{"id":267530,"date":"2026-08-26T07:41:11","date_gmt":"2026-08-26T07:41:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/267530\/"},"modified":"2026-08-26T07:41:11","modified_gmt":"2026-08-26T07:41:11","slug":"alithea-bio-hla-compass-fuer-sichere-immuntherapien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/267530\/","title":{"rendered":"Alithea Bio: HLA-Compass f\u00fcr sichere Immuntherapien"},"content":{"rendered":"<p>Alithea Bio entwickelt mit HLA-Compass eine KI-gest\u00fctzte Plattform, die die Entwicklung von Immuntherapien sicherer und gezielter machen soll.<\/p>\n<p>K\u00f6nnen Sie Alithea Bio kurz vorstellen und erz\u00e4hlen, wie die Idee zur Gr\u00fcndung des Unternehmens entstanden ist?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alithea Bio ist ein BioTech-Start-up aus Freiburg, gegr\u00fcndet 2019. Wir entwickeln mit HLA-Compass eine KI-gest\u00fctzte Plattform, die Immunopeptidomik, Massenspektrometrie und propriet\u00e4re HLA-Peptid-Daten kombiniert, um die Entwicklung von Immuntherapien, Krebsimpfstoffen und personalisierter Medizin sicherer und gezielter zu machen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gr\u00fcndungsidee war weniger ein einzelner Geistesblitz als eine Beobachtung meinerseits. Mein Mitgr\u00fcnder Prof. Dr. Tim Fugmann ist der brillante Wissenschaftler hinter Alithea Bio. Ich selbst komme aus dem internationalen Business Development und habe nie ein Labor geleitet. Genau diese Kombination macht uns erfolgreich: Viele exzellente Forschungsergebnisse schaffen es nie in die Anwendung, weil reine Forschungsteams selten wissen, wie man daraus ein finanzierbares Unternehmen macht. Als ich 2022 die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung \u00fcbernommen habe, war mein Auftrag genau das: aus wissenschaftlicher Substanz einen skalierbaren Marktauftritt zu machen. Ich schlage die Br\u00fccke zwischen Forschung und einem Markt, der bereit ist, daf\u00fcr zu zahlen.<\/p>\n<p>Welche Vision verfolgen Sie mit Alithea Bio, und wie m\u00f6chten Sie die Entwicklung von Krebsimmuntherapien langfristig ver\u00e4ndern?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere Vision ist eine Welt, in der Krebs heilbar ist. Das klingt gro\u00df, aber dahinter steckt ein sehr konkretes Problem: Rund 1,7 Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Krebserkrankung, knapp 230.000 sterben jedes Jahr daran. Viele vielversprechende Therapien scheitern dabei nicht an der Wissenschaft, sondern daran, dass niemand vorher wei\u00df, ob sie neben dem Tumor auch gesundes Gewebe angreifen. Sch\u00e4tzungen zufolge sterben allein in Deutschland j\u00e4hrlich zwischen 16.000 und 58.000 Menschen an Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten, ein Risiko, das bei Krebstherapien besonders schwer wiegt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Alithea Bio wollen wir genau diese L\u00fccke schlie\u00dfen: Statt zu sch\u00e4tzen, messen wir. Wir machen mit unserem HLA-Compass sichtbar, welche Zielstrukturen eine Therapie wirklich treffen wird, und zwar bevor die erste klinische Studie beginnt. Langfristig soll das die Entwicklung von Immuntherapien ver\u00e4ndern, weg von Versuch und Irrtum am Patienten, hin zu Entscheidungen, die auf echten Daten beruhen. Unser Ziel ist, dass der HLA-Compass in den n\u00e4chsten Jahren zur Referenz f\u00fcr Immunonkologie wird, f\u00fcr Forschung, Kliniken, Pharma und Biotech gleicherma\u00dfen.<\/p>\n<p>An welche Zielgruppen richtet sich Alithea Bio haupts\u00e4chlich, und welche Herausforderungen l\u00f6sen Sie mit Ihren Technologien?