{"id":264598,"date":"2026-08-24T08:43:14","date_gmt":"2026-08-24T08:43:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/264598\/"},"modified":"2026-08-24T08:43:14","modified_gmt":"2026-08-24T08:43:14","slug":"in-diesen-laendern-gehen-e-auto-verkaeufe-durch-die-decke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/264598\/","title":{"rendered":"In diesen L\u00e4ndern gehen E-Auto-Verk\u00e4ufe durch die Decke"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1787560993_476_819656422893099.webp\" fetchpriority=\"high\" width=\"1000\" height=\"563\" alt=\"E-Autos setzen sich in vielen L\u00e4ndern schneller durch als bei uns.\" data-image-id=\"819656422893099\" class=\"watson-snippet__image block h-auto w-full bg-grey-10 \"\/><\/p>\n<p>E-Autos setzen sich in vielen L\u00e4ndern schneller durch als bei uns.Bild: Shutterstock<\/p>\n<p>Was muss passieren, um bei den Neuwagenverk\u00e4ufen einen Elektroauto-Anteil von 80 Prozent und mehr wie in Norwegen und D\u00e4nemark zu erreichen? Verb\u00e4nde, Verwaltung und Forschung nehmen Stellung.<\/p>\n<p>24.08.2026, 04:5524.08.2026, 10:15<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1787560994_768_4268748701896709.webp\" alt=\"Oliver Wietlisbach\" width=\"50\" height=\"50\" loading=\"lazy\" class=\"h-auto w-14 rounded-full\"\/><\/p>\n<p>Folge mir<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\"><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.watson.ch\/schweiz\/digital\/234413497-e-autos-in-der-schweiz-diese-beiden-hersteller-dominieren-den-markt\" class=\"\">Jeder vierte Personenwagen<\/a> in der Schweiz, der neu auf die Strassen kommt, f\u00e4hrt zu 100 Prozent elektrisch. Der Stromer-Anteil <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.watson.ch\/schweiz\/digital\/868835092-schweizer-kaufen-wegen-hohen-benzinpreisen-mehr-e-autos\">steigt<\/a>, aber so richtig freuen mag sich niemand. Denn im internationalen Vergleich werden wir bei der Antriebswende weg von fossilen Fahrzeugen von immer mehr L\u00e4ndern <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.watson.ch\/digital\/auto\/988086149-in-norwegen-entscheiden-sich-99-prozent-der-kunden-fuer-ein-e-auto\" class=\"\">stehen gelassen<\/a>.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Zur Verdeutlichung: In Uruguay waren im Juli fast 53 Prozent der Neuzulassungen vollelektrische Autos, in Singapur 64,6 Prozent und in Hongkong 77,4 Prozent. In China kamen allein im Juli 647&#8217;000 neue vollelektrische E-Autos (BEV) auf die Strassen. Das waren 44,3 Prozent der Neuzulassungen \u2013 ein neuer Rekord. Weitere 20,8 Prozent waren teilelektrische Plug-in-Hybride. Elektrifizierte Autos machen somit im weltweit gr\u00f6ssten Automarkt zwei von drei Neuzulassungen aus.<\/p>\n<p>E-Autos werden in vielen L\u00e4ndern beliebter. Die Schweiz f\u00e4llt beim Wandel zur Elektromobilit\u00e4t zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Einst z\u00e4hlten wir zu den Top 5 E-Auto-L\u00e4ndern in Europa. Tempi passati! Inzwischen elektrifizieren die Skandinavier und die Benelux-Staaten ihren Verkehr weit schneller. Aber auch die Deutschen, Franzosen und Briten ziehen links und rechts an uns vorbei.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Bemerkenswert: In D\u00e4nemark ist der E-Auto-Anteil von 2022 bis 2026 von <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.watson.ch\/wirtschaft\/digital\/624485500-in-diesem-land-gehen-elektroautos-durch-die-decke-und-es-ist-nicht-china\" class=\"\">unter 20 auf 80 Prozent hochgeschnellt<\/a>, bei uns von knapp 20 auf lediglich 25 Prozent. Woran liegt&#8217;s?