um einiges kleiner sind als Kuheuter, was es f\u00fcr Polyphem bestimmt nicht leichter macht. Homer selbst schweigt sich dazu aus, jedenfalls laut der \u00dcbersetzung des im 18. Jahrhundert geborenen Dichters und Hochschullehrers Johann Heinrich Voss. <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/altpapier\/textlink-329160~splash.html\" title=\"PDF-Dokument auf digibib.org: Homer-Odyssee\" data-url=\"https:\/\/www.digbib.org\/Homer_8JHvChr\/De_Odyssee_.pdf\" class=\"extlink-preface\" data-type=\"external\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Darin <\/a>hei\u00dft es n\u00e4mlich mehrfach lapidar:<\/p>\n<p class=\"\">&#171;Und nun sa\u00df er, und melkte die Schaf&#8216; und meckernden Ziegen<\/p>\n<p class=\"\">Nach der Ordnung, und legte den M\u00fcttern die S\u00e4ugling&#8216; ans Euter.&#187;<\/p>\n<p class=\"\">Der Rest bleibt der Fantasie \u00fcberlassen. Womit wir beim Stichwort w\u00e4ren: Das Ph\u00e4nomen um den auf s\u00e4mtlichen Kan\u00e4len schon jetzt am meisten diskutierten Kinofilm des Jahres hat sehr viel mit Fantasie, mit deren Aberkennung und eine ganze Menge mit Politik zu tun. Die Altphilologin Emily Wilson etwa, deren vor zehn Jahren entstandene \u00dcbersetzung der Odyssee Christopher Nolan pikanterweise <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/altpapier\/textlink-329154~splash.html\" title=\"Artikel auf empireonline.com: The Odyssey: First Looks At Tom Holland, Anne Hathaway And Mia Goth In Christopher Nolan\u2019s Epic\" data-url=\"https:\/\/www.empireonline.com\/movies\/news\/the-odyssey-firstlooks-at-tom-holland-anne-hathaway-and-mia-goth-and-tom-holland-in-christopher-nolans-epic-cno\/\" class=\"extlink-preface\" data-type=\"external\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">als Vorlage<\/a> f\u00fcr seinen Film diente, nimmt dem Regisseur in einem 25 000 Zeichen starken <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/altpapier\/textlink-329156~splash.html\" title=\"Artikel auf lrb.co.uk.: An Uncomplicated Man\" data-url=\"https:\/\/www.lrb.co.uk\/the-paper\/v48\/n14\/emily-wilson\/an-uncomplicated-man\" class=\"extlink-preface\" data-type=\"external\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Text<\/a> im London Review of Books eigentlich komplett alles \u00fcbel:<\/p>\n<p class=\"\">&#171;Wieder einmal beobachten wir das verzweifelte Bestreben einer m\u00e4nnlichen Figur, ein weibliches Liebesobjekt zur\u00fcckzugewinnen und\/oder zu r\u00e4chen. (\u2026) Die Odyssee pr\u00e4sentiert seine (Nolans) \u00fcbliche Mischung aus Grandiosit\u00e4t und Oberfl\u00e4chlichkeit.&#187;<\/p>\n<p class=\"\">(Im Original: &#171;Yet again, we watch a male character&#8217;s desperate quest to recover and\/or avenge a female love object. (\u2026) The Odyssey features his usual combination of grandiosity and superficiality.&#187;)<\/p>\n<p>    &#171;Flache Figuren vom Rei\u00dfbrett&#187;<\/p>\n<p class=\"\">Weiter schreibt Wilson, dass sie den zu opulenten und ruhelosen Film ohne Wachs in den Ohren (Odysseus\u2018 Mannschaft schafft es bekanntlich nur geh\u00f6rgedimmt an den Sirenen vorbei) habe aushalten m\u00fcssen, und dabei keinerlei Emotionen empfunden habe. Sie vergleicht Filmszenen optisch mit &#171;Herr der Ringe&#187; und bem\u00e4ngelt den Einsatz eines diversen Casts sowie die Flachheit weiblicher Charaktere:<\/p>\n<p class=\"\">&#171;Die meisten der nicht-wei\u00dfen Schauspielenden \u2013 Zendaya, Lupita Nyong&#8217;o, Himesh Patel, Corey Antonio Hawkins, Travis Scott \u2013 verk\u00f6rpern Varianten des &#8218;Schwarzen besten Freundes\u2018, dessen einzige Funktion im