{"id":265465,"date":"2026-08-24T19:53:08","date_gmt":"2026-08-24T19:53:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/265465\/"},"modified":"2026-08-24T19:53:08","modified_gmt":"2026-08-24T19:53:08","slug":"wegen-kostenexplosion-hoehere-huerden-fuer-psychotherapie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/265465\/","title":{"rendered":"Wegen Kostenexplosion: H\u00f6here H\u00fcrden f\u00fcr Psychotherapie"},"content":{"rendered":"<p>Die Kosten f\u00fcr psychologische Psychotherapie sind deutlich angestiegen. Nun zieht die nationalr\u00e4tliche Gesundheitskommission die Notbremse und will die Zugangsh\u00fcrden zu Psychotherapien erh\u00f6hen. Gegner warnen vor einem gesundheitspolitischen R\u00fcckschritt.<\/p>\n<p>Publiziert: vor 58 Minuten<\/p>\n<p>|<\/p>\n<p>Aktualisiert: vor 35 Minuten<\/p>\n<p>Darum gehts<\/p>\n<p>KI-generiert, redaktionell gepr\u00fcft<\/p>\n<p>Gesundheitskommission will Zugang zu psychologischen Psychotherapie erschweren wegen steigender KostenTherapieausgaben stiegen seit 2022 von 528 auf 922 Millionen FrankenLinke kritsierte Entscheid als gesundheitspolitischen R\u00fcckschritt<a target=\"_self\" class=\"Blink__StyledNextLink-sc-daa3c157-1 ClickableContainer__StyledBlink-sc-c392684d-0 ihtzjk\" rel=\"follow nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.blick.ch\/autoren\/ruedi-studer-id5889265.html\"><img alt=\"RMS_Portrait_AUTOR_1047.JPG\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Ruedi StuderBundeshaus-Redaktor<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Die Zahlen sind erschreckend: Jede zweite Person ist im Lauf ihres Lebens selbst von einer psychischen Erkrankung betroffen. So rechnet der <a target=\"_blank\" class=\"Blink__StyledNextLink-sc-daa3c157-1 HTMLView__StyledBlink-sc-d754821-0 iCecFK\" data-uuid-ui=\"2025\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.gesundheitsbericht2025.ch\/\">nationale Gesundheitsbericht 2025<\/a> damit, dass 20 bis 40 Prozent der Bev\u00f6lkerung im Lauf ihres Lebens einmal an einer Depression erkranken. Auch die psychische Belastung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat zugenommen. Neben Pr\u00e4ventions- und Gesundheitsf\u00f6rderungsmassnahmen m\u00fcsse auch eine bedarfsgerechte, zug\u00e4ngliche und qualitativ hochwertige Versorgung sichergestellt werden, kommt die Untersuchung zum Schluss.\u00a0<\/p>\n<p>Die nationalr\u00e4tliche Gesundheitskommission zieht nun aber in eine ganz andere Richtung: Sie will den Zugang zur psychologischen Psychotherapie wieder erschweren, um die Kostenexplosion zu bremsen. Seit Mitte 2022 gilt ein vereinfachtes Abrechnungsmodell, wonach Psychotherapeuten auf \u00e4rztliche Anordnung hin \u2013 etwa durch einen Hausarzt \u2013 ihre Leistungen selbst\u00e4ndig und auf eigene Rechnung zulasten der Grundversicherung abrechnen k\u00f6nnen. Innerhalb von drei Jahren sind die Kosten damit von 528 auf 922 Millionen Franken gewachsen.<\/p>\n<p>\u00abSymptome ohne Krankheitswert\u00bb<\/p>\n<p>Gem\u00e4ss Insidern f\u00fchrt das neue Modell dazu, \u00abdass bei gesch\u00e4tzten insgesamt 5 bis 7 Millionen Therapiestunden pro Jahr heute in vielen F\u00e4llen Symptome ohne Krankheitswert \u2013 namentlich Alltagsprobleme \u2013 behandelt w\u00fcrden\u00bb, schreibt die Gesundheitskommission dazu. Die Hiobsbotschaft zum Kostenanstieg 2025 und 2026 stehe noch bevor, h\u00e4lt sie weiter fest \u2013 und zieht angesichts dieser Entwicklung die Notbremse.<\/p>\n<p>Mit einer Motion verlangt die b\u00fcrgerliche Kommissionsmehrheit, dass bei Therapiebeginn eine gesicherte medizinische Diagnose vorliegen muss, die ein Psychiater gestellt hat. Davon erhofft sich die Kommission nicht nur eine D\u00e4mpfung des Kostenwachstums, vielmehr soll auch \u00abdie Steuerung des Therapieangebots und der Zugang f\u00fcr Menschen mit schwereren psychischen Erkrankungen verbessert werden\u00bb.<\/p>\n<p>Eine links-gr\u00fcne Minderheit wehrt sich gegen den Vorstoss. \u00abDiese Motion ist gesundheitspolitisch ein R\u00fcckschritt\u00bb, sagt SP-Nationalr\u00e4tin Sarah Wyss (38, BS) zu Blick. \u00abAusgerechnet Menschen, die psychische Hilfe brauchen, sollen k\u00fcnftig noch l\u00e4nger warten und eine zus\u00e4tzliche H\u00fcrde \u00fcberwinden. Das versch\u00e4rft bestehende Versorgungsprobleme, statt sie zu l\u00f6sen.\u00bb<\/p>\n<p>Es sei auch \u00f6konomisch kurzsichtig. \u00abWer heute den Zugang zur Psychotherapie erschwert, riskiert morgen schwerere Erkrankungen und h\u00f6here Folgekosten\u00bb, so Wyss. \u00abKostenpolitik auf dem R\u00fccken von Menschen mit psychischen Erkrankungen ist der falsche Weg.\u00bb<\/p>\n<p>H\u00f6here Tarife und steigende Inanspruchnahme<\/p>\n<p>Die im Juni pr\u00e4sentierte Evaluation zum aktuell geltenden Modell ortet denn auch verschiedene Ursachen f\u00fcr den massiven Kostenanstieg. Rund 30 Prozent des Kostenwachstums sind demnach auf h\u00f6here Tarife zur\u00fcckzuf\u00fchren. Knapp 25 Prozent k\u00f6nnen durch einen langfristigen Trend zur steigenden Inanspruchnahme psychotherapeutischer Leistungen sowie durch das Bev\u00f6lkerungswachstum erkl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>Rund 45 Prozent des Kostenzuwachses hingegen w\u00fcrden auf andere Faktoren entfallen, etwa auf die Verlagerung aus dem Selbstzahler- und Zusatzversicherungsbereich in die Grundversicherung.<\/p>\n<p>Der Bundesrat hat damals zur Untersuchung verk\u00fcndet, dass er angesichts der hohen Mehrkosten die Kostenentwicklung weiter beobachten und das j\u00e4hrliche Kostenmonitoring fortf\u00fchren will.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Kosten f\u00fcr psychologische Psychotherapie sind deutlich angestiegen. 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