{"id":264291,"date":"2026-08-24T03:05:11","date_gmt":"2026-08-24T03:05:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/264291\/"},"modified":"2026-08-24T03:05:11","modified_gmt":"2026-08-24T03:05:11","slug":"thomas-hirschhorn-stellt-in-chur-einen-neuen-werkkomplex-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/264291\/","title":{"rendered":"Thomas Hirschhorn stellt in Chur einen neuen Werkkomplex aus"},"content":{"rendered":"<p>Der international erfolgreiche Thomas Hirschhorn kehrt zu seinen geografischen Wurzeln zur\u00fcck. Im B\u00fcndner Kunstmuseum Chur kam er vor 50 Jahren erstmals \u00fcberhaupt mit Kunst in Ber\u00fchrung. Nun pr\u00e4sentiert das Haus bis zum 6. Dezember seinen neusten Werkkomplex \u00abMy Atlas\u00bb.<\/p>\n<p>Darum gehts<\/p>\n<p>KI-generiert, redaktionell gepr\u00fcft<\/p>\n<p>Die Ausstellung \u00abMy Atlas\u00bb von Thomas Hirschhorn l\u00e4uft bis zum 6. Dezember 2026Hirschhorns Werke polarisieren oft und l\u00f6sen immer wieder Diskussionen ausDer in Davos aufgewachsene K\u00fcnstler arbeitet gerne im \u00f6ffentlichen Raum<a target=\"_self\" class=\"Blink__StyledNextLink-sc-daa3c157-1 ClickableContainer__StyledBlink-sc-c392684d-0 ihtzjk\" rel=\"follow nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.blick.ch\/autoren\/jean-claude-galli-id15067888.html\"><img alt=\"RMS_Portrait_AUTOR_720.JPG\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Jean-Claude GalliRedaktor People<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Seit Samstag, 22. August, ist im B\u00fcndner Kunstmuseum Chur die Ausstellung \u00abMy Atlas\u00bb von Thomas Hirschhorn (69) zu sehen. Der international bekannte Installationsk\u00fcnstler l\u00f6st mit seinen Werken immer wieder <a target=\"_self\" class=\"Blink__StyledNextLink-sc-daa3c157-1 HTMLView__StyledBlink-sc-d754821-0 iCecFK\" data-uuid-ui=\"15372430\" href=\"https:\/\/www.blick.ch\/people-tv\/kunst-hirschhorns-robert-walser-sculpture-ab-samstag-zu-besichtigen-id15372430.html\" rel=\"nofollow noopener\">Diskussionen<\/a> aus.<\/p>\n<p>Im Februar 2026 sorgte seine geplante Installation f\u00fcr das Reformationsjubil\u00e4um im Berner M\u00fcnster f\u00fcr grosse Aufregung in der Kirchgemeinde. Die Geb\u00e4udeversicherung \u00e4usserte Sicherheitsbedenken, worauf Hirschhorn sein Projekt zur\u00fcckzog.<\/p>\n<p>Und beim in Genf realisierten Kunstprojekt \u00abPavillon Simone Weil\u00bb gab es diesen Fr\u00fchling Diskussionen wegen einer Bar mit Gratisalkohol. Unter dem Konzeptbegriff \u00abradikal inklusiv\u00bb wollte Hirschhorn dort einen frei zug\u00e4nglichen Quartiertreffpunkt f\u00fcr alle Menschen schaffen.<\/p>\n<p>Kein \u00abGenie\u00bb, sondern \u00abArbeiter\u00bb<\/p>\n<p>F\u00e4llt Hirschhorns Name, folgen oft Begriffe wie \u00abBerufsprovokateur\u00bb, \u00abder grosse Unverstandene\u00bb oder \u00abGenie\u00bb. \u00abGenie gef\u00e4llt mir\u00bb, sagt Hirschhorn bei der Ausstellungsvorschau in Chur gegen\u00fcber Blick.