{"id":255458,"date":"2026-08-17T18:56:12","date_gmt":"2026-08-17T18:56:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/255458\/"},"modified":"2026-08-17T18:56:12","modified_gmt":"2026-08-17T18:56:12","slug":"von-der-garage-an-die-front-hunderte-freiwillige-produzieren-in-deutschland-3-d-gedruckte-drohnenteile-fuer-die-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/255458\/","title":{"rendered":"Von der Garage an die Front: Hunderte Freiwillige produzieren in Deutschland 3-D-gedruckte Drohnenteile f\u00fcr die Ukraine"},"content":{"rendered":"<p>In deutschen Garagen und Kellern laufen 3-D-Drucker f\u00fcr die ukrainischen Streitkr\u00e4fte. Hunderte Freiwillige stellen dort Kunststoffteile her, die anschliessend in die Ukraine transportiert werden. Produziert werden Zubeh\u00f6r f\u00fcr Drohnen, technische Bauteile und medizinische Hilfsmittel. Andere europ\u00e4ische Netzwerke fertigen auch Komponenten f\u00fcr Munition und Drohnenbomben. Das berichten die <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/news\/2026-05\/23\/3d-druckteile-aus-deutschland-helfen-im-kampf-der-ukraine\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nachrichtenagentur DPA<\/a> und das Fachportal <a href=\"https:\/\/3druck.com\/case-studies\/vom-wohnzimmer-an-die-front-freiwillige-drucken-drohnen-und-bombenteile-fuer-die-ukraine-in-ganz-europa-34156229\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">3Druck.com<\/a>.<\/p>\n<p>                <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ukraine-telegram.jpg\" alt=\"\" itemprop=\"contentUrl\" class=\"story-img story-img--landscape\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><\/p>\n<p>                                                                            Von der Garage an die Front: Hunderte Freiwillige produzieren in Deutschland 3-D-gedruckte Drohnenteile f\u00fcr die Ukraine<\/p>\n<p>Organisiert wird ein Teil der Produktion von Drukarmija, der ukrainischen \u00abDruckarmee\u00bb. Fast 3000 Freiwillige mit rund 7000 Ger\u00e4ten geh\u00f6ren ihr nach Angaben von Mitgr\u00fcnder Jake Wolnow an, etwa 600 davon ausserhalb der Ukraine. Deutschland z\u00e4hlt zu den gr\u00f6ssten Auslandsstandorten. Die Organisation funktioniert \u00e4hnlich wie ein Onlineshop \u2013 nur in umgekehrter Richtung: Soldaten, Sanit\u00e4ter und Feuerwehrleute melden, was sie ben\u00f6tigen. Freiwillige laden die entsprechenden Druckdateien herunter und schicken die fertigen Teile \u00fcber Sammeltransporte an die Ukraine.<\/p>\n<p>Die Dimensionen reichen dabei \u00fcber gelegentliche Nachbarschaftshilfe hinaus. Ein deutscher Teilnehmer l\u00e4sst vier Ger\u00e4te rund um die Uhr laufen und produziert nach eigenen Angaben jede Woche zehn bis f\u00fcnfzehn Kilogramm Teile. Daf\u00fcr gibt er monatlich 400 bis 500 Euro aus. Drukarmija bietet rund 1500 verschiedene Komponenten an, darunter Tablet-Halterungen, Akku- und Lampengeh\u00e4use sowie Schutzteile f\u00fcr Prothesen.<\/p>\n<p>Andere Freiwilligengruppen sind n\u00e4her an der Waffenproduktion. Das Netzwerk Winuahub stellte nach eigenen Angaben 2024 mit rund 400 Helfern etwa 100 Tonnen Kunststoffteile her \u2013 darunter Munitionskomponenten und Geh\u00e4use f\u00fcr Drohnenbomben. Die Freiwilligen arbeiten demnach nur mit Kunststoff; Sprengstoff, Splitter und Z\u00fcnder kommen erst beim ukrainischen Milit\u00e4r hinzu. Europaweit sollen mindestens dreissig solcher Gruppen aktiv sein.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Produktion in Deutschland zieht Drukarmija nach eigenen Angaben eine Grenze: Bauteile, die als Waffen gelten k\u00f6nnten, werden nicht an deutsche Helfer vergeben, sondern in der Ukraine gedruckt. Aus Deutschland kommen dagegen etwa Attrappen von Minen und Streumunition f\u00fcr Schulungen. So ist neben der klassischen R\u00fcstungsindustrie eine dezentrale Lieferkette entstanden, die bis in private Haushalte reicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In deutschen Garagen und Kellern laufen 3-D-Drucker f\u00fcr die ukrainischen Streitkr\u00e4fte. 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