{"id":257953,"date":"2026-08-19T13:23:15","date_gmt":"2026-08-19T13:23:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/257953\/"},"modified":"2026-08-19T13:23:15","modified_gmt":"2026-08-19T13:23:15","slug":"drei-fragen-und-antworten-mehr-effizienz-und-speed-mit-dem-neuen-docker-vmm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/257953\/","title":{"rendered":"Drei Fragen und Antworten: Mehr Effizienz und Speed mit dem neuen Docker-VMM"},"content":{"rendered":"<p> Docker Desktop 4.86 f\u00fchrt die neue, von Docker selbst entwickelte Virtualisierungsschicht Docker Virtual Machine Manager (VMM) ein. Er soll effizienter, schneller und besser zu managen sein als die bisherigen Komponenten der Betriebssysteme. Docker VMM ersetzt die bisherigen Virtualisierungen libkrun unter macOS und WSL 2 unter Windows. Colin Hemmings, Senior Product Manager bei Docker, wei\u00df mehr \u00fcber die Details und die Roadmap.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Portrait Hemmings\" height=\"587\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 587 \/ 587; object-fit: cover;\" width=\"587\"\/><\/p>\n<p class=\"a-inline-textbox__synopsis\">\n          Colin Hemmings ist Senior Product Manager bei Docker Inc. und der leitende Produktmanager f\u00fcr den Docker Desktop.\n        <\/p>\n<p class=\"frage rte__abs--frage\">Warum waren die bisherigen Virtualisierungsl\u00f6sungen nicht gut genug?<\/p>\n<p class=\"antwort rte__abs--antwort\">Es ging nicht darum, dass die bisherigen Virtualisierungsl\u00f6sungen nicht gut genug waren. Apples Virtualization.framework, WSL 2 und Hyper-V sind allesamt hervorragende Technologien, und wir haben jede bewusst ausgew\u00e4hlt. Darum ging es bei der jetzigen Umstellung nicht. Es ging vielmehr um die vielen Vorteile, die wir den Kunden mit der Neuausrichtung bieten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Aufgabe von Docker Desktop ist es, Entwicklerinnen und Entwicklern eine verwaltete Umgebung f\u00fcr die Ausf\u00fchrung von Containern bereitzustellen. Die VM ist dabei ein Implementierungsdetail, \u00fcber das Entwickler nicht nachdenken m\u00fcssen. Wie sie sich verh\u00e4lt, liegt vielmehr in unserer Verantwortung: Wie schnell sie startet, wie viel sie vom Rechner beansprucht und wie sie unter Last standh\u00e4lt. Docker hatte den Gro\u00dfteil dieser Umgebung bereits aufgebaut, einschlie\u00dflich LinuxKit f\u00fcr das VM-Image sowie unsere eigenen Dienste f\u00fcr Netzwerk und Dateifreigabe. Das einzige wesentliche Bauteil, das wir bisher nicht selbst entwickelt hatten, war der zugrunde liegende VMM.<\/p>\n<p>Jetzt, durch die neue Eigenentwicklung, k\u00f6nnen wir den VMM speziell f\u00fcr Container-Workloads tunen und diese Verbesserungen unserem eigenen Zeitplan folgend ausliefern. Au\u00dferdem verf\u00fcgen wir dann \u00fcber eine einheitliche Virtualisierungsschicht f\u00fcr macOS, Windows und Linux. So ist deren Verhalten unabh\u00e4ngig von den Arbeitsumgebungen der Entwickler konsistent. Das schafft uns eine Grundlage, auf der wir weiter aufbauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem konnten wir ein paar konkreten Verbesserungen erzielen, zum Beispiel einen messbar schnelleren Start von Containern, und zwar sowohl beim ersten Start, als auch beim Projektwechsel und bei der Wiederherstellung nach einem Neustart. Der deutlich schnellere Dateiaustausch zwischen Container und Host beschleunigt jeden Build. Und die intelligentere Speicherverwaltung gibt dem Host RAM zur\u00fcck, wenn Container im Leerlauf sind. Speicher ist ein gutes Beispiel f\u00fcr die Vorteile: VMM nutzt die Funktion Free Page Reporting, mit der ein Gastkernel kontinuierlich die von ihm freigegebenen Pages meldet, sodass wir diesen Speicherplatz fortlaufend dem Host zur\u00fcckgeben k\u00f6nnen. Der Footprint von Desktop entspricht der wirklichen Nutzung der Container.