{"id":253635,"date":"2026-08-16T14:15:08","date_gmt":"2026-08-16T14:15:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/253635\/"},"modified":"2026-08-16T14:15:08","modified_gmt":"2026-08-16T14:15:08","slug":"iw-studie-deutsche-firmen-drosseln-usa-investitionen-um-zwei-drittel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/253635\/","title":{"rendered":"IW-Studie: Deutsche Firmen drosseln USA-Investitionen um zwei Drittel"},"content":{"rendered":"<p>Der Investitionsboom deutscher Unternehmen in den USA ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Trotz des weiterhin attraktiven Marktes halten sich Firmen bei neuen Engagements auff\u00e4llig zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Deutsche Unternehmen treten bei Investitionen in den USA auf die \u2060Bremse. Im ersten Halbjahr haben sie einer Studie zufolge ihr Engagement um fast zwei Drittel zur\u00fcckgefahren. Demnach flossen nur noch rund 4,3 Milliarden Euro an deutschen Direktinvestitionen in \u2060die weltgr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft, wie aus Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf Basis von \u200cBundesbank-Daten hervorgeht. Diese lagen der Nachrichtenagentur \u200bReuters am Sonntag vorab vor. Das \u200cist ein Einbruch um 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.<\/p>\n<p>\u201eDamit \u200bsetzt sich der Negativtrend seit Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit im Januar 2025 fort\u201c, sagte IW-Expertin Samina Sultan. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2024, dem letzten vor Trumps Wiedereinzug ins Wei\u00dfe Haus, betr\u00e4gt der R\u00fcckgang sogar knapp 80 \u200bProzent. Trump hat mit seiner Wirtschaftspolitik viele wichtige Handelspartner verprellt und mit hohen Z\u00f6llen \u00fcberzogen, darunter die EU \u200cund damit Deutschland.<\/p>\n<p>Auch im langfristigen Vergleich ist der Wert alarmierend: In den f\u00fcnf Jahren vor der Pandemie investierten deutsche Firmen im Schnitt 15,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr in den USA \u2013 fast viermal so viel wie heute. Zwar lagen die Werte w\u00e4hrend der Pandemie-Jahre 2020 bis 2023 noch niedriger, teils sogar im negativen Bereich. \u201eDas war jedoch \u2060dem wirtschaftlichen Einbruch durch die Corona-Pandemie geschuldet \u2013 ein Sonderfall\u201c, erkl\u00e4rte Sultan.<\/p>\n<p>Direktinvestitionsfl\u00fcsse k\u00f6nnen teils stark schwanken und durch einzelne Gro\u00dftransaktionen verzerrt sein. Zudem unterliegen die \u200caktuellsten Zahlen oft Revisionen. Dennoch deuten auch Umfragen wie die der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) in die \u200cgleiche Richtung, erkl\u00e4rte das IW. Zuletzt gaben 41 Prozent der Betriebe mit US-Standorten \u200can, ihren Kapitaleinsatz dort erh\u00f6hen zu \u2060wollen \u2013 \u2060der Anteil verharrt unter seinem langj\u00e4hrigen Durchschnitt.<\/p>\n<p>Die Forscher \u200cnahmen auch die Zusammensetzung der Investitionsfl\u00fcsse im \u200bGesamtjahr 2025 unter die Lupe. Sie stie\u00dfen dabei auf ein auff\u00e4lliges Muster: Sowohl die Direktinvestitionskredite als auch die \u200breinvestierten \u200bGewinne fielen \u00fcberdurchschnittlich hoch aus. Das Beteiligungskapital im engeren Sinne \u2013 der Saldo aus Neuanlage und Liquidation \u2013 blieb dagegen unterdurchschnittlich. Das \u2060k\u00f6nnte daran liegen, dass sich Unternehmen bei strategischen Neuinvestitionen wie dem Kauf von Firmen oder dem Aufbau neuer Standorte zur\u00fcckhalten.<\/p>\n<p>\u201eUnternehmen, die bereits in den USA aktiv sind, investieren ihre \u200bdortigen Gewinne demnach weiterhin im Land\u201c, sagte IW-Forscherin Sultan. \u201eDas spricht daf\u00fcr, dass die USA grunds\u00e4tzlich ein attraktiver Markt bleiben.\u201c<\/p>\n<p>Reuters\/kr\u00f6<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Investitionsboom deutscher Unternehmen in den USA ist weitgehend zum Erliegen gekommen. 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