{"id":235852,"date":"2026-08-04T10:28:12","date_gmt":"2026-08-04T10:28:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/235852\/"},"modified":"2026-08-04T10:28:12","modified_gmt":"2026-08-04T10:28:12","slug":"ffmpeg-9-0-webp-rein-gif-raus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/235852\/","title":{"rendered":"FFmpeg 9.0: WebP rein, GIF raus"},"content":{"rendered":"<p>FFmpeg 9.0 ist da: Die neue Version \u201eLei\u201c unterst\u00fctzt jetzt unter anderem animiertes WebP, bietet zus\u00e4tzliche Hardwarebeschleunigung f\u00fcr professionelle Videoformate und bringt au\u00dferdem neue Funktionen f\u00fcr HDR- und KI-gest\u00fctzte Videopipelines. Bei FFmpeg handelt es sich um ein Open-Source-Paket, das Werkzeuge und Bibliotheken umfasst, mit denen sich Audio- und Videodaten bearbeiten lassen. Es kommt hinter den Kulissen bei vielen Multimedia-Tools f\u00fcr den Desktop, aber auch vielen Server-Anwendungen, die hochgeladene Dateien automatisch verarbeiten, zum Einsatz.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Zentrale Neuerung ist die Unterst\u00fctzung f\u00fcr animiertes WebP: FFmpeg erh\u00e4lt in der neuen Version hierzu einen passenden Decoder, der die komprimierten Bilddaten in Frames umwandelt, die die Software dann weiterverarbeiten kann. Im Zusammenspiel liest der neue Demuxer die Dateistruktur und Zeitinformationen der Animation aus. So k\u00f6nnen Nutzer zum Beispiel aus animierten WebP-Dateien GIFs machen.<\/p>\n<p>Hardwarebeschleunigung ausgebaut<\/p>\n<p>Bei der Hardwarebeschleunigung kommt jetzt ProRes RAW hinzu. Das Videoformat l\u00e4sst sich nun auf Apple-Systemen \u00fcber das Framework VideoToolbox dekodieren. Au\u00dferdem kann FFmpeg 9.0 den Advanced Professional Video Codec (APV) \u00fcber Vulkan hardwarebeschleunigt dekodieren. Hinzu kommen neue GPU-Filter wie transpose_cuda, das zum Drehen und Spiegeln von Videos dient, und v360_vulkan, das 360-Grad-Videos zwischen unterschiedlichen Projektionen umrechnen kann.<\/p>\n<p>Verbessert wurde zudem der Umgang mit SMPTE-2094-50-Metadaten, diese dynamischen HDR-Informationen kann FFmpeg jetzt durchreichen und verarbeiten. Sie beschreiben Bildparameter szenen- oder bildweise, damit kompatible Displays ihre Darstellung anpassen k\u00f6nnen. Neu ist ferner ein Bitstream-Filter f\u00fcr mehrschichtiges Dolby-Vision-HEVC, damit die Software die Informationen \u2013 Basisvideo und zus\u00e4tzliche Dolby-Vision-Daten \u2013 f\u00fcr die getrennte Verarbeitung aufspalten kann. Auch neu: Der MP4-Muxer kann ab sofort LCEVC-Tracks schreiben.<\/p>\n<p>F\u00fcr die KI-gest\u00fctzte Videoverarbeitung kommt der Support von ONNX Runtime als Backend f\u00fcr Deep-Network-Funktionen hinzu, einschlie\u00dflich GPU-Execution-Providern. ONNX ist ein offenes Austauschformat f\u00fcr ML-Modelle, FFmpeg kann sie jetzt also direkt in die Pipeline einbinden. Hinter den Deep-Network-Funktionen verstecken sich FFmpeg-Filter, die ein neuronales Netz auf Frames anwenden \u2013 zum Beispiel zum Upscaling oder Denoising, aber auch zur Objekterkennung und Klassifikation.<\/p>\n<p>Bei AMDs Advanced Media Framework (AMF) gibt es neue Erweiterungen: vf_vpp_amf wandelt HDR-Videos um und ber\u00fccksichtigt dabei Farb- und HDR-Informationen, vf_frc_amf dient der Bildratenumwandlung, vf_vqe_amf soll das Bild verbessern. Dank AMF kann FFmpeg diese Funktionen in der Videopipeline direkt auf unterst\u00fctzte AMD-GPUs auslagern. Das Hardware Memory Mapping kann GPU-Frames effizienter zwischen Verarbeitungsschritten weitergeben.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>DAB+-Streams korrekt dekodieren<\/p>\n<p>Im Bereich Format- und Codec-Support ist HE-AAC mit 960-Sample-Frames neu \u2013 eine Variante der AAC-Codierung, die f\u00fcr den DAB+-Audiostandard wichtig ist. Er schreibt f\u00fcr MPEG-4 HE-AACv2 den 960er-Transform vor, entsprechend lassen sich solche HE-AAC-Streams jetzt korrekt dekodieren. F\u00fcr die Handheld-Konsole Playdate kommt in FFmpeg 9.0 au\u00dferdem ein neuer Encoder und Muxer hinzu.<\/p>\n<p>Mit dem Update fallen auch mehrere alte Komponenten und Schnittstellen weg: CELT-Decoder und Ogg\/CELT-Parsing sind nicht mehr mit an Bord, wobei Opus davon explizit nicht betroffen ist. Veraltete NVENC-Optionen entfallen ebenfalls, der Support von Nvidia-NVENC-SDKs vor Version 11.1 endet mit FFmpeg 9.0 auch.<\/p>\n<p>Alle Informationen zu FFmpeg 9.0 finden sich im <a href=\"https:\/\/code.ffmpeg.org\/FFmpeg\/FFmpeg\/src\/branch\/master\/Changelog\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Changelog auf der Projektseite<\/a>.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:fo@ix.de\" title=\"Moritz F\u00f6rster\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">fo<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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