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir arbeiten vor allem mit Pharma- und Biotechunternehmen, die neue Immuntherapien, TCR-basierte Wirkstoffe, TCR-Mimetika oder Krebsimpfstoffe entwickeln, erg\u00e4nzt um akademische und klinische Partner wie CHOP \u2013 Children\u2019s Hospital Philadelphia. Die Herausforderung, die diese Partner alle teilen, ist dieselbe: Sie m\u00fcssen fr\u00fch und verl\u00e4sslich wissen, ob ein Zielpeptid wirklich tumorspezifisch ist oder ob es auch auf gesundem Gewebe vorkommt und damit ein Sicherheitsrisiko darstellt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau hier setzen wir an. Mit \u00fcber 200 abgeschlossenen Kundenprojekten und Partnern wie DeckBio in den USA oder DAAN in S\u00fcdkorea zeigen wir, dass sich diese Frage vor der ersten klinischen Studie beantworten l\u00e4sst, mit hochsensibler Massenspektrometrie und einer der gr\u00f6\u00dften Referenzdatenbanken ihrer Art. F\u00fcr unsere Partner bedeutet das: weniger Kapital, das in Kandidaten flie\u00dft, die sp\u00e4ter an Toxizit\u00e4t scheitern, und mehr Sicherheit bei der Frage, welche Therapien es tats\u00e4chlich bis zur Zulassung schaffen.<\/p>\n<p>Alithea Bio verbindet Immunopeptidomik, Massenspektrometrie und K\u00fcnstliche Intelligenz. Was macht diese Kombination aus Ihrer Sicht besonders?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daten sammeln scheint inzwischen f\u00fcr fast jedes Biotech-Start-up machbar. Was Immunopeptidomik besonders macht, ist der Schwierigkeitsgrad der Datengenerierung. Wir messen winzige, sehr rare Peptide auf der Oberfl\u00e4che der Tumorzellen. Um qualitative und sensitive Daten zu generieren, muss die komplette Orchestrierung klappen. So k\u00f6nnen wir im Labor bei der Vorbereitung der Proben f\u00fcr die ultra-sensitive Messung bereits im Prozess viele Peptide verlieren. Zudem muss die Methode der Massenspektronomie dem zu untersuchenden Gewebe entsprechend und je nach Fragestellung angepasst werden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das funktionierende Zusammenspiel dahinter ist das Ergebnis von jahrelanger Forschung und Optimierung der Prozesse. So sind wir in der Lage bis zu 80 Prozent mehr Daten als unsere Wettbewerber zu generieren. Die eigentliche Kunst liegt letztlich darin, aus dieser Datensammlung etwas zu machen, das ein Pharmaunternehmen tats\u00e4chlich f\u00fcr seine Entscheidungen nutzt. Daf\u00fcr haben wir unsere eigene Bioinformatik und KI-Modelle entwickelt, um aus rohen Labordaten Erkenntnisse zu gewinnen, die f\u00fcr die Entwicklung der n\u00e4chsten Generation von Therapeutika Gold wert sind. Viele Datenbanken bleiben gut gemeinte Archive, aus denen niemand eine konkrete Antwort ableiten kann. Unsere Kombination aus Immunopeptidomik, Massenspektrometrie und KI ist deshalb kein akademisches, sondern ein Entscheidungswerkzeug.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Konkret hei\u00dft das: \u00dcber hochsensible Massenspektrometrie messen wir, welche Peptide tats\u00e4chlich auf Tumor- und auf gesundem Gewebe pr\u00e4sentiert werden, aktuell mehr als 23 Millionen immunopeptidomische Datenpunkte. KI-Modelle helfen uns, in dieser Menge Muster zu erkennen, etwa wenn wir wie k\u00fcrzlich beim sogenannten Dark Genome zeigen konnten, dass bestimmte viral anmutende Peptide eben nicht nur auf Tumorzellen, sondern auch auf gesundem Gewebe erscheinen. Diese Kombination aus echten Messdaten und KI ist es, die aus einer wissenschaftlichen Methode ein belastbares Sicherheits- und Entscheidungsinstrument macht.<\/p>\n<p>Mit HLA-Compass haben Sie eine Plattform f\u00fcr die Entwicklung neuer Immuntherapien geschaffen. Welche Vorteile bietet sie Pharma- und Biotechnologieunternehmen?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">HLA-Compass hat sich vom reinen Datenarchiv zu einem echten Entscheidungswerkzeug entwickelt. Unsere Kunden, internationale Biopharma-Unternehmen, nutzen die Plattform explizit, um eigene TCR-Wirkstoffkandidaten zu de-risiken, bevor Kapital in eine klinische Studie flie\u00dft und diese Studie aufgrund von Toxizit\u00e4t scheitert. Mit mehr als 1,4 Millionen gemessenen, einzigartigen Peptiden und \u00fcber 17 Millionen Identifikationen aus mehr als 4.580 Proben \u2013 t\u00e4glich steigend \u2013 aus gesundem Gewebe, Krebszelllinien und Tumoren, bieten wir eine der gr\u00f6\u00dften Referenzdatenbanken ihrer Art.