{"id":241463,"date":"2026-08-08T00:12:12","date_gmt":"2026-08-08T00:12:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/241463\/"},"modified":"2026-08-08T00:12:12","modified_gmt":"2026-08-08T00:12:12","slug":"proxmox-jetzt-auch-fuer-arm-aber-nicht-auf-raspberry-pi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/241463\/","title":{"rendered":"Proxmox jetzt auch f\u00fcr Arm \u2013 aber nicht auf Raspberry Pi"},"content":{"rendered":"<p>              Proxmox jetzt auch f\u00fcr Arm \u2013 aber nicht auf Raspberry Pi<\/p>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Proxmox-now-also-for-Arm-but-not-on-Raspberry-Pi-11403307.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Die Wiener Proxmox Server Solutions stellt eine offiziell unterst\u00fctzte Arm64-Version seiner Virtualisierungsplattform Proxmox Virtual Environment (VE) vor. Bislang war die Software rein auf x86-Systeme ausgelegt, soll von nun an aber parallel auch f\u00fcr Arm64-basierte Serversysteme verf\u00fcgbar sein.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Proxmox VE 9.2 f\u00fcr Arm64 basiert auf Debian GNU\/Linux 13.5 \u201eTrixie\u201c mit einem Linux-Kernel 7.0 f\u00fcr Arm64. F\u00fcr virtuelle Maschinen (VMs) ist QEMU 11.0 zust\u00e4ndig, Linux-Container stellt LXC 7.0 bereit. OpenZFS 2.4 und Ceph Tentacle 20.2.3 runden das Paket ab. Damit zieht die Arm64-Version von Proxmox VE mit der <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Proxmox-VE-9-2-mit-Dynamic-Load-Balancer-und-Linux-Kernel-7-0-11304611.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">x86\/amd64-Version<\/a> quasi gleich. Die Proxmox-Entwickler stellen beide Plattformen auf eine mehr oder weniger identische Code- und Feature-Basis. Einige x86-spezifische Funktionen sind prinzipbedingt nicht verf\u00fcgbar, beispielsweise SeaBIOS, AMD SEV (Speicherverschl\u00fcsselung) oder Intel GVT-g (vGPUs). Auch die Live-Migration von VMs zwischen den Plattformen ist nicht m\u00f6glich. Die offizielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Arm64 konzentriert sich zun\u00e4chst auf Systeme mit Nvidia Grace Hopper und Nvidia Vera.<\/p>\n<p>Die Arm64-Variante unterst\u00fctzt die Verwaltung von virtuellen Maschinen und Linux-Containern \u00fcber dieselbe Weboberfl\u00e4che wie die x86-Version. Es stehen alle wesentlichen Funktionen des Proxmox Virtual Environments zur Verf\u00fcgung, darunter Software-defined Networking, Speicherverwaltung, Hochverf\u00fcgbarkeits-Cluster sowie Backup-Funktionen. Arm64-basierte virtuelle Maschinen booten nicht wie x86-VMs mit UEFI oder einem SeaBIOS, sondern grunds\u00e4tzlich nur \u00fcber UEFI (Unified Extensible Firmware Interface). Proxmox nutzt dazu AAVMF (ARM Architecture Virtual Machine Firmware), eine spezielle ARM-Version der quelloffenen UEFI-Firmware OVMF (Open Virtual Machine Firmware).<\/p>\n<p>Zum Start unterst\u00fctzt Proxmox VE f\u00fcr Arm64-Systeme mit CPUs auf Basis der Nvidia-Grace- und der Nvidia-Vera-Architektur. Diese Prozessoren kommen vor allem in Rechenzentren zum Einsatz, etwa f\u00fcr Cloud-Workloads, KI-Anwendungen oder rechenintensive Aufgaben. Die Arm64-Version entstand in Zusammenarbeit mit Nvidia und Supermicro. Nach Angaben von Proxmox wurde die Plattform auf Serversystemen mit dem Nvidia Grace Hopper Superchip validiert. Die Kooperation mit Nvidia sollte die Portierung auf die Arm64-Architektur beschleunigen und Tests \u00fcber den gesamten Software-Stack erm\u00f6glichen. Bereits jetzt l\u00e4uft Proxmox VE 9.2 f\u00fcr Arm64 in ausgew\u00e4hlten Produktivumgebungen.<\/p>\n<p>Elit\u00e4re Hardware-Voraussetzungen<\/p>\n<p>Nvidia Grace-Hopper (GH200) ist eine Art Superchip, bestehend aus einer ARMv9-A-kompatiblen CPU mit 72 Kernen, die auf der ARM-Neoverse-V2-Architektur basiert (Grace). Es werden bis zu 480 GByte LPDDR5X-Speicher mit hoher Bandbreite unterst\u00fctzt. Dazu kommt eine Nvidia-H100-GPU (Hopper) mit bis zu 96 oder 144 GByte Speicher (HBM3\/HBM3e). Beide Chips sind \u00fcber NVLink-C2C (Chip-to-Chip) mit bis zu 900 GByte\/s verbunden und k\u00f6nnen immerhin bis zu 1 kW Strom ziehen. Wichtig: GH200 ist ACPI- und UEFI-basiert (Tianocore\/EDK2) und stellt somit eine \u201eechte\u201c UEFI-ARMv9-A-Plattform dar. Nvidia Vera stellt die n\u00e4chste Generation dar \u2013 noch mehr Leistung, noch mehr Strom.<\/p>\n<p>In Form eines 2HE-Servers kann man <a href=\"https:\/\/www.deltacomputer.com\/server\/gpu-mic-server\/grace-hopper.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">einfache Grace-Hopper-Systeme<\/a> ab 40.000 Euro bekommen, f\u00fcr komplette Vera-Rubin-Racks geistern im Netz Preissch\u00e4tzungen von 5 bis 9 Millionen US-Dollar herum. Um Proxmox VE 9.2 f\u00fcr Arm64 testweise zu validieren, m\u00f6gen einfache ACPI\/UEFI-basierte ARMv9-A-Systeme f\u00fcr ein paar hundert US-Dollar ausreichen, wie beispielsweise <a href=\"https:\/\/radxa.com\/products\/orion\/o6\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">ein Radxa Orion O6<\/a> \u2013 wenn man es denn irgendwo bekommt. Als Notl\u00f6sung lassen sich ab etwa 3 US-Dollar pro Stunde AWS-Graviton4-(Neoverse-V2-)Instanzen mieten. Mit Apple-Hardware und beispielsweise dem M4 (Armv9.2-A) kommt man \u00fcbrigens vorerst nicht weiter, da Apple iBoot und kein natives UEFI nutzt \u2013 vielleicht ist ein fummeliger Umweg \u00fcber UTM mit verschachtelter Virtualisierung m\u00f6glich.