{"id":264308,"date":"2026-08-24T03:42:16","date_gmt":"2026-08-24T03:42:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/264308\/"},"modified":"2026-08-24T03:42:16","modified_gmt":"2026-08-24T03:42:16","slug":"pouring-neusser-kuenstler-erklaert-warum-die-technik-so-beliebt-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/264308\/","title":{"rendered":"Pouring: Neusser K\u00fcnstler erkl\u00e4rt, warum die Technik so beliebt ist"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Acryl flie\u00dfen lassen &#8211; Pouring, so hei\u00dft ein aktueller Trend unter den Kreativen in der \u201eDo-it-Yourself-Szene\u201c. Wirklich neu ist er allerdings nicht, wei\u00df Rainer Schmidt, K\u00fcnstler und langj\u00e4hriger P\u00e4dagoge der Neusser Volkshochschule: \u201eDiese Technik, also das Ausgie\u00dfen von Acrylfarbe auf Leinw\u00e4nden, habe ich schon vor acht bis zehn Jahren gemacht. Aber durch das Internet wird daraus gerade wieder ein neuer Hype\u201c, erz\u00e4hlt er. Und dieser Hype zeige sich auch in den Anmeldezahlen der vhs. Denn s\u00e4mtliche Pouring-Kurse sind schnell ausgebucht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dass diese Technik derzeit so beliebt ist, hat vermutlich aber auch noch andere Gr\u00fcnde: Es sind weder Vorkenntnisse erforderlich noch muss man malen k\u00f6nnen, um tolle Effekte zu erzielen. Und: \u201eDas Pouring ist eine Riesensauerei\u201c, bemerkt der K\u00fcnstler, \u201edas Zuhause zu machen ist sehr schwierig!\u201c Denn die Acrylfarben werden auf unterschiedliche Art und Weise auf die Leinwand gegossen und dort verteilt. Bei fast jedem Verfahren geht viel Farbe daneben, wogegen man sich sch\u00fctzen muss, erkl\u00e4rt Schmidt: \u201eManche haben sogar einen Ganzk\u00f6rperanzug an. Ich empfehle, die Schuhe abzudecken und mindestens Handschuhe zu tragen. Die Teilnehmer m\u00fcssen sp\u00e4ter auch den Boden reinigen, denn diese Flecken, die Sie hier sehen, die stammen alle vom Pouring.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Neben ihm auf einem der Tische befinden sich unterschiedliche Alltagsgegenst\u00e4nde: Strohhalme, ein F\u00f6n, eine Salatschleuder, ein Wollkn\u00e4uel, eine Zitruspresse und abgeschnittene B\u00f6den von Kunststoffflaschen. Das seien alles Materialien, mit denen das Pouring erst interessant w\u00fcrde, erkl\u00e4rt der Dozent. \u201eF\u00fcr den Workshop decke ich die Tische komplett mit Plastikfolie ab, denn Acrylfarbe klebt f\u00fcrchterlich\u201c, erkl\u00e4rt er. Dabei entstehe leider auch jede Menge Abfall und das sei klar der negative Teil der Kunsttechnik. Auch die Plastikbecher, in denen die Farbe angemischt wird, seien sp\u00e4ter M\u00fcll, da sie nur einmal verwendet werden k\u00f6nnen. Stattdessen auf andere Farben umzusteigen, die weniger kleben, sei aber nicht m\u00f6glich: \u201eBeim Pouring geht es darum, Farbe verlaufen zu lassen. Das geht nur mit Acrylfarbe, mit \u00d6l geht es nicht.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Teilnehmer des Workshops am Wochenende m\u00fcssen nur eigene Leinw\u00e4nde mitbringen, die Farben stellt der Dozent. Und dann geht es los: Die B\u00f6den von zwei Plastikflaschen werden auf die Leinwand gelegt. Anschlie\u00dfend werden unterschiedliche Farben wie Blau, Gelb und Gr\u00fcn nacheinander auf die Gegenst\u00e4nde gegossen. Dann bildet sich ein Muster, das aussieht wie eine Blume. \u201eDie kann man dann so lassen\u201c, sagt Schmidt, \u201eoder es gef\u00e4llt noch nicht und man kippt noch einmal weiter, oder gie\u00dft mit der Zitruspresse Wasser auf.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Hinter dem Dozenten sind zwei Bilder zu sehen, auf denen filigrane Blumen in Blau-Wei\u00df auf rosa Grund abgebildet sind. Ist das auch Pouring? \u201eJa\u201c, sagt Schmidt, \u201ehier hat sich eine Teilnehmerin etwas Besonderes einfallen lassen. Sie hat den Hintergrund in Rosa gemacht. Und dann hat sie ein St\u00fcck von der Wolle abgeschnitten und einmal in wei\u00dfe, einmal in hellblaue Farbe getaucht\u201c, erkl\u00e4rt der Kunstp\u00e4dagoge. Diese F\u00e4den habe sie dann auf der feuchten Leinwand mit dem rosa Untergrund geschl\u00e4ngelt. \u201eDadurch entstehen solche blumenartigen Formen\u201c, so Schmidt weiter. Der Haken an der Technik: Im Nachhinein etwas zu korrigieren, sei nicht m\u00f6glich: \u201eDas geht sehr schnell, zwei Sekunden, f\u00fcnf Sekunden. Das sollte man dann nicht mehr korrigieren. Aber man kann sehr sch\u00f6ne Effekte erzielen. Ich sage den Teilnehmern immer: Nehmen Sie die Farben, die Sie nehmen wollen. Da kann man sehr kreativ sein.\u201c Neben den Farben k\u00f6nne sich jeder auch frei \u00fcberlegen, welche weiteren Gegenst\u00e4nde eingesetzt werden sollen, um das Bild besonders individuell zu gestalten. So kann mit einem F\u00f6n die Farbe noch einmal verteilt werden. Aber auch eine Perlenkette sei schon zum Einsatz gekommen, ebenso wie ein Luftballon, der in die Farbe getupft wird. In fast allen F\u00e4llen entstehen wundersch\u00f6ne, dekorative Bilder, die vielleicht weniger mit Kunst als mit viel Spa\u00df an der Herstellung zu tun haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Acryl flie\u00dfen lassen &#8211; Pouring, so hei\u00dft ein aktueller Trend unter den Kreativen in der \u201eDo-it-Yourself-Szene\u201c. 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