{"id":256010,"date":"2026-08-18T07:33:17","date_gmt":"2026-08-18T07:33:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/256010\/"},"modified":"2026-08-18T07:33:17","modified_gmt":"2026-08-18T07:33:17","slug":"voelkerrecht-unter-druck-kann-genf-weiterhin-als-hueterin-der-weltordnung-fungieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/256010\/","title":{"rendered":"V\u00f6lkerrecht unter Druck: Kann Genf weiterhin als H\u00fcterin der Weltordnung fungieren?"},"content":{"rendered":"<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/720710754_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"868\" alt=\"Der UNO-Palais des Nations in Genf.\" loading=\"eager\" decoding=\"sync\" fetchpriority=\"high\"\/><\/p>\n<p>                Der UNO-Palais des Nations in Genf.            <\/p>\n<p>            Keystone        <\/p>\n<p>        Die letzten Jahre waren weltweit gepr\u00e4gt von Konflikten, Polarisierung und Missachtung internationaler Regeln. Staaten und politische Entscheidungstr\u00e4ger:innen m\u00fcssten sich st\u00e4rker f\u00fcr den Schutz der Regeln einsetzen und Rechenschaft einfordern, fordern Expert:innen f\u00fcr internationales Recht und humanit\u00e4re Hilfe.\n<\/p>\n<p>        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht    <\/p>\n<p>        18. August 2026 &#8211; 08:00\n<\/p>\n<p>Im Palais des Nations, dem weitl\u00e4ufigen Gel\u00e4nde des europ\u00e4ischen UN-Hauptsitzes in Genf: 48 Studierende aus Afrika, Asien, Europa und Amerika traten hier Mitte Juli beim <a href=\"https:\/\/webtv.un.org\/en\/asset\/k1j\/k1jsib5dal\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">18. Nelson-Mandela-Menschenrechts-Moot-Court WettbewerbExterner Link<\/a> als Finalist:innen auf und vertraten \u2013 stellvertretend f\u00fcr zwei fiktive Nationen \u2013 ihre Standpunkte.<\/p>\n<p>Die Jury, bestehend aus internationalen Menschenrechtsexpert:innen, Jurist:innen und echten Richter:innen, stellte den Studierenden kritische Fragen.<\/p>\n<p>Der Konflikt ist zwar nicht real, sondern wird in einem simulierten Gericht verhandelt, dem sogenannten Moot Court. Doch die Belastungsprobe f\u00fcr das V\u00f6lkerrecht, den Multilateralismus und die Rolle Genfs als H\u00fcterin der Weltordnung, ist sehr real \u2013\u00a0angesichts der heutigen geopolitischen Lage und der Herausforderungen, die sie f\u00fcr die j\u00fcngeren Generationen mit sich bringt.<\/p>\n<p>Daksh Balakrishnan, Jurastudent im zweiten Studienjahr an der National Law School of India, stellt die f\u00fcnf Tage des Moot Courts in direkten Zusammenhang mit den weitreichenden Auswirkungen der Konflikte im Gazastreifen, im Iran, in der Ukraine, im Sudan und in anderen Teilen der Welt.<\/p>\n<p>\u00abEs gibt derzeit mehr Raum f\u00fcr Aggression und Feindseligkeit, da sich die Perspektive in den letzten Jahren zunehmend in Richtung Isolation und Nationalismus verschoben hat\u00bb, sagt er gegen\u00fcber Swissinfo im Palais des Nations. \u00abAber ich glaube fest daran, dass Gemeinsamkeiten, Zusammenarbeit und Dialog dazu beitragen werden, dass sich das V\u00f6lkerrecht durchsetzen wird.\u00bb<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_0377.jpg\" width=\"3669\" height=\"2430\" alt=\"Verhandlung im Rahmen des 18. Nelson-Mandela-Weltwettbewerbs f\u00fcr Menschenrechts-Moot-Court in Genf am 13. Juli 2026.\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>                Verhandlungen im Rahmen des 18. Nelson-Mandela-Weltwettbewerbs f\u00fcr Menschenrechts-Moot-Courts in Genf, am 13. Juli 2026.            <\/p>\n<p>            Courtesy of Centre for Human Rights, Faculty of Law, University of Pretoria        <\/p>\n<p>K\u00fcrzungen, Angriffe und Gleichg\u00fcltigkeit<\/p>\n<p>Genf, Sitz des UNO-Menschenrechtsrats, der Weltgesundheitsorganisation, der Welthandelsorganisation, von mehr als 40 multilateralen Organisationen und fast 500 NGOs, ist seit langem ein Zentrum des V\u00f6lkerrechts.