{"id":255366,"date":"2026-08-17T17:42:18","date_gmt":"2026-08-17T17:42:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/255366\/"},"modified":"2026-08-17T17:42:18","modified_gmt":"2026-08-17T17:42:18","slug":"the-sinking-city-2-angespielt-lovecraft-trifft-auf-kriegsalltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/255366\/","title":{"rendered":"\u201eThe Sinking City 2\u201c angespielt: Lovecraft trifft auf Kriegsalltag"},"content":{"rendered":"<p>              \u201eThe Sinking City 2\u201c angespielt: Lovecraft trifft auf Kriegsalltag<\/p>\n<p>43 Monate Entwicklungszeit, Teammitglieder an der Front und keine Release-Party \u2013 \u201eThe Sinking City 2\u201c entstand w\u00e4hrend des Ukraine-Krieges, der nur wenig Zeit zum Feiern l\u00e4sst. W\u00e4hrend russische Raketen das Zuhause zerbombten, werkelte das ukrainische Frogwares-Team an einem Neuanfang. Statt der Detektivspielerei des Vorg\u00e4ngers geht es in der Fortsetzung um das nackte \u00dcberleben in einer albtraumhaften Welt, in der sich Lovecraft\u2019sche Monster und der Kriegsalltag die Hand geben.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Das Spiel beginnt mit dem Klang, den die Entwickler jeden Morgen geh\u00f6rt haben: dem Dr\u00f6hnen einer Sirene. Sp\u00e4ter finden wir in einem Hospital R\u00f6ntgenbilder echter Kriegsopfer und ihre Krankenakten. Auch das Feuerwerk ist nicht das, was es auf den ersten Blick scheint. Statt einfach Soundeffekte zu benutzen, hat Frogwares die Schussger\u00e4usche ukrainischer Flugabwehrkanonen bearbeitet. Mit jedem Schritt durch die Tr\u00fcmmer der fiktiven Stadt Arkham wird deutlicher, warum <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tests\/The-Sinking-City-angespielt-Lovecraft-Noire-4454708.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">das betuliche Detektivspiel des ersten Teils<\/a> dem \u00dcberlebenskampf in einem Albtraumszenario gewichen ist.<\/p>\n<p>Klassischer Survival-Horror<\/p>\n<p>Vom realen Krieg ist im Spiel oberfl\u00e4chlich wenig zu sehen. Wir springen ins Jahr 1929: Eine Flut hat die fiktive Stadt Arkham zerst\u00f6rt und geheimnisvolle W\u00fcrmer, sogenannte Slithers, kommen aus den Tiefen des Meeres und verseuchen die Stadt. W\u00e4hrend die meisten \u00dcberlebenden fliehen, experimentieren der Abenteurer Calvin und seine Freundin Faye mit okkulten Ritualen. Doch ihre Beschw\u00f6rung geht schief, Faye landet im Koma und Calvin muss in der versunkenen Stadt nach Hilfe suchen.<\/p>\n<p>Alles in dieser Welt ist trist, grau und zerst\u00f6rt. Wie nach einem Raketenbeschuss liegen \u00fcberall Tr\u00fcmmer herum. Der Tod ist allgegenw\u00e4rtig. In manchen Abschnitten stapft Calvin \u00fcber Dutzende von Toten. Es liegt nahe, hinter diesen Bildern eine Metapher auf den Kriegsalltag in der Ukraine zu sehen. Eine trostlose Welt, in der ein Albtraum zur Realit\u00e4t wird.<\/p>\n<p>    Bild 1 von 5<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/bilderstrecke\/5148005.html?back=11416172\" title=\"Bilderstrecke: &quot;The Sinking City 2&quot; angespielt (5 Bilder)\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/SC2_BU1-78d1677da738240f.jpg\"\/><\/a><\/p>\n<p>    Spannend und abwechslungsreich: \u201eThe Sinking City 2\u201c ist ein gelungenes Survival-Abenteuer mit Lovecraft\u2019schen Verweisen. (Bild: <\/p>\n<p>Frogwares<\/p>\n<p>)<\/p>\n<p>Spielerisch wird daraus klassischer Survival-Horror im Stil von \u201eResident Evil\u201c, der inhaltlich nur noch das inoffizielle Lovecraft-Szenario und eine versunkene Stadt mit dem Vorg\u00e4nger gemein hat. Auch die Open World ist einem Level-orientierten Spielprinzip gewichen. Im ersten Abschnitt kurvt Calvin noch mit einem Boot durch die Stadt, sp\u00e4ter erkundet er ein Hospital, eine Fischfabrik und schlie\u00dflich geht es unter die Erde.<\/p>\n<p>Das Erfolgsprinzip des Genres funktioniert: Hinter jeder Ecke kann ein Monster lauern, jedes Ger\u00e4usch k\u00f6nnte die Ankunft einer Gefahr ank\u00fcndigen, und jede Patrone ist wichtig. Aus Rohstoffen wie Metallteilen, Schie\u00dfpulver und Chemikalien bastelt sich unser Held Munition oder Heilmittel. Dazwischen findet er sogenannte Traumessenzen, die er als Fertigkeitspunkte im Talentbaum nutzen kann. Waffen wie die Pistole, die Schrotflinte oder das Maschinengewehr werden dann m\u00e4chtiger, Heilmittel effektiver.