{"id":267652,"date":"2026-08-26T09:15:16","date_gmt":"2026-08-26T09:15:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/267652\/"},"modified":"2026-08-26T09:15:16","modified_gmt":"2026-08-26T09:15:16","slug":"ki-in-schulen-90-prozent-der-jugendlichen-nutzen-ki-im-schulalltag-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/267652\/","title":{"rendered":"KI in Schulen: 90 Prozent der Jugendlichen nutzen KI im Schulalltag &#8211; News"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-lead\" data-news-landmark=\"article-lead\">KI geh\u00f6rt l\u00e4ngst zum Schulalltag. Aber viele Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler verwenden KI ohne Aufsicht der Lehrperson.<\/p>\n<p>  Jetzt h\u00f6ren<\/p>\n<p>            Jetzt h\u00f6ren<\/p>\n<p class=\"article-author__name\" data-news-landmark=\"article-author-name\">\n                        Autor:\u00a0<\/p>\n<p>      Mich\u00e8le Scherer<\/p>\n<p class=\"article-author__date js-dateline\" data-publicationdate=\"2026-08-26T07:46:03+02:00\" data-modificationdate=\"2026-08-26T07:46:03+02:00\" data-i18n-text-published-today=\"Heute, #TIME# Uhr\" data-i18n-text-published-yesterday=\"Gestern, #TIME# Uhr\" data-i18n-text-published-else=\"#DATE#, #TIME# Uhr\" data-i18n-text-modified-today=\"Aktualisiert heute, #TIME# Uhr\" data-i18n-text-modified-yesterday=\"Aktualisiert gestern, #TIME# Uhr\" data-i18n-text-modified-else=\"Aktualisiert #DATE#, #TIME# Uhr\" data-news-landmark=\"article-author-date\">\n            26.08.2026, 07:46\n        <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Ob f\u00fcr Hausaufgaben, Gruppenarbeiten oder Pr\u00e4sentationen: F\u00fcr viele Jugendliche ist die k\u00fcnstliche Intelligenz mittlerweile zum selbstverst\u00e4ndlichen Schulbegleiter geworden. Neun von zehn Jugendlichen nutzen regelm\u00e4ssig KI f\u00fcr schulische Aufgaben. <\/p>\n<p>\n        Ein produktiver Umgang mit KI w\u00fcrde bedingen, dass die Lehrpersonen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler anweisen, wie sie KI nutzen k\u00f6nnen, ohne selbst das Denken zu verlernen.\n    <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Das ist f\u00fcr Stefan Wolter, Studienautor und Direktor der Schweizerischen Koordinationsstelle f\u00fcr Bildungsforschung, nicht wirklich \u00fcberraschend. \u00abEs ist nat\u00fcrlich eine extreme Versuchung f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, Aufgaben, die sehr viel Aufwand bedeuten w\u00fcrden, mit KI schnell zu erledigen und dann Freizeit zu haben, anstatt einen aufw\u00e4ndigen Lernprozess zu betreiben\u00bb, sagt er.<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Ein Kind in einer grauen Jacke schaut auf einen Laptop-Bildschirm.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler l\u00f6sen Hausaufgaben mit ChatGPT oder lassen sich einen Vortrag von Gemini schreiben.<\/p>\n<p>                    Keystone\/TIMOTHY D. EASLEY<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Das Problem dabei: Die Schulen geben beim Einsatz von KI nicht den Takt vor \u2013 meist verwenden die Jugendlichen von sich aus Programme wie ChatGPT. So gab weniger als ein F\u00fcnftel der befragten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler an, KI auf Aufforderung oder unter Anleitung einer Lehrperson zu verwenden. <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Das sei beunruhigend, meint Stefan Wolter: \u00abEin produktiver Umgang mit KI w\u00fcrde bedingen, dass die Lehrpersonen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler anweisen, wie sie KI nutzen k\u00f6nnen, ohne selbst das Denken zu verlernen.