<\/p>\n<p>Eine Frage, vier Antworten<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Was m\u00fcsste in der Schweiz passieren, um einen E-Auto-Anteil wie in D\u00e4nemark zu erreichen? Dort entschieden sich im Juli <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/mobility.dk\/nyheder\/ny-rekord-97-af-nye-biler-til-private-i-juli-var-elbiler\/\" class=\"\">97 Prozent der Privatkunden<\/a> sowie 80 Prozent aller Kunden f\u00fcr ein E-Auto.<\/p>\n<p>Das sagt der Elektromobilit\u00e4tsverband Swiss eMobility<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">\u00abVon 80 Prozent E-Autos (BEV) bei den Neuverk\u00e4ufen sind wir noch wahnsinnig weit weg. Damit wir schon nur zur\u00fcck in die Top 10 kommen, braucht es folgende Punkte:<\/p>\n<p>Klares Bekenntnis zur Elektromobilit\u00e4t: Der Bund muss sich eindeutig zur Elektrifizierung des Strassenverkehrs bekennen. Dazu geh\u00f6ren verbindliche BEV-Ziele, ein klares Ausstiegsziel f\u00fcr fossile Antriebe und die Bereitschaft, bei Zielverfehlung nachzusch\u00e4rfen. Technologieneutralit\u00e4t darf nicht zum Vorwand f\u00fcr politische Unt\u00e4tigkeit werden.Ein Beschleunigungspaket: Freiwillige Massnahmen reichen nicht. Es braucht einen verbindlichen regulatorischen und fiskalischen Rahmen: ein rasches <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.watson.ch\/wirtschaft\/schweiz\/552484703-vermieter-sollen-ladestationen-fuer-e-autos-nicht-mehr-verbieten-duerfen\">Recht auf Laden<\/a>, die Sistierung der <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.watson.ch\/schweiz\/auto\/821964060-bundesrat-will-elektrofahrzeuge-ab-2030-besteuern\">Automobilsteuer f\u00fcr Elektrofahrzeuge<\/a> und die Einf\u00fchrung einer Ersatzabgabe f\u00fcr die Mineral\u00f6lsteuer erst ab einem BEV-Anteil von mindestens 30 Prozent.Ausbauprogramm f\u00fcr die Ladeinfrastrukturen: Finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Grundinstallationen intelligenter Ladesysteme dort, wo Fahrzeuge lange stehen: zuhause, am Arbeitsplatz und an weiteren Langzeitparkpl\u00e4tzen. Beim Schnellladen braucht es einfachere Bewilligungen, klare und einheitliche Netzanschlusskosten sowie geeignete Standorte.Integration der Elektromobilit\u00e4t ins Energiesystem: Elektromobilit\u00e4t ist verbindlich als integraler Bestandteil des Schweizer Energiesystems zu betrachten. Elektroautos sind k\u00fcnftig nicht nur Verbraucher, sondern auch flexible Stromspeicher. Die regulatorischen Voraussetzungen f\u00fcr intelligentes und <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.watson.ch\/schweiz\/digital\/788143222-was-schweizer-ueber-e-autos-und-bidirektionales-laden-denken\">bidirektionales Laden<\/a> m\u00fcssen jetzt geschaffen werden, damit dieses enorme Potenzial f\u00fcr Netzstabilit\u00e4t und Versorgungssicherheit genutzt werden kann.\u00bbDas sagt der Verband der Automobilimporteure Auto-Schweiz<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">\u00abEin schneller Anstieg auf ein Niveau wie in D\u00e4nemark ist bei den bestehenden Schweizer Rahmenbedingungen illusorisch, weil die nat\u00fcrliche Nachfrage zu gering ist und ein stimulierendes Umfeld in der Schweiz fehlt\u00bb, sagt Thomas R\u00fccker, Direktor Auto-Schweiz.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Der Verband der Schweizer Automobilimporteure gegen\u00fcber watson: \u00abEs gibt mittlerweile ein riesiges Angebot an E-Autos in allen Preisklassen und es sind genau die gleichen Modelle wie im Rest Europas im Angebot, trotzdem w\u00e4chst <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.watson.ch\/schweiz\/digital\/892380100-9-grafiken-die-hoffentlich-nicht-nur-e-auto-fahrer-interessieren\" class=\"\">der BEV-Anteil in der Schweiz<\/a>, anders als in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, nur langsam.