{"id":260139,"date":"2026-08-20T20:33:16","date_gmt":"2026-08-20T20:33:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/260139\/"},"modified":"2026-08-20T20:33:16","modified_gmt":"2026-08-20T20:33:16","slug":"james-webb-teleskop-findet-versteckte-sterne-in-fruehen-galaxien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/260139\/","title":{"rendered":"James-Webb-Teleskop findet versteckte Sterne in fr\u00fchen Galaxien"},"content":{"rendered":"<p>Ein Team von Wissenschaftler:innen um die Astronomin Chloe Cheng von der niederl\u00e4ndischen Universit\u00e4t Leiden hat mithilfe des James-Webb-Weltraumteleskops (<a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/schwarzes-loch-stern-entdeckt-1757864\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">JWST<\/a>) neun massereiche Galaxien aus dem fr\u00fchen Universum im Detail analysiert. Dabei stellten die Forscher:innen fest, dass diese fernen Sternensysteme einen deutlichen \u00dcberschuss an massearmen Sternen aufweisen, wie in einer im Wissenschaftsmagazin <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41550-026-02932-4\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nature Astronomy<\/a> ver\u00f6ffentlichten Studie zu lesen ist.<\/p>\n<p>Diese neu entdeckten Himmelsk\u00f6rper zwingen die wissenschaftliche Gemeinschaft jetzt dazu, etablierte Grundannahmen der Astrophysik einer strengen \u00dcberpr\u00fcfung zu unterziehen. Bislang gingen Astrophysiker:innen weltweit n\u00e4mlich davon aus, dass die sogenannte urspr\u00fcngliche Massenfunktion \u00fcberall im Kosmos in etwa der vertrauten Verteilung in unserer Heimatgalaxie entspricht.<\/p>\n<p>Diese Annahme \u00fcber das Verh\u00e4ltnis von massereichen zu massearmen Sternen bildete jahrzehntelang das Fundament f\u00fcr die Bestimmung der Gesamtmasse weit entfernter Galaxien. Durch die neuen und hochpr\u00e4zisen Messdaten des Weltraumteleskops ger\u00e4t dieses theoretische Konstrukt jetzt massiv ins Wanken und offenbart einen bisher unbemerkten blinden Fleck in der Forschung.<\/p>\n<p>\n                Spektrografen des JWST offenbaren winzige Sterne\n            <\/p>\n<p>Um die astrophysikalischen Vorg\u00e4nge besser verst\u00e4ndlich zu machen, vergleicht Cheng eine Galaxie mit einer weit entfernten irdischen Stadt. Bei dieser k\u00f6nnen Beobachter:innen aufgrund der gro\u00dfen Distanz zun\u00e4chst nur die gr\u00f6\u00dften und am hellsten leuchtenden Wolkenkratzer im Lichtspektrum erkennen.<\/p>\n<p>Top-Artikel<\/p>\n<p>        ${content}<\/p>\n<p>\n                    ${custom_anzeige-badge}<br \/>\n                    ${custom_tr-badge}<br \/>\n                    ${section}\n                <\/p>\n<p>                <a class=\"c-suggestNews-title\" href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/jwst-entdeckt-versteckte-sterne-in-fruehen-galaxien-1759075\/${url}\" data-upscore-url=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">${title}<\/a><\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/jwst-entdeckt-versteckte-sterne-in-fruehen-galaxien-1759075\/${url}\" class=\"c-suggestNews-image\" title=\"${title}\" data-upscore-url=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/t3n.de\/news\/jwst-entdeckt-versteckte-sterne-in-fruehen-galaxien-1759075\/${image}\" width=\"88\" height=\"88\"\/><\/p>\n<p>            <\/a><\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/jwst-entdeckt-versteckte-sterne-in-fruehen-galaxien-1759075\/${url}\" class=\"c-suggestNews-image\" title=\"${title}\" data-upscore-url=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/t3n.de\/news\/jwst-entdeckt-versteckte-sterne-in-fruehen-galaxien-1759075\/${image}\" width=\"88\" height=\"88\"\/><\/p>\n<p>            <\/a><\/p>\n<p>Die hochsensiblen Instrumente des JWST, die bei diesem Projekt mit bodengebundenen Beobachtungen des <a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/exoplanet-beta-pictoris-d-11-jahre-unentdeckt-1755923\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Very Large Telescope<\/a> in der chilenischen Atacama-W\u00fcste kombiniert wurden, \u00e4nderten diesen Umstand grundlegend. Sie machten es erstmals m\u00f6glich, auch das extrem schwache Licht der kleinen Sterne, die in der Stadt-Analogie den winzigen Wohnh\u00e4usern entsprechen, aus dem Hintergrundrauschen pr\u00e4zise herauszufiltern.<\/p>\n<p class=\"c-card__headline\">\n                Empfohlene redaktionelle Inhalte\n            <\/p>\n<p>            Hier findest du externe Inhalte von TargetVideo GmbH,<br \/>\n            die unser redaktionelles Angebot auf t3n.de erg\u00e4nzen.<br \/>\n            Mit dem Klick auf &#171;Inhalte anzeigen&#187; erkl\u00e4rst du dich einverstanden,<br \/>\n            dass wir dir jetzt und in Zukunft Inhalte von TargetVideo GmbH auf unseren Seiten anzeigen d\u00fcrfen.<br \/>\n            Dabei k\u00f6nnen personenbezogene Daten an Plattformen von Drittanbietern \u00fcbermittelt werden.