<\/p>\n<p>Die Schweizer Stadt ist zudem die Wiege des humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts. Die erste Genfer Konvention, die hier 1864 unterzeichnet wurde, legte rechtliche Standards f\u00fcr den Schutz von Menschen im Krieg fest.<\/p>\n<p>Nach den Verw\u00fcstungen des Zweiten Weltkriegs verpflichteten sich die Staaten zu einer gemeinsamen, auf Regeln basierenden Weltordnung. Aufbauend auf fr\u00fcheren Vertr\u00e4gen sind die Genfer Konventionen von 1949 und ihre Zusatzprotokolle seither die Grundlage f\u00fcr die Arbeit der Vereinten Nationen, die internationale Stabilit\u00e4t und Jahrzehnte der Entwicklung.<\/p>\n<p>Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), das als H\u00fcter der Konventionen fungiert, hat ebenfalls seinen Sitz in Genf.<\/p>\n<p>Die Vertr\u00e4ge und \u00dcbereinkommen des V\u00f6lkerrechts regeln Themen von Sicherheit und Handel bis hin zu Umwelt und Menschenrechten. Zu den schwerwiegendsten Verst\u00f6ssen z\u00e4hlen V\u00f6lkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und zwischenstaatliche Aggression.<\/p>\n<p>Heute wird es jedoch immer schwieriger, diese Regeln durchzusetzen und zu verteidigen.<\/p>\n<p>Staaten zahlen immer weniger Geld f\u00fcr die Vereinten Nationen. Manche ziehen sich vom Multilateralismus zur\u00fcck, Grossm\u00e4chte greifen die Legitimit\u00e4t des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) und des Internationalen Gerichtshofs (IGH) in Den Haag an. All diese Entwicklungen haben das internationale System in den letzten Jahren empfindlich getroffen. In vielen Konflikten werden laut Expert:innen die globalen Regeln offen missachtet, ohne dass andere Staaten nennenswerten Widerstand leisten.<\/p>\n<p>\u00abDie Rechtsstaatlichkeit wird auf die Probe gestellt\u00bb, sagt Zaheer Laher, S\u00fcdafrikas St\u00e4ndiger Vertreter bei den Vereinten Nationen in Genf, w\u00e4hrend einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Moot-Court-Veranstaltung zum Thema \u00abNachlassender Multilateralismus und die Bedrohung der internationalen Menschenrechtsnormen\u00bb. \u00abDas ist kein \u00c0-la-carte-Men\u00fc, aus dem man ausw\u00e4hlen kann.\u00bb<\/p>\n<p>Die USA, die die h\u00f6chsten UNO-Mitgliedsbeitr\u00e4ge zahlen, haben dem System erheblichen Schaden zugef\u00fcgt: Sie weigerten sich, ihre Beitr\u00e4ge oder Schulden zu zahlen, und beantragten den Austritt aus mehr als 30 UN-Organisationen, darunter UN Women und die Weltgesundheitsorganisation.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich versch\u00e4rfte die Lage, dass L\u00e4nder wie seitens China, Russlands und andere Mitglieder in Zahlungsr\u00fcckstand sind, und dass zahlreiche Staaten ihre Budgets f\u00fcr Entwicklungshilfe gek\u00fcrzt haben.<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/658158390_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"898\" alt=\"Mitarbeiter der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf halten bei einer Demonstration am 1. Mai 2025 in Genf Plakate hoch, um gegen drastische Mittelk\u00fcrzungen zu protestieren.\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Internationales Genf\n        <\/p>\n<p>        Wie weiter nach dem Jobverlust im Internationalen Genf?    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht                    <\/p>\n<p>                        08. Juli 2026                    <\/p>\n<p>                Im vergangenen Jahr wurden in Genf \u00fcber 1300 Mitarbeitende von Hilfsorganisationen entlassen. Viele m\u00f6chten in der Schweiz bleiben.