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Die Spitzenreiter in der Tabelle haben dies nur durch massive Subventionen und Zwangsmassnahmen erreicht. Beides lehnen wir ab. Die K\u00e4ufer investieren in ein E-Auto, wenn der Nutzen gr\u00f6sser ist als die Kosten. Daf\u00fcr braucht es ein funktionierendes \u00d6kosystem. W\u00e4hrend die EU Gas gibt, passiert in der Schweiz das Gegenteil: <\/p>\n<p>Hohe und wenig transparente Energiepreise, ungen\u00fcgende Ladeinfrastruktur, regulatorische Unsicherheit sowie <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.watson.ch\/schweiz\/bundesrat\/657174305-e-auto-steuer-kritiker-sprechen-von-ausbremsen-der-e-mobilitaet\">neue Steuer- und Abgabepl\u00e4ne<\/a> verunsichern Private und Firmenkunden. Wir fordern den Verzicht auf neue Steuern wie der Ersatzabgabe auf E-Autos. Zudem soll die Autosteuer von 4 Prozent, der letzte verbliebene Industriezoll, abgeschafft werden.<\/p>\n<p>Thomas R\u00fccker, Direktor Auto-Schweiz<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Um den Verkauf von E-Autos anzukurbeln, braucht es auch g\u00fcnstigen Strom. Auto-Schweiz <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.watson.ch\/schweiz\/elektroauto\/743417025-schweizer-kaufen-zu-wenig-e-autos-autobranche-hat-schuldige-gefunden\" class=\"\">verlangt<\/a> deshalb Preiswettbewerb am Strommarkt.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Die Automobilbranche kann die E-Mobilit\u00e4t nicht im Alleingang voranbringen. Auch andere Akteure sind gefordert: Die Finanzpolitik mit steuerlichen Anreizen, die Energieunternehmen mit kosteng\u00fcnstigem Strom sowie die Hauseigent\u00fcmer und Arbeitgeber, indem sie Mietern bzw. Mitarbeitenden Zugang zu Ladestationen erm\u00f6glichen.\u00bb<\/p>\n<p>Das sagt das Bundesamt f\u00fcr EnergieZu Anreizen in Europa<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">\u00abIn Europa haben Norwegen und D\u00e4nemark die mit Abstand h\u00f6chsten Anteile an batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) bei den Neuzulassungen von Personenwagen. Zentrales Element in diesen L\u00e4ndern: Verbrenner sind in der Anschaffung deutlich teurer als vergleichbare elektrische Modelle. Dies bedingt in Norwegen durch einen Teilerlass der hohen Mehrwertsteuer (25 %) sowie einer Registrierungssteuer, die f\u00fcr BEV ebenfalls deutlich tiefer ist. Die hohe Registrierungssteuer macht auch in D\u00e4nemark Verbrenner fast doppelt so teuer als vergleichbare elektrische Modelle. Dieser BEV-Rabatt wird jedoch von Jahr zu Jahr zur\u00fcckgefahren.<\/p>\n<p>In Finnland, Schweden und den Niederlanden mit ebenfalls hohen Anteilen an BEV-Neuzulassungen bestehen Anreize bei der Anschaffung durch reduzierte Registrierungssteuern (soweit vorhanden) sowie Rabatten bei j\u00e4hrlichen Verkehrssteuern. Ebenfalls sind in diesen L\u00e4ndern steuerliche Vorteile f\u00fcr die Privatnutzung von Firmenwagen verbreitet, Kaufpr\u00e4mien werden hingegen in diesen L\u00e4ndern nicht (mehr) gew\u00e4hrt. Generell werden in den meisten L\u00e4ndern aktuell Rabatte und Befreiungen f\u00fcr BEV zur\u00fcckgefahren, insbesondere auch in Norwegen, die Neuzulassungen von BEV bleiben gleichwohl unver\u00e4ndert hoch.\u00bb<\/p>\n<p>Zu Anreizen in der Schweiz<\/p>\n<p>\u00abF\u00fcr vergleichbare, starke Anreize br\u00e4uchte es in der Schweiz prim\u00e4r entsprechende politische Mehrheiten, insbesondere f\u00fcr Massnahmen, die Verbrennermodelle in der Anschaffung entsprechend verteuern. Denkbar w\u00e4re beispielsweise ein Bonus-Malus-System \u00e4hnlich jenem in Frankreich. Dabei w\u00fcrde der Kauf von Elektroautos finanziell stark beg\u00fcnstigt und Verbrenner entsprechend verteuert.