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vorteile f\u00fcr unsere Partner liegen vor allem in Zeitersparnis und Sicherheit. Die Chance, dass Medikamente die klinischen Studien erfolgreich durchlaufen, erh\u00f6ht sich um mehr als 38 Prozent. Unsere Kunden erkennen fr\u00fcher, ob ein Zielpeptid wirklich tumorspezifisch ist oder auch auf gesundem Gewebe vorkommt, und k\u00f6nnen damit potenziell riskante Kandidaten aussortieren, bevor sie teure klinische Studien umsetzen. Das spart nicht nur Geld, es erh\u00f6ht auch die Wahrscheinlichkeit, dass eine Therapie am Ende tats\u00e4chlich Patientinnen und Patienten erreicht. Heute haben wir zu wenige zugelassene Immuntherapien und die Patienten nehmen, was wir anzubieten haben. Morgen haben wir viel mehr zugelassene Therapien und die Patienten haben viel gr\u00f6\u00dfere Chancen auf Heilung.<\/p>\n<p>Die Entwicklung neuer Krebsmedikamente ist mit hohen Risiken verbunden. Wie unterst\u00fctzt Alithea Bio dabei, geeignete Zielstrukturen fr\u00fcher zu identifizieren und potenzielle Nebenwirkungen besser vorherzusagen?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben ein Verfahren entwickelt, das schon vor der ersten klinischen Studie zeigt, ob eine neue Zell- oder Immuntherapie gesunde Zellen angreifen k\u00f6nnte. Das gelingt durch die Kombination aus hochsensibler Massenspektrometrie und unserer gro\u00dfen Referenzdatenbank aus Tumor- und gesundem Gewebe.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein gutes Beispiel daf\u00fcr ist unsere j\u00fcngste Arbeit zum sogenannten Dark Genome: Ancient Viren, die sogenannten HERVs, machen fast 8 Prozent unseres Genoms aus und galten lange als verl\u00e4sslicher Hinweis auf Tumorpr\u00e4senz. Als wir mit HLA-Compass Tausende gesunde und Tumorproben \u00fcber Nacht gescreent haben, haben wir mehr als 34.000 einzigartige HERV-abgeleitete Peptide identifiziert, und festgestellt, dass viele dieser Signale eben nicht ausschlie\u00dflich auf Tumorgewebe vorkommen. Genau solche Erkenntnisse verhindern, dass ein vielversprechender Wirkstoffkandidat erst in der klinischen Studie an Toxizit\u00e4t scheitert, statt schon am Schreibtisch aussortiert zu werden.<\/p>\n<p>Welche Rolle spielen gro\u00dfe biologische Datens\u00e4tze und K\u00fcnstliche Intelligenz bei der Weiterentwicklung personalisierter Krebsimmuntherapien?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie sind die Grundlage daf\u00fcr, dass personalisierte Medizin \u00fcberhaupt m\u00f6glich wird. \u00dcber Jahre haben wir bei Alithea Bio eine eigene Infrastruktur aufgebaut: aktuell mehr als 1,4 Millionen gemessene Peptide aus \u00fcber 4.5800 Proben, kombiniert mit KI-Modellen zur Sicherheitsvorhersage und Immunogenit\u00e4t. Unsere Mission ist es, die diverseste Datenbank zu haben, um alle Geschlechter, alle ethnischen Hintergr\u00fcnde und Krebsarten abdecken zu k\u00f6nnen, damit die Therapien von morgen f\u00fcr alle sicher sind und wirken. Diese Daten zeigen, was ein einzelner K\u00f6rper wirklich braucht, und wie eine Therapie passgenau auf ihn abgestimmt werden kann.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Statt einer Therapie f\u00fcr alle entsteht so die M\u00f6glichkeit, jeden Patienten individuell zu behandeln. Und genau das ist auch der Grund, warum wir konsequent in die eigene Datenbasis investieren, seit 2024 mit eigenem Labor und eigenem Massenspektrometer in Berlin: Nur mit einer wirklich gro\u00dfen, gut kuratierten Datengrundlage lassen sich KI-Modelle trainieren, die verl\u00e4sslich zwischen gesund und krank, sicher und riskant unterscheiden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Welche Herausforderungen begegnen Ihnen als TechBio-Unternehmen an der Schnittstelle von Biotechnologie, Datenwissenschaft und K\u00fcnstlicher Intelligenz?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine zentrale Herausforderung ist, exzellente Wissenschaft tats\u00e4chlich in ein finanzierbares, marktf\u00e4higes Unternehmen zu \u00fcbersetzen. Viele hervorragende Forschungsergebnisse schaffen es nie in die Anwendung, nicht weil die Wissenschaft nicht gut genug w\u00e4re, sondern weil reine Forschungsteams selten wissen, wie man daraus ein Gesch\u00e4ftsmodell macht. Ich selbst komme aus dem internationalen Business Development, nicht aus dem Labor, und genau diese Perspektive war f\u00fcr Alithea Bio entscheidend.