{"id":264446,"date":"2026-08-24T06:54:11","date_gmt":"2026-08-24T06:54:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/264446\/"},"modified":"2026-08-24T06:54:11","modified_gmt":"2026-08-24T06:54:11","slug":"japanische-brillen-werden-bei-auslaendischen-touristen-zum-verkaufsschlager","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/264446\/","title":{"rendered":"Japanische Brillen werden bei ausl\u00e4ndischen Touristen zum Verkaufsschlager"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Japanische Optikerketten machen mittlerweile einen gro\u00dfen Teil ihres Gesch\u00e4fts mit ausl\u00e4ndischen Touristen, die japanische Brillen wegen des schwachen Yen g\u00fcnstigen Preis und die M\u00f6glichkeit, ohne \u00e4rztliches Rezept ein Modell direkt im Gesch\u00e4ft anfertigen zu lassen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Hauptgesch\u00e4ft von Megane Ichiba im Einkaufsviertel Shinsaibashi in Osaka stammen mehr als 60 Prozent des Umsatzes von ausl\u00e4ndischen Touristen. Die Kette verlegte die Filiale im Juli an einen neuen Standort und vergr\u00f6\u00dferte die Verkaufsfl\u00e4che. Rund 2.000 Modelle stehen zur Auswahl, die eigenen Brillen beginnen bei 15.000 Yen (ca. 81 Euro). Von der Messung der Sehst\u00e4rke bis zur fertigen Brille k\u00f6nnen im g\u00fcnstigsten Fall nur 25 Minuten vergehen.<\/p>\n<p>Rekordtourismus bringt mehr Kunden in die Gesch\u00e4fte<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Optikerketten profitieren von der hohen Zahl ausl\u00e4ndischer Touristen in Japan. Im Juli 2026 <a href=\"https:\/\/sumikai.com\/nachrichten-aus-japan\/japan-verzeichnet-im-juli-touristenrekord-trotz-einbruch-bei-reisenden-aus-china-379637\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">kamen 3,44 Millionen Menschen aus dem Ausland ins Land<\/a>, so viele wie noch nie in einem Juli. Allein zwischen April und Juni gaben ausl\u00e4ndische Reisende insgesamt rund 2,51 Billionen Yen (ca. 13,5 Milliarden Euro) in Japan aus. Pro Besucher waren es durchschnittlich 244.000 Yen (ca. 1.310 Euro).<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Osaka geh\u00f6rt bei Japan-Reisenden zu den wichtigsten Zielen. 2024 besuchten rund 14,64 Millionen ausl\u00e4ndische Touristen die Pr\u00e4fektur und gaben dort etwa 1,39 Billionen Yen (ca. 7,5 Milliarden Euro) aus. Shinsaibashi geh\u00f6rt gemeinsam mit dem s\u00fcdlich angrenzenden Dotonbori zu den stark von Touristen besuchten Einkaufsvierteln der Stadt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Megane Ichiba hat seine Filiale deshalb auch technisch auf ausl\u00e4ndische Kunden ausgerichtet. Das neue Ger\u00e4t zur Messung der Sehst\u00e4rke bietet eine Sprachausgabe in neun Sprachen, darunter Englisch und Chinesisch. Beide Augen k\u00f6nnen gleichzeitig gemessen werden, wodurch die Untersuchung nach Angaben des Unternehmens nur etwa halb so lange dauert wie mit dem bisherigen Verfahren.<\/p>\n<p>Weitere Optikerketten er\u00f6ffnen Gesch\u00e4fte in Osaka<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Washin er\u00f6ffnete im April in Shinsaibashi sein erstes gro\u00dfes Gesch\u00e4ft in der Kansai-Region und folgte im Mai mit einer Filiale in Umeda. Dort arbeiten Fachkr\u00e4fte mit der staatlichen Qualifikation \u201eBrillenherstellungs-Fachkraft erster Klasse\u201c, die unter anderem Sehst\u00e4rken messen, Gl\u00e4ser bearbeiten und Fassungen anpassen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Japan f\u00fchrte diese staatliche Berufspr\u00fcfung 2021 ein, die ersten Pr\u00fcfungen fanden 2022 statt. Die Qualifikation umfasst neben der Messung der Sehst\u00e4rke auch die Auswahl und Bearbeitung der Gl\u00e4ser sowie die Anpassung der Fassung. Washin wirbt bei ausl\u00e4ndischen Kunden damit, Brillen an unterschiedliche Gesichtsformen anzupassen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Owndays er\u00f6ffnete bereits im November vergangenen Jahres eine Filiale in Umeda. Zwischen Juni und September des Vorjahres stieg der Umsatz des Unternehmens in der Kansai-Region um 30 Prozent. Mit weiteren Gesch\u00e4ften will die Kette mehr ausl\u00e4ndische Besucher erreichen.<\/p>\n<p>Sabae ist das Zentrum der japanischen Brillenproduktion<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die japanische Brillenindustrie konzentriert sich seit mehr als einem Jahrhundert auf die Pr\u00e4fektur Fukui. Rund um die Stadt Sabae werden mehr als 90 Prozent der in Japan produzierten Brillenfassungen hergestellt. Die Produktion begann dort 1905 und entwickelte sich \u00fcber mehrere Jahrzehnte von einer zus\u00e4tzlichen Besch\u00e4ftigung f\u00fcr Bauern zu einem Industriegebiet f\u00fcr Metallverarbeitung und Brillenherstellung.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hersteller aus der Region arbeiten unter anderem mit Titan und anderen Metalllegierungen und beliefern auch M\u00e4rkte in Europa und den USA. Die Fertigung in Sabae tr\u00e4gt zum Ruf japanischer Brillen bei, allerdings ist nicht jede Brille, die eine japanische Kette verkauft, auch in Japan hergestellt. Die H\u00e4ndler f\u00fchren neben eigenen und japanischen Produkten ebenfalls importierte Fassungen und Bauteile.<\/p>\n<p>Brillenkauf funktioniert ohne \u00e4rztliches Rezept<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr ausl\u00e4ndische Touristen spielt au\u00dferdem das japanische Verkaufssystem eine Rolle. F\u00fcr den Kauf einer Brille ist in Japan kein \u00e4rztliches Rezept vorgeschrieben.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hideyuki Araki vom Resona Research Institute sieht in der Kombination aus Fertigungsqualit\u00e4t, Service und dem Kauf ohne Rezept gute Voraussetzungen f\u00fcr das Gesch\u00e4ft mit ausl\u00e4ndischen Touristen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Japanische Optikerketten machen mittlerweile einen gro\u00dfen Teil ihres Gesch\u00e4fts mit ausl\u00e4ndischen Touristen, die japanische Brillen wegen des schwachen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":264447,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[14],"tags":[57,46,52,51,53,56,45,44,55,54],"class_list":["post-264446","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-business","tag-ch","tag-companies","tag-companies-markets","tag-markets","tag-maerkte","tag-schweiz","tag-switzerland","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/117149168584590963","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/264446","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=264446"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/264446\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/264447"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=264446"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=264446"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=264446"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}