{"id":264454,"date":"2026-08-24T07:00:13","date_gmt":"2026-08-24T07:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/264454\/"},"modified":"2026-08-24T07:00:13","modified_gmt":"2026-08-24T07:00:13","slug":"pharma-im-umbruch-basel-kaempft-um-seine-position","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/264454\/","title":{"rendered":"Pharma im Umbruch: Basel k\u00e4mpft um seine Position"},"content":{"rendered":"<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/560746266_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"867\" alt=\"Blick auf Basel von oben\" loading=\"eager\" decoding=\"sync\" fetchpriority=\"high\"\/><\/p>\n<p>                Die Roche-T\u00fcrme auf der rechten Seite und der Novartis-Kuppelpavillon auf der linken Seite.            <\/p>\n<p>            Stefan Bohrer \/ Keystone        <\/p>\n<p>        Basel z\u00e4hlt zu den grossen Pharmastandorten. Doch k\u00fcnstliche Intelligenz, Geopolitik, neue Konkurrenten und ver\u00e4nderte Investitionsmuster setzen die Region unter Druck.\n<\/p>\n<p>        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht    <\/p>\n<p>        24. August 2026 &#8211; 08:30\n<\/p>\n<p>Nur wenige St\u00e4dte der Welt sind in ihrer Identit\u00e4t so eng mit einer Branche verbunden wie Basel mit seiner Pharmaindustrie. Roche und Novartis, zwei der gr\u00f6ssten Pharmakonzerne der Welt, pr\u00e4gen das Stadtbild. Wer \u00fcber eine von Basels Br\u00fccken geht, sieht sie sofort: auf der einen Seite die weissen, stufenf\u00f6rmigen Roche-T\u00fcrme und auf der anderen den Novartis-Campus.<\/p>\n<p>Die Geschichte der beiden Unternehmen in der Region reicht fast zwei Jahrhunderte zur\u00fcck. Was einst mit chemischen Farbstoffen f\u00fcr die Textilindustrie begann, entwickelte sich zur Herstellung von Pillen, Sirupen und Injektionen und ist heute bei Gen- und Zelltherapien angekommen.<\/p>\n<p>\u00abBasel hat eine lange Tradition darin, neue Ideen und Menschen willkommen zu heissen\u00bb, sagt Maria Luisa Brooke, Stadtf\u00fchrerin bei Basel Tourismus. \u00abDas hat die Stadt zu einem Ort gemacht, der Innovation f\u00f6rdert.\u00bb<\/p>\n<p>Diese Geschichte ist Segen und B\u00fcrde zugleich. Die Branche hat die Region ausserordentlich wohlhabend gemacht. Der Kanton Basel-Stadt <a href=\"https:\/\/www.bs.ch\/schwerpunkte\/portrait\/im-herzen-europas\/basel-zahlen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">weistExterner Link<\/a> ein Bruttoinlandprodukt pro Kopf von rund 204\u2019070 Franken auf, deutlich mehr als die <a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/volkswirtschaft.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Schweiz insgesamtExterner Link<\/a> mit 93\u2019450 Franken. Auch die L\u00f6hne und die Unternehmenssteuereinnahmen im Kanton geh\u00f6ren zu den h\u00f6chsten der Schweiz. Basel-Stadt <a href=\"https:\/\/www.bs.ch\/verwaltung\/departement-fuer-wirtschaft-soziales-und-umwelt\/dienststellen\/amt-fuer-wirtschaft-und-arbeit\/standortfoerderung\/standortfoerderung-basel-stadt-2025\/editorial\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">erwirtschaftetExterner Link<\/a> rund 36%  der gesamten Schweizer Exporte, wobei Pharmaprodukte den weitaus gr\u00f6ssten Anteil ausmachen.<\/p>\n<p>Diese Abh\u00e4ngigkeit hat jedoch auch eine Schattenseite. St\u00e4dte, deren Wirtschaft auf angestammten Industrien beruht, haben oft M\u00fche, technologische Umbr\u00fcche zu \u00fcberstehen. Die Pharmaindustrie steht weltweit an einem Wendepunkt.