{"id":240381,"date":"2026-08-07T09:41:17","date_gmt":"2026-08-07T09:41:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/240381\/"},"modified":"2026-08-07T09:41:17","modified_gmt":"2026-08-07T09:41:17","slug":"gpk-ortet-fehler-bei-tavannes-machines-kauf-durch-kanton-bern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/240381\/","title":{"rendered":"GPK ortet Fehler bei \u00abTavannes Machines\u00bb-Kauf durch Kanton Bern"},"content":{"rendered":"<p>\n                Teaserbild-Quelle: Roland Zumbuehl, eigenes Werk, CC BY-SA 4.0\n            <\/p>\n<p>Die grossr\u00e4tliche Gesch\u00e4ftspr\u00fcfungskommission (GPK) kommt zum Schluss, dass beim Kauf der Liegenschaft \u00abTavannes Machines\u00bb durch den Kanton Bern einige Fehler passiert sind. Vor allem aufgrund von Zeitdruck und politischem Druck wurde der Erwerb zu wenig fundiert abgekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/157226_1.jpg\" alt=\"Tavannes Machines\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Roland Zumbuehl, eigenes Werk, CC BY-SA 4.0<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Das Geb\u00e4ude \u00abTavannes Machines\u00bb im Jahr 2017: Nach dem Kantonswechsel von Moutier zum Jura sollte hier ein neues Verwaltungszentrum auf bernischem Boden eingerichtet werden. <\/p>\n<p>Der Kanton Bern erwarb das ehemalige Fabrikgeb\u00e4ude in Tavannes, um dort nach dem Kantonswechsel von Moutier zum Jura ein neues Verwaltungszentrum auf bernischem Boden einzurichten. Der Grosse Rat beschloss in der Folge in der Fr\u00fchlingssession 2023 auf Antrag des Regierungsrats den Kauf von \u00abTavannes Machines\u00bb.<\/p>\n<p>Nach dem Kauf wurde jedoch klar, dass das Geb\u00e4ude erhebliche statische M\u00e4ngel aufwies. Dies f\u00fchrte zu Verz\u00f6gerungen und Mehrkosten in Millionenh\u00f6he; der Grosse Rat bewilligte daf\u00fcr in der Wintersession 2024 einen weiteren Kredit, verbunden mit der Auflage, den Kauf aufsichtsrechtlich durch die zust\u00e4ndige Parlamentskommission aufarbeiten zu lassen.<\/p>\n<p>Politischer Druck im gesamten Projekt<\/p>\n<p>Im gesamten Projekt sei politischer Druck sp\u00fcrbar gewesen, heisst es in einer Mitteilung der grossr\u00e4tlichen GPK von Freitag. Dieser stammte von verschiedenen Seiten und basierte auf \u00abunterschiedlichen Interessen und Motiven\u00bb. Klar sei, dass der Druck einen wesentlichen Einfluss auf das Projekt hatte, schreibt die Kommission.<\/p>\n<p>Beim Kauf des Geb\u00e4udes und dessen Vorbereitungshandlungen sollten staatspolitische Interessen aber auch wirtschaftliche und bauliche Aspekte kombiniert werden, heisst es weiter. Die GPK kommt zum Schluss, dass das Projekt anders h\u00e4tte ablaufen k\u00f6nnen, wenn zu Beginn transparent diskutiert worden w\u00e4re, dass es sich um einen politischen Entscheid handelt, der seinen Preis bez\u00fcglich Kosten und Risiken hat.<\/p>\n<p>Gem\u00e4ss Mitteilung legt die GPK dem Grossen Rat ihren Bericht zu \u00abTavannes Machines\u00bb in der Herbstsession 2026 vor. Der Kommission sei es ein Anliegen gewesen, ihre Erkenntnisse pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen, bevor das Kantonsparlament im Herbst im Rahmen eines zweiten Zusatzkredits weitere Gelder f\u00fcr das Geb\u00e4ude spricht, heisst es.<\/p>\n<p>Vier Empfehlungen an Regierungsrat<\/p>\n<p>Die zahlreichen Feststellungen sollen laut GPK in erster Linie Transparenz schaffen, was genau wann geschehen ist und welche Einfl\u00fcsse und Abh\u00e4ngigkeiten dabei eine Rolle spielten. Insbesondere in vier Bereichen hat die Kommission Handlungsbedarf aus Oberaufsichtsperspektive verortet und richtet entsprechende Empfehlungen an den Regierungsrat.<\/p>\n<p>So sollte der Regierungsrat bei politisch heiklen Gesch\u00e4ften oder Entscheidungen mit grosser Tragweite im Grossen Rat Variantenentscheide abholen, um mehr Transparenz zu schaffen und den n\u00f6tigen R\u00fcckhalt f\u00fcr das Vorgehen zu erhalten. Der zweite Punkt betrifft die Bauuntersuchung: Die Kommission empfiehlt bei politisch heiklen und terminlich dringlichen Gesch\u00e4ften die Durchf\u00fchrung einer vollst\u00e4ndigen \u00abDue Diligence\u00bb \u2013 insbesondere eine Marktpreissch\u00e4tzung kombiniert mit einer Zustandsanalyse.<\/p>\n<p>Drittens sollten gem\u00e4ss GPK externe Beratungsmandate nur f\u00fcr Dienstleistungen vergeben werden, die nicht mit internem Knowhow abgedeckt werden k\u00f6nnen; fehlende Ressourcen beim Kanton seien entsprechend zu beantragen und zu begr\u00fcnden. Und als vierter Punkt empfiehlt die Kommission, dass der Regierungsrat geeignete Massnahmen ergreift, damit bei k\u00fcnftigen kantonalen Projekten die zeitliche Dringlichkeit nicht die fachlichen Elemente \u00fcbersteuert. (pb\/mgt\/sda)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Teaserbild-Quelle: Roland Zumbuehl, eigenes Werk, CC BY-SA 4.0 Die grossr\u00e4tliche Gesch\u00e4ftspr\u00fcfungskommission (GPK) kommt zum Schluss, dass beim Kauf&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":240382,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[30],"tags":[3117,125,601,845,9743,600,45,232],"class_list":["post-240381","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-bern","tag-bauprojekte","tag-bern","tag-gef_news","tag-immobilien","tag-kommunal","tag-rub_bauprojekte","tag-schweiz","tag-verwaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/117053566365931384","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/240381","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=240381"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/240381\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/240382"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=240381"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=240381"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=240381"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}