\u00bb<\/p>\n<p>Bundesamt f\u00fcr Energie<\/p>\n<p>Zum Ausbau der Ladeinfrastruktur<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">\u00abDer Bundesrat hat am 19. Juni 2026 einen Gesetzesvorschlag in die Vernehmlassung geschickt, um die vom Parlament \u00fcberwiesene Motion 23.3936 <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.watson.ch\/wirtschaft\/schweiz\/795030914-elektroauto-mieter-in-der-schweiz-sollen-zugang-zu-ladestation-erhalten\" class=\"\">Laden von Elektroautos im Mietverh\u00e4ltnis und Stockwerkeigentum<\/a> von Nationalrat J\u00fcrg Grossen umzusetzen. Damit soll der Zugang zu einer Ladestation zuhause f\u00fcr Mieter und Stockwerkeigent\u00fcmerinnen erleichtert werden. Viele geben fehlende Ladem\u00f6glichkeiten zuhause als Hauptgrund an, sich kein Elektrofahrzeug zuzulegen.\u00bb<\/p>\n<p>Zur Vorreiterrolle beim Schwerverkehr<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\"> \u00abIm Bereich des Schwerverkehrs hat die Schweiz in Europa den h\u00f6chsten Anteil an schweren E-LKW. Der Haupttreiber hierf\u00fcr ist die aktuelle Befreiung von der leistungsabh\u00e4ngigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA). Diese Massnahme tr\u00e4gt dazu bei, dass <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.watson.ch\/schweiz\/bundesrat\/460929837-bundesrat-will-mehr-e-lastwagen-das-aendert-sich-bei-den-vorschriften\" class=\"\">Elektrolastwagen<\/a> dank tieferen Betriebskosten den aktuell noch h\u00f6heren Anschaffungspreis kompensieren k\u00f6nnen und im Vergleich zu Dieselmodellen tiefere Gesamtbetriebskosten aufweisen.\u00bb<\/p>\n<p>Das sagt die Wissenschaft<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Die ETH-Forschenden Inga Nienkerke und Tim Tr\u00f6ndle erkl\u00e4ren gegen\u00fcber watson:<\/p>\n<p>\u00abDer Erfolg von L\u00e4ndern wie Norwegen und D\u00e4nemark l\u00e4sst sich nicht eins zu eins auf die Schweiz \u00fcbertragen. Trotzdem zeigt er, wie die Schweiz zu einem h\u00f6heren Anteil an E-Autos kommen k\u00f6nnte.\u00bb<\/p>\n<p>Tim Tr\u00f6ndle, Inga Nienkerke, Climate Policy Lab, ETH Z\u00fcrich <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\"> \u00abInsbesondere drei Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p>Der Anschaffungspreis: In der Schweiz ist Strom im Vergleich zu Treibstoff g\u00fcnstig, wodurch E-Autos \u00fcber ihre gesamte Lebenszeit gerechnet heute schon gleich teuer oder sogar g\u00fcnstiger als Verbrenner sind. Allerdings muss man beim Kauf eben doch oft noch mehr zahlen und <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.watson.ch\/digital\/auto\/464040218-preise-fuer-elektroautos-und-verbrenner-naehern-sich-an\">die Ersparnis stellt sich erst \u00fcber die Jahre ein<\/a>. Das h\u00e4lt viele Menschen ab, auf ein E-Auto umzusteigen. Der Erfolg von Norwegen und D\u00e4nemark basiert auch darauf, dass Steuerverg\u00fcnstigungen den Anschaffungspreis von E-Autos unter den von Verbrennern gedr\u00fcckt haben.Die Ladeinfrastruktur: In der Schweiz kann man heute schon unterwegs sehr gut laden: Entlang der Autobahnen gibt es zahlreiche Lades\u00e4ulen von denen viele Autos in weniger als einer halben Stunde auf 80 Prozent laden. Zuhause sieht die Situation allerdings oft anders aus: Hier fehlen Ladestellen oft, und ihre Installation ist insbesondere f\u00fcr Mietende regulatorisch und finanziell schwierig. Unsere Forschung zeigt: Das h\u00e4lt viele Menschen von einem E-Auto-Kauf ab. Eine 2025 vom Parlament angenommene Motion soll hier nachbessern und Mietenden k\u00fcnftig einen Anspruch auf eine Ladestation geben. F\u00fcr Norwegen und D\u00e4nemark ist das Laden zuhause ein kleineres Problem, da beide L\u00e4nder einen h\u00f6heren Anteil an Einfamilienh\u00e4usern und Wohneigentum aufweisen.Eine verbindliche Zielvorgabe: Norwegen hat ein klares Ziel f\u00fcr die Einf\u00fchrung von E-Autos und dieses auch erf\u00fcllt; D\u00e4nemark hat ein klares Ziel f\u00fcr die Abschaffung von Verbrennern und ist auf gutem Weg, dieses Ziel zu erreichen. Die Schweiz <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.watson.ch\/schweiz\/digital\/939750090-schweiz-verpasst-ihre-e-auto-ziele\">hat ihr selbstgestecktes Ziel letztes Jahr verpasst<\/a>, auch weil es unverbindlich blieb: Die Roadmap Elektromobilit\u00e4t ist eine freiwillige Branchenvereinbarung ohne rechtliche Verbindlichkeit. Eine verbindlichere Zielvorgabe, kombiniert mit wirkungsvollen finanziellen Anreizen und besserer Ladeinfrastruktur, k\u00f6nnte zu deutlich h\u00f6heren Neuzulassungen von E-Autos in der Schweiz f\u00fchren.