{"id":259745,"date":"2026-08-20T15:43:07","date_gmt":"2026-08-20T15:43:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/259745\/"},"modified":"2026-08-20T15:43:07","modified_gmt":"2026-08-20T15:43:07","slug":"die-nasa-besitzt-jetzt-eine-boeing-737-ueber-deren-vergangenheit-selbst-sie-nicht-alles-wissen-durfte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/259745\/","title":{"rendered":"Die Nasa besitzt jetzt eine Boeing 737, \u00fcber deren Vergangenheit selbst sie nicht alles wissen durfte"},"content":{"rendered":"\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.aerotelegraph.com\/tags\/nasa\" id=\"1d427804-91b6-4ed0-a7f8-1111cb3841ff\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nasa<\/a> hat eine neue <a href=\"https:\/\/www.aerotelegraph.com\/tags\/boeing_737?page=3\" id=\"d5f5913c-4fbd-4b23-afb1-f7bba34132cd\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Boeing 737<\/a>. Doch wer nun wissen m\u00f6chte, was das Flugzeug in seinem bisherigen Leben gemacht hat, st\u00f6\u00dft ziemlich schnell an Grenzen. Und das gilt offenbar sogar f\u00fcr die amerikanische Raumfahrtbeh\u00f6rde selbst. Denn bestimmte Modifikationen aus der Vergangenheit des Jets sind geheim. In Unterlagen zur Vergabe der Umbauarbeiten wurde festgehalten, dass Nasa-Personal keine Need to know-Berechtigung habe, also keine dienstliche Notwendigkeit, die Details zu kennen.<\/p>\n<p>Inzwischen beginnt f\u00fcr die Boeing 737-700 mit der Seriennummer 40116 ein wesentlich \u00f6ffentlicheres Kapitel. Das Armstrong Flight Research Center \u00fcbernahm sie im Juni von der United States Air Force. Der Jet bekommt nicht nur eine neue Lackierung, sondern auch eine neue Aufgabe: Als N837NA soll sie k\u00fcnftig unter anderem Mondgravitation simulieren und damit das Artemis-Programm unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Boeing 737 wurde 2013 gebaut &#8211; aber nicht als Passagierjet<\/p>\n<p>Gebaut wurde die Boeing 737-700 im Jahr 2013. Eine klassische Karriere als Passagierjet folgte nicht. Stattdessen setzte die amerikanische Luftwaffe sie als fliegende Testplattform ein. Um 2020 tauchten Bilder des Flugzeugs in Kalifornien auf. Der Rumpf trug noch die gr\u00fcne Schutzbeschichtung, die man von nicht fertiggestellten Boeing-Flugzeugen kennt. Au\u00dfen waren Instrumente und Sensoren angebracht, Kabel verliefen durch Fenster.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter wurde die Boeing 737 unter dem Rufnamen Sting 38 von Santa Maria in Kalifornien aus betrieben und flog Missionen im Zusammenhang mit milit\u00e4rischen Testgebieten vor der kalifornischen K\u00fcste. Eine Registrierung war am Flugzeug nicht zu sehen. Die Air Force best\u00e4tigte sp\u00e4ter lediglich, dass sie die Maschine als fliegende Testplattform beschafft hatte und das dazugeh\u00f6rige Programm inzwischen beendet sei. Wof\u00fcr sie Sting 38 konkret einsetzte, verriet sie nicht.<\/p>\n<p>Boeing 737 wird zum Vomit Comet<\/p>\n<p>Diese Vergangenheit spielte auch eine Rolle, als die Nasa einen Partner f\u00fcr den Umbau suchte. Sie beauftragte Demar Technical Services, der Vertrag kann einen Wert von bis zu 8,4 Millionen Dollar erreichen. Das Unternehmen hatte bereits f\u00fcr die Air Force an genau dieser Boeing 737 gearbeitet. Es kannte damit Modifikationen, deren Details nicht f\u00fcr alle Nasa-Besch\u00e4ftigten zug\u00e4nglich waren. Dieses Wissen war ein Argument daf\u00fcr, f\u00fcr die neue Aufgabe erneut auf denselben Auftragnehmer zu setzen.<\/p>\n<p>Die Nasa l\u00e4sst die Kabine der N837NA jetzt f\u00fcr Parabelfl\u00fcge vorbereiten. Dabei steigt die Boeing 737 steil an und folgt anschlie\u00dfend einer kontrollierten ballistischen Flugbahn. So lassen sich im Inneren vor\u00fcbergehend Bedingungen mit reduzierter Schwerkraft erzeugen. Flugzeuge f\u00fcr solche Missionen tragen den wenig schmeichelhaften Spitznamen Vomit Comet.<\/p>\n<p>Schwerkraft des Mondes simulieren<\/p>\n<p>Die Nasa will mit ihrer 737 vor allem die Schwerkraft des Mondes simulieren. Astronautinnen und Astronauten sowie Ingenieurinnen und Ingenieure sollen so Raumanz\u00fcge und weitere Systeme f\u00fcr Artemis erproben k\u00f6nnen. Die Fl\u00fcge finden vom Johnson Space Center in Houston aus statt, das Armstrong Flight Research Center \u00fcbernimmt die Aufsicht. Daneben bleibt die 737 ein fliegendes Labor. Die Nasa plant mit ihr auch Forschung zur Systemintegration und Tests von Autonomietechnologien, Sensoren und anderen digitalen Systemen.<\/p>\n<p>Wir lieben Flugzeuge, vor allem, wenn sie so geheimnisvoll sind. Und wir lieben guten Journalismus. Unser Team aus erfahrenen Redakteurinnen und Redakteuren recherchiert, pr\u00fcft, erkl\u00e4rt. Unterst\u00fctzen Sie uns f\u00fcr weniger als einen Cappuccino im Monat \u2013 und lesen Sie aeroTELEGRAPH ohne Werbung. Jetzt hier klicken und abonnieren. <a href=\"https:\/\/www.aerotelegraph.com\/insider\" id=\"ba86832f-45a8-4819-aeb0-63eebdbc4442\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jetzt hier klicken und abonnieren<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Nasa hat eine neue Boeing 737. 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