{"id":264005,"date":"2026-08-23T19:11:22","date_gmt":"2026-08-23T19:11:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/264005\/"},"modified":"2026-08-23T19:11:22","modified_gmt":"2026-08-23T19:11:22","slug":"finanzielle-perspektiven-des-kantons-bern-verschlechtern-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/264005\/","title":{"rendered":"Finanzielle Perspektiven des Kantons Bern verschlechtern sich"},"content":{"rendered":"<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ae5f4ec8c817ef133499aba23669fe7655e76661-91925366.jpg\" width=\"1400\" height=\"1050\" alt=\"\" loading=\"eager\" decoding=\"sync\" fetchpriority=\"high\"\/><\/p>\n<p>            Keystone-SDA        <\/p>\n<p>        F\u00fcr das kommende Jahr rechnet der Kanton Bern in seinem Budget mit einem \u00dcberschuss von 269 Millionen Franken. Doch danach verschlechtere sich die Finanzlage stark, warnte Finanzdirektorin Astrid B\u00e4rtschi am Donnerstag vor den Medien. Noch soll aber kein Entlastungspaket geschn\u00fcrt werden.\n<\/p>\n<p>        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht    <\/p>\n<p>        20. August 2026 &#8211; 12:05\n<\/p>\n<p> (Keystone-SDA) Angesichts des guten Rechnungsabschlusses 2025 und eines ebenfalls positiv zu erwartenden Abschlusses 2026 w\u00e4re der politische Wille f\u00fcr ein Entlastungsprogramm wohl kaum vorhanden, f\u00fchrte Mitte-Regierungsr\u00e4tin B\u00e4rtschi aus.<\/p>\n<p>Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Der im M\u00e4rz neu gew\u00e4hlte Regierungsrat will eine genauere Analyse der Perspektiven f\u00fcr die kommenden Jahre machen und dann entscheiden, ob und wie gespart werden soll.<\/p>\n<p>Die Faktoren, die ab 2028 zu der prognostizierten massiven Verschlechterung der finanziellen Aussichten f\u00fchren, sind laut B\u00e4rtschi mit gr\u00f6sseren Unsicherheiten behaftet. Sie sind vor allem durch Bundesentscheide getrieben, es fehlen Erfahrungen in der Umsetzung. \u00abWir haben nun ein Jahr lang Zeit f\u00fcr die Analyse\u00bb, betonte B\u00e4rtschi.<\/p>\n<p>Alter, Gesundheit und Pr\u00e4mien<\/p>\n<p>Sorgen bereiten dem Regierungsrat die Entwicklungen in den kommenden Jahren bei den Erg\u00e4nzungsleistungen, in der Gesundheitsversorgung und bei den Pr\u00e4mienverbilligungen.<\/p>\n<p>Bei den Erg\u00e4nzungsleistungen f\u00fchrt etwa die demografische Entwicklung zu einem wesentlichen und stetig steigenden Bedarf. Bei der Gesundheitsversorgung ist es die Einf\u00fchrung der einheitlichen Finanzierung von ambulanter und station\u00e4rer Behandlung, die zu gr\u00f6sseren Mehrkosten f\u00fchren d\u00fcrfte. Bei den Pr\u00e4mienverbilligungen ist es die Umsetzung des indirekten Gegenvorschlags zur Pr\u00e4mien-Entlastungsinitiative.<\/p>\n<p>Ertragsseitig schl\u00e4gt bei der Wohneigentumsbesteuerung die Abschaffung des Eigenmietwerts f\u00fcr den Kanton negativ zu Buche.<\/p>\n<p>Trotzdem Steuersenkung<\/p>\n<p>Im Aufgaben- und Finanzplan 2028 bis 2030 sind Aufwand\u00fcbersch\u00fcsse zwischen 240 und 340 Millionen Franken pro Jahr eingestellt. In s\u00e4mtlichen Jahren der Planung wird mit einer Neuverschuldung gerechnet, 2027 zuerst nur mit 73 Millionen, in den Folgejahren mit durchschnittlich 600 Millionen Franken.<\/p>\n<p>Der Investitionsbedarf bleibt weiterhin hoch. Gem\u00e4ss B\u00e4rtschi ist er aber ab 2028 nicht mehr die treibende Kraft hinter den Defiziten.<\/p>\n<p>Trotz den schlechteren Aussichten h\u00e4lt der Regierungsrat an der Umsetzung seiner Steuerstrategie fest. Bis 2030 will er rund eine halbe Milliarde Franken an Steuererleichterungen umsetzen. Mittel- bis langfristig werde der Kanton Bern davon profitieren, zeigte sich B\u00e4rtschi \u00fcberzeugt. Der Handlungsdruck bei der Steuerbelastung von nat\u00fcrlichen und juristischen Personen sei weiterhin hoch.<\/p>\n<p>Im Budget 2027 ist eine Steuersenkung um 0,45 Steuerzehntel f\u00fcr nat\u00fcrliche Personen eingestellt und eine Gl\u00e4ttung der Progression zugunsten von tiefen und mittleren Einkommen.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Kantonspersonal ist ein Teuerungsausgleich von 1,5, bei den Lehrkr\u00e4ften von 1,7 Prozent vorgesehen. Der Teuerungsausgleich liegt bei beiden bei 0,4 Prozent, der Rest sind individuelle Lohnmassnahmen.<\/p>\n<p>Bei einem 14-Milliarden-Haushalt rechnet die Regierung f\u00fcr 2027 nochmals mit einem \u00dcberschuss von 269 Millionen Franken. Die Nettoinvestitionen veranschlagt sie mit 659 Millionen Franken.<\/p>\n<p>Handlungsspielraum erhalten<\/p>\n<p>Wieder mit Blick auf die Jahre bis 2030 sprach B\u00e4rtschi am Donnerstag von einem \u00abWendepunkt\u00bb in der bernischen Finanzpolitik. Dieser sei sehr rasch eingetreten. Sei es in den vergangenen Jahren vor allem darum gegangen, den stark steigenden Investitionsbedarf zu finanzieren, werde der Schwerpunkt nun auf der Stabilisierung der Erfolgsrechnung liegen.<\/p>\n<p>\u00abEntscheidend ist es, ein Abgleiten in ein strukturelles Defizit zu verhindern und den finanziellen Handlungsspielraum des Kantons langfristig zu sichern\u00bb, so B\u00e4rtschi.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Keystone-SDA F\u00fcr das kommende Jahr rechnet der Kanton Bern in seinem Budget mit einem \u00dcberschuss von 269 Millionen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":264006,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[30],"tags":[125,45,443],"class_list":["post-264005","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-bern","tag-bern","tag-schweiz","tag-ticker"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/117146404981101291","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/264005","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=264005"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/264005\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/264006"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=264005"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=264005"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=264005"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}