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/internationales-genf\/wie-weiter-ein-neuanfang-nach-dem-verlust-des-arbeitsplatzes-im-internationalen-genf\/91694390\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Wie weiter nach dem Jobverlust im Internationalen Genf?<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Das Internationale Genf, das als diplomatischer und multilateraler Knotenpunkt inzwischen der Konkurrenz durch L\u00e4nder wie etwa Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, oder Kenia ausgesetzt ist, hat die Auswirkungen deutlich zu sp\u00fcren bekommen.<\/p>\n<p>Seit 2025 wurden mehr als 3000 Arbeitspl\u00e4tze bei der UNO und anderen internationalen Organisationen in Genf abgebaut oder an kosteng\u00fcnstigere Standorte verlagert. Das entspricht etwa einem F\u00fcnftel der UNO-Stellen in der Stadt, wie die Nachrichtenagentur Reuters Anfang Mai nach einer Umfrage unter einem Dutzend Organisationen und lokalen Beh\u00f6rdenstellen <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/once-city-peace-geneva-sees-united-nations-presence-fade-2026-05-07\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">berichteteExterner Link<\/a>.<\/p>\n<p>Als Reaktion auf die K\u00fcrzungen und die Sparmassnahmen der UNO hat das Schweizer Parlament f\u00fcr den Zeitraum 2026 bis 2029 Mittel in H\u00f6he von 122,6 Millionen Franken bewilligt. Damit soll das Internationale Genf, Infrastrukturverbesserungen und die multilaterale Diplomatie unterst\u00fctzt werden. Zudem verf\u00fcgt der Kanton \u00fcber ein eigenes Hilfsprogramm in H\u00f6he von 50 Millionen Franken, das gemeinsam mit der Hans-Wilsdorf-Stiftung finanziert wird.<\/p>\n<p>Manipuliert und gesteuert<\/p>\n<p>Zwar seien Meinungsverschiedenheiten und Verst\u00f6sse gegen das V\u00f6lkerrecht nichts Neues, sagt George Ulrich, wissenschaftlicher Leiter des \u00abGlobal Campus of Human Rights\u00bb, einem Netzwerk von mehr als 100 Universit\u00e4ten, die Fachkr\u00e4fte f\u00fcr Menschenrechte und Demokratie ausbilden. Doch nun, sagt Ulrich, kehre sich der Trend um: weg von dem Bestreben, Standards, Vorhersehbarkeit und Rechenschaftspflicht zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>\u00abDas Gef\u00fchl, dass das internationale Rechtssystem irgendwie geleitet, manipuliert und gesteuert wird \u2013 und zwar nicht immer aus den richtigen Gr\u00fcnden \u2013, ist eine Sorge, die man ernst nehmen sollte\u00bb, sagt Ulrich gegen\u00fcber Swissinfo.<\/p>\n<p>\u00abInternationale Institutionen wie die UNO und andere in Genf ans\u00e4ssige Organisationen leiden unter den Folgen dieser Spaltungen.\u00bb<\/p>\n<p>Dank des humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts h\u00e4tten im Laufe der Jahre zahlreiche Leben gerettet werden k\u00f6nnen, schreibt Cordula Droege, Leiterin der Rechtsabteilung des IKRK, gegen\u00fcber Swissinfo. Es sei jedoch schwer durchzusetzen \u2013 nicht zuletzt, wenn Menschen und Staaten die Regeln missachten.<\/p>\n<p>\u00abVerst\u00f6sse gegen das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht \u2013 bis hin zu Kriegsverbrechen \u2013 werden heute mit einem besorgniserregenden Mass an Toleranz oder Gleichg\u00fcltigkeit hingenommen. Das muss sich \u00e4ndern\u00bb, so Droege.<\/p>\n<p>\u00abDas humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht verpflichtet Staaten nicht nur dazu, es selbst zu achten\u00bb, schreibt sie. \u00abSie m\u00fcssen auch daf\u00fcr sorgen, dass es weltweit geachtet wird. Sie m\u00fcssen ihren Einfluss geltend machen, um die Kriegsparteien wieder dazu zu bringen, das Recht zu respektieren.\u00bb<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1787038396_105_RF148959_25527.jpg\" width=\"8132\" height=\"5520\" alt=\"Eine Gruppe von Ruandern wartet in einem Fl\u00fcchtlingslager im Oruchinga-Tal in Uganda auf die Verteilung von Lebensmittelrationen. Bis 1964 machten Fl\u00fcchtlinge aus Ruanda den gr\u00f6ssten Teil der Aktivit\u00e4ten des UNHCR in Afrika aus.