{"id":255520,"date":"2026-08-17T19:48:07","date_gmt":"2026-08-17T19:48:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/255520\/"},"modified":"2026-08-17T19:48:07","modified_gmt":"2026-08-17T19:48:07","slug":"dragondoll-spyware-android-malware-ueber-facebook-anzeigen-in-26-laendern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/255520\/","title":{"rendered":"DragonDoll-Spyware: Android-Malware \u00fcber Facebook-Anzeigen in 26 L\u00e4ndern"},"content":{"rendered":"<p>Cybersecurity-Experten beobachten eine besorgniserregende Entwicklung bei der Verbreitung von Schadsoftware auf mobilen Endger\u00e4ten. Aktuellen Berichten zufolge werden Werbeanzeigen auf Facebook verst\u00e4rkt dazu genutzt, Android-Malware zu verbreiten.<\/p>\n<p>Die Hinterm\u00e4nner dieser Kampagnen zielen dabei strategisch auf die Kategorie der popul\u00e4rsten kostenlosen Neueinf\u00fchrungen (\u201eTop New Free\u201c) im Google Play Store ab, um eine hohe Reichweite und vermeintliche Legitimit\u00e4t zu suggerieren.<\/p>\n<p>DragonDoll-Spyware nutzt gef\u00e4lschte Updates<\/p>\n<p>Ein besonders aktiver Akteur in diesem Bedrohungsszenario ist die sogenannte DragonDoll-Spyware. Diese Schadsoftware infiziert Android-Ger\u00e4te prim\u00e4r \u00fcber die Vorspiegelung eines notwendigen, aber gef\u00e4lschten Updates f\u00fcr den Webbrowser Google Chrome.<\/p>\n<p>In den vergangenen zwei Monaten wurden bereits \u00fcber 150 Proben dieser Spyware identifiziert. Die Infrastruktur hinter der Kampagne, insbesondere die Command-and-Control-Server (C2), wurde in Russland lokalisiert.<\/p>\n<p>Die Funktionalit\u00e4t von DragonDoll ist weitreichend und darauf ausgelegt, die vollst\u00e4ndige Kontrolle \u00fcber die betroffenen Ger\u00e4te zu erlangen. Durch die Erschleichung von Zugriffsberechtigungen f\u00fcr Bedienungshilfen (Accessibility Services) ist die Malware in der Lage, Passw\u00f6rter zu stehlen, Tastatureingaben aufzuzeichnen und Bildschirminhalte durch Screenshots zu erfassen.<\/p>\n<p>Zudem k\u00f6nnen die Angreifer Chats in verschl\u00fcsselten Messengern wie Telegram und WhatsApp mitlesen. Betroffen sind Nutzer in mehr als 26 L\u00e4ndern, wobei die Software sogar die Fernsteuerung des Bildschirms erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Wer sich vor Spyware und dem unbefugten Mitlesen von WhatsApp-Nachrichten sch\u00fctzen m\u00f6chte, findet in diesem kostenlosen Ratgeber die wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen. <a href=\"https:\/\/www.info.computerwissen-online.com\/android\/5-schutzmassnahmen-fuer-android-smartphone\/?af=KOOP_CW_DL_DNV_YES_5-SCHUTZMASSNAHMEN-SMARTPHONE_X-AD1of2-EAID-1095892-CWBNC-BCPID_42748\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">5 sofort umsetzbare Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr Ihr Android-Smartphone entdecken<\/a><\/p>\n<p>Milliardenums\u00e4tze durch problematische AnzeigenformateLesen Sie auch:<a href=\"https:\/\/borncity.com\/news\/booking-com-trojaner-nutzt-ton-blockchain-fuer-angriffe\/\" class=\"bc-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Booking.com: Trojaner nutzt TON-Blockchain f\u00fcr Angriffe<\/a><\/p>\n<p>Die Problematik der Werbesicherheit r\u00fcckt auch die gesch\u00e4ftlichen Hintergr\u00fcnde der Plattformbetreiber in den Fokus. Internen Dokumenten des Konzerns Meta zufolge stammten im Jahr 2024 rund 10 % des Gesamtumsatzes aus Anzeigen f\u00fcr Betrugsmaschen oder verbotene Waren. Dies entspr\u00e4che einer Summe von etwa 16 Milliarden US-Dollar. Meta selbst bestreitet diese Sch\u00e4tzung.