<\/p>\n<p>Aus technischer Sicht wurde Docker VMM von Grund auf in Rust geschrieben und l\u00e4uft direkt auf der nativen Hypervisor-Schnittstelle der jeweiligen Plattform. Das ist Hypervisor-Framework unter macOS, der Windows Hypervisor und KVM unter Linux \u2013 nur eine Codebasis f\u00fcr alle drei. Die gleiche Engine betreibt auch Docker Sandboxes, unsere isolierten Umgebungen f\u00fcr Agenten und nicht vertrauensw\u00fcrdige Workloads.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Bewusst eng gehalten ist das Ger\u00e4temodell. Wir implementieren nur die paravirtualisierten Ger\u00e4te, die Container-Workloads tats\u00e4chlich nutzen, anstatt eine breite Palette an Hardware zu emulieren. Das sind virtio-fs f\u00fcr die Dateifreigabe, virtio-net f\u00fcr die Netzwerkkommunikation und virtio-balloon f\u00fcr den Speicher. Hinzu kommt nur das Minimum, das ein Linux-Gast f\u00fcr den Start ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1080\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1920 \/ 1080; object-fit: cover;\" width=\"1920\"\/><\/p>\n<p>Mehr zu Agentic AI, digitaler Souver\u00e4nit\u00e4t und weiteren Themen finden interessierte Developer, Software-Architekten, DevOps- und Platform-Engineering-Teams auf der <a href=\"https:\/\/clc-conference.eu\/?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_vo_clc.empfehlung-ho.link.link&amp;LPID=35283\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">CLC-Konferenz<\/a> vom 11. bis 12. November 2026 in Mannheim.<\/p>\n<p>\u261e Sichern Sie sich jetzt die <a href=\"https:\/\/clc-conference.eu\/tickets_weiche.php?wt_mc=intern.academy.dpunkt.konf_dpunkt_vo_clc.empfehlung-ho.link.link&amp;LPID=35283\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Tickets zum Fr\u00fchbucherpreis<\/a>. \u261c<\/p>\n<p class=\"frage rte__abs--frage\">Wie m\u00fcssen sich Entwickler anpassen?<\/p>\n<p class=\"antwort rte__abs--antwort\">F\u00fcr die meisten Entwickler \u00e4ndert sich so gut wie nichts. VMM l\u00e4uft unterhalb der Docker-Engine, sodass Engine, CLI, API, Images, Volumes, Netzwerke und Compose unver\u00e4ndert bleiben. Es gibt keine neue Syntax und nichts muss umgeschrieben werden.<\/p>\n<p>Neben den bereits vorhandenen erscheint eine zus\u00e4tzliche Option in den Einstellungen von Docker Desktop, wobei man jederzeit zur\u00fcckwechseln kann. macOS-Entwickler, die bereits die bestehende Docker-VMM-Option nutzen, werden automatisch umgestellt.<\/p>\n<p>In dieser Beta l\u00e4uft Docker VMM auf Apple-Silicon-Macs und Windows x86. Linux folgt erst mit der allgemeinen Verf\u00fcgbarkeit. Ein Hinweis zu Windows: Docker VMM l\u00e4uft in einer eigenen virtuellen Maschine mit eigenem Datentr\u00e4ger, sodass Images und Container aus dem vorhandenen Backend dort nicht erscheinen. Alles, was man nutzen m\u00f6chten, sollte man in eine Registry \u00fcbertragen oder neu bauen. Das bestehende Backend bleibt unber\u00fchrt, wenn man zur\u00fcckwechselt. Unter macOS wird der Datentr\u00e4ger gemeinsam genutzt, sodass nichts verschoben werden muss.