{"id":250368,"date":"2026-08-14T05:38:15","date_gmt":"2026-08-14T05:38:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/250368\/"},"modified":"2026-08-14T05:38:15","modified_gmt":"2026-08-14T05:38:15","slug":"seegrasteppiche-setzen-dem-ufer-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/250368\/","title":{"rendered":"Seegrasteppiche setzen dem Ufer zu"},"content":{"rendered":"<p>Das Seegras auf dem See wird zur grossen Herausforderung f\u00fcr Mensch und Natur. Wind und Wellenschlag treiben die Pflanzen zusammen und schieben sie teilweise bis an die Ufer. Am Badeplatz in Bollingen entstehen dadurch dichte Seegrasteppiche, die sich im Schilf verfangen.<\/p>\n<p>Wenn der See zum Teppich wird<\/p>\n<p>Die Pflanzenmassen dr\u00fccken auf die teilweise lockeren Schilfbest\u00e4nde und k\u00f6nnen diese niederwalzen oder besch\u00e4digen. Was auf dem offenen Wasser zun\u00e4chst wie ein nat\u00fcrliches Sommerph\u00e4nomen wirkt, wird damit an den Ufern zu einem Problem. Werner und Silvia Nieder\u00f6st aus Schmerikon machten Linth24 auf dieses Problem aufmerksam.<\/p>\n<p>Wertvoller Lebensraum unter Druck<\/p>\n<p>Das Problem betreffe nicht nur die Schifffahrt. Schilfzonen geh\u00f6ren zu den wichtigen Lebensr\u00e4umen am Z\u00fcrichsee. Sie bieten Jungfischen Schutz und dienen Wasserv\u00f6geln als Brut-, R\u00fcckzugs- und Nahrungsgebiete, so die Nieder\u00f6st\u2019s. Kritisch wird es dort, wo die Teppiche in empfindliche Schilfzonen gelangen. Dort k\u00f6nnen sie die Vegetation mechanisch belasten und Lebensr\u00e4ume f\u00fcr Fische und Wasserv\u00f6gel beeintr\u00e4chtigen<\/p>\n<p>R\u00fcckzugsorte gehen verloren<\/p>\n<p>Gerade Jungfische sein auf strukturreiche Uferbereiche angewiesen, meinten Werner und Silvia Nieder\u00f6st in ihrem Mail an die Redaktion. Zwischen Schilf und Wasserpflanzen finden sie Deckung vor Fressfeinden. Auch Jungv\u00f6gel nutzen das Schilf als gesch\u00fctzten Aufenthaltsort. Werden die Halme durch grosse Pflanzenmengen niedergedr\u00fcckt oder besch\u00e4digt, k\u00f6nnen solche R\u00fcckzugsr\u00e4ume verloren gehen. Weniger Deckung kann insbesondere f\u00fcr Jungv\u00f6gel ein zus\u00e4tzliches Risiko bedeuten.<\/p>\n<p>Hitze macht die Entwicklung sichtbar<\/p>\n<p>Hohe Wassertemperaturen beg\u00fcnstigen das Wachstum von Wasserpflanzen. Werden Pflanzenteile losgerissen, treiben Wind und Str\u00f6mung sie anschliessend zusammen \u00a0wo sie sich an Uferstellen konzentrieren. Die Hitze allein verursacht die Seegrasteppiche nicht. Zusammen mit starkem Pflanzenwachstum sowie Wind, Wellen und Str\u00f6mung beg\u00fcnstigt sie jedoch, dass sich grosse Mengen ansammeln und verlagern.<\/p>\n<p>Wer tr\u00e4gt die Verantwortung?<\/p>\n<p>Aus Sicht der Hinweisgeber w\u00e4re es sinnvoll, schwimmende Seegrasteppiche bereits auf dem See zu entfernen, bevor sie an den Ufern landen und dort zus\u00e4tzlichen Schaden verursachen. Damit stellt sich auch die Frage nach der Zust\u00e4ndigkeit: Wer greift ein, wenn aus nat\u00fcrlichem Treibgut eine Belastung f\u00fcr die Uferzone wird? Werner und Silvia Nieder\u00f6st k\u00f6nnen nicht nachvollziehen, dass der Kanton hier keine aktivere Rolle \u00fcbernimmt oder sich zumindest an den Kosten einer Beseitigung beteiligt. Die Bilder vom Obersee zeigen jedenfalls eindr\u00fccklich: Seegras geh\u00f6rt zum See. Doch wenn sich daraus schwere Teppiche bilden und im Schilf verfangen, wird aus einem Naturph\u00e4nomen schnell eine Belastung f\u00fcr einen besonders empfindlichen Lebensraum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Seegras auf dem See wird zur grossen Herausforderung f\u00fcr Mensch und Natur. Wind und Wellenschlag treiben die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":250369,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[7],"tags":[111,568,569,46,570,571,230,572,565,566,107,110,42,43,228,567,109,573,40,574,45,65,227,44,575,576],"class_list":["post-250368","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-schweiz","tag-agenda","tag-amden","tag-benken","tag-ch","tag-eschenbank","tag-gommiswald","tag-gratis","tag-kaltbrunn","tag-linth24","tag-linthgebiet","tag-lokal","tag-lokale-nachrichten","tag-nachrichten","tag-news","tag-online","tag-rapperswil-jona","tag-region","tag-schaenis","tag-schlagzeilen","tag-schmerikon","tag-schweiz","tag-sport","tag-st-gallen","tag-switzerland","tag-uznach","tag-weesen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/117092246937252511","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/250368","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=250368"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/250368\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/250369"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=250368"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=250368"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=250368"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}