{"id":267368,"date":"2026-08-26T04:17:08","date_gmt":"2026-08-26T04:17:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/267368\/"},"modified":"2026-08-26T04:17:08","modified_gmt":"2026-08-26T04:17:08","slug":"australien-musikindustrie-setzt-ki-klare-grenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/267368\/","title":{"rendered":"Australien: Musikindustrie setzt KI klare Grenzen"},"content":{"rendered":"<p>Die offiziellen Hitparaden Australiens wollen k\u00fcnftig keine Songs mehr ber\u00fccksichtigen, die \u00fcberwiegend oder vollst\u00e4ndig von KI erzeugt wurden, wurde am Dienstag bekannt. Die Australian Recording Industry Association (ARIA), die Australiens offizielle Musikcharts betreibt, \u00e4ndert dazu ihren Verhaltenskodex gem\u00e4\u00df den IFPI-Regeln.<\/p>\n<p>Erlaubt bleiben Aufnahmen, bei denen KI als Hilfsmittel zum Einsatz kommt. Eine Aufnahme m\u00fcsse \u201ewesentlich von Menschen gemacht\u201c sein und d\u00fcrfe nicht durch k\u00fcnstlich erzeugte Streams oder andere Tricks in den Charts nach oben gebracht worden sein. Die neuen Regeln gelten ab Freitag und werden bei den kommenden Charts am Montag bereits angewendet.<\/p>\n<p>ARIA kann k\u00fcnftig Songs von der Aufnahme in die Charts ausschlie\u00dfen oder sie nachtr\u00e4glich entfernen. Auch Chartplatzierungen k\u00f6nnen korrigiert und Auszeichnungen wieder entzogen werden. K\u00fcnstler und K\u00fcnstlerinnen beziehungsweise deren Vertretungen k\u00f6nnen gegen einen Ausschluss Einspruch einlegen und Belege f\u00fcr die Zul\u00e4ssigkeit einer Aufnahme vorlegen.<\/p>\n<p>KI-Song wochenlang in den Charts<\/p>\n<p>Die Debatte befeuert hatte besonders eine Coverversion von Madonnas \u201eLike a Prayer\u201c des australischen DJs und Produzenten Josh Fawaz. Der Song wurde im Juli zum meistgespielten St\u00fcck im australischen Radio und schaffte es bis zuletzt auf Platz vier der ARIA-Charts. Schlie\u00dflich kam heraus, dass Gesang und Schlagzeug mit Hilfe von KI erzeugt wurden.<\/p>\n<p>      Australien verbannt KI-Songs aus Charts<\/p>\n<p>Der Erfolg eines KI-generierten Covers von Madonnas \u201eLike a Prayer\u201c in Australien hat eine Debatte \u00fcber k\u00fcnstliche Intelligenz in der Musik ausgel\u00f6st. Um K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler zu sch\u00fctzen, will die Politik vollst\u00e4ndig KI-generierte Songs aus den Charts verbannen.<\/p>\n<p>Die Musikbranche kritisiert schon l\u00e4nger, dass KI-Systeme teilweise mit Aufnahmen von K\u00fcnstlern und K\u00fcnstlerinnen trainiert werden, ohne dass die Rechteinhaber dem zugestimmt haben. Gleichzeitig ist KI f\u00fcr Musikschaffende auch ein Werkzeug im Produktionsprozess geworden \u2013 etwa beim Komponieren, Arrangieren und Mischen. ARIA will die neuen Regeln deshalb nach eigenen Angaben weiter \u00fcberpr\u00fcfen und an die technische Entwicklung anpassen.<\/p>\n<p>Klare Regeln auch f\u00fcr \u00d6sterreich<\/p>\n<p>Die IFPI hat in ihren Richtlinien festgelegt, dass unter bestimmten Voraussetzungen KI-Musik in die Wertung aufgenommen werden kann. Der \u00fcberwiegende Anteil des Kreativ- und Produktionsprozesses muss dabei durch Menschen erfolgt und alle rechtlichen Bedingungen (Copyrights) m\u00fcssen gekl\u00e4rt sein. Die IFPI-Richtlinien gelten grunds\u00e4tzlich auch f\u00fcr offizielle Verkaufscharts wie die \u00d63-Austria Top 40.<\/p>\n<p>Die ORF-Radios spielen in ihren Musikangeboten keine KI-generierte Musik. In seinen KI-Richtlinien hat der ORF festgelegt, dass im Broadcast-Bereich, in dem Musikrechte durch bestehende Verwertungsgesellschaften (AKM, LSG, austro mechana etc.) abgedeckt sind, eine Verwendung von KI-generierter Musik nicht erlaubt ist. Musik, die \u00fcberwiegend menschlich erzeugt ist, aber KI-Anteile hat und in den Charts ist, wird vorgestellt \u2013 und entsprechend ausgeschildert.<\/p>\n<p>KI-Inhalte m\u00fcssen ausgeschildert werden<\/p>\n<p>Seit August sind Musikproduzenten verpflichtet, KI-Inhalte bekanntzugeben, damit sie entsprechend ausgeschildert werden k\u00f6nnen. Einzelne Streamingdienste wie Deezer haben bereits im Vorfeld eine entsprechende Kennzeichnung eingef\u00fchrt. Nach Angaben von Deezer wird KI in fast jedem zweiten auf der Plattform neu ver\u00f6ffentlichten Song eingesetzt.<\/p>\n<p>Spotify f\u00fchrte im April die Kennzeichnung \u201eVon Spotify verifiziert\u201c ein, die \u201edie Authentizit\u00e4t und Vertrauensw\u00fcrdigkeit\u201c von K\u00fcnstlern belegen soll. Auch Spotify gab an, seit Monaten mit KI-generierten Inhalten geradezu \u00fcberschwemmt zu werden. F\u00fcr Nutzer und Nutzerinnen ist es h\u00e4ufig nicht sofort erkennbar, ob hinter dem K\u00fcnstler ein echter Mensch steht.<\/p>\n<p>F\u00fcr Mitte September k\u00fcndigte der Dienst an, ausweisen zu wollen, ob hinter einem Profil eine reale Person oder eine KI-generierte Person steht. Entsprechende Profile sollen dann als \u201eAI Persona\u201c gekennzeichnet werden. \u201eWir beginnen mit Profilen, die bestimmte Reichweitenschwellen erreicht haben, sodass die Kennzeichnung die gro\u00dfe Mehrheit der Profile abdeckt, die Nutzer und Nutzerinnen tats\u00e4chlich besuchen\u201c, hie\u00df es dazu. Zudem w\u00fcrden K\u00fcnstler gezielt \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die offiziellen Hitparaden Australiens wollen k\u00fcnftig keine Songs mehr ber\u00fccksichtigen, die \u00fcberwiegend oder vollst\u00e4ndig von KI erzeugt wurden,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":267369,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[46,68,85,86,45,44,69],"class_list":["post-267368","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-musik","tag-ch","tag-entertainment","tag-music","tag-musik","tag-schweiz","tag-switzerland","tag-unterhaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/117159875685081533","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/267368","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=267368"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/267368\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/267369"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=267368"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=267368"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=267368"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}