{"id":263516,"date":"2026-08-23T10:36:17","date_gmt":"2026-08-23T10:36:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/263516\/"},"modified":"2026-08-23T10:36:17","modified_gmt":"2026-08-23T10:36:17","slug":"arnold-schoenberg-preis-der-stadt-wien-geht-an-mirela-ivicevic","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/263516\/","title":{"rendered":"Arnold-Sch\u00f6nberg-Preis der Stadt Wien geht an Mirela Ivi\u010devi\u0107"},"content":{"rendered":"<p> Kaup-Hasler: \u201eMusikalische Radikalit\u00e4t mit gesellschaftsrelevanten Themen\u201c \u2013 Die Stadt Wien ehrt die international beachtete Komponistin mit dem mit 10.000 Euro dotierten Preis. <\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des 150. Geburtstags der bedeutenden Musikerpers\u00f6nlichkeit Arnold Sch\u00f6nberg rief die Stadt Wien im Jahr 2024 den Arnold-Sch\u00f6nberg-Preis ins Leben. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung w\u00fcrdigt Pers\u00f6nlichkeiten f\u00fcr ihr bisheriges k\u00fcnstlerisches Lebenswerk im Bereich der zeitgen\u00f6ssischen Musik, die zur Bedeutung Wiens als lebendigen Ort der Musik beitragen. Der diesj\u00e4hrige Preis geht an Mirela Ivi\u010devi\u0107.<\/p>\n<p>\u201eArnold Sch\u00f6nberg wagte den musikalischen Schritt ins Unerwartete \u2013 eine Haltung, die auch Mirela Ivi\u010devi\u0107 vertritt. In ihren Kompositionen verbindet die K\u00fcnstlerin musikalische Radikalit\u00e4t mit gesellschaftsrelevanten Themen. Stilistisch zeigt sich ihre Vielseitigkeit in akustischen, elektroakustischen und intermedialen Werken f\u00fcr kammermusikalische Ensembles und Orchester sowie Musik f\u00fcr Theater, Film und Oper. International unterwegs, steht sie f\u00fcr ein Musikverst\u00e4ndnis, das Grenzen \u00fcberschreitet und Perspektiven erweitert. Mit dem Arnold-Sch\u00f6nberg-Preis w\u00fcrdigt die Stadt Wien eine Komponistin, die das heutige Musikschaffen weit \u00fcber Wien hinaus pr\u00e4gt\u201c, so Wiens Kulturstadtr\u00e4tin Veronica Kaup-Hasler.<\/p>\n<p> Aus der Jurybegr\u00fcndung <\/p>\n<p>\u201eMirela Ivi\u010devi\u0107 \u00fcberzeugt mit ihrer unnachgiebigen k\u00fcnstlerischen Haltung und z\u00e4hlt zu den markanten Stimmen der zeitgen\u00f6ssischen Musik.<br \/>Ivi\u010devi\u0107s Kompositionen reflektieren soziokulturelle und politische Realit\u00e4ten. Die K\u00fcnstlerin hinterfragt Grenzen, Tabus und das scheinbar Eindeutige und kreist um Themen wie Selbsterm\u00e4chtigung, Identit\u00e4t und die eigene Biografie \u2013 etwa in ihrem Orchesterwerk \u201eRed Thread Mermaid\u201c, uraufgef\u00fchrt im Oktober 2025 beim Abschlusskonzert der Donaueschinger Musiktage. Sie collagiert darin Fragmente von Ex-Jugoslawien-Liedern ihrer Kindheit und verwebt sie mit dem orchestralen Klangk\u00f6rper. Ihre Musik entwickelt nicht nur suggestive Dringlichkeit, sie ist Rebellion und M\u00f6glichkeits(t)raum zugleich.\u201c<\/p>\n<p> Zur Biografie von Mirela Ivi\u010devi\u0107 <\/p>\n<p>Mirela Ivi\u010devi\u0107, 1980 in Split (Kroatien) geboren, lebt in Wien. Sie studierte Komposition in Zagreb, Graz und Wien. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht das subversive Potenzial des Klangs. In ihren Werken re-kontextualisiert sie Fragmente des Alltags zu einer \u201esonic fiction\u201c, die sich zwischen Erinnertem und Ertr\u00e4umtem bewegt und sich mit Themen wie Identit\u00e4t, Freiheit und Koexistenz auseinandersetzt.<br \/>Mirela Ivi\u010devi\u0107 arbeitete mit f\u00fchrenden Ensembles, Orchestern und Solist*innen zusammen und kollaboriert regelm\u00e4\u00dfig mit K\u00fcnstler*innen anderer Disziplinen in genre\u00fcbergreifenden Projekten. Ihr OEuvre umfasst akustische, elektroakustische und intermediale Kompositionen, Klanginstallationen, Musik f\u00fcr Film und Theater sowie drei Opern.<br \/>Sie ist Mitbegr\u00fcnderin des Black Page Orchestra, einem Wiener Ensemble f\u00fcr radikale und kompromisslose Musik unserer Zeit, und k\u00fcnstlerische Leiterin der Bludenzer Tage zeitgem\u00e4\u00dfer Musik.<br \/>Mirela Ivi\u010devi\u0107 wurde unter anderem mit dem Erste Bank Kompositionspreis des Klangforum Wiens (2019) ausgezeichnet und erhielt den Komponist:innen-F\u00f6rderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung (2020) sowie den Belmont-Preis (2025). 2019 war Ivi\u010devi\u0107 Stipendiatin des Berliner K\u00fcnstlerprogramms des DAAD. Ihr erstes Album \u201eScarlet Songs\u201c erschien 2022 bei KAIROS.<\/p>\n<p> Der Arnold-Sch\u00f6nberg-Preis der Stadt Wien <\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des 150. Geburtstags der bedeutenden Musikerpers\u00f6nlichkeit Arnold Sch\u00f6nberg rief die Stadt Wien im Jahr 2024 den Arnold-Sch\u00f6nberg-Preis ins Leben. Dieser wird alternierend mit dem Ernst-Krenek-Preis an einzelne Komponist*innen bzw. Teams zeitgen\u00f6ssischer Musik, die zur Bedeutung Wiens als lebendigen Ort der Musik beitragen, verliehen. Beide Auszeichnungen verstehen sich als W\u00fcrdigung f\u00fcr das bisherige k\u00fcnstlerische Lebenswerk und sind mit \ua792 10.000 datiert. Die Preistr\u00e4ger*innen werden von einer unabh\u00e4ngigen Fachjury vorgeschlagen und durch die amtsf\u00fchrende Stadtr\u00e4tin\/den amtsf\u00fchrenden Stadtrat verliehen.<\/p>\n<p> R\u00fcckfragehinweis f\u00fcr Medien   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kaup-Hasler: \u201eMusikalische Radikalit\u00e4t mit gesellschaftsrelevanten Themen\u201c \u2013 Die Stadt Wien ehrt die international beachtete Komponistin mit dem mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":263517,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[15011,46,68,55751,177,100,39334,2983,85,86,796,45,44,69,262],"class_list":["post-263516","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-musik","tag-auszeichnung","tag-ch","tag-entertainment","tag-kaup-hasler","tag-kultur","tag-kunst","tag-kunst-kultur","tag-leistung","tag-music","tag-musik","tag-preise","tag-schweiz","tag-switzerland","tag-unterhaltung","tag-wien"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/117144379634778213","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/263516","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=263516"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/263516\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/263517"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=263516"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=263516"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=263516"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}