{"id":262362,"date":"2026-08-22T09:26:14","date_gmt":"2026-08-22T09:26:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/262362\/"},"modified":"2026-08-22T09:26:14","modified_gmt":"2026-08-22T09:26:14","slug":"petition-mit-574-unterschriften-berner-wirtschaft-macht-druck-kirchensteuer-fuer-firmen-soll-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/262362\/","title":{"rendered":"Petition mit 574 Unterschriften &#8211; Berner Wirtschaft macht Druck: Kirchensteuer f\u00fcr Firmen soll weg"},"content":{"rendered":"<p>Petition mit 574 Unterschriften | 22. August 2026<\/p>\n<p>574 Unternehmen fordern eine freiwillige Kirchensteuer f\u00fcr juristische Personen im Kanton Bern. Der Grosse Rat ber\u00e4t im September dar\u00fcber. Der Regierungsrat bevorzugt eine Freigrenze, die vorberatende Kommission eine lineare Entlastung. Wirtschaftsverb\u00e4nde lehnen Letzteres als ungen\u00fcgend ab.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201nfv1\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/gosimg10WY02c001d5808080b300001201nfv1.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00RE12c00c808080800000001201nfv1.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Unsichere Zeiten f\u00fcr Kirchen wie der St. Marienkirche in Bern: Die Wirtschaftsverb\u00e4nde machen weiterhin Druck auf die obligatorische Kirchensteuer f\u00fcr Unternehmen.\"\/><\/p>\n<p>Unsichere Zeiten f\u00fcr Kirchen wie der St. Marienkirche in Bern: Die Wirtschaftsverb\u00e4nde machen weiterhin Druck auf die obligatorische Kirchensteuer f\u00fcr Unternehmen.Foto: Keystone<\/p>\n<p class=\"pg\">Im Kanton Bern soll die Kirchensteuer f\u00fcr juristische Personen k\u00fcnftig freiwillig sein. Das fordern 574 Unternehmerinnen und Unternehmer, die eine entsprechende Petition unterzeichnet haben.<\/p>\n<p class=\"pg\">Sie machen damit Druck auf den Grossen Rat, der sich in der anstehenden Herbstsession erneut mit dem Thema befasst. Die Petition stammt vom bernischen Handels- und Industrieverein (HIV), Berner KMU und vom kantonalen Kies- und Betonverband KSE. Laut ihrer Mitteilung wurden die Unterschriften am Freitag der Staatskanzlei \u00fcbergeben.<\/p>\n<p class=\"pg\">Was f\u00fcr Privatpersonen gelte, m\u00fcsse auch f\u00fcr Unternehmen gelten, heisst es im Communiqu\u00e9. W\u00e4hrend nat\u00fcrliche Personen nach einem Kirchenaustritt keine Kirchensteuern mehr zahlen m\u00fcssten, fehle den juristischen Personen diese Wahlfreiheit. Diese Regelung sei nicht mehr zeitgem\u00e4ss und eine Belastung f\u00fcr den Wirtschaftsstandort.<\/p>\n<p class=\"pg\">Der Grosse Rat wird im September den \u00fcberarbeiteten Bericht der Regierung zur k\u00fcnftigen Ausgestaltung der Kirchensteuer beraten. Der Regierungsrat stellt darin mehrere Varianten vor. Selbst bevorzugt er eine Freigrenze f\u00fcr Gewinne unter 700&#8217;000 Franken. Dann m\u00fcssten 97 Prozent der Unternehmen keine Kirchensteuern mehr bezahlen.<\/p>\n<p class=\"pg\">Die vorberatende Kommission des Parlaments brachte vor wenigen Tagen eine weitere Idee ins Spiel. Sie m\u00f6chte bei der Kirchensteuerpflicht bleiben, aber alle Unternehmen linear entlasten \u2013 unabh\u00e4ngig von ihren finanziellen Verh\u00e4ltnissen. Der HIV hat diesen Vorschlag bereits als ungen\u00fcgend zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<p>Gegen Zwang<\/p>\n<p class=\"pg\">\u00abEs braucht Wahlfreiheit statt Zwang\u00bb, sagte HIV-Direktor Henrik Schoop gem\u00e4ss Communiqu\u00e9. Wer den Wirtschaftsstandort Bern st\u00e4rken wolle, m\u00fcsse Unternehmen die Wahlfreiheit geben, liess sich Lars Guggisberg, Direktor Berner KMU, zitieren. Er wies auch darauf hin, dass die Kirchgemeinden gem\u00e4ss Bericht der Regierung \u00fcber solide Finanzkennzahlen verf\u00fcgen.<\/p>\n<p class=\"pg\">Freiwilligkeit bedeute nicht weniger Solidarit\u00e4t, sagte KSE-Pr\u00e4sident Andreas Hegg. \u00abUnterst\u00fctzung ist st\u00e4rker, wenn sie aus \u00dcberzeugung erfolgt und nicht per Steuerrechnung.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Petition mit 574 Unterschriften | 22. 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