\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Internationales Genf\n        <\/p>\n<p>        75 Jahre UNO-Fl\u00fcchtlingskonvention: Der politische Druck w\u00e4chst    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht                    <\/p>\n<p>                        31. Juli 2026                    <\/p>\n<p>                Die UNO-Fl\u00fcchtlingskonvention wird diese Woche 75 Jahre alt \u2013 in einer Zeit, in der Migration und Asyl immer st\u00e4rker polarisierende Themen sind.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/internationales-genf\/75-jahre-uno-fl%c3%bcchtlingskonvention-der-politische-druck-w%c3%a4chst\/91822567\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr 75 Jahre UNO-Fl\u00fcchtlingskonvention: Der politische Druck w\u00e4chst<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Achtung, Reform und Erneuerung<\/p>\n<p>Selbst die m\u00e4chtigsten L\u00e4nder sollten ein Interesse an einer Rechtsordnung haben, sagt Marco Sass\u00f2li, Honorarprofessor f\u00fcr V\u00f6lkerrecht an der Universit\u00e4t Genf, gegen\u00fcber Swissinfo. Denn ihre Macht sei nicht grenzenlos.<\/p>\n<p>\u00abDie Staaten sollten entschlossener reagieren und vor allem Doppelmoral vermeiden, denn Doppelmoral ist Gift f\u00fcr die Glaubw\u00fcrdigkeit des Rechts\u00bb, sagte Sass\u00f2li. \u00abDie Einhaltung der bestehenden Regeln durchzusetzen, m\u00fcsste die Priorit\u00e4t sein.\u00bb<\/p>\n<p>Zwar sei das V\u00f6lkerrecht nicht frei von M\u00e4ngeln, betonen Sass\u00f2li und andere Expert:innen. Einige der Probleme bei der Einhaltung und Durchsetzung der Regeln gehen auf die Gestaltung des globalen Nachkriegssystems vor fast 80 Jahren zur\u00fcck: Darunter auch das Vetorecht im UN-Sicherheitsrat, \u00fcber das die USA, Russland, China, Frankreich und das Vereinigte K\u00f6nigreich verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>\u00abDie meisten Staaten werden zustimmen, dass wir ein neues System brauchen\u00bb, sagt Sass\u00f2li. \u00abIch meine, der Sicherheitsrat funktioniert nicht. Es ist nicht nur ungerecht, dass diese Staaten ein Vetorecht haben, sondern sie halten auch ihre Versprechen nicht ein. Aber wie kann man das \u00e4ndern? Das ist die grosse Frage\u00bb, so Sass\u00f2li.<\/p>\n<p>\u00abEine Struktur nach den alten Regeln zu haben, die nicht ideal ist, ist besser als gar nichts\u00bb, so Sass\u00f2li. \u00abDeshalb sollten diejenigen, die das System kritisieren, darauf achten, es nicht zu zerst\u00f6ren, bevor sie etwas anderes aufbauen k\u00f6nnen.\u00bb<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/605037786_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"867\" alt=\"Ein Flussbett im Amazonas\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Internationale Zusammenarbeit\n        <\/p>\n<p>        Was sind Entwicklungsbanken und was tun sie?    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht                    <\/p>\n<p>                        22. Apr. 2026                    <\/p>\n<p>                Die Schweiz baut ihr Engagement in Entwicklungsbanken aus. Das sind die Gr\u00fcnde.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/internationale-zusammenarbeit\/was-sind-entwicklungsbanken-und-was-tun-sie\/91247286\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Was sind Entwicklungsbanken und was tun sie?<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum Moot Court: Der kenianische Jurastudent Simon Muriithi sagt, das UN-System m\u00fcsse sich weiterentwickeln und ver\u00e4ndern, auch was die Sichtweise der Grossm\u00e4chte auf die \u00fcbrigen L\u00e4nder der Welt angeht.