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu kommt eine strukturelle Herausforderung f\u00fcr Europa insgesamt: Wir geben pro Kopf etwa siebenmal weniger f\u00fcr Krebsforschung aus als die USA. Das ist kein reines Ressourcenproblem, sondern auch ein Vertrauensproblem, Investoren und F\u00f6rdermittel flie\u00dfen zu selten dorthin, wo Wissenschaft und Gesch\u00e4ftsmodell gleicherma\u00dfen ernst genommen werden. Als Frau in einer Branche, in der Deep-Tech-Gr\u00fcnderinnen im EU-Schnitt deutlich weniger Kapital erhalten als vergleichbare m\u00e4nnliche Gr\u00fcnder, erlebe ich diese Herausforderung auch ganz pers\u00f6nlich.<\/p>\n<p>Die Entwicklung innovativer Therapien erfordert eine enge Zusammenarbeit mit Forschung und Industrie. Wie wichtig sind Partnerschaften f\u00fcr den Erfolg von Alithea Bio?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere Vision, Krebs vollst\u00e4ndig heilbar zu machen, werden wir nicht alleine erzielen k\u00f6nnen. Partner sind f\u00fcr uns essentiell, um dieses Ziel zu erreichen. Fangen wir mit den Akademien an. Diese Partnerschaften erlauben es uns, an Gewebeproben von Donoren zu kommen, diese zu messen und den Partnern die gewonnenen Daten f\u00fcr die eigene Forschung zur Verf\u00fcgung zu stellen. Au\u00dferdem haben viele Unikliniken und Universit\u00e4ten ihre eigene Forschung zu z. B. Krebsvakzinen und gro\u00dfes Interesse an unserer Technologie. Partnerschaften sind f\u00fcr uns nicht erg\u00e4nzend, sie sind der Kern unseres Gesch\u00e4ftsmodells. Erst durch die Zusammenarbeit mit Kunden wie dem Children\u2019s Hospital of Philadelphia, Deck Bio und mehreren gro\u00dfen Pharmaunternehmen wird aus unserer Plattform ein Werkzeug, das echte Investitionsentscheidungen beeinflusst.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch grenz\u00fcberschreitende Kooperationen spielen f\u00fcr uns eine gro\u00dfe Rolle: Ein deutsch-britisches F\u00f6rderprogramm von ZiM hat uns geholfen, unser Modell \u00fcberhaupt in dieser Form aufzubauen. Solche Partnerschaften zwischen Forschung, Industrie und \u00f6ffentlicher F\u00f6rderung zeigen, was m\u00f6glich ist, wenn Europa aufh\u00f6rt, in getrennten Bahnen zu denken, und stattdessen Wissenschaft, Kapital und Industrie gezielt zusammenbringt.<\/p>\n<p>Welche n\u00e4chsten technologischen Entwicklungen und Wachstumsziele stehen bei Alithea Bio aktuell im Fokus?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir bauen unsere Datenbasis kontinuierlich weiter aus, zuletzt etwa um die Analyse des sogenannten Dark Genome, also viraler Peptidsignale, die bislang kaum systematisch erfasst waren. Gleichzeitig arbeiten wir daran, HLA-Compass noch st\u00e4rker als Sicherheits- und Entscheidungswerkzeug f\u00fcr unsere Partner zu etablieren. Der n\u00e4chste Meilenstein ist HLA-Compass Agenten-kompatibel zu machen, da die Forschung k\u00fcnftig durch Agenten unterst\u00fctzt wird. Der technologische Fortschritt der Plattform folgt der stetigen Datengenerierung.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der Wachstumsseite schlie\u00dfen wir aktuell unsere n\u00e4chste Finanzierungsrunde ab, um Team und Laborkapazit\u00e4ten weiter auszubauen. International wollen wir unsere Sichtbarkeit ausbauen, etwa nach unserem Doppelsieg beim Tech for Change Award und Audience Favorite Award bei den VivaTech Awards 2026 in Paris, und dabei gezielt neue Partnerschaften mit Pharma- und Biotechunternehmen in Europa aufbauen \u2013 alles mit dem Ziel, die bevorzugte Referenz f\u00fcr Immunonkologie zu sein. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir sowohl die wichtigsten Fragen aus Wissenschaft als auch aus der Industrie beantworten k\u00f6nnen, um Vertrauen in unsere Daten zu schaffen.<\/p>\n<p>Wie sehen Sie die Zukunft der personalisierten Krebsmedizin, und welche Rolle soll Alithea Bio dabei langfristig \u00fcbernehmen?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich glaube, die Zukunft der Krebsmedizin liegt darin, weg von der einen Therapie f\u00fcr alle Patientinnen und Patienten hin zu Behandlungen zu kommen, die auf die individuelle biologische Realit\u00e4t jedes Menschen abgestimmt sind. Das setzt voraus, dass wir viel fr\u00fcher und viel verl\u00e4sslicher wissen, welche Zielstrukturen sicher und wirksam sind.