\u00bb<\/p>\n<p>                                                        Rasante Entwicklung h\u00e4lt Schulen auf Trab<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Diese Einsch\u00e4tzung teilt auch Beat Schwendimann, Leiter Fachstelle P\u00e4dagogik beim Schweizerischen Lehrerinnen- und Lehrerverband (LCH). Das Problem sei an den Schulen zwar erkannt, doch bei einer Technologie, die sich so rasant entwickelt wie k\u00fcnstliche Intelligenz, hinke man zwangsl\u00e4ufig immer ein St\u00fcck hinterher. <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">\u00abGerade im Bereich KI entwickelt sich alles sehr schnell. Es durchdringt alle m\u00f6glichen Lebensbereiche und deswegen ist es schwierig f\u00fcr die Schulen, da immer auf dem Laufenden zu sein, immer das Neuste wieder aufzugreifen und gen\u00fcgend Zeit daf\u00fcr zu haben, das auch vertieft zu behandeln.\u00bb<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Klassenzimmer mit Sch\u00fclern, die an Laptops arbeiten, und einer Person, die vorne spricht.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Die KI sollte Lernprozesse in den Schulen nicht ersetzen, sondern unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>                    Keystone\/CYRIL ZINGARO<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Kommt hinzu: Lehrpersonen seien heute schon sehr gefordert \u2013 ihr Aufgabenfeld nehme stetig zu. Deshalb sei es wichtig, dass Lehrerinnen und Lehrer in der Aus- und Weiterbildung lernen, wie sie KI im Unterricht sinnvoll einsetzen k\u00f6nnen, sagt Beat Schwendimann. Denn KI k\u00f6nne durchaus ein n\u00fctzliches Werkzeug sein, solange sie den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern nicht einfach das Denken abnimmt.<\/p>\n<p>\n        Es muss geregelt werden, ob und welche Tools die Schulen benutzen d\u00fcrfen.\n    <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">\u00abMan will nicht das Lernen an die KI delegieren, sondern man will die KI dazu einsetzen, Lernprozesse zu unterst\u00fctzen\u00bb, sagt Schwendimann. \u00abDie KI kann hier ein Sparringpartner sein, zum Beispiel indem man der KI den Auftrag gibt: Stelle mir kritische Fragen. Finde heraus, was ich noch nicht weiss, fordere mich heraus, aber gib mir nicht die Antworten.\u00bb<\/p>\n<p>                                                        Schweizer KI gefordert<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Offene Fragen gibt es auch im Zusammenhang mit dem Datenschutz. Denn die Nutzung von Chatbots kann heikel sein, weil Daten zum Beispiel in die USA oder nach China abfliessen. Eine k\u00fcrzlich durchgef\u00fchrte Umfrage des LCH hat dabei allerdings gezeigt: An vielen Schulen fehlen klare Vorgaben.<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Nahaufnahme einer Hand auf einer Laptop-Tastatur.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Eine Schweizer KI, wie vom Lehrerinnen- und Lehrerverband gefordert, w\u00fcrde Klarheit beim Datenschutz schaffen.<\/p>\n<p>                    Keystone\/christian Beutler<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">\u00abDeswegen muss geregelt werden, ob und welche Tools die Schulen benutzen d\u00fcrfen. Aus Sicht des LCH w\u00e4re es w\u00fcnschenswert, dass wir hier mittel- oder langfristig auch eine Schweizer basierte KI h\u00e4tten, die auch entsprechend dem Schweizer Datenschutz untersteht\u00bb, sagt Schwendimann vom LHC. <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">In Deutschland gibt es bereits eine speziell f\u00fcr den Schulbereich entwickelte KI\u2011Anwendung. In der Schweiz fehlt eine solche L\u00f6sung bisher. So oder so ist klar: Der Umgang mit KI wird die Schule noch lange besch\u00e4ftigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"KI geh\u00f6rt l\u00e4ngst zum Schulalltag. Aber viele Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler verwenden KI ohne Aufsicht der Lehrperson. 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