{"id":265523,"date":"2026-08-24T20:47:09","date_gmt":"2026-08-24T20:47:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/265523\/"},"modified":"2026-08-24T20:47:09","modified_gmt":"2026-08-24T20:47:09","slug":"schweizer-tech-industrie-wegen-us-zoellen-unter-druck-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/265523\/","title":{"rendered":"Schweizer Tech-Industrie wegen US-Z\u00f6llen unter Druck &#8211; News"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-lead\" data-news-landmark=\"article-lead\">Trotz mehr Auftr\u00e4gen bleibt die Erholung fragil. Swissmem fordert neue Abkommen, doch die Politik bremst. Die \u00dcbersicht.<\/p>\n<p>  Jetzt h\u00f6ren<\/p>\n<p>            Jetzt h\u00f6ren<\/p>\n<p class=\"article-author__name\" data-news-landmark=\"article-author-name\">\n                        Autor:\u00a0<\/p>\n<p>      Sven Zaugg<\/p>\n<p class=\"article-author__date js-dateline\" data-publicationdate=\"2026-08-24T20:53:32+02:00\" data-modificationdate=\"2026-08-24T20:53:32+02:00\" data-i18n-text-published-today=\"Heute, #TIME# Uhr\" data-i18n-text-published-yesterday=\"Gestern, #TIME# Uhr\" data-i18n-text-published-else=\"#DATE#, #TIME# Uhr\" data-i18n-text-modified-today=\"Aktualisiert heute, #TIME# Uhr\" data-i18n-text-modified-yesterday=\"Aktualisiert gestern, #TIME# Uhr\" data-i18n-text-modified-else=\"Aktualisiert #DATE#, #TIME# Uhr\" data-news-landmark=\"article-author-date\">\n            24.08.2026, 20:53\n        <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Das sagen die Halbjahreszahlen: Die j\u00fcngsten Zahlen der Schweizer Tech-Industrie, dem mit rund 330&#8217;000 Besch\u00e4ftigten gr\u00f6ssten Industriezweig des Landes, klingen auf den ersten Blick vielversprechend. Von Januar bis Juni verzeichnete die Branche bei den Auftragseing\u00e4ngen ein Plus von 12.1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch Ums\u00e4tze (+2,5 %)und Exporte (+1,7 %) legten leicht zu. Doch die Freude ist getr\u00fcbt. Swissmem-Pr\u00e4sident Martin Hirzel d\u00e4mpft die Erwartungen und betont, dass dieses Wachstum vor allem von Grossunternehmen getragen wird. Die Kapazit\u00e4tsauslastung liegt mit 81.1 Prozent weiterhin deutlich unter dem langj\u00e4hrigen Mittelwert.<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Person kniet vor offener Maschine in Fabrikumgebung.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Als grosser Hoffnungstr\u00e4ger gilt das frisch aktualisierte Freihandelsabkommen mit China. Durch den Abbau verbleibender Z\u00f6lle k\u00f6nnte die Schweizer Exportwirtschaft j\u00e4hrlich rund 250 Millionen Franken einsparen.<\/p>\n<p>                    Keystone \/ Ga\u00ebtan Bally<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">KMU unter Druck: Eine Swissmem-Umfrage zeigt eine tiefe Zweiklassengesellschaft. W\u00e4hrend die Ums\u00e4tze der Grossen zulegen, sinken jene der kleinen und mittleren Unternehmen im ersten Halbjahr um 3.8 Prozent. Da KMU \u00fcberwiegend in der Schweiz produzieren, treffen sie die hohen hiesigen Produktionskosten mit voller Wucht. Nach Jahren mit schwacher Konjunktur in Europa und sinkenden Margen sind die finanziellen Polster vieler Betriebe schlicht weggeschmolzen. Ein Viertel der Firmen schreibt mittlerweile rote Zahlen. Der anhaltende Druck hat bereits zu sp\u00fcrbarem Stellenabbau gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1787604429_61_full.png\" alt=\"Exporte Tech-Industrie Januar bis Juni 2026 (Balken (gruppiert))\"\/><\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Unsicherheit USA: Die USA waren f\u00fcr die Schweizer Tech-Industrie stets ein Schl\u00fcsselmarkt, doch der zunehmende US-Protektionismus bereitet der Branche heftiges Kopfzerbrechen. Die USA erheben neu einen Zollsatz von 12.5 Prozent auf Schweizer Tech-G\u00fcter \u2013 das sind 2.5 Prozentpunkte mehr als f\u00fcr Produkte aus der EU. Eine US-Untersuchung wegen angeblicher \u00dcberkapazit\u00e4ten k\u00f6nnte diesen Nachteil noch vergr\u00f6ssern (siehe Box). Sollte sich die Zolldifferenz weiter erh\u00f6hen, w\u00e4re das US-Gesch\u00e4ft f\u00fcr fast die H\u00e4lfte der Schweizer Firmen ernsthaft gef\u00e4hrdet. Die Unternehmen m\u00fcssen deshalb auf andere M\u00e4rkte ausweichen.