{"id":24927,"date":"2026-03-01T06:22:11","date_gmt":"2026-03-01T06:22:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/24927\/"},"modified":"2026-03-01T06:22:11","modified_gmt":"2026-03-01T06:22:11","slug":"warum-der-maerchenhafte-boom-immer-weitergeht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/24927\/","title":{"rendered":"Warum der m\u00e4rchenhafte Boom immer weitergeht"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Die Entwicklung ist geradezu m\u00e4rchenhaft. Allerdings hat das beeindruckende Wachstum des Friedrichshafener Motorenbauers <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Rolls-Royce Power Systems\" data-rtr-id=\"55c4bcb3b598568c3717516dea3478902a071557\" data-rtr-score=\"173.9017173791301\" data-rtr-etype=\"organisation\" data-rtr-index=\"0\" href=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/thema\/rolls-royce-power-systems\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rolls-Royce Power Systems<\/a> (RRPS) nichts mit Feen, Elfen oder gar Zauberei zu tun, sondern mit strategischer Klugheit und einem beeindruckenden Gesp\u00fcr f\u00fcr Zukunftsm\u00e4rkte. Wenn man nicht genauer hinsehen w\u00fcrde, k\u00f6nnte man einen mehr als 115 Jahre alten Hersteller klobiger Diesel-Motoren flugs zur \u201ealten Industrie\u201c z\u00e4hlen\u00a0\u2013 mit vermutlich eher d\u00fcsteren Zukunftsaussichten. Doch bei dem Maschinenbau-Unternehmen vom Bodensee ist genau das Gegenteil der Fall.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Rolls-Royce Power Systems w\u00e4chst gewaltig und eilt von Rekord zu Rekord: So hat der zur britischen Rolls-Royce-Gruppe (London) geh\u00f6rende Motorenbauer (fr\u00fcher: MTU) seinen bereinigten Umsatz im Jahr 2025 auf 5,72 Milliarden Euro gesteigert. Dies entspricht einem Plus von stolzen 19 Prozent. Bereinigt hei\u00dft in diesem Fall um W\u00e4hrungsschwankungen und um Einmaleffekte &#8211; wie zum Beispiel um den Mitte 2024 get\u00e4tigten Verkauf des Gesch\u00e4fts mit \u201eMotoren im unteren Leistungsbereich\u201c an die K\u00f6lner Deutz AG.<\/p>\n<p>Rolls-Royce profitiert vor allem in zwei Zukunftsm\u00e4rkten<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eIn den vergangenen drei Jahren haben wir unseren Umsatz um 50 Prozent gesteigert\u201c, freut sich Vorstandschef J\u00f6rg Stratmann bei der Vorstellung der Zahlen in Friedrichshafen. Getrieben wurde die positive Entwicklung von Rolls-Royce Power Systems vor allem von der weltweit starken Nachfrage nach L\u00f6sungen f\u00fcr die Energieversorgung gro\u00dfer Rechenzentren \u2013 also nach Notstromaggregaten\u00a0\u2013 sowie durch das dynamische Verteidigungsgesch\u00e4ft. \u201eDie Welt ist von geopolitischen Spannungen und Umbr\u00fcchen sowie von tiefgreifenden Ver\u00e4nderungen gepr\u00e4gt\u201c, erl\u00e4utert Stratmann unter anderem im Hinblick auf die milit\u00e4rische Aufr\u00fcstung sowie den Megatrend K\u00fcnstliche Intelligenz (KI).<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">In beiden Feldern bieten die Friedrichshafener sehr gefragte L\u00f6sungen an\u00a0\u2013 etwa Motoren f\u00fcr Schiffe und Panzer sowie Energiesysteme f\u00fcr Rechenzentren, die wegen des weltweiten KI-Booms gerade wie Pilze aus dem Boden schie\u00dfen. Immer mehr Betreiber setzen hierbei auf die Technik vom Bodensee. Unter der Marke MTU vertreibt Rolls-Royce auch Gro\u00dfmotoren f\u00fcr Jachten sowie schwere Land- und Schienenfahrzeuge. Die MTU-Dieselaggregate sichern auch Krankenh\u00e4user und Flugh\u00e4fen vor m\u00f6glichen Stromausf\u00e4llen ab. Das Unternehmen aus Friedrichshafen macht rund 40 Prozent seines Umsatzes in Europa, 30 Prozent in Nordamerika, knapp 20 Prozent in der Region \u201eAsien\/Pazifik\u201c und an die 10 Prozent in China.