{"id":261817,"date":"2026-08-21T21:10:11","date_gmt":"2026-08-21T21:10:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/261817\/"},"modified":"2026-08-21T21:10:11","modified_gmt":"2026-08-21T21:10:11","slug":"stadt-zuerich-steht-vor-pilotprojekt-mit-35-stunden-woche-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/261817\/","title":{"rendered":"Stadt Z\u00fcrich steht vor Pilotprojekt mit 35-Stunden-Woche"},"content":{"rendered":"<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/22a57ad99d5bdce2bca4865a74f2ea7cc3fe0cbf-91935127.jpg\" width=\"1400\" height=\"1050\" alt=\"Die Stadt Z\u00fcrich will ein Pilotprojekt zur 35-Stunden-Woche starten\" loading=\"eager\" decoding=\"sync\" fetchpriority=\"high\"\/><\/p>\n<p>                Die Stadt Z\u00fcrich will ein Pilotprojekt zur 35-Stunden-Woche starten            <\/p>\n<p>            Keystone-SDA        <\/p>\n<p>        Der Z\u00fcrcher Stadtrat hat nach \u00fcber drei Jahren die Rahmenbedingungen f\u00fcr eine 35-Stunden-Arbeitswoche ausgearbeitet. In welcher st\u00e4dtischen Abteilung ein Pilotprojekt gestartet werden soll, ist aber noch offen.\n<\/p>\n<p>        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht    <\/p>\n<p>        21. August 2026 &#8211; 14:14\n<\/p>\n<p> (Keystone-SDA) Gleicher Lohn f\u00fcr weniger Arbeit: Die Stadt Z\u00fcrich soll vorangehen und ein Pilotprojekt f\u00fcr Schichtarbeitende, etwa Polizei, VBZ oder Pflegende starten. So w\u00fcnschten sich das die linken Parteien im Stadtparlament am 15. M\u00e4rz 2023. \u00abWir m\u00fcssen dringend entschleunigen\u00bb, sagte Motion\u00e4r David Garcia Nu\u00f1ez (AL) dazu. Die linke Mehrheit brachte die Motion mit 60 zu 57 Stimmen durch.<\/p>\n<p>Am Donnerstag schaltete der Stadtrat nun die Weisung mit den rechtlichen Grundlagen f\u00fcr Pilotprojekte mit 35 statt 42 Stunden pro Woche auf. Es brauchte mehrfach Fristverl\u00e4ngerungen um die rechtlichen Grundlagen umzusetzen. Das Pilotprojekt w\u00e4re auf ein Jahr mit einer Verl\u00e4ngerung um maximal ein weiteres Jahr angelegt.<\/p>\n<p>Der zust\u00e4ndige Stadtrat Daniel Leupi (Gr\u00fcne) tat sich schon bei der Debatte im Gemeinderat schwer mit der Forderung. Er warnte damals vor einem \u00abhyperaufw\u00e4ndigen Versuch, der alle stresst\u00bb. Die st\u00e4dtische Personalabteilung k\u00f6nne so etwas kaum bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>W\u00fcrde die Arbeitszeitreduktion bei gleichem Lohn in der gesamten Verwaltung eingef\u00fchrt, w\u00fcrden auf die Stadt gesch\u00e4tzte Mehrausgaben von bis zu 110 Millionen Franken zukommen. Zudem m\u00fcssten bis zu 1500 zus\u00e4tzliche Angestellte gefunden werden, um die L\u00fccken zu stopfen. \u00abIch weiss nicht, woher wir diese Leute nehmen sollen\u00bb, sagte Leupi.<\/p>\n<p>Positives aus Island<\/p>\n<p>In der Weisung wird auch auf andere Beispiel verwiesen. Island startete zwei Pilotversuche. Durch k\u00fcrzere Sitzungen, Optimierung von Schichtpl\u00e4nen oder Effizienz durch Digitalisierung habe etwa bei der Polizei das Ziel der Kostenneutralit\u00e4t erreicht werden k\u00f6nnen. Allerdings sei dies beispielsweise im Gesundheitsbereich nicht m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>In Schweden habe es in mehreren kleineren Versuchen zus\u00e4tzliches Personal gebraucht, um die wegfallende Arbeitszeit auszugleichen, heisst es weiter. Die Kosten seien der Grund, warum es dort, im Gegensatz zu Island, bei Pilotversuchen blieb.<\/p>\n<p>Ungleichbehandlung ist Zweck<\/p>\n<p>Als rechtlich zul\u00e4ssig sieht der Stadtrat, dass die am Pilotversuch Teilnehmenden ungleich behandelt werden, als die anderen st\u00e4dtischen Angestellten. Zweck sei nicht die Besserstellung einer bestimmten Gruppe von Angestellten, sondern die Erprobung von Massnahmen, welche sp\u00e4ter vielleicht f\u00fcr alle Angestellten oder f\u00fcr einen sehr viel gr\u00f6sseren Kreis zur Anwendung gelangen sollen. Die Ungleichbehandlung sei also Zweck, nicht Folge der Massnahme.<\/p>\n<p>Die Weisung wird an der Sitzung vom kommenden Mittwoch einer Kommission des Gemeinderats zugewiesen. Wann das Parlament dar\u00fcber entscheidet, ist noch offen.<\/p>\n<p>Keine Chance im Kantonsrat<\/p>\n<p>Auf Kantonsebene hatte die 35-Stunden-Woche keine Chance. Der Z\u00fcrcher Kantonsrat lehnte einen Vorstoss der Gr\u00fcnen im September 2024 f\u00fcr eine Studie zur 35-Stunden-Woche mit 111 zu 57 Stimmen ab.<\/p>\n<p>Bef\u00fcrworterinnen und Bef\u00fcrworter argumentierten unter anderem mit m\u00f6glichen positiven gesundheitlichen Auswirkungen. Beispiele aus dem Ausland sowie von einzelnen Firmen, welche die Arbeitszeit reduziert h\u00e4tten, w\u00fcrden zahlreiche positive Auswirkungen zeigen.<\/p>\n<p>Auf der Gegenseite wurde vor allem von einer drohenden Versch\u00e4rfung des Fachkr\u00e4ftemangels sowie steigenden Lohnkosten gewarnt. Auch der Regierungsrat sprach sich gegen das Postulat aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Stadt Z\u00fcrich will ein Pilotprojekt zur 35-Stunden-Woche starten Keystone-SDA Der Z\u00fcrcher Stadtrat hat nach \u00fcber drei Jahren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":261818,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[25],"tags":[45,443,104],"class_list":["post-261817","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-zuerich","tag-schweiz","tag-ticker","tag-zuerich"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/117135547572826057","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/261817","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=261817"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/261817\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/261818"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=261817"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=261817"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=261817"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}