{"id":236778,"date":"2026-08-04T22:37:07","date_gmt":"2026-08-04T22:37:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/236778\/"},"modified":"2026-08-04T22:37:07","modified_gmt":"2026-08-04T22:37:07","slug":"lufthansa-spart-und-air-baltic-geraet-noch-staerker-unter-druck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/236778\/","title":{"rendered":"Lufthansa spart &#8211; und Air Baltic ger\u00e4t noch st\u00e4rker unter Druck"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Investorinnen und Investoren sind gar nicht zufrieden mit der F\u00fchrung. Im ersten Halbjahr konnte <a href=\"https:\/\/www.aerotelegraph.com\/tags\/lufthansa\" id=\"760ba68f-0644-47f6-9517-4038d921d385\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lufthansa<\/a> Group den Umsatz zwar um acht Prozent auf 19,9 Milliarden Euro steigern. Das betriebliche Ergebnis aber hat sich um 258 Millionen Euro verschlechtert und wurde mit minus 138 Millionen Euro sogar rot. Unter dem Strich resultierte in den sechs Monaten ein Reinverlust von 542 Millionen Euro, wie der deutsche Luftfahrtkonzern am Dienstag (4. August) bekannt gab.<\/p>\n<p>Brussels Airlines setzt nicht mehr auf Air Baltic, Swiss weniger<\/p>\n<p>Mehr als 20 Airbus A220-300 der lettischen Nationalairline fliegen diesen Sommer f\u00fcr Fluggesellschaften von Lufthansa Group. So viele werden es kommendes Jahr nicht mehr sein. Brussels Airlines hat bereits bekannt gegeben, nicht mehr auf Air Baltic zu setzen. Das macht schon ein Minus von vier Jets weniger, die fix besch\u00e4ftigt sind und f\u00fcr dringend ben\u00f6tigten Umsatz sorgen. Auch bei Swiss d\u00fcrften in den hei\u00dfen Monaten von 2027 deutlich weniger wei\u00df-limettengr\u00fcne Airbus A220 im Einsatz stehen.<\/p>\n<p>Diesen Sommer setzte Swiss auf 27 Flugzeuge von Wet-Lease-Partnern. Das ist der Schweizer Lufthansa-Tochter zu viel. Man wollte die Zahl der fremden Jets verkleinern, sagte Finanzchef Dennis Weber bei der Bekanntgabe der Resultate. Genaue Zahlen k\u00f6nne man zwar noch nicht nennen, aber man ziele auf eine \u00abGr\u00f6\u00dfenordnung Pi mal Daumen von 20 Flugzeugen\u00bb, so der Manager.<\/p>\n<p>\u00abSteht Swiss als Marke nicht so nahe wie Helvetic Airways\u00bb<\/p>\n<p>Dabei will Swiss an Helvetic Airways nicht r\u00fctteln. Die Wet-Lease-Airline genie\u00dfe einen \u00absehr guten Ruf bei unseren G\u00e4sten\u00bb, so Weber. Sie sei daher der erste Ansprechpartner, wenn es um den Bedarf f\u00fcr zus\u00e4tzliche Flugzeuge und Crews gehe. Air Baltic arbeite ebenfalls sehr zuverl\u00e4ssig und biete ebenfalls einen guten Service an Bord. \u00abAber von der gesamten Positionierung her steht sie Swiss als Marke nicht so nahe wie Helvetic Airways\u00bb, sagte Weber. Sprich: Zuerst wird bei der lettischen Fluglinie abgebaut.<\/p>\n<p>Einzig von Austrian Airlines gibt es positive Zeichen. Wet-Lease bleibe auch im n\u00e4chsten Jahr strategisch wichtig, so Finanzchef Stefan-Kenan Scheib. Man werde weiter auf die konzerneigene Air Dolomiti setzen, aber auch auf Air Baltic, an der Lufthansa Group mit zehn Prozent beteiligt ist. Der Umfang ist aber unklar.<\/p>\n<p>Finanzm\u00e4rkte sehen hohes Ausfallrisiko bei Air Baltic<\/p>\n<p>Besonders belastend wirkt sich der sprunghafte Anstieg der Treibstoffpreise infolge des Iran-Kriegs aus. Denn Air Baltic hat ihren Kerosinbedarf kaum \u00fcber Hedging gegen Preisschwankungen abgesichert. Entsprechend skeptisch reagieren die Finanzm\u00e4rkte: Die bis 2029 laufende Unternehmensanleihe wird inzwischen nur noch zu rund 34 Prozent ihres Nennwerts gehandelt &#8211; ein klares Zeichen daf\u00fcr, dass Investoren das Ausfallrisiko als sehr hoch einsch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Air Baltic muss Anleihen-Gl\u00e4ubigerversammlung verschieben<\/p>\n<p>Eigentlich sollte eine Anleihen-Gl\u00e4ubigerversammlung zur Verschiebung von Zinszahlungen und zur Finanzierung am Montag (3. August) mehr Klarheit und Entlastung bringen. Doch sie ist mangels Beschlussf\u00e4higkeit gescheitert. Sie wurde nun auf den 17. August verschoben.<\/p>\n<p>Lufthansa Group \u00e4u\u00dfert sich nur zur\u00fcckhaltend zu Air Baltic<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber aeroTELEGRAPH erkl\u00e4rt ein Lufthansa-Group-Sprecher, man gehe davon aus, dass Air Baltic die vereinbarte Sommerkapazit\u00e4t 2026 \u00abwie geplant bereitstellen kann\u00bb. Sowohl zum Wet-Lease in Zukunft als auch zur Sicht des Anteilseigners Lufthansa Group auf die aktuelle Lage bei Air Baltic wollte sich der Sprecher dagegen nicht \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Hinter aeroTELEGRAPH steckt mehr als eine Website: ein Team erfahrener Journalistinnen und Journalisten, das fliegt, recherchiert und einordnet \u2013 Tag f\u00fcr Tag. Mit Ihrer Unterst\u00fctzung bleiben wir unabh\u00e4ngig und Sie lesen werbefrei. <a href=\"https:\/\/www.aerotelegraph.com\/insider\" id=\"d03e282a-e5c2-4fcb-8016-3fedabdb1c93\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jetzt hier klicken und abonnieren<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Investorinnen und Investoren sind gar nicht zufrieden mit der F\u00fchrung. 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