Drama darin besteht, dem wei\u00dfen Protagonisten beizustehen. Scott, der als Barde Phemius einige Worte ruft und mit einem Stab auf den Boden schl\u00e4gt, darf weder singen noch eine Geschichte erz\u00e4hlen oder die Leier spielen (\u2026). Nyong&#8217;os Doppelrolle als Helena und Klytaimnestra ist dramaturgisch \u00e4u\u00dferst schwach ausgearbeitet; ihr bleiben nur wenige Minuten Leinwandzeit, um in kurzen Tableaus verschiedene weibliche Opferfiguren darzustellen\u2026&#187;<\/p>\n<p class=\"\">(Im Original: &#171;Most of the non-white actors \u2013 Zendaya, Lupita Nyong&#8217;o, Himesh Patel, Corey Antonio Hawkins, Travis Scott \u2013 play versions of the Black best friend, whose only role in the drama is to provide aid to the white protagonist. Scott, as the Ithacan bard, Phemius, yells a few words and pounds a stick, but does not get to sing, tell a story or play the lyre (\u2026). Nyong&#8217;o&#8217;s double part as Helen and Clytemnestra is hugely underwritten; she is given only a few minutes of screen time to perform a set of brief tableaux of female victims\u2026&#187;)<\/p>\n<p class=\"\">Es gibt noch einige bittere Beschwerden dar\u00fcber, was Nolan alles unterschlagen habe, unter anderem missf\u00e4llt der Wissenschaftlerin die Zyklopen-Szene komplett (wenn auch nicht aufgrund der fehlenden Erkl\u00e4rung f\u00fcr die florierende Molkerei im Kannibalenheim). An der Sprache im Drehbuch wird ebenfalls kein gutes Haar gelassen:<\/p>\n<p class=\"\">&#171;Doch das Schreiben von Dialogen geh\u00f6rt nicht zu Nolans Talenten. Die Sprache ist gnadenlos erkl\u00e4rend, humorlos und flach. Versuche, kraftvolle Formulierungen zu etablieren \u2013 etwa &#8218;Mein Papa kommt nach Hause\u2018 oder &#8218;Lasst uns von diesem verdammten Strand verschwinden\u2018 \u2013 stehen befremdlich neben hochtrabenden Reflexionen. (\u2026) Ich w\u00fcrde mich sch\u00e4men, auch nur einen Teil dieses Drehbuchs geschrieben zu haben.&#187;<\/p>\n<p class=\"\">(Im Original: &#171;But writing dialogue is not one of Nolan&#8217;s talents. The language is relentlessly expository, humourless and flat. Attempts at vigorous speech \u2013 &#171;My dad&#8217;s coming home&#8216; or \u2018Let&#8217;s get off this fucking beach&#8216; \u2013 sit uncomfortably next to grandiose meditations (\u2026) I would be ashamed to have written any part of this script.&#187;)<\/p>\n<p>    Woke-Vorw\u00fcrfe von der Neuen Rechten<\/p>\n<p class=\"\">Alle Wetter, muss man da wohl mit den G\u00f6ttern und G\u00f6ttinnen sagen. (Wer wei\u00df, ob auch der eingangs erw\u00e4hnte Herr Voss nicht vielleicht l\u00e4ngst im Grab rotiert.)<\/p>\n<p class=\"\">Die Vorw\u00fcrfe lassen sich allerdings leicht entkr\u00e4ften: Odysseus\u2018 ist schlie\u00dflich eben nicht unterwegs, um ein weibliches Liebesobjekt zur\u00fcckzugewinnen. Eine lange und starke Szene mit der faszinierenden Zauberin Circe, die im Gegensatz zur Vorlage nicht partnerschaftlich an Odysseus interessiert ist, sondern sein und das Verhalten der anderen Krieger beim Morden, Vergewaltigen und Brandschatzen mit berechtigter feministischer Wut als &#171;schweinisch&#187; bezeichnet und ihre Hexenk\u00fcnste dementsprechend einsetzt, spielt in Wilsons Kritik kaum eine Rolle. Dass der vom Rapper Travis Scott gespielte &#171;Barde Phemius&#187; nicht singt, sondern die Geschichten \u00fcber Odysseus quasi in einer eigenwilligen Pr\u00e4-Rap-Version kundtut, wird von Filmfans (wie mir) als besonders einfallsreich gutgehei\u00dfen: Schlie\u00dflich ist nicht bekannt, wie melodi\u00f6s so genannte Barden tats\u00e4chlich sangen, und ob rhythmisches