<\/p>\n<p>          Was untersuchen die USA eigentlich?<\/p>\n<p>    Box aufklappen<br \/>\n    Box zuklappen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Die US-Regierung hat unter dem sogenannten \u00abSection 301\u00bb-Mechanismus des US-Handelsgesetzes Untersuchungen gegen die Schweiz und rund 15 weitere Handelspartner (darunter auch die EU, China und Japan) eingeleitet. <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Der Vorwurf lautet, diese L\u00e4nder w\u00fcrden durch staatliche Beihilfen und Subventionen k\u00fcnstliche industrielle \u00dcberkapazit\u00e4ten und \u00dcberproduktionen schaffen. Da diese Produktionsmengen die jeweilige Inlandnachfrage dauerhaft \u00fcbersteigen, f\u00fchre dies zu massiven Export\u00fcbersch\u00fcssen und verzerre den Wettbewerb auf dem US-Markt.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">F\u00fcr die  exportorientierte Schweizer Wirtschaft und die Politik ist dieser Vorwurf kaum durch eigenes Handeln zu entkr\u00e4ften. Die USA nutzen die Untersuchung offensichtlich als handelspolitisches Druckmittel.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Freihandel mit China: Als grosser Hoffnungstr\u00e4ger gilt das frisch aktualisierte Freihandelsabkommen mit China. Durch den Abbau verbleibender Z\u00f6lle k\u00f6nnte die Schweizer Exportwirtschaft j\u00e4hrlich rund 250 Millionen Franken einsparen. Davon w\u00fcrde insbesondere der Maschinenbau stark profitieren. Allerdings warnt der Nachrichtendienst vor Spionage und gef\u00e4hrlichen Abh\u00e4ngigkeiten bei Lieferketten. Swissmem-Pr\u00e4sident Hirzel wischt diese Bedenken beiseite und argumentiert: \u00abSollte China tats\u00e4chlich in der Schweiz Spionage betreiben, tut sie das mit oder ohne Freihandelsabkommen, mit oder ohne Aktualisierung des bereits existierenden Freihandelsabkommens.\u00bb Ganz reibungslos d\u00fcrfte es dennoch nicht gehen, denn die Gr\u00fcnen haben bereits ein Referendum angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1787604429_352_full.png\" alt=\"Exporte Tech-Industrie Januar bis Juni 2026 (Balken (gruppiert))\"\/><\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Mercosur-Abkommen blockiert: Eigentlich wollte die Schweizer Tech-Branche auch im s\u00fcdamerikanischen Mercosur-Raum mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay Fuss fassen. Doch das Abkommen liegt auf Eis, weil der Nationalrat die Notbremse gezogen hat. Schweizer Bauern f\u00fcrchten die billige Agrarkonkurrenz aus \u00dcbersee, w\u00e4hrend linke Kreise kritisieren, dass Umwelt- und Klimaschutzanliegen im Abkommen zu kurz kommen. F\u00fcr Martin Hirzel ist die Blockade unverst\u00e4ndlich: \u00abDie EU hat bereits ihr Freihandelsabkommen in Kraft, sodass also unsere EU-Konkurrenz bereits von tieferen Z\u00f6llen in S\u00fcdamerika profitiert, wir aber nicht. Das ist unverst\u00e4ndlich und muss jetzt vom St\u00e4nderat korrigiert werden.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Trotz mehr Auftr\u00e4gen bleibt die Erholung fragil. Swissmem fordert neue Abkommen, doch die Politik bremst. Die \u00dcbersicht. 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