{"id":250810,"date":"2026-08-14T11:37:07","date_gmt":"2026-08-14T11:37:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/250810\/"},"modified":"2026-08-14T11:37:07","modified_gmt":"2026-08-14T11:37:07","slug":"raetsel-um-verheerende-duerren-der-bronzezeit-geloest-mykener-minoer-und-hethiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/250810\/","title":{"rendered":"R\u00e4tsel um verheerende D\u00fcrren der Bronzezeit gel\u00f6st &#8211; Mykener, Minoer und Hethiter"},"content":{"rendered":"<p>Mittelmeerklima der letzten 8.000 Jahre simuliert<\/p>\n<p>Um die Ursachen der D\u00fcrren untersuchen zu k\u00f6nnen, haben die Forscher mit einem komplexen Klimamodell das Mittelmeerklima der letzten 8.000 Jahre rekonstruiert. Das Modell, das daf\u00fcr entwickelt wurde, das Klima seit dem Ende der letzten Eiszeit zu untersuchen, nutzt eine Vielzahl pal\u00e4oklimatischer Daten, etwa die CO\u2082-Konzentration der Erdatmosph\u00e4re, die mithilfe von Eisbohrkernen bestimmt werden kann. Es ist dadurch m\u00f6glich, die regionalen Auswirkungen von Klimaeffekten detaillierter zu untersuchen. Sie konnten so nachvollziehen, dass es im \u00f6stlichen Mittelmeerraum einen kontinuierlichen Austrocknungstrend gab, der von mehreren kurzfristigen Klimaschwankungen \u00fcberlagert wurde.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Ergebnisse zeigen, dass die Region \u00fcber Jahrtausende hinweg einen allm\u00e4hlichen Austrocknungstrend durchlief, der durch langsame Ver\u00e4nderungen der Erdumlaufbahn angetrieben wurde. \u00dcberlagert von diesem langfristigen Trend fanden wir auch kurzfristigere Schwankungen im Atlantischen Ozean und in der Atmosph\u00e4re\u201c, erl\u00e4utert Katherine Power.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/E\/i\/Eine-grossraeumige-Klimaveraenderung-liess-den-oestlichen-Mittelmeerraum-austrocknen-weil-Monsune-schwaecher-wurden-und-weniger-Feuchtigkeit-aus-Afrika-kam-scaled.jpg\" data-lightbox=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/E\/i\/Eine-grossraeumige-Klimaveraenderung-liess-den-oestlichen-Mittelmeerraum-austrocknen-weil-Monsune-schwaecher-wurden-und-weniger-Feuchtigkeit-aus-Afrika-kam-scaled.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-314644\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Eine-grossraeumige-Klimaveraenderung-liess-den-oestlichen-Mittelmeerraum-austrocknen-weil-Monsune-sc.jpeg\" alt=\"Eine gro\u00dfr\u00e4umige Klimaver\u00e4nderung lie\u00df den \u00f6stlichen Mittelmeerraum austrocknen, weil Monsune schw\u00e4cher wurden und weniger Feuchtigkeit aus Afrika kam \u00a9 Katherine \/ Stockholm University\" width=\"300\" height=\"231\"  \/><\/a>Eine gro\u00dfr\u00e4umige Klimaver\u00e4nderung lie\u00df den \u00f6stlichen Mittelmeerraum austrocknen, weil Monsune schw\u00e4cher wurden und weniger Feuchtigkeit aus Afrika kam \u00a9 Katherine \/ Stockholm University<\/p>\n<p>Wie die Forscher erkl\u00e4ren, haben zyklische Ver\u00e4nderungen der Erdbahn dazu gef\u00fchrt, dass die Nordhalbkugel im Sommer zunehmend weniger Sonneneinstrahlung\u00a0erhalten hat und die Temperatur der Landfl\u00e4chen abgenommen hat. Dadurch wurden die Monsunsysteme\u00a0schw\u00e4cher und die innertropische Konvergenzzone, ein tropischer Regeng\u00fcrtel nahe dem \u00c4quator, wurde weiter in den S\u00fcden verschoben, wodurch in den Subtropen weniger Regen fiel.\n<\/p>\n<p>Laut dem Modell haben sich zudem die Atlantische Umw\u00e4lzzirkulation (AMOC) und langfristige Klimaschwankungen \u00fcber dem Atlantik deutlich ver\u00e4ndert. Diese Klimaprozesse sind ebenfalls eng mit der Niederschlagsmenge im Mittelmeerraum verbunden. Etwa alle 1.000 Jahre, auch beim Zusammenbruch der Bronzezeitkulturen im \u00f6stlichen Mittelmeerraum vor etwa 3.200 Jahren, haben sich diese Klimaprozesse \u00fcberlagert und dadurch gegenseitig verst\u00e4rkt. Sie haben dadurch D\u00fcrrephasen ausgel\u00f6st, die deutlich extremer waren als die alleinigen Effekte des langfristigen Austrocknungstrends.\n<\/p>\n<p>\u201eDas Zusammenwirken dieser Prozesse brachte den \u00f6stlichen Mittelmeerraum \u00fcber einen kritischen hydroklimatischen Schwellenwert, verringerte die Wasserverf\u00fcgbarkeit und erh\u00f6hte den Druck auf Landwirtschaft und Ern\u00e4hrungssicherheit innerhalb ohnehin anf\u00e4lliger Gesellschaften\u201c, erkl\u00e4rt Katherine Power.<\/p>\n<p>Katherine Power erl\u00e4utert zudem, dass das bessere Verst\u00e4ndnis der Klimaprozesse auch dabei helfen kann, zuk\u00fcnftige D\u00fcrrerisiken besser einzusch\u00e4tzen.\n<\/p>\n<p>\u201eDas Mittelmeer ist einer der globalen Hotspots des Klimawandels, und f\u00fcr die Region wird erwartet, dass sie im kommenden Jahrhundert w\u00e4rmer und trockener wird. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass das k\u00fcnftige D\u00fcrrerisiko nicht nur von der langfristigen menschengemachten Erw\u00e4rmung abh\u00e4ngen k\u00f6nnte, sondern auch davon, wie die nat\u00fcrliche Variabilit\u00e4t im Atlantischen Ozean mit diesem Hintergrundtrend zusammenwirkt\u201c, so Katherine Power.<\/p>\n<p>Quellen:\n<\/p>\n<p>Studie im Fachmagazin <a href=\"https:\/\/www.science.org\/doi\/10.1126\/sciadv.aed5439\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Science Advances<\/a>, doi: 10.1126\/sciadv.aed5439<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n\t<\/p>\n<p>14. August 2026\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t &#8211; Robert Klatt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mittelmeerklima der letzten 8.000 Jahre simuliert Um die Ursachen der D\u00fcrren untersuchen zu k\u00f6nnen, haben die Forscher mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":250811,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[15],"tags":[53909,46,27186,45,60,59,44,64,61,63,62],"class_list":["post-250810","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wissenschaft-technik","tag-bronzezeit","tag-ch","tag-duerren","tag-schweiz","tag-science","tag-science-technology","tag-switzerland","tag-technik","tag-technology","tag-wissenschaft","tag-wissenschaft-technik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/117093658048249256","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/250810","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=250810"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/250810\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/250811"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=250810"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=250810"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=250810"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}