<\/p>\n<p>Goldene Zeiten: Fast eine Milliarde Euro Betriebsgewinn<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen verwundert es kaum, dass sich auch die Umsatzrendite des Konzerns deutlich von 13,1 Prozent auf 17,4 Prozent verbessert hat. Der bereinigte Betriebsgewinn stieg auf 995 Millionen Euro (2024: 662 Millionen Euro) und kratzte damit beinahe an der Milliarden-Marke. Auch der Auftragseingang entwickelte sich ausgesprochen positiv und legte 2025 um 21 Prozent auf 7,14 Milliarden Euro zu. Erst j\u00fcngst konnte man einen Gro\u00dfauftrag \u00fcber 350 Motoren f\u00fcr gepanzerte Radfahrzeuge des Typs \u201eBoxer\u201c vermelden\u00a0\u2013 mit einem Gesamtumfang im \u201emittleren zweistelligen Millionenbereich\u201c.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eUnsere Strategie greift \u2013 und das belegen unsere Ergebnisse\u201c, zeigt sich Stratmann zufrieden. Neben der bereits erw\u00e4hnten Umsatzsteigerung um 50 Prozent hat sich in den vergangenen drei Jahren auch die Umsatzrendite \u201emehr als verdoppelt\u201c und der Gewinn sogar \u201everdreifacht\u201c. \u201eDieses Momentum setzen wir fort: Wir wachsen gezielt in M\u00e4rkten, die f\u00fcr Energieversorgung, Sicherheit und technologische Souver\u00e4nit\u00e4t entscheidend sind, und investieren weltweit einen hohen dreistelligen Millionenbetrag in neue Kapazit\u00e4ten, Technologien und Innovationen \u2013 so viel wie noch nie\u201c, k\u00fcndigt Stratmann an. Die starke Auftragslage und eine klare strategische Ausrichtung erm\u00f6glichten es, den Wachstumskurs auch in den kommenden Jahren konsequent fortzusetzen. In Friedrichshafen soll sogar ein komplett neues Motorenwerk entstehen.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p>1000 neue Jobs, die H\u00e4lfte davon in Friedrichshafen<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Im Zentrum der strategischen Ausrichtung stehen laut dem Unternehmen f\u00fcnf Gesch\u00e4ftsbereiche: Energieerzeugung, Verteidigung, Marine, Batteriespeicher und Service. Sie bestimmen, wo Rolls-Royce Power Systems investiert und seine \u201eindustriellen sowie technologischen St\u00e4rken gezielt ausbaut\u201c, wie es hei\u00dft. Der Traditionskonzern investiert weltweit einen \u201ehohen dreistelligen Millionenbetrag\u201c in die Modernisierung und den Ausbau seiner Werke. Damit reagiere man auf die steigende Nachfrage und richte die Produktion auf k\u00fcnftige St\u00fcckzahlen aus. \u201eAn den globalen Standorten werden Kapazit\u00e4ten erweitert, Werke modernisiert und die industrielle Basis strategisch weiterentwickelt\u201c, teilt Rolls-Royce mit.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Besonders erfreulich: Das enorme Wachstum wirkt sich auch auf die Besch\u00e4ftigung aus. Allein 2025 kamen konzernweit 700 neue Mitarbeiter hinzu. Im laufenden Jahr sollen sogar mehr als 1000 Stellen in dem Unternehmen geschaffen werden\u00a0\u2013 gut die H\u00e4lfte der Jobs entsteht direkt am Heimatstandort Friedrichshafen. Rolls-Royce Power Systems besch\u00e4ftigt weltweit rund 11.000 Menschen\u00a0\u2013 Tendenz weiter deutlich steigend. Die meisten M\u00e4rchen haben \u00fcblicherweise ein Happy End\u00a0\u2013 doch bei Rolls-Royce Power Systems d\u00fcrfte bis auf Weiteres kein Ende der m\u00e4rchenhaften Wachstumsstory in Sicht sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Entwicklung ist geradezu m\u00e4rchenhaft. 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