Sprechen nicht viel besser passt und zudem die Tradition der &#171;oral history&#187; zitiert. Und dass Nolans Besetzung mit nicht-wei\u00dfen Schauspielenden und einem Transmann bei neurechten White Supremacy-Anh\u00e4ngern wie Elon Musk dagegen als zu &#171;woke&#187; geschm\u00e4ht wurde, f\u00e4llt bei Wilsons Text einfach unter den Tisch. Obwohl <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/altpapier\/textlink-329162~splash.html\" title=\"Artikel auf theguradian.com: Go woke, get rich: why rightwing hate campaigns don\u2019t affect the box office\" data-url=\"https:\/\/www.theguardian.com\/film\/2026\/jul\/22\/the-odyssey-elon-musk-campaign\" class=\"extlink-preface\" data-type=\"external\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">der Guardian<\/a> eben das in einem Artikel mit der \u00dcberschrift &#171;Wieso rechte Hasskampagnen die Box Office-Zahlen nicht beeinflussen&#187; zun\u00e4chst mit einem X-Post der <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/altpapier\/textlink-329164~splash.html\" title=\"Post auf X: Variety\" data-url=\"https:\/\/x.com\/elonmusk\/status\/2054681414642409676\" class=\"extlink-preface\" data-type=\"external\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Variety<\/a> verlinkt, der Musks Aussage &#171;Christopher Nolan pinkelt auf Homers Grab&#187; zitiert; ferner aufdr\u00f6selt und analysiert und mit den folgenden Worten kommentierte:<\/p>\n<p class=\"\">&#171;Nichts davon wird die n\u00e4chste Welle halbgarer, auf Wahnvorstellungen beruhender rechter Emp\u00f6rung verhindern. Eigentlich sollten wir inzwischen gelernt haben, sie zu ignorieren; doch angesichts des Ursprungs solcher Ansichten in Randgruppen sind Leute wie Musk bestens positioniert, um sie in unsere Feeds zu sp\u00fclen \u2013 ganz gleich, wie wenige Menschen dahinterstehen. Unterdessen werden selbsternannte Klartext-Schw\u00e4tzer wie der YouTuber &#8218;The Critical Drinker\u2018 wieder so tun, als w\u00fcrden sie lediglich Filme rezensieren und Kultur analysieren, anstatt k\u00fcnstlich Emp\u00f6rung dar\u00fcber zu sch\u00fcren, dass eine oscarpr\u00e4mierter Schwarze Schauspielerin eine Figur verk\u00f6rpert, die als sch\u00f6n gilt.&#187;<\/p>\n<p class=\"\">(Im Original: &#171;None of this will prevent the next batch of half-manufactured, half-deluded rightwing outrage. We should be better at ignoring it by now, but given its marginal origins, people like Musk are well-positioned to amplify it into our feeds no matter how few people it represents. Meanwhile, self-styled tell-it-like-it-is doofuses like YouTuber the Critical Drinker will go back to pretending they just review movies and analyze culture, rather than trying to froth up outrage over an Oscar-winning Black actor playing a character who is beautiful.&#187;)<\/p>\n<p>    Kriegs-Traumata<\/p>\n<p class=\"\">Wie der <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/altpapier\/textlink-329166~splash.html\" title=\"Artikel auf spiegel.de: Kritik am Kinohit &quot;Odyssee&quot;? V\u00f6llig unangemessen, findet Joyce Carol Oates\" data-url=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/kino\/die-odyssee-kritik-am-kinohit-voellig-unangemessen-findet-joyce-carol-oates-a-49eb380d-b104-4d76-8bf6-805094d7bccf\" class=\"extlink-preface\" data-type=\"external\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Spiegel<\/a> berichtet, hat sich nun auch noch die Schriftstellerin Joyce Carol Oates (unter anderem schrieb sie 2000 den gro\u00dfartigen Roman &#171;Blond&#187;) <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/altpapier\/textlink-329168~splash.html\" title=\"Post