<\/p>\n<p>Parallel dazu sammeln Unternehmen wie Meta und Yandex in gro\u00dfem Umfang Nutzerdaten \u00fcber Tracking-Pixel in Android-Apps. W\u00e4hrend Yandex diese Praxis bereits seit 2017 verfolgt, setzt Meta entsprechende Technologien seit September 2024 ein.<\/p>\n<p>Der Umfang ist betr\u00e4chtlich: Metas Tracking-Pixel sind auf etwa 5,8 Millionen Websites aktiv, w\u00e4hrend Yandex auf rund 3 Millionen Websites pr\u00e4sent ist. In diesem Zusammenhang hat Google Chrome ein Update ver\u00f6ffentlicht, das gegen das sogenannte SDP-Munging vorgehen soll, um die Datensicherheit zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Mark Beare von Malwarebytes wies darauf hin, dass Adblocker zwar grunds\u00e4tzlich in der Lage seien, b\u00f6sartige Anzeigen zu blockieren, jedoch Tools wie uBlock Origin die Filterung von Facebook-Anzeigen eingestellt haben, was das Risiko f\u00fcr Nutzer der Plattform erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Banking, E-Mails, Fotos \u2013 auf keinem anderen Ger\u00e4t speichern wir so viele sensible Daten wie auf dem Smartphone, weshalb ein wirksamer Schutz vor Hackern und Viren essenziell ist. Dieser gratis PDF-Ratgeber zeigt Ihnen f\u00fcnf einfache Schritte, mit denen Sie Ihr Ger\u00e4t in wenigen Minuten absichern. <a href=\"https:\/\/www.info.computerwissen-online.com\/android\/5-schutzmassnahmen-fuer-android-smartphone\/?af=KOOP_CW_DL_DNV_YES_5-SCHUTZMASSNAHMEN-SMARTPHONE_X-AD2of2-EAID-1095892-CWBNC-BCPID_42748\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber jetzt herunterladen<\/a><\/p>\n<p>Beh\u00f6rden und Verb\u00e4nde erh\u00f6hen den Druck<\/p>\n<p>Neben klassischer Malware verbreiten sich \u00fcber soziale Medien auch vermehrt Phishing-Links durch virale Trends. Aktuell f\u00fchren manipulierte Videos, die unter Schlagworten wie \u201ePakistani teacher student viral video\u201c verbreitet werden, Nutzer zu Malware-Downloads und Datendiebstahl. Diese Clips sind teilweise KI-generiert oder gestellt, um gezielt Neugier zu wecken.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich steht Meta wegen illegaler Gl\u00fccksspielanzeigen unter Beobachtung. Untersuchungen in den Niederlanden ergaben, dass solche Anzeigen gezielt gef\u00e4hrdete Personen ansprechen, die sogar in Sperrregistern wie Cruks gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Verb\u00e4nde wie KVA und VNLOK sch\u00e4tzen, dass Meta zwischen 7,3 Millionen und 13,6 Millionen EUR an diesen illegalen Werbeformaten verdient. In den Niederlanden wurde bereits eine Klage wegen rund 70.000 solcher Anzeigen eingereicht.<\/p>\n<p>Auch in Australien w\u00e4chst der Druck. Die dortige Medienbeh\u00f6rde ACMA kann die Entfernung illegaler Inhalte derzeit nicht erzwingen, setzt jedoch auf einen Gesetzesentwurf f\u00fcr 2026, der die Befugnisse erweitern soll.<\/p>\n<p>Allein im Zeitraum 2025-26 wurden bereits 70 Offshore-Dienste untersucht und 49 Websites blockiert. Ein prominentes Beispiel f\u00fcr die Reichweite dieser Aktivit\u00e4ten ist das Facebook-Konto \u201eNever Grow Old 2.0\u201c, das trotz der Bewerbung illegaler Gl\u00fccksspielseiten rund 6 Millionen Follower z\u00e4hlt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Cybersecurity-Experten beobachten eine besorgniserregende Entwicklung bei der Verbreitung von Schadsoftware auf mobilen Endger\u00e4ten. 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