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Langfristig will ich, dass Alithea Bio und HLA-Compass genau diese Referenz werden: die Plattform, bei der die Kliniken vor und w\u00e4hrend der Behandlung von Patienten nachschauen, um jedem Patienten die ideale Therapie anbieten zu k\u00f6nnen, die wirksam und vor allem sicher ist. Das ist f\u00fcr mich keine Abstraktion, sondern ein Versprechen an die n\u00e4chste Generation, an eine Welt, in der Krebs heilbar ist.<\/p>\n<p>Welche drei Ratschl\u00e4ge w\u00fcrden Sie anderen Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcndern geben, die ein Unternehmen im Bereich Biotechnologie oder TechBio aufbauen m\u00f6chten?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meine Top-4-Learnings f\u00fcr Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder in Biotech oder TechBio:<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Problem so klar wie m\u00f6glich definieren. Gerade im Deep-Tech-Umfeld ist die Technologie oft schon reif, aber der Impact muss erst bewiesen werden. Eine unersch\u00fctterliche \u00dcberzeugung hilft nur, wenn sie sich auf den Impact und das Team bezieht, nicht nur auf Produkt oder Technologie.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lernen, die Neins zu bewerten. Am Anfang h\u00f6rt man vor allem Absagen, von Kunden, Investoren, manchmal auch von Menschen, die man einstellen m\u00f6chte. Die eigentliche F\u00e4higkeit besteht darin zu erkennen, welches Nein ein \u201enoch nicht\u201c ist, und sich an den wenigen, oft leisen Jas festzuhalten, die einen wirklich weiterbringen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wissenschaft und Gesch\u00e4ftsmodell von Anfang an gleich ernst nehmen. Viele exzellente Forschungsergebnisse schaffen es nie in die Anwendung, nicht weil die Wissenschaft nicht gut genug w\u00e4re, sondern weil niemand im Raum sitzt, der beantworten kann, wann das eingesetzte Kapital zur\u00fcckkommt. Suchen Sie nicht die besten Forscherinnen und Forscher, sondern die richtigen Teams, die Wissenschaft tats\u00e4chlich in die Anwendung bringen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mutig, marktnah und schnell bleiben. Es braucht ein Gr\u00fcnder-Team, das auch Mut zur Entscheidung hat, selbst wenn das \u00fcber den urspr\u00fcnglichen Plan hinausgeht, und das baut, was der Markt braucht, nicht nur, was wissenschaftlich reizvoll ist. Dazu geh\u00f6rt, sich Rat von Menschen zu holen, die selbst schon gegr\u00fcndet haben, und das Ziel dabei nie aus den Augen zu verlieren.<\/p>\n<p>Bild: Prof. Dr. Tim Fugmann und Fanny Giannou Bildcredits Alithea Biotechnology GmbH<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir bedanken uns bei <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/fanny-giannou-352416225\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Fanny Giannou<\/a>\u00a0f\u00fcr das Interview<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Alithea Bio entwickelt mit HLA-Compass eine KI-gest\u00fctzte Plattform, die die Entwicklung von Immuntherapien sicherer und gezielter machen soll.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":267531,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[17],"tags":[2766,46,67,66,924,623,45,19553,4917,44],"class_list":["post-267530","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-biotechnologie","tag-ch","tag-gesundheit","tag-health","tag-krebsforschung","tag-kuenstliche-intelligenz","tag-schweiz","tag-startup","tag-startups","tag-switzerland"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/117160678038221537","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/267530","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=267530"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/267530\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/267531"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=267530"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=267530"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=267530"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}