auf X von Joyce Carol Oates\" data-url=\"https:\/\/x.com\/JoyceCarolOates\/status\/2082476319078506731\" class=\"extlink-preface\" data-type=\"external\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">auf X <\/a>in die Debatte eingemischt, und kritisiert wiederum Emily Wilson:<\/p>\n<p class=\"\">&#171;Anstatt Interpretationen von Homer auf kollegiale Weise zu kritisieren, bedient sich diese Person, die selbst enorm von Nolans Film profitiert hat, der plumpen Rhetorik von MAGA-Anh\u00e4nger:innen, die jemanden angreifen, dessen Ansichten von ihren eigenen abweichen. In der \u00dcbersetzer-Welt ist dies umso \u00fcberraschender, als jede \u00dcbersetzung zwangsl\u00e4ufig subjektiv ist und nicht mit dem Originaltext gleichgesetzt werden kann. Gerade von einer \u00dcbersetzerin, die einem Text verpflichtet ist und in dessen Dienst steht, w\u00fcrde man eigentlich etwas mehr Bedacht und Respekt gegen\u00fcber Menschen erwarten, die ebenso in gutem Glauben handeln, wie sie es (nach Eigenaussage) tut.&#187;<\/p>\n<p class=\"\">(Im Original: &#171;Rather than disagreeing with interpretations of Homer in a collegial manner, this person, who has benefited enormously from Nolan&#8217;s film, speaks in the crude language of MAGA folks attacking someone with ideas that differ from hers. within the world of translators this seems all the more surprising since all translations are, presumably, subjective &amp; not equivalent to the original text. one would expect a translator, of all people, beholden to a text, in service to a text, to be just a wee bit more thoughtful &amp; respectful of others who are acting in good faith just as (she would claim) she is.&#187;)<\/p>\n<p class=\"\">Mit dem anhaltenden Erfolg des Films wird es bestimmt nicht mehr lange dauern, bis jemand auch die Sache mit dem Riesen und den Sch\u00e4fchen erkl\u00e4rt. Bis dahin freue ich mich dar\u00fcber, dass die Debatten, und nat\u00fcrlich erst recht die mit besonders viel Furor gef\u00fchrten, immer mehr Menschen in einen Film locken, der die schweren Traumata spiegelt, die Odysseus und Konsorten durch den gnadenlosen, zehnj\u00e4hrigen Troja-Krieg erfahren haben \u2013 und insofern als halb mystisches, halb historisches Beispiel daf\u00fcr, was Krieg mit Menschen macht, ziemlich grandios ist. Dieser psychologisch wichtige, f\u00fcr mich wichtigste Punkt spielt allerdings in der genannten Debatte bislang kaum eine Rolle. Ist doch erstaunlich. Hoffentlich z\u00fcrnt Zeus nicht.<\/p>\n<p class=\"\">Das Altpapier \u2013 dein t\u00e4gliches Medienupdate kommt am Dienstag von Antonia Gro\u00df. <\/p>\n<p>    Der Podcast: Das Altpapier \u2013 Dein t\u00e4gliches Medienupdate<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/teaser-altpapier-3948.webp\" alt=\"Kolumne: Das Altpapier am 3. August: Portr\u00e4t der Altpapier-Autorin Jenni Zylka\" title=\"&quot;Das Altpapier&quot; ist eine tagesaktuelle Kolumne. Die Autorinnen und Autoren kommentieren im aktuellen Altpapier die wichtigsten Medienthemen des Tages. | MDR | MEDIEN360G\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Das Altpapier \u2013 Dein t\u00e4gliches Medienupdate | 03.08.2026<\/p>\n<p>\u00dcber kaum einen Film wird derzeit so diskutiert wie \u00fcber Christopher Nolans &#171;Odyssee&#187;. Warum dreht sich die Debatte immer st\u00e4rker um Identit\u00e4tspolitik und Kulturkampf statt um die eigentlichen Themen des Films?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Wie der Film &#171;Odyssee&#187; Kulturdebatten ausl\u00f6st (6 Min) Kolumne: Das Altpapier am 3. 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