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Hartn\u00e4ckige Gegner<\/p>\n<p>Das Bestiarium beschr\u00e4nkt sich zun\u00e4chst auf den \u00fcblichen Zombie-Monster-Mix. Die kleinen W\u00fcrmer \u00fcbernehmen die K\u00f6rper von Toten, oder Alien-\u00e4hnliche Hugger st\u00fcrzen sich auf Calvin. Die Gegner sind dann zwar nicht besonders schnell und clever, werden aber in engen R\u00e4umen zur Todesgefahr. Einfach drauflosballern ist wenig erfolgversprechend. Stattdessen muss Calvin bestimmte Trefferzonen anvisieren und die Umgebung nutzen, um mit explodierenden Gasflaschen oder Lampen die Feinde anzuz\u00fcnden.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter werfen die Gegner mit S\u00e4ureballen und gro\u00dfe schleimige Monster tauchen auf. Der \u201ekosmische Horror\u201c Lovecrafts wird sp\u00e4testens dann deutlich, wenn geheimnisvolle Wesen auftreten oder ein \u00dcbersetzer grauenvolle Experimente an Fischwesen vornimmt. Das kann alles recht knackig schwer werden. Gespeichert wird entweder automatisch an wichtigen Punkten der Story oder am Grammophon in den \u201eSafe Rooms\u201c, wo Calvin auch sein Inventar und seine Fertigkeiten verwaltet.<\/p>\n<p>      Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p class=\"opt-in__description\">\n    Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.\n  <\/p>\n<p>        YouTube-Video jetzt laden\n      <\/p>\n<p>An ein bisschen Detektivarbeit kommt Calvin nicht vorbei. \u00dcberall findet er Hinweise, die auf versteckte Safe Codes oder wichtige Gegenst\u00e4nde hinweisen. Richtig kombiniert schaltet er als Bonus Fertigkeitspunkte frei. Oft muss Calvin Schl\u00fcssel finden oder kleine R\u00e4tsel l\u00f6sen, um neue Wege freizuschalten. Im Hospital nutzt er beispielsweise die Gesichtsh\u00e4lften von Toten, um T\u00fcren zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>Um es den Spielern leichter zu machen, kann der Schwierigkeitsgrad der K\u00e4mpfe und der R\u00e4tsel individuell eingestellt werden. Wer alles sehen will, ist rund 15 Stunden besch\u00e4ftigt. Danach k\u00f6nnen die Spieler im New Game + mit den bis dahin erworbenen Gegenst\u00e4nden und Fertigkeiten eine neue, anspruchsvollere Runde starten. Technisch lief bei unseren Spielstunden alles rund. Allerdings fehlt noch die FSR-Unterst\u00fctzung f\u00fcr AMD-Grafikkarten. Davon abgesehen erwartet die Spieler in \u201eThe Sinking City 2\u201c ein rundum gelungenes Abenteuer f\u00fcr Fans klassischen Survival-Horrors.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>In den Begleitmaterialien zum Testmuster erz\u00e4hlt das Frogwares-Team, dass es bei der Entwicklung des Spiels f\u00fcr das Team ums \u00dcberleben ging. Nicht nur, um einen Job zu haben, sondern auch, um w\u00e4hrend des Kriegs den Fokus auf Kreativit\u00e4t zu setzen und den Verstand zu behalten. So gesehen hat das Team alles richtig gemacht.<\/p>\n<p>\u201eThe Sinking City 2\u201c hat sich im Vergleich zum Vorg\u00e4nger in allen Punkten verbessert. Wo dort manchmal Leerlauf herrschte und die Kampfsequenzen etwas lieblos eingef\u00fcgt wurden, spielt sich der zweite Teil fl\u00fcssiger und abwechslungsreicher. Eine Genre-Revolution sollten die Spieler nicht erwarten. Besonders Fans von \u201eResident Evil\u201c d\u00fcrfte vieles bekannt vorkommen. Frogwares spielt dennoch gekonnt auf der Klaviatur des Genres: verwinkelte H\u00e4user, eklige Monster, Jump-Scares und ein paar R\u00e4tsel. Das sorgt f\u00fcr ein spannendes Survival-Horror-Erlebnis, das aufgrund der Entwicklungsgeschichte nicht zu erwarten war. Eine gro\u00dfe Leistung f\u00fcr ein vergleichsweise kleines Studio, das seinen tr\u00fcben Alltag in einem Survival-Horrorspiel reflektiert.<\/p>\n<p>\u201eThe Sinking City 2\u201c erscheint am 18. August f\u00fcr Windows, PS5 und Xbox Series. Es kostet rund 50 Euro. USK ab 18. F\u00fcr unseren Text haben wir die Windows-Version gespielt.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tests\/mailto:dahe@heise.de\" title=\"Daniel Herbig\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dahe<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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