<\/p>\n<p>\u00abEs geht darum, dass die Grossm\u00e4chte sie als gleichberechtigte Staaten anerkennen \u2013 und dies nicht nur aufgrund von Interessen oder aufgrund der geleisteten Hilfe\u00bb, sagt Muriithi, der sich im letzten Studienjahr an der Kenyatta-Universit\u00e4t befindet, gegen\u00fcber Swissinfo.<\/p>\n<p>\u00abAusserdem sollten sie keine Beschr\u00e4nkungen auferlegen oder Druck aus\u00fcben. Wenn wir die grundlegende Menschenw\u00fcrde nicht sch\u00fctzen k\u00f6nnen, kommen wir als Weltgemeinschaft nicht voran.\u00bb<\/p>\n<p>Bertrand Ramcharan, Rechtsanwalt und Professor mit einer 30-j\u00e4hrigen Laufbahn bei der UNO, erkl\u00e4rte im Rahmen der Podiumsdiskussion bei der Moot-Court-Veranstaltung, dass eine Reihe von Massnahmen erforderlich seien, um die internationale Rechtsordnung zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Auf seiner Liste standen unter anderem die Wahrung und St\u00e4rkung der UNO-Charta, die Erforschung der Rolle der Menschlichkeit als Quelle des V\u00f6lkerrechts, die St\u00e4rkung der Rolle und Autorit\u00e4t des Internationalen Gerichtshofs sowie die Suche nach innovativen Wegen, wie der Multilateralismus auch dann mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit funktionieren kann, wenn sich Grossm\u00e4chte in den Unilateralismus zur\u00fcckziehen.<\/p>\n<p>\u00abEs w\u00e4re eine gute Idee, wenn die UNO eine zweite \u00c4ra des V\u00f6lkerrechts ausrufen w\u00fcrde, damit Regierungen und Bev\u00f6lkerungen, die dem V\u00f6lkerrecht wohlgesonnen sind, ihre Unterst\u00fctzung daf\u00fcr zum Ausdruck bringen k\u00f6nnten\u00bb, sagt Ramcharan nach der Podiumsdiskussion gegen\u00fcber Swissinfo.<\/p>\n<p>\u00abWir m\u00fcssen die Schweizer:innen in ihren Bem\u00fchungen zur Wahrung des V\u00f6lkerrechts unterst\u00fctzen\u00bb, sagt Ramcharan. \u00abSie k\u00f6nnten einen Reflexionsprozess dar\u00fcber anstossen, wie das V\u00f6lkerrecht gest\u00e4rkt werden kann.\u00bb<\/p>\n<p>F\u00fcr Droege, die Chefjuristin des IKRK, h\u00e4ngt die Wirksamkeit des V\u00f6lkerrechts in Zukunft von zwei entscheidenden Faktoren ab: \u00abErstens m\u00fcssen wir sicherstellen, dass die Hauptursachen von Kriegen beseitigt werden. Bewaffnete Konflikte entstehen nicht aus dem Nichts. Wo die Politik versagt, folgen Kriege\u00bb, sagt sie. Zweitens m\u00fcsste das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht von den politischen Entscheidungstr\u00e4ger:innen weltweit zu einer politischen Priorit\u00e4t gemacht werden.<\/p>\n<p>\u00abWenn wir wollen, dass k\u00fcnftige Generationen in Sicherheit, Gesundheit und Frieden leben k\u00f6nnen, gibt es keine Alternative zu einer Welt, die auf dem V\u00f6lkerrecht basiert.\u00bb<\/p>\n<p>Editiert von Virginie Mangin\/ts, \u00dcbertragung aus dem Englischen: Meret Michel\/gm<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1787038397_421_newsletter_teaser_foreign_affairs.jpg\" width=\"880\" height=\"587\" alt=\"Newsletter sobre a pol\u00edtica externa\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Aussenpolitik\n        <\/p>\n<p>        Unser Newsletter zur Aussenpolitik    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                Die Schweiz in einer Welt, die sich bewegt. Beobachten Sie mit uns die Schweizer Aussenpolitik und ihre Entwicklungen \u2013 wir liefern die Vertiefung dazu.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/aussenpolitik\/newsletter-aussenpolitik\/46741298\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Unser Newsletter zur Aussenpolitik<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>        Artikel in dieser Story    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der UNO-Palais des Nations in Genf. 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