<\/p>\n<p>K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) ver\u00e4ndert die Forschung grundlegend, Behandlungen werden personalisiert, Fachkr\u00e4fte sind international mobil, und neue Akteure wie China entwickeln Medikamente schneller und g\u00fcnstiger. Immer mehr Regierungen betrachten die Pharmaindustrie zudem als Frage der nationalen Sicherheit. Sie investieren grosse Summen in den Aufbau einer heimischen Industrie und schaffen damit Konkurrenz f\u00fcr etablierte Standorte.<\/p>\n<p>\u00abIn den vergangenen Jahren hat es enorme Verwerfungen gegeben, ausgel\u00f6st durch tiefgreifende geopolitische Verschiebungen\u00bb, sagt Joanne Henderson, die beim globalen Immobilienunternehmen CBRE den Bereich Life Sciences in Europa leitet. CBRE ver\u00f6ffentlicht einen <a href=\"https:\/\/www.cbre.com\/insights\/reports\/global-life-sciences-atlas\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">BerichtExterner Link<\/a> zu Life-Sciences-Standorten. \u00abDas f\u00fchrt dazu, dass die Pharmaunternehmen ihre Produktions-, Liefer- und Vertriebsnetze sowie ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung grundlegend \u00fcberdenken.\u00bb<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/446445073_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"866\" alt=\"Zwei B\u00fcrot\u00fcrme an einem Fluss\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Innovationen im Gesundheitswesen\n        <\/p>\n<p>        Big Pharma: Der Motor der Schweizer Wirtschaft steht unter Druck    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht                    <\/p>\n<p>                        19. Juni 2026                    <\/p>\n<p>                Die Pharmaindustrie ist eine tragende S\u00e4ule der Schweizer Wirtschaft und ein Schwergewicht auf globaler Ebene. Doch der Aufstieg neuer Akteure k\u00f6nnte die Karten neu mischen.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/innovationen-im-gesundheitswesen\/big-pharma-der-motor-der-schweizer-wirtschaft-steht-unter-druck\/91595319\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Big Pharma: Der Motor der Schweizer Wirtschaft steht unter Druck<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Basel ist l\u00e4ngst nicht mehr einer von wenigen Pharmastandorten auf der Welt. Boston, Cambridge im Vereinigten K\u00f6nigreich und Leiden in den Niederlanden sind etablierte Konkurrenten. Gleichzeitig buhlen aufstrebende Standorte wie Madrid, Suzhou in China und Raleigh im US-Bundesstaat North Carolina mit Spitzenuniversit\u00e4ten und staatlichen Anreizen um Investitionen der Pharmaindustrie.<\/p>\n<p>Wo steht Basel also heute? Kann die Stadt ihren Vorsprung halten?<\/p>\n<p>                    Basel auf einen Blick                <\/p>\n<p>Die drittgr\u00f6sste Stadt der Schweiz hat 180\u2019000 Einwohner:innen und liegt im Kanton Basel-Stadt (205\u2019000 Einwohner:innen). Basel Area Business &amp; Innovation handelt im Auftrag der drei Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Jura. Zur weiteren Metropolregion Basel geh\u00f6ren Teile der Kantone Aargau und Solothurn sowie Grenzregionen in Frankreich und Deutschland.<\/p>\n<p>Eine Phase der Erneuerung und Modernisierung<\/p>\n<p>Diese Fragen besch\u00e4ftigen Christof Kl\u00f6pper, Leiter von Basel Area Business &amp; Innovation, der Wirtschaftsf\u00f6rderung der Region, seit \u00fcber einem Jahrzehnt.<\/p>\n<p>Um die Jahrtausendwende erlebte die Branche weltweit einen tiefgreifenden Wandel mit dem Aufstieg der Biotechnologie, die lebende Zellen zur Entwicklung neuer Medikamente nutzt. Innovationen aus dem eigenen Haus reichten nicht mehr aus, um die Ums\u00e4tze der Grosskonzerne anzutreiben, sagt Kl\u00f6pper.<\/p>\n<p>1990 \u00fcbernahm Roche die Mehrheit am Biotech-Pionier Genentech in San Francisco \u2013 eine wegweisende \u00dcbernahme, die der Konzern 2009 mit dem Kauf der restlichen Aktien abschloss. Novartis wiederum entschied sich 2003 daf\u00fcr, den globalen Hauptsitz seiner fr\u00fchen Wirkstoffforschung in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts statt in Basel anzusiedeln.