\u00bbDas Fazit<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Neue Benzinautos werden in Norwegen und D\u00e4nemark kaum noch gekauft, weil es sich finanziell schlicht nicht lohnt. Hierzulande d\u00fcrften Massnahmen, welche den Kauf von E-Autos finanziell stark beg\u00fcnstigen und Verbrenner verteuern, politisch chancenlos sein.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Die Schweiz verzichtet auf verbindliche Zielvorgaben f\u00fcr E-Autos und nimmt eine langsame Transformation in Kauf. In seiner <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.bafu.admin.ch\/de\/klimastrategie-2050\" class=\"\">langfristigen Klimastrategie<\/a> legte der Bundesrat f\u00fcr den Teilbereich Verkehr fest, dass 90 Prozent der Neuwagen bei Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen bis 2050 vollelektrisch fahren sollen.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Erschwerend kommt hinzu, dass die Schweiz f\u00fcr eine schnelle Antriebswende teils schwierigere Voraussetzungen mit sich bringt (europaweit eine der h\u00f6chsten Mieterquoten). Zudem wird das Recht auf Laden f\u00fcr Mieter und Stockwerkeigent\u00fcmer <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/frontalangriff-auf-die-eigentumsrechte-der-bund-will-das-recht-auf-elektroauto-ladestationen-staerken-doch-die-eigentuemer-wehren-sich-ld.10018881\" class=\"\">weiterhin politisch bek\u00e4mpft<\/a>.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Auch der Ausbau \u00f6ffentlicher Ladepl\u00e4tze hinkt anderen L\u00e4ndern hinterher: \u00abJeder Parkplatz, der zu einem Ladeplatz umfunktioniert werden soll, ist ein Politikum\u00bb, beklagt der Verband Swiss eMobility. \u00abDie Schweiz ist bei marktfreundlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr die Elektromobilit\u00e4t europ\u00e4isches Schlusslicht, bei neuen Steuern und Abgaben hingegen schnell zur Stelle. Dieses Verh\u00e4ltnis m\u00fcssen wir umkehren\u00bb, sagt Krispin Romang, Direktor Swiss eMobility.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">\u00abDer politische Wille fehlt\u00bb, bilanziert Auto-Schweiz und verweist darauf, dass St\u00e4dte wie Oslo und London pro Einwohner eine weit h\u00f6here Dichte an \u00f6ffentlichen Ladestationen als Z\u00fcrich h\u00e4tten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"E-Autos setzen sich in vielen L\u00e4ndern schneller durch als bei uns.Bild: Shutterstock Was muss passieren, um bei den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":264599,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[14],"tags":[57,46,52,51,53,56,45,44,55,54],"class_list":["post-264598","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-business","tag-ch","tag-companies","tag-companies-markets","tag-markets","tag-maerkte","tag-schweiz","tag-switzerland","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/117149597386536378","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/264598","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=264598"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/264598\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/264599"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=264598"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=264598"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=264598"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}