{"id":246679,"date":"2026-08-11T22:42:11","date_gmt":"2026-08-11T22:42:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/246679\/"},"modified":"2026-08-11T22:42:11","modified_gmt":"2026-08-11T22:42:11","slug":"smartphone-sicherheit-forscher-knacken-9-von-26-geraeten-per-sim-karte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/246679\/","title":{"rendered":"Smartphone-Sicherheit: Forscher knacken 9 von 26 Ger\u00e4ten per SIM-Karte"},"content":{"rendered":"<p>Sicherheitsforscher haben eine kritische Schwachstelle in der Kommunikation zwischen SIM-Karten und Mobilfunkmodems identifiziert, die den Schutz gesperrter Mobiltelefone und vernetzter Ger\u00e4te aushebeln kann. Wie Experten der University of Birmingham und des Sicherheitsunternehmens Fuzzware im Rahmen der Fachkonferenz USENIX WOOT in Baltimore pr\u00e4sentierten, lassen sich durch pr\u00e4parierte SIM-Karten unbefugte Zugriffe auf Systemfunktionen realisieren. Die Angriffe nutzen dabei sogenannte Proactive-SIM-Befehle, um Anweisungen direkt an das Modem der Ger\u00e4te zu senden.<\/p>\n<p>Schwachstellen in der AT-Befehlsschnittstelle<\/p>\n<p>Im Zentrum der Untersuchung stand der Zugriff auf die Schnittstelle f\u00fcr AT-Befehle (Attention Commands), die traditionell zur Steuerung von Modemfunktionen genutzt werden. Die Forscher testeten insgesamt 26 verschiedene Endger\u00e4te auf ihre Anf\u00e4lligkeit gegen\u00fcber diesen manipulierten Karten. In neun F\u00e4llen gelang es den Experten, \u00fcber die SIM-Karte Zugriff auf die AT-Befehlsebene zu erhalten.<\/p>\n<p>Die Analyse einer Teilgruppe von 18 Smartphones und acht IoT-Ger\u00e4ten verdeutlichte das Risiko: W\u00e4hrend zwei der untersuchten Mobiltelefone die Befehlsschnittstelle exponierten, waren sieben der acht getesteten IoT-Ger\u00e4te f\u00fcr diese Art des \u00dcbergriffs anf\u00e4llig. Sobald dieser Zugriff etabliert ist, er\u00f6ffnen sich f\u00fcr potenzielle Angreifer diverse Szenarien. Dazu z\u00e4hlen laut den Forschungsergebnissen die Ausf\u00fchrung von beliebigem Code, der Diebstahl privater Daten sowie die Durchf\u00fchrung von Denial-of-Service-Angriffen (DoS), die das Ger\u00e4t funktionsunf\u00e4hig machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Betroffene Ger\u00e4te und dauerhafte DowngradesLesen Sie auch:<a href=\"https:\/\/borncity.com\/news\/macbook-displays-m5-max-unterstuetzt-vier-monitore-gleichzeitig\/\" class=\"bc-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">MacBook-Displays: M5 Max unterst\u00fctzt vier Monitore gleichzeitig<\/a><\/p>\n<p>Die Forscher dokumentierten konkrete Auswirkungen an spezifischen Hardware-Beispielen. So wurde ein EV-Ladeger\u00e4t des Herstellers Autel, das mit einem Quectel EC25-AFX Modem ausgestattet ist, erfolgreich kompromittiert. Bei den Smartphones erwies sich unter anderem das Modell Oppo Reno14 F 5G als verwundbar. In diesem Fall konnten die Experten 198 verschiedene AT-Befehle \u00fcber die manipulierte SIM-Karte absetzen.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Angesichts der komplexen Angriffsszenarien auf mobile Endger\u00e4te ist ein proaktiver Schutz des eigenen Smartphones unerl\u00e4sslich. