{"id":236650,"date":"2026-08-04T20:48:07","date_gmt":"2026-08-04T20:48:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/236650\/"},"modified":"2026-08-04T20:48:07","modified_gmt":"2026-08-04T20:48:07","slug":"golden-pass-ta-key-schadsoftware-extrahiert-alle-chrome-passkeys","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/236650\/","title":{"rendered":"Golden Pass-ta-key: Schadsoftware extrahiert alle Chrome-Passkeys"},"content":{"rendered":"<p>Sicherheitsforscher haben drei neuartige Angriffstechniken auf passwortloses Login entdeckt. Betroffen sind vor allem Windows-Nutzer mit Chrome.<\/p>\n<p>Die Zeiten, in denen Passkeys als unknackbar galten, sind vorbei. Forscher der Sicherheitsfirma Palo Alto Networks haben Methoden gefunden, die synchronisierten Zugangsschl\u00fcssel in Google Chrome auf Windows-Systemen zu kompromittieren. Die Angriffe nutzen Schwachstellen in der Verwaltung und Verifikation der Anmeldedaten durch das Trusted Platform Module (TPM) des Betriebssystems.<\/p>\n<p>Drei Angriffsstufen mit wachsender Gefahr<\/p>\n<p>Die Forscher unterscheiden zwischen drei Varianten: Pass-ta-key, Silver Pass-ta-key und Golden Pass-ta-key. Gemeinsam ist ihnen, dass sie ohne Administratorrechte, Nutzerinteraktion oder biometrische Best\u00e4tigung auskommen. Einmal auf dem System installierte Schadsoftware kann damit Anmeldeversuche f\u00e4lschen, ohne dass der Nutzer \u00fcberhaupt am Ger\u00e4t ist.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Angesichts von rund 4,7 Millionen gehackten Online-Konten pro Quartal in Deutschland suchen viele Nutzer nach sichereren Alternativen zum klassischen Passwort. Was hinter der neuen Passkey-Technologie steckt und wie man sie bei Diensten wie Amazon oder WhatsApp einrichtet, zeigt dieser kostenlose Ratgeber. <a href=\"https:\/\/www.info.computerwissen-online.com\/passkeys\/?af=KOOP_CW_VIT_DNV_YES_PASSKEY_X-AD1of2-EAID-1072297-CWBNC-BCPID_39076\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">Passkey-Technologie verstehen und Konten absichern<\/a><\/p>\n<p>Beim einfachen Pass-ta-key-Angriff signiert die Malware Anfragen mit dem TPM-Identit\u00e4tsschl\u00fcssel. So erzeugt sie g\u00fcltige Authentifizierungsnachweise, obwohl der Nutzer nicht eingegriffen hat. Die Silver-Variante geht einen Schritt weiter: Hier registriert der Angreifer einen eigenen Verifikationsschl\u00fcssel, um dauerhaft Zugriff zu behalten.<\/p>\n<p>Am gef\u00e4hrlichsten ist Golden Pass-ta-key. Dabei extrahiert die Schadsoftware ein 32-Byte gro\u00dfes Geheimnis (Security Domain Secret) aus dem Arbeitsspeicher von Chrome. Mit diesem Schl\u00fcssel lassen sich potenziell alle synchronisierten Passkeys des Kontos entschl\u00fcsseln. Besonders heikel: Nutzer k\u00f6nnen dieses Geheimnis derzeit nicht rotieren. Ein erfolgreicher Angriff hat also wom\u00f6glich langfristige Folgen.<\/p>\n<p>Dienste unterschiedlich gut gesch\u00fctztLesen Sie auch:<a href=\"https:\/\/borncity.com\/news\/play-store-52-6-google-integriert-filme-serien-und-sport\/\" class=\"bc-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Play Store 52.6: Google integriert Filme, Serien und Sport<\/a><\/p>\n<p>Wie anf\u00e4llig ein Passkey-gesch\u00fctztes Konto ist, h\u00e4ngt stark vom jeweiligen Anbieter ab. Die Forscher testeten mehrere bekannte Plattformen auf ihre Widerstandsf\u00e4higkeit. GitHub schnitt gut ab: Der Dienst pr\u00fcfte korrekt, ob der Nutzer beim Anmeldeversuch tats\u00e4chlich anwesend und verifiziert war. eBay hingegen akzeptierte zun\u00e4chst auch Authentifizierungsnachweise ohne diese Pr\u00fcfung. Erst nach der Offenlegung der Schwachstelle schloss der Online-Marktplatz das Loch.<\/p>\n<p>Google hat ebenfalls reagiert und das Security Domain Secret aus Diagnoseprotokollen entfernt. Allerdings bleibt der Schl\u00fcssel im Arbeitsspeicher f\u00fcr Malware zug\u00e4nglich. Eine offizielle Stellungnahme zu den Forschungsergebnissen steht bislang aus.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Wer sich mit der Sicherheit seiner digitalen Konten befasst, sollte die neuesten Methoden zum Schutz vor Hackern und Datenklau kennen. Dieser kostenlose PDF-Report erkl\u00e4rt die Vorteile der passwortlosen Anmeldung und wie Sie den Passwort-Stress dauerhaft beenden. <a href=\"https:\/\/www.info.computerwissen-online.com\/passkeys\/?af=KOOP_CW_VIT_DNV_YES_PASSKEY_X-AD2of2-EAID-1072297-CWBNC-BCPID_39076\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">Kostenlosen Report zur sicheren Anmeldung anfordern<\/a><\/p>\n<p>Passkeys ja, aber nicht allein<\/p>\n<p>Die Forscher betonen: Passkeys sind deutlich sicherer als klassische Passw\u00f6rter. Gegen lokale Schadsoftware bieten sie jedoch keinen vollst\u00e4ndigen Schutz. F\u00fcr besonders sensible Konten empfehlen sie:<\/p>\n<p> Strenge Validierung: Dienste sollten bei jeder Authentifizierung pr\u00fcfen, ob der Nutzer physisch anwesend war. Hardware-Schl\u00fcssel: Physische Sicherheitsschl\u00fcssel gelten weiterhin als robusteste Alternative, da sie nicht \u00fcber den Arbeitsspeicher auslesbar sind. \u00dcberwachung: Unternehmen sollten auf ungew\u00f6hnliche Re-Registrierungen oder \u00c4nderungen im Anmeldeverhalten achten.<\/p>\n<p>Der Bericht zeigt einen grundlegenden Wandel in der Bedrohungslage: Angreifer setzen nicht mehr auf Phishing, sondern zielen direkt auf die lokale Authentifizierungsinfrastruktur der Opfer. F\u00fcr deutsche Nutzer bedeutet das: Passkeys sind ein wichtiger Baustein, aber kein Allheilmittel \u2013 insbesondere auf Ger\u00e4ten, die nicht vollst\u00e4ndig unter eigener Kontrolle stehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sicherheitsforscher haben drei neuartige Angriffstechniken auf passwortloses Login entdeckt. Betroffen sind vor allem Windows-Nutzer mit Chrome. 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