{"id":264927,"date":"2026-08-24T12:59:08","date_gmt":"2026-08-24T12:59:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/264927\/"},"modified":"2026-08-24T12:59:08","modified_gmt":"2026-08-24T12:59:08","slug":"staerkster-el-nino-jetzt-wahrscheinlich-folgen-fuer-europa-vor-allem-indirekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/264927\/","title":{"rendered":"St\u00e4rkster El Ni\u00f1o jetzt wahrscheinlich: Folgen f\u00fcr Europa vor allem indirekt"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Strongest-El-Nino-now-likely-Consequences-for-Europe-mainly-indirect-11423206.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Das Klimaph\u00e4nomen El Ni\u00f1o im Pazifik vor S\u00fcdamerikas Westk\u00fcste gewinnt immer weiter an Kraft, inzwischen ist wahrscheinlich, dass es das st\u00e4rkste seit Beginn der Aufzeichnungen wird. W\u00e4hrend die daraus folgenden Wetterver\u00e4nderungen in vielen Teilen der Welt dramatischer werden d\u00fcrften als in Europa, werden hierzulande mindestens indirekte Folgen zu sp\u00fcren sein. Das geht aus Mitteilungen des Deutschen Wetterdiensts, der US-Klimabeh\u00f6rde NOAA und Experteneinsch\u00e4tzungen hervor. \u201eSo k\u00f6nnen schlechte Ernten im Pazifikraum zu h\u00f6heren Preisen f\u00fcr Zucker, Kaffee und Kakao f\u00fchren\u201c, zitiert die dpa den Physiker Armin Bunde. Zudem hat der aktuelle El Ni\u00f1o bereits Einschr\u00e4nkungen am Panamakanal zur Folge, mit Konsequenzen f\u00fcr den Welthandel.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Konsequenzen prim\u00e4r abseits von Europa<\/p>\n<p>Als El Ni\u00f1o werden ver\u00e4nderte Meeresstr\u00f6mungen im \u00e4quatorialen Pazifik bezeichnet, die alle paar Jahre f\u00fcr \u00fcberdurchschnittlich hohe globale Temperaturen sorgen. Seit dem Fr\u00fchjahr haben Satellitenmessungen darauf hingedeutet, dass sich <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Satellitenaufnahmen-El-Nino-hat-begonnen-und-koennte-besonders-stark-werden-11337255.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ein neuer El Ni\u00f1o entwickelt<\/a> hat, inzwischen hat er begonnen. <a href=\"https:\/\/www.cpc.ncep.noaa.gov\/products\/analysis_monitoring\/enso_advisory\/ensodisc.shtml\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Mitte August hat die NOAA zusammengefasst<\/a>, dass die Wahrscheinlichkeit eines \u201esehr starken\u201c El Ni\u00f1o jetzt bei mehr als 90 Prozent liegt. Zudem hie\u00df es da, dass \u201emit einer Wahrscheinlichkeit von 69 Prozent ein historisches Ereignis bevorsteht, das die St\u00e4rke aller El Ni\u00f1os seit 1950 \u00fcbertrifft\u201c. Schon im Juni hat die Weltwetterorganisation WMO dringende Abwehrma\u00dfnahmen gefordert.<\/p>\n<p>F\u00fcr erhebliche Ver\u00e4nderungen des Wetters sorgt ein El Ni\u00f1o \u00fcblicherweise in Teilen Amerikas, Australiens, Asiens und Afrikas, <a href=\"https:\/\/www.dwd.de\/DE\/wetter\/thema_des_tages\/2026\/8\/23.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">erkl\u00e4rt der DWD<\/a>. In S\u00fcdamerika komme es in sonst trockenen Gebieten \u00fcblicherweise zu kr\u00e4ftigen Niederschl\u00e4gen, in S\u00fcdostasien dagegen zu schweren D\u00fcrren. Auch wegen der gro\u00dfen Entfernungen zum tropischen Pazifik seien die Folgen f\u00fcr Europa \u00fcblicherweise weniger stark ausgepr\u00e4gt. Es sei in der Vergangenheit aber h\u00e4ufiger zu Kaltlufteinbr\u00fcchen nach Europa gekommen. Allein aus einem starken El Ni\u00f1o k\u00f6nne man aber keinen besonders kalten Winter in Europa ableiten. Noch seien die Folgen \u201enicht ad\u00e4quat prognostizierbar\u201c.<\/p>\n<p>Weitreichende Konsequenzen hat der El Ni\u00f1o bereits in Mittelamerika. Mitte August hat die Panamakanalbeh\u00f6rde <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Behoerde-erlaesst-Beschraenkungen-bei-Panamakanaldurchfahrt-wegen-El-Nino-11410577.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Durchfahrt durch den Kanal angek\u00fcndigt<\/a>. Die buchbaren Durchfahrten werden ab September schrittweise leicht gesenkt. Trotz der laufenden Regenzeit und ergriffener Wassersparma\u00dfnahmen seien zus\u00e4tzliche vorbeugende Schritte erforderlich. Der Panamakanal funktioniert mit Schleusen. Jedes Mal, wenn ein Schiff hindurchf\u00e4hrt, flie\u00dft S\u00fc\u00dfwasser ins Meer ab. F\u00fcr den Welthandel sind die Einschr\u00e4nkungen nicht die erste St\u00f6rung, seit dem Fr\u00fchjahr liegt bereits der Schiffsverkehr durch die wichtige Stra\u00dfe von Hormus weitgehend brach. Etwa 90 Prozent des Welthandels werden auf dem Seeweg abgewickelt.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. 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