<\/p>\n<p>Die Botschaft dieser Schritte, sagt Kl\u00f6pper, sei gewesen: \u00abDie beiden grossen Unternehmen w\u00fcrden nicht mehr alles hier in Basel machen. Uns wurde klar: Wenn wir uns nicht aktiv darum bem\u00fchen, Innovation hier anzusiedeln, gehen die grossen Unternehmen anderswohin.\u00bb<\/p>\n<p>Boston wurde zum Vorbild f\u00fcr Basel. Die Mischung aus universit\u00e4rer Forschung, Start-up-Zentren und Risikokapital l\u00f6ste in Basel eine Welle von Investitionen aus, mit denen die Region ihre Position sichern wollte. In den vergangenen zehn Jahren haben Kantonsregierungen und private Investor:innen Milliarden in regionale Innovationsparks gesteckt, um ein \u00d6kosystem nach dem Vorbild Bostons zu schaffen.<\/p>\n<p>Der Ausbau geht weiter. 2022 er\u00f6ffnete im Nachbarkanton Basel-Landschaft ein nationaler Innovationspark, der mindestens acht Fussballfelder gross ist. In den kommenden f\u00fcnf Jahren soll sich seine Fl\u00e4che durch neue Labore, Arbeitsr\u00e4ume und Forschungsinstitute verdoppeln.<\/p>\n<p>Der Kanton baute zudem die Risikokapitalf\u00f6rderung \u00fcber Start-up-Inkubatoren und Accelerator-Programme wie BaseLaunch und DayOne aus. Ersteres hat seit 2017 30 Unternehmen mit rund einer Milliarde Franken unterst\u00fctzt. Ziel ist es, Unternehmen aufzubauen, die sp\u00e4ter zu \u00dcbernahmekandidaten f\u00fcr die Grosskonzerne werden.<\/p>\n<p>Basel-Stadt gew\u00e4hrt wie viele Schweizer Kantone seit Jahren steuerliche Anreize f\u00fcr Forschung und Entwicklung. 2025 stimmte die Basler Stimmbev\u00f6lkerung jedoch einem neuen <a href=\"https:\/\/media.bs.ch\/original_file\/fccc30a08015e2272fc0758f6f0d5bcd8fdc2db2\/d-factsheet-basler-standortpaket-digital.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">AnreizExterner Link<\/a> zu. Der neue OECD-Mindeststeuersatz f\u00fcr Unternehmen brachte dem Kanton hohe Mehreinnahmen. Basel-Stadt gibt nun j\u00e4hrlich 150 bis 500 Millionen Franken f\u00fcr ein <a href=\"https:\/\/media.bs.ch\/original_file\/fccc30a08015e2272fc0758f6f0d5bcd8fdc2db2\/d-factsheet-basler-standortpaket-digital.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Innovationsf\u00f6rderprogrammExterner Link<\/a> aus. Es bietet R\u00fcckverg\u00fctungen von bis zu 25% auf L\u00f6hne in Forschung und Entwicklung sowie auf Abschreibungen von Ausr\u00fcstungsinvestitionen und R\u00fcckverg\u00fctungen von 10% auf die Kosten klinischer Studien in der Schweiz.<\/p>\n<p>Die Strategie zeigt Wirkung<\/p>\n<p>Die Strategie scheint sich auszuzahlen. In der Region sind heute 800 Life-Sciences-Unternehmen angesiedelt, vor zehn Jahren waren es rund 600, sagt Kl\u00f6pper. Der Erfolg bemesse sich allerdings an der Qualit\u00e4t, nicht an der Quantit\u00e4t, f\u00fcgt er hinzu. Als Beispiel nennt er das US-Biotechunternehmen Revolution Medicines, das 2025 eine Tochtergesellschaft in Basel gr\u00fcndete und k\u00fcrzlich mit dem vielversprechenden Wirkstoffkandidaten Daraxonrasib gegen Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs Schlagzeilen machte.<\/p>\n<p>Auch mehrere chinesische Unternehmen wie BeOne Medicines haben sich in der Region niedergelassen. Selbst im Vergleich mit gr\u00f6sseren und kosteng\u00fcnstigeren Konkurrenten schneidet Basel in internationalen Ranglisten gut ab. Im Vergleich <a href=\"https:\/\/www.jll.com\/en-ch\/insights\/emea-2026-life-sciences-industry-and-cluster-report\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">der Life-Sciences-Cluster 2026Externer Link<\/a> des Gewerbeimmobilienunternehmens JLL stieg die Region von einem etablierten Tier-2-Standort zu einem weltweit f\u00fchrenden Tier-1-Standort auf.