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>L\u00e4uft (noch) nicht auf Raspberry Pi &amp; Co.<\/p>\n<p>Laut Proxmox-Entwicklern sollte die Arm64-Version auch auf ARMv8-A lauff\u00e4hig sein, sofern das System mit ACPI und UEFI konfiguriert wird. Normalerweise werden die meisten ARM-basierten Single-Board-Computer (SBCs) \u00fcber einen Device-Tree konfiguriert, der f\u00fcr jedes System individuell angepasst werden muss. Andererseits kann man abwarten, bis jemand Proxmox VE 9.2 f\u00fcr Arm64 auf einem Raspberry Pi und damit auch anderen SBCs zum Laufen bringt. Lesetipp: Im Proxmox-Forum gibt es einen <a href=\"https:\/\/forum.proxmox.com\/threads\/proxmox-on-aarch64-arm64.121925\/page-3\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">langen Thread zum Thema \u201eProxmox on aarch64 (arm64)\u201c<\/a> mit einer unkonventionellen Installationsanleitung in Post #41.<\/p>\n<p>Immerhin gab es bereits Projekte wie <a href=\"https:\/\/github.com\/pimox\/pimox7\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">PiMox<\/a> oder <a href=\"https:\/\/github.com\/jiangcuo\/pxvirt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">PXVIRT<\/a>, die jedoch heute keine Relevanz mehr besitzen. Auch VMware ESXi-ARM \u201eFling\u201c, <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/ratgeber\/Container-Jails-VMs-Virtualisierung-auf-dem-Raspberry-Pi-einsetzen-9530449.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">das auf einem Raspberry Pi 4 recht gut lief<\/a>, schien lange Zeit beerdigt. Allerdings hat Broadcom nach Jahren der Stille nun ein <a href=\"https:\/\/community.broadcom.com\/vmware-cloud-foundation\/blogs\/michael-ling\/2026\/05\/15\/esxi-arm-91-tech-preview-download-availability\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Paper zu einem \u201eESXi-Arm 9.1 Tech Preview\u201c<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Ob daraus mehr wird, bleibt abzuwarten.<\/p>\n<p>Preise auf Anfrage, Verf\u00fcgbarkeit ab sofort<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/pve.proxmox.com\/wiki\/Roadmap#Proxmox_VE_9.2_for_64-bit_ARM_(arm64)\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Roadmap<\/a> f\u00fchrt die Arm64-Version von Proxmox VE 9.2 dieses eine Mal separat auf, k\u00fcnftig sollen Arm64 und amd64 gemeinsam aufgelistet werden. Proxmox VE 9.2 f\u00fcr Arm64 steht als Open-Source-Software ab sofort <a href=\"https:\/\/www.proxmox.com\/en\/downloads\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">zum Download<\/a> bereit und kann kostenlos eingesetzt werden. Laut Entwicklern soll es in K\u00fcrze auch einen Proxmox-Backup-Server f\u00fcr Arm64 geben. Die Preise f\u00fcr Support-Abonnements m\u00fcssen derzeit noch direkt beim Support-Team angefragt werden.<\/p>\n<p>Siehe auch:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/download\/product\/proxmox-ve-90578?wt_mc=intern.red.download.tickermeldung.ho.link.link\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Proxmox VE<\/a>: Download schnell und sicher von heise.de<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:axk@heise.de\" title=\"Axel Kannenberg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">axk<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Proxmox jetzt auch f\u00fcr Arm \u2013 aber nicht auf Raspberry Pi close notice This article is also available&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":241464,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[15],"tags":[19361,46,622,4781,35333,13438,45,60,59,7344,44,64,61,27476,3542,63,62],"class_list":["post-241463","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wissenschaft-technik","tag-arm","tag-ch","tag-it","tag-open-source","tag-proxmox","tag-rechenzentrum","tag-schweiz","tag-science","tag-science-technology","tag-server","tag-switzerland","tag-technik","tag-technology","tag-uefi","tag-virtualisierung","tag-wissenschaft","tag-wissenschaft-technik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/117056990957767960","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/241463","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=241463"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/241463\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/241464"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=241463"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=241463"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=241463"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}