<\/p>\n<p>Um dann ernsthaft zu werden. \u00abWerde ich Provokateur genannt, ist das der Preis, den ich zahlen muss. Wenn sich jemand provoziert f\u00fchlt, kann ich nichts daf\u00fcr. Denn ich will niemanden provozieren, sondern ganz einfach meine Arbeit machen. Per se provozieren zu wollen, w\u00fcrde auch nicht lange funktionieren. Dieser Atlas soll nun zeigen, wie ich meine Kunst wirklich aufbaue. Nicht als Genie, sondern als Arbeiter.\u00bb<\/p>\n<p>Der Werkkomplex \u00abMy Atlas\u00bb ist erstmals in der Schweiz zu sehen und liefert einen \u00dcberblick \u00fcber Hirschhorns Schaffen von Anfang der 1980er-Jahre bis heute. Er ist inspiriert vom Bilderatlas \u00abMnemosyne\u00bb des ber\u00fchmten deutschen Kunsthistorikers Aby Warburg (1866\u20131929) und zeigt die Komplexit\u00e4t und Relevanz seiner T\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p>\u00abMy Atlas\u00bb besteht aus 45 grossfl\u00e4chigen Kartontafeln mit Dokumenten, Bildern, Zeichnungen, Skizzen, Referenzen und Originalwerken. Der Titel verr\u00e4t Hirschhorns Absicht, sein Selbst (\u00abMy\u00bb) mit der Welt (\u00abAtlas\u00bb) zu konfrontieren.<\/p>\n<p>\u00abNicht-exklusives\u00bb Publikum im Visier<\/p>\n<p>Statt eines teuren Kataloges gibt es einen bebilderten Leitfaden, der gratis erh\u00e4ltlich ist. Hirschhorns Absicht ist es nicht nur, in Chur mit seiner Kunst auch ein \u00abnicht-exklusives\u00bb Publikum anzusprechen, wie er es nennt. \u00abDas ist mein Auftrag, meine Mission als K\u00fcnstler.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Er versuche mit seiner Arbeit stets alle zu erreichen, durch Klarheit, Einfachheit und Pr\u00e4zision. \u00abWer ins Museum kommt, interessiert sich grunds\u00e4tzlich f\u00fcr Kunst. Aber ich kann nicht das Publikum im Museum \u00e4ndern. Deshalb mache ich auch so oft und gerne Kunst im \u00f6ffentlichen Raum\u00bb, sagt Hirschhorn. \u00abDiese Leute anzusprechen, ist viel schwieriger.\u00bb<\/p>\n<p>Auf die Frage, ob Kunst die Welt wirklich besser machen k\u00f6nne, meint Hirschhorn: \u00ab\u00c4ndern sicher. Den Blick auf die Welt ver\u00e4ndern und ihn verfeinern. Eine Alternative schaffen, die Dinge neu und anders zu sehen.\u00bb<\/p>\n<p>Emotionale Heimkehr<\/p>\n<p>Aufgewachsen ist Hirschhorn in Davos GR. Vor 50 Jahren kam er im Museum in Chur w\u00e4hrend der Gewerbeschule als Schriftsetzerlehrling erstmals \u00fcberhaupt mit Kunst in Ber\u00fchrung. \u00abEs ber\u00fchrt mich sehr, dass die Ausstellung gerade hier gezeigt wird.\u00bb<\/p>\n<p>1983 zog er nach Paris, wo er seitdem lebt. \u00abDiese Stadt gab mir eine gewisse Anonymit\u00e4t und die M\u00f6glichkeit, zu werden, was ich wollte. Paris nahm sehr viel Druck weg.\u00bb<\/p>\n<p>Doch er kommt immer noch gerne zur\u00fcck. \u00abIch bin in der Kunst daheim, also auch in diesem Museum. Nicht in einer bestimmten Gegend.\u00bb<\/p>\n<p> \u00abMy Atlas\u00bb ist bis zum 6. Dezember 2026 zu sehen.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der international erfolgreiche Thomas Hirschhorn kehrt zu seinen geografischen Wurzeln zur\u00fcck. 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