<\/p>\n<p>\u00abDas liegt tats\u00e4chlich an der j\u00fcngsten Entwicklung beim Risikokapital und der Dynamik des \u00d6kosystems\u00bb, sagt George Beaton, Forschungsleiter f\u00fcr Life Sciences bei JLL. \u00abWenn man sich hochwertige Produktionsstandorte ansieht, liegt Basel in absoluten Zahlen nicht an der Spitze, aber pro Kopf gerechnet ist es Spitzenreiter.\u00bb<\/p>\n<p>Start-ups im Kanton Basel-Stadt <a href=\"https:\/\/www.startupticker.ch\/assets\/files\/attachments\/VCReport_2026_web.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">sammeltenExterner Link<\/a> 2025 die Rekordsumme von 572,3 Millionen Franken ein, 95% davon flossen in die Life Sciences. Anfang 2025 nahm das Basler Unternehmen BioVersys an der Schweizer B\u00f6rse SIX 80 Millionen Franken auf \u2013 der <a href=\"https:\/\/www.swissbiotech.org\/news\/biotech-report-2026-swiss-biotech-2025-facts-figures\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">gr\u00f6sste Biotech-B\u00f6rsengangExterner Link<\/a> in Europa seit f\u00fcnf Jahren. Und das zu einer Zeit, in der einige andere europ\u00e4ische Standorte r\u00fcckl\u00e4ufige Finanzierungen verzeichnen. 2025 sank die <a href=\"https:\/\/www.bioindustry.org\/resource\/uk-biotech-financing-2025.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">RisikokapitalfinanzierungExterner Link<\/a> f\u00fcr britische Biotechfirmen um 13,2% auf 1,8 Milliarden Pfund (1,96 Milliarden Franken).<\/p>\n<p>Auch der dichte Pool an Fachkr\u00e4ften bleibt ein zentrales Argument f\u00fcr Basel: \u00dcber 33\u2019000 Personen <a href=\"https:\/\/baselsupercluster.com\/why-basel\/talent\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">arbeitenExterner Link<\/a> in der Region in den Life Sciences, das entspricht rund 7,2% der Erwerbst\u00e4tigen. Henderson weist darauf hin, dass die Basler Expertise die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette abdecke \u2013 von der Vermarktung \u00fcber die Regulierung und Preisgestaltung bis hin zum Marktzugang. Dadurch entstehe ein Fachwissen, das sich nicht \u00fcber Nacht aufbauen lasse.<\/p>\n<p>Diese Fachkr\u00e4ftebasis wird zudem durch die aussergew\u00f6hnlich hohe Lebensqualit\u00e4t der Stadt gest\u00fctzt, ein grosser Vorteil im Wettbewerb der Pharmaunternehmen mit Technologiefirmen um Arbeitskr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Geopolitischer Druck auf Basel<\/p>\n<p>Die entscheidende Frage ist, ob all die Vorz\u00fcge und Investitionen ausreichen, w\u00e4hrend die Schwergewichte Roche und Novartis unter wachsendem geopolitischem Druck stehen, anderswo zu investieren. Laut Fachleuten, die mit Swissinfo sprachen, sei Basel zwar weit mehr als nur Big Pharma, brauche die Konzerne aber weiterhin, um f\u00fchrender Pharmastandort zu bleiben.<\/p>\n<p>Um den Z\u00f6llen von US-Pr\u00e4sident Donald Trump zu entgehen, haben die beiden Unternehmen zugesagt, in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren gemeinsam 73 Milliarden Dollar (58 Milliarden Franken) in den USA zu investieren. Ziel ist es, s\u00e4mtliche Schl\u00fcsselmedikamente auf amerikanischem Boden zu produzieren. Die USA verf\u00fcgen dabei \u00fcber enorme Verhandlungsmacht: Auf sie entf\u00e4llt rund die H\u00e4lfte des weltweiten Roche-Umsatzes, auf die Schweiz entfallen weniger als 2%.<\/p>\n<p>Die Konzerne investieren auch stark in China, das sich zu einem wichtigen Innovationsstandort entwickelt. Der Anteil der in China in Entwicklung befindlichen Medikamente stieg von 18% im Jahr 2021 auf \u00fcber 30% im Jahr 2026. Der Schweizer Anteil verharrt dagegen bei knapp sieben Prozent.