{"id":244529,"date":"2026-08-10T12:20:26","date_gmt":"2026-08-10T12:20:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/244529\/"},"modified":"2026-08-10T12:20:26","modified_gmt":"2026-08-10T12:20:26","slug":"voyager-2-verbleibende-instrumente-entgehen-dank-stromsparmassnahmen-abschaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/244529\/","title":{"rendered":"Voyager 2: Verbleibende Instrumente entgehen dank Stromsparma\u00dfnahmen Abschaltung"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Voyager-2-Remaining-instruments-avoid-shutdown-thanks-to-power-saving-measures-11407384.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Ein Team bei der NASA hat den Stromverbrauch der Weltraumsonde Voyager 2 so stark senken k\u00f6nnen, dass die drei noch aktiven Instrumente an Bord mindestens ein Jahr l\u00e4nger betrieben werden k\u00f6nnen als zuletzt geplant. Damit hat das vorab angek\u00fcndigte, \u201eBig Bang\u201c getaufte Sparma\u00dfnahme eine erste H\u00fcrde gemeistert. In den kommenden Monaten soll sie auch bei Voyager 1 durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Wie die US-Weltraumagentur ausf\u00fchrt, geht es um die Abschaltung bestimmter Ger\u00e4te und deren Ersatz durch weniger energieintensive Alternativen, ohne dass die Weltraumsonde dadurch zu stark abk\u00fchlt. H\u00e4tte die Ma\u00dfnahme nicht funktioniert, h\u00e4tte man noch vor Jahresende ein weiteres Messinstrument an Bord von Voyager 2 abschalten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Fast ein halbes Jahrhundert unterwegs<\/p>\n<p>Die Energiesparma\u00dfnahmen sind nur die j\u00fcngsten in einer langen Liste vorheriger \u00c4nderungen an der Funktionsweise der Sonden, die deren Lebenszeit verl\u00e4ngern sollen. Die beiden sind jetzt fast 49 Jahre unterwegs und beziehen ihren Strom aus Radioisotopengeneratoren, die beim Zerfall von Plutonium entstehende W\u00e4rme in Strom umwandeln. Da der Plutoniumvorr\u00e4te kleiner und die Effizienz geringer wird, verlieren sie inzwischen jedes Jahr etwa 4 Watt an Leistung, erkl\u00e4rt die NASA. Dadurch seien \u201edie Leistungsreserven der Raumfahrzeuge mittlerweile hauchd\u00fcnn geworden\u201c, <a href=\"https:\/\/science.nasa.gov\/blogs\/voyager\/2026\/08\/04\/nasa-engineers-help-prolong-voyager-2s-science-mission\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">schreibt die Weltraumagentur<\/a>. In der Vergangenheit wurde deshalb schon die Mehrheit der Instrumente an Bord deaktiviert, noch sammeln aber zwei (Voyager 1) beziehungsweise drei (Voyager 2) Daten. Das soll nun noch etwas l\u00e4nger m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p>Um Energie zu sparen, richten sich die beiden Sonden schon seit Jahren auch weniger genau auf die Erde aus, um wissenschaftliche Daten zu schicken und Befehle zu empfangen. Das soll die Triebwerke schonen, weil die seltener aktiviert werden m\u00fcssen, hat die NASA damals erkl\u00e4rt. Erst in diesem Fr\u00fchjahr <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/NASA-schaltet-weiteres-Instrument-der-ersten-Voyager-Sonde-zum-Strom-sparen-ab-11263579.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">hat die NASA zudem das Messinstrument<\/a> f\u00fcr geladene Teilchen mit niedriger Energie an Bord von Voyager 1 abgeschaltet, weil die Gefahr bestanden hat, dass sich einige Komponenten aus Sicherheitsgr\u00fcnden selbst abschalten k\u00f6nnten. Damals hie\u00df es aber auch, dass es im Fall einer erfolgreichen Implementierung der \u201eBig Bang\u201c-Sparma\u00dfnahmen m\u00f6glich sein k\u00f6nnte, das Instrument wieder zu aktivieren. Ob sich das bewahrheitet, ist noch unklar.<\/p>\n<p>Die Voyager-Sonden waren 1977 im Abstand von 16 Tagen gestartet und konnten eine seltene Konstellation ausnutzen, in der die vier gr\u00f6\u00dften Planeten des Sonnensystems einander besonders nahekamen. Beide besuchten zuerst den Jupiter und holten an ihm Schwung zum Saturn, wo sich ihre Wege trennten: Voyager 1 katapultierte sich dort raus aus der Ebene des Sonnensystems, Voyager 2 zum Uranus und Neptun. Vorgesehen war urspr\u00fcnglich lediglich eine vierj\u00e4hrige Mission, inzwischen dauert sie fast zehnmal so lang. Das Voyager-Programm geh\u00f6rt l\u00e4ngst zu den gr\u00f6\u00dften Erfolgen der <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/NASA\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">NASA<\/a>. Zuletzt hat sich das Alter aber bemerkbar gemacht. 2024 schien gar das Ende von Voyager 1 nahe, nachdem die Sonde lange <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Ursache-gefunden-Voyager-1-sendet-wegen-beschaedigtem-Speicher-nur-Datenmuell-9675954.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nur Datenm\u00fcll zur Erde gesendet<\/a> hatte. Die doch noch reparierte Sonde ist fast einen Lichttag entfernt.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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