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen in f\u00fcnf einfachen Schritten, wie Sie Ihr Ger\u00e4t effektiv gegen Hacker und Datenmissbrauch absichern. <a href=\"https:\/\/www.info.computerwissen-online.com\/android\/5-schutzmassnahmen-fuer-android-smartphone\/?af=KOOP_CW_DL_DNV_YES_5-SCHUTZMASSNAHMEN-SMARTPHONE_X-AD1of2-EAID-1085803-CWBNC-BCPID_41095\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">5 sofort umsetzbare Schutzma\u00dfnahmen entdecken<\/a><\/p>\n<p>Ein besonderes Risiko stellt laut den Experten die M\u00f6glichkeit eines erzwungenen Downgrades auf den veralteten 2G-Netzstandard dar. Im Falle des getesteten Oppo-Ger\u00e4ts sei dieser Wechsel in den unsicheren Funkstandard nicht umkehrbar gewesen, was die langfristige Sicherheit des betroffenen Ger\u00e4ts massiv beeintr\u00e4chtige.<\/p>\n<p>Koordinierte Reaktion und Sicherheitsupdates<\/p>\n<p>Die Tragweite der Entdeckungen f\u00fchrte zu einer koordinierten Offenlegung der Schwachstellen. Die Mobilfunk-Branchenvereinigung GSMA steuerte den Meldeprozess unter der Referenz CVD-2026-0122. Insgesamt wurden im Rahmen der Forschungsarbeit vier unterschiedliche Schwachstellen-Kategorien definiert. F\u00fcr Ger\u00e4te mit den Betriebssystemversionen Android 13 bis 16 wurde zudem die Kennung CVE-2025-48618 vergeben, um die Sicherheitsl\u00fccken formal zu erfassen.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Wer sich mit der Sicherheit seines Betriebssystems befasst, sollte auch die Risiken veralteter Softwareversionen nicht untersch\u00e4tzen. Erfahren Sie in diesem Gratis-Report, wie Sie durch die richtigen Updates Sicherheitsl\u00fccken schlie\u00dfen und Ihr Android-Ger\u00e4t dauerhaft sch\u00fctzen. <a href=\"https:\/\/www.info.computerwissen-online.com\/android-update\/?af=KOOP_CW_DL_DNV_YES_ANDROID-UPDATE_X-AD2of2-EAID-1085803-CWBNC-BCPID_41095\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen<\/a><\/p>\n<p>Als prim\u00e4re Schutzma\u00dfnahme empfehlen die Forscher der University of Birmingham und von Fuzzware eine grundlegende \u00c4nderung in der Architektur der Modem-Kommunikation. Die Funktion \u201eRUN AT\u201c, welche die Ausf\u00fchrung der kritischen Befehlss\u00e4tze erm\u00f6glicht, sollte nach Ansicht der Experten vollst\u00e4ndig aus den Spezifikationen entfernt werden, um diesen Angriffsvektor dauerhaft zu schlie\u00dfen. Die Pr\u00e4sentation in Baltimore unterstreicht, dass die SIM-Karte, die bisher meist als reiner Sicherheitstoken betrachtet wurde, ohne entsprechende Absicherung der Schnittstellen selbst zum Ausgangspunkt f\u00fcr Kompromittierungen werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sicherheitsforscher haben eine kritische Schwachstelle in der Kommunikation zwischen SIM-Karten und Mobilfunkmodems identifiziert, die den Schutz gesperrter Mobiltelefone&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":246680,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[15],"tags":[46,2937,10575,45,60,59,2697,44,64,333,61,63,62],"class_list":["post-246679","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wissenschaft-technik","tag-ch","tag-cybersicherheit","tag-mobilfunk","tag-schweiz","tag-science","tag-science-technology","tag-sicherheitsluecke","tag-switzerland","tag-technik","tag-technologie","tag-technology","tag-wissenschaft","tag-wissenschaft-technik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/117079286251915337","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/246679","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=246679"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/246679\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/246680"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=246679"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=246679"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=246679"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}