<\/p>\n<p>Hinzu kommt: Trumps Anordnungen, die US-Medikamentenpreise an jene von Peer-L\u00e4ndern wie der Schweiz anzugleichen, haben die Spannungen zwischen der Branche und den Schweizer Gesundheitsbeh\u00f6rden versch\u00e4rft, die versuchen, die Gesundheitskosten im Inland zu d\u00e4mpfen. Im Juni <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/legal\/litigation\/swiss-pharma-risk-us-trade-investigation-industry-body-says-2026-06-26\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">warnteExterner Link<\/a> Ren\u00e9 Buholzer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Schweizer Pharmaverbands Interpharma, die Schweiz k\u00f6nnte Ziel einer US-Handelsuntersuchung zu Medikamentenpreisen und Verg\u00fctungen werden. Dies geschah nur wenige Tage, nachdem die USA eine formelle Untersuchung eingeleitet hatten, um zu pr\u00fcfen, ob Deutschland f\u00fcr innovative Medikamente zu wenig bezahlt.<\/p>\n<p>Gegen diesen makro\u00f6konomischen Gegenwind kann Basel nur begrenzt etwas ausrichten. Den gr\u00f6ssten Teil der Arbeit muss die Schweizer Bundesregierung in Bern leisten.<\/p>\n<p>Am Swiss Biotech Day im Mai in Basel nahm Roche-Chef Thomas Schinecker kein Blatt vor den Mund. \u00abViele der zentralen Eigenschaften, die die Schweiz in der Vergangenheit stark gemacht haben, gibt es nicht mehr\u00bb, sagte er vor einem Publikum aus F\u00fchrungskr\u00e4ften. \u00abDie Gefahr besteht darin, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Vergangener Erfolg ist nicht unbedingt ein guter Indikator f\u00fcr k\u00fcnftigen Erfolg.\u00bb<\/p>\n<p>Die Sorgen der Branche sind inzwischen auch auf nationaler Ebene ein Thema. Das eidgen\u00f6ssische Parlament hat k\u00fcrzlich eine <a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20253685\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">MotionExterner Link<\/a> der Basler Parlamentarierin Eva Herzog f\u00fcr eine nationale Pharmastrategie angenommen. Zudem hat der Bundesrat eine <a href=\"https:\/\/www.bag.admin.ch\/de\/newnsb\/DdskwDuvo1-SY2_HfdwtU\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">ArbeitsgruppeExterner Link<\/a> mit der Branche einberufen, um \u00fcber bessere Rahmenbedingungen f\u00fcr den Sektor zu beraten.<\/p>\n<p>\u00abBasel hat immer gezeigt, dass sich die Stadt weiterentwickeln kann, wenn sich die Welt ver\u00e4ndert\u00bb, sagt Brooke. \u00abDie Stadt weiss: Wenn man \u00fcber eine gute Konzentration von Kompetenzen verf\u00fcgt, k\u00f6nnen neue Ideen entstehen.\u00bb<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/691583573_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"867\" alt=\"Wolkenkratzer bei Nacht\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Innovationen im Gesundheitswesen\n        <\/p>\n<p>        Trotz globalem Erfolg: Die Schweizer Pharmaindustrie steht vor Problemen    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht                    <\/p>\n<p>                        20. Feb. 2026                    <\/p>\n<p>                Den beiden gr\u00f6ssten Pharmaunternehmen der Schweiz geht es gut. Warum ist das Land trotzdem so besorgt?            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/innovationen-im-gesundheitswesen\/trotz-globalem-erfolg-die-schweizer-pharmaindustrie-steht-vor-problemen\/90960019\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Trotz globalem Erfolg: Die Schweizer Pharmaindustrie steht vor Problemen<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Editiert von Nerys Avery\/ts. \u00dcbertragung aus dem Englischen von Michael Heger<\/p>\n<p>        Artikel in dieser Story    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Roche-T\u00fcrme auf der rechten Seite und der Novartis-Kuppelpavillon auf der linken Seite. 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