{"id":247317,"date":"2026-08-12T08:45:09","date_gmt":"2026-08-12T08:45:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/247317\/"},"modified":"2026-08-12T08:45:09","modified_gmt":"2026-08-12T08:45:09","slug":"boese-screen-sharing-luecke-in-macos-exploit-aus-apples-patch-gebaut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/247317\/","title":{"rendered":"B\u00f6se Screen-Sharing-L\u00fccke in macOS: Exploit aus Apples Patch gebaut"},"content":{"rendered":"<p>Nutzer, die die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Screen-Sharing-in-macOS-Luecke-ermoeglichte-Zugriff-ohne-Authentifizierung-11402599.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Screen-Sharing-Funktion in macOS<\/a> nutzen, sollten schleunigsten ihren Mac auf einen aktuellen Stand bringen: Einem Team aus Sicherheitsforschern ist es gelungen, aus Apples Patch von dieser Woche einen Exploit zu entwickeln. Wie das auf KI-Einsatz spezialisierte Security-Unternehmen calif.io mitteilte, gelang es, insgesamt die notwendige Software in vier Stunden zu bauen \u2013 mittels Reverse Engineering von macOS 26.6.1.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Zwar wurde <a href=\"https:\/\/blog.calif.io\/p\/no-country-for-old-passwords\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">der Exploit<\/a>, der insgesamt zwei Pre-Auth-Remote-Angriffe darstellt, nicht ver\u00f6ffentlicht (Proof of Concept siehe X-Posting unten), doch wenn ein Unternehmen dies mittels KI umsetzen kann, d\u00fcrften andere Angreifer dies auch tun. Neben macOS 26.6.1 hatte Apple die Fehler auch in macOS 14.8.9 (Sonoma) und 15.7.9 (Sequoia) gepatcht.<\/p>\n<p>Mindestens 40.000 Maschinen im Internet<\/p>\n<p>Vulnerabel sind Nutzer, die Screen Sharing aktiv haben \u2013 am schlimmsten sind jene dran, bei denen die entsprechenden Ports aus dem Internet erreichbar sind. Der urspr\u00fcngliche Entdecker des Problems, der die L\u00fccken aber nicht an Apple meldete \u2013 sie d\u00fcrften eine ganze Weile bestanden haben, bevor sie durch andere Sicherheitsforscher gefunden wurden \u2013, ermittelte <a href=\"https:\/\/x.com\/osxreverser\/status\/2086090322459730169\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">per Scan insgesamt 40.000 Maschinen, wo dies m\u00f6glich war<\/a>. Screen Sharing oder auch Teilen des Bildschirms erlaubt eine vollst\u00e4ndige Fernwartung des Macs als w\u00e4re man an der Maschine. Die Funktion ist Teil von macOS, Profis nutzen auch das darauf aufbauende <a href=\"https:\/\/apps.apple.com\/de\/app\/apple-remote-desktop\/id409907375?mt=12\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Apple Remote Desktop<\/a>, das zus\u00e4tzliche Administrierungswerkzeuge enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Wie sich nun zeigt, ben\u00f6tigte Apple offenbar mehrere Anl\u00e4ufe, das Screen-Sharing-Problem zu beheben. So steckten schon in <a href=\"https:\/\/support.apple.com\/en-us\/128067\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">macOS 26.6<\/a> <a href=\"https:\/\/support.apple.com\/en-us\/128071\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">macOS 15.7.8<\/a> und <a href=\"https:\/\/support.apple.com\/en-us\/128072\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">macOS 14.8.8<\/a> jeweils drei Fixes im Screen-Sharing-Server, bei denen Apple allerdings nur vom \u201eAbfangen von Netzwerkverbindungen eines anderen Prozesses\u201c, einem Denial-of-Service-Angriff sowie dem Auffinden eines Legacy-VNC-Passworts (Sonoma \/ Sequoia) beziehungsweise Zugriff auf \u201esensible Daten\u201c sprach. Teilweise wurden diese Probleme \u2013 wie viele L\u00fccken heutzutage \u2013 <a href=\"https:\/\/bynar.io\/blog\/a-root-remote-command-execution-on-macos-with-m5-in-2026\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">mittels KI entdeckt<\/a>, in diesem Fall GPT-5.5.<\/p>\n<p>KI beschleunigt Exploit-Bau aus Patch<\/p>\n<p>Der laut Angaben urspr\u00fcngliche Entdecker des Problems, @osxreverser, <a href=\"https:\/\/reverse.put.as\/2026\/07\/29\/its-a-pre-auth-stupid\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">traut laut eigenen Angaben Apples Bug-Bounty-Programm nicht<\/a>, es sei nicht fair. Daher hatte er das Problem auch nicht gemeldet, aber, wie er ebenfalls schrieb, den Zero-Day auch nicht verkauft \u2013 das sei nicht \u201esein Gesch\u00e4ft\u201c. Offenbar fand er die Screen-Sharing-L\u00fccke ganz normal \u201eh\u00e4ndisch\u201c, nicht mittels KI.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Der Vorfall zeigt, wie ver\u00e4ndert die Sicherheitslage aufgrund von KI-Werkzeugen geworden ist \u2013 diese helfen sowohl Angreifern als auch Verteidigern, f\u00fchren aber auch dazu, dass es enorm schnell m\u00f6glich ist, aus ver\u00f6ffentlichten Fehlerbehebungen Exploits zu basteln. Dazu schauen sich die Sicherheitsforscher Apples Update an und f\u00fchren einen Vergleich zur Vorversion durch \u2013 durch Disassemblierung erfolgt dann ein Reverse Engineering. Ein Anbieter von Software kann dagegen nichts tun, es zeigt nur, dass Nutzer schleunigst aktualisieren sollten.<\/p>\n<p>      Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p class=\"opt-in__description\">\n    Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.\n  <\/p>\n<p>        Preisvergleich jetzt laden\n      <\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:bsc@heise.de\" title=\"Ben Schwan\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bsc<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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