<\/p>\n<p>Zwei Funktionen, gibt es derzeit weder in der Beta noch in der endg\u00fcltigen Version, sie liegen aber auf der Roadmap f\u00fcr kommende Versionen. In beiden F\u00e4llen funktioniert das bestehende Backend weiterhin genau wie bisher: Zum einen soll eine GPU-Unterst\u00fctzung kommen. Derzeit l\u00e4uft CUDA unter Windows \u00fcber den WSL-2-eigenen GPU-Passthrough und nicht \u00fcber die Virtualisierungsschicht. F\u00fcr Anwender, die bei WSL-2 bleiben, \u00e4ndert sich an den GPU-Workloads nichts.<\/p>\n<p>Zum Anderen die Rosetta-Unterst\u00fctzung auf Apple Silicon: Docker Desktop unterst\u00fctzt Rosetta nur bei x86-Workloads, was f\u00fcr Apples Virtualization.framework spezifisch ist. Eine Emulation mit Docker VMM funktioniert zwar zum Beispiel mit docker run &#8211;platform linux\/amd64, sie verwendet jedoch QEMU, was langsamer ist. Entwickler, die regelm\u00e4\u00dfig amd64-Images erstellen und die Leistung von Rosetta ben\u00f6tigen, sollten die unver\u00e4nderte Option Apple Virtualization VMM verwenden.<\/p>\n<p>\u00c4hnliches gilt, wenn man die WSL-Integration von Docker Desktop nutzt, um die Docker-CLI innerhalb der eigenen WSL-Distributionen auszuf\u00fchren \u2013 dies ist an das WSL-2-Backend gebunden.<\/p>\n<p class=\"frage rte__abs--frage\">Was sind die n\u00e4chsten Schritte, und was k\u00f6nnen Entwickler erwarten?<\/p>\n<p class=\"antwort rte__abs--antwort\">Die Beta-Phase l\u00e4uft bis in den Herbst hinein, und sehr n\u00fctzlich sind f\u00fcr uns konkrete, reproduzierbare Berichte \u00fcber Workloads, die sich anders als erwartet verhalten. Die allgemeine Verf\u00fcgbarkeit ist derzeit f\u00fcr Ende Oktober geplant. Dann wird Linux zu den unterst\u00fctzten Plattformen hinzugef\u00fcgt und Docker VMM wird zur Standard-Virtualisierungsschicht f\u00fcr neue Docker-Desktop-Installationen. Bestehende Installationen werden nicht migriert und man verbleibt bei dem, was man gew\u00e4hlt hat, aber man kann Docker VMM jederzeit zum Ausprobieren aktivieren.<\/p>\n<p>Vor der allgemeinen Verf\u00fcgbarkeit werden wir einen umfassenden Satz an Benchmarks zusammen mit der dahinterstehenden Methodik ver\u00f6ffentlichen. Sie gehen dabei \u00fcber Docker VMM hinaus, denn wir meinen, dass Entwickler \u00fcber eine einheitliche, transparente Methode zur Messung der Container-Leistung verf\u00fcgen sollten.<\/p>\n<p>Die Kontrolle \u00fcber die Virtualisierung er\u00f6ffnet uns zwei Richtungen f\u00fcr weitere Entwicklungen: Die erste ist eine engere Integration des Host mit der Containerumgebung. Da wir die Virtualisierungsschicht kontrollieren, k\u00f6nnen wir Host-Ressourcen und Entwickler-Tools direkt mit ihr verbinden, sodass die von den Entwicklern bereits genutzten Tools mit ihren Containern zusammenarbeiten k\u00f6nnen. Bei dieser Geschichte geht es vor allem um Produktivit\u00e4t und Troubleshooting.<\/p>\n<p>Die zweite Richtung ist die Kontrolle \u00fcber die Isolation. Eine VM-Grenze um Container-Workloads ist f\u00fcr viele Unternehmen wichtig, insbesondere jetzt, da Entwickler KI-Agenten und deren erzeugter Code lokal ausf\u00fchren. Da wir diese Schicht jetzt kontrollieren, Anwender explizit entscheiden und steuern, was diese Grenze \u00fcberschreitet darf.<\/p>\n<p>Beides sind zum jetzigen Zeitpunkt noch strategische Ausrichtungen und keine terminierten Feature-Zusagen, aber sie sind ein wesentlicher Grund daf\u00fcr, dass wir in die Kontrolle dieser Ebene investiert haben.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:who@ix.de\" title=\"Wolf Hosbach\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">who<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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