{"id":242669,"date":"2026-08-09T01:32:21","date_gmt":"2026-08-09T01:32:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/242669\/"},"modified":"2026-08-09T01:32:21","modified_gmt":"2026-08-09T01:32:21","slug":"multiple-sklerose-neuer-blutmarker-gfap-zeigt-schleichende-progression","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/242669\/","title":{"rendered":"Multiple Sklerose: Neuer Blutmarker GFAP zeigt schleichende Progression"},"content":{"rendered":"<p>Forschende haben einen Blutmarker identifiziert, der die schleichende Behinderungsprogression bei Multipler Sklerose sichtbar machen k\u00f6nnte. Das er\u00f6ffnet neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Behandlung.<\/p>\n<p>GFAP zeigt unsichtbare Krankheitsfortschritte<\/p>\n<p>Das gr\u00f6\u00dfte Problem bei der Behandlung von MS: Entz\u00fcndliche Sch\u00fcbe lassen sich gut erkennen, doch der schleichende Verlust neurologischer Funktionen bleibt oft unbemerkt. Mediziner nennen dieses Ph\u00e4nomen schubunabh\u00e4ngige Progression (PIRA).<\/p>\n<p>Eine Anfang August im Fachjournal JAMA Neurology ver\u00f6ffentlichte Studie liefert nun neue Erkenntnisse. Die Auswertung von \u00fcber 18.000 Blutproben von mehr als 2.300 MS-Patienten aus der Schweiz und den USA zeigt: Der Marker GFAP (Glial Fibrillary Acidic Protein) ist ein verl\u00e4sslicher Indikator f\u00fcr die schleichende Verschlechterung. Das Protein NfL (Neurofilament Light Chain) spiegelt dagegen vor allem akute Entz\u00fcndungsaktivit\u00e4t wider.<\/p>\n<p>Hohe GFAP-Werte bedeuten ein deutlich gesteigertes Risiko f\u00fcr fortschreitende Behinderung. Sinken die Konzentrationen unter einer laufenden Therapie, deutet das auf ein geringeres Progressionsrisiko hin. K\u00f6nnte das die klinische Praxis ver\u00e4ndern? Therapien w\u00fcrden dann nicht mehr nur auf die Vermeidung von Sch\u00fcben abzielen, sondern gezielt die langsame Verschlechterung verlangsamen.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Wer sich mit der Bedeutung von Blutwerten und deren Interpretation f\u00fcr die langfristige Gesundheit befasst, erh\u00e4lt in diesem kostenlosen Ratgeber wertvolle Einblicke. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Laborwerte besser verstehen und gezielt auf Warnsignale reagieren k\u00f6nnen. <a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/laborwerte-selbstcheck\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_LABORWERTE-SELBSTCHECK_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD1of2-EAID-1077017\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Kostenlosen Laborwerte-Selbstcheck jetzt anfordern<\/a><\/p>\n<p>Pharmaindustrie reagiert auf neue Entwicklungen<\/p>\n<p>Die diagnostischen Fortschritte treffen auf einen Markt im Umbruch. Merck KGaA hob im Sommer 2026 seine Jahresprognose an: Der Umsatz soll zwischen 21,0 und 21,8 Milliarden Euro liegen, das EBITDA pre zwischen 5,9 und 6,3 Milliarden Euro. Bemerkenswert: F\u00fcr das MS-Medikament Mavenclad erwartet das Unternehmen ab August Umsatzverluste durch Generika-Konkurrenz in den USA.<\/p>\n<p>Das Biotech-Unternehmen Oculis setzt derweil auf einen neuen Behandlungsansatz. Nach positivem FDA-Feedback plant es f\u00fcr Ende 2026 die Einreichung eines Zulassungsantrags f\u00fcr Privosegtor gegen akute MS-Sch\u00fcbe. In Studien zeigte die Kombination aus Privosegtor und Kortikosteroiden bessere Ergebnisse als eine alleinige Steroidtherapie bei Patienten mit Optikusneuritis.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Die moderne Medizin nutzt zunehmend spezialisierte Tests, um Vitalstoffm\u00e4ngel und gesundheitliche Risiken fr\u00fchzeitig zu erkennen. Dieser 25-seitige PDF-Report erkl\u00e4rt verst\u00e4ndlich, welche Werte f\u00fcr Ihre Vorsorge wirklich entscheidend sind. <a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/laborwerte-selbstcheck\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_LABORWERTE-SELBSTCHECK_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD2of2-EAID-1077017\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Gratis-Report: Blutwerte richtig interpretieren<\/a><\/p>\n<p>Darmflora und neue Marker in der Forschung<\/p>\n<p>Auch die Krankheitsentstehung r\u00fcckt st\u00e4rker in den Fokus. Eine Studie in der Fachzeitschrift Genes &amp; Immunity legt nahe: Bestimmte Darmbakterien k\u00f6nnten vor MS sch\u00fctzen. Ein geringes Vorkommen dieser kommensalen Bakterien wird mit erh\u00f6htem Erkrankungsrisiko in Verbindung gebracht. Forschende vermuten einen Zusammenhang mit dem FcRL3-Gen und der Funktion der B-Zellen \u2013 ein m\u00f6glicher Ansatz f\u00fcr k\u00fcnftige pr\u00e4ventive Therapien.<\/p>\n<p>Die Biomarker-Forschung tr\u00e4gt auch in anderen Bereichen Fr\u00fcchte. Eine Untersuchung im Journal Cell beschreibt den Marker TPPP\/p25 im Liquor, der Parkinson pr\u00e4ziser von der Multisystematrophie (MSA) abgrenzen soll. Das Ziel ist \u00fcberall dasselbe: fr\u00fchere Diagnose, rechtzeitiger Therapiebeginn.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n\t\t    Disclaimer&#8230;&#13;\n\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Forschende haben einen Blutmarker identifiziert, der die schleichende Behinderungsprogression bei Multipler Sklerose sichtbar machen k\u00f6nnte. 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