<br \/>\n            <br \/>\n            Inhalte anzeigen<\/p>\n<p class=\"u-text-small\">\n                <a href=\"https:\/\/t3n.de\/datenschutz\/\" target=\"_blank\" title=\"Die externe Seite im neuen Tab\/Fenster \u00f6ffnen\" rel=\"noopener nofollow\"><br \/>\n                    Hinweis zum Datenschutz<br \/>\n                <\/a>\n            <\/p>\n<p class=\"c-card__headline\">\n                Leider ist etwas schief gelaufen&#8230;\n            <\/p>\n<p>            An dieser Stelle findest du normalerweise externe Inhalte von TargetVideo GmbH,<br \/>\n            jedoch konnten wir deine Consent-Einstellungen nicht abrufen.<br \/>\n            Lade die Seite neu oder passe deine Consent-Einstellungen manuell an.<\/p>\n<p>                Datenschutzeinstellungen verwalten<\/p>\n<p>Dieser technische Durchbruch war laut den Studienautor:innen bis vor Kurzem noch vollkommen undenkbar, da schlichtweg die erforderliche optische Pr\u00e4zision fehlte. Erst der hochmoderne und empfindliche Nah-Infrarot-Spektrograf an Bord des Weltraumteleskops lieferte ein ausreichend hohes Signal-Rausch-Verh\u00e4ltnis, um die subtilen spektralen Eigenschaften der kleinen Zwergsterne trennscharf zu identifizieren.<\/p>\n<p>Das Resultat dieser detaillierten Spektralanalysen zeigt, dass diese fr\u00fchen Galaxien in Wahrheit wesentlich mehr Materie in sich vereinen, als die bisherigen Standardmodelle vorhersagten. Da die Gesamtmasse eines Sternensystems stets \u00fcber dessen Leuchtkraft bestimmt wird, \u00fcberstrahlten die gro\u00dfen Sterne bisher schlichtweg die blo\u00dfe Existenz ihrer unz\u00e4hligen, weitaus kleineren Nachbarn.<\/p>\n<p>\n                Fehlerhafte Kalkulationen belasten etablierte Theorien\n            <\/p>\n<p>Nun steht jedoch fest, dass die Masse der kleinen Himmelsk\u00f6rper in der Summe stark ins Gewicht f\u00e4llt und die klassischen Massekalkulationen deutlich ver\u00e4ndert. Besonders klar zeigt sich diese Auswirkung bei einer spezifischen Galaxie der untersuchten Stichprobe, die nicht einmal 1,5 Milliarden Jahre nach dem Urknall entstanden ist.<\/p>\n<p>Dieses konkrete Sternensystem bringt aktuellen Berechnungen zufolge sch\u00e4tzungsweise die vierfache Masse der fr\u00fcheren Sch\u00e4tzungen auf die kosmische Waage, wie <a href=\"https:\/\/www.space.com\/astronomy\/galaxies\/james-webb-space-telescope-finds-hidden-stars-among-the-universes-most-ancient-galaxies\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Space.com<\/a> berichtet. Solche massiven Abweichungen zwingen die Forscher:innen letztlich dazu, die Entstehungsgeschichte solcher Himmelsk\u00f6rper neu zu bewerten.<\/p>\n<p>Die aktuelle Diskrepanz versch\u00e4rft das in der Forschung ohnehin diskutierte Problem der sogenannten \u201eunm\u00f6glich fr\u00fchen Galaxien\u201c. Diese weisen nach alten Rechnungen eine hohe Sternenmasse auf, die gem\u00e4\u00df etablierter kosmologischer Theorien zu diesem fr\u00fchen Zeitpunkt des Universums eigentlich noch gar nicht in diesem Ausma\u00df vorhanden gewesen sein d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Wenn diese Systeme nun durch die neu entdeckten, verborgenen Zwergsterne nochmals signifikant schwerer ausfallen, m\u00fcssen die zugrunde liegenden Theorien zur Strukturbildung im Kosmos revidiert werden. Die Leiterin der Leidener Forschungsgruppe, Mariska Kriek, weist in diesem Zusammenhang nachdr\u00fccklich darauf hin, dass ihre Entdeckung weitreichende Konsequenzen f\u00fcr zahlreiche angrenzende Felder der Astronomie nach sich ziehen wird.<\/p>\n<p>Da viele Exoplaneten bekannterma\u00dfen um derartige kleine Sterne kreisen, k\u00f6nnte der neue Datenbestand bedeuten, dass bereits im fr\u00fchen Universum weitaus mehr Planeten entstanden sind als bislang vermutet. Die entsprechenden Berechnungen der vergangenen Jahrzehnte m\u00fcssen jetzt kritisch hinterfragt werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"vgWortPixel\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/980604910340443a9979fc00d5860535.gif\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Team von Wissenschaftler:innen um die Astronomin Chloe Cheng von der niederl\u00e4ndischen Universit\u00e4t Leiden hat mithilfe des James-Webb-Weltraumteleskops&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":260140,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[15],"tags":[293,46,45,60,59,241,44,64,61,16449,63,62],"class_list":["post-260139","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wissenschaft-technik","tag-astronomie","tag-ch","tag-schweiz","tag-science","tag-science-technology","tag-studie","tag-switzerland","tag-technik","tag-technology","tag-weltraumforschung","tag-wissenschaft","tag-wissenschaft-technik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/117129740131778576","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/260139","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=260139"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/260139\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/260140"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=260139"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=260139"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=260139"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}