{"id":267892,"date":"2026-08-26T12:15:11","date_gmt":"2026-08-26T12:15:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/267892\/"},"modified":"2026-08-26T12:15:11","modified_gmt":"2026-08-26T12:15:11","slug":"aufgezeichnet-die-letzten-rufe-eines-schweinswals-wissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/267892\/","title":{"rendered":"Aufgezeichnet: Die letzten Rufe eines Schweinswals &#8211; Wissen"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-lead\" data-news-landmark=\"article-lead\">Einzigartige Aufnahmen eines Beifangs liefern Hinweise, wie sich Schweinswale k\u00fcnftig besser sch\u00fctzen liessen.<\/p>\n<p>  Jetzt h\u00f6ren<\/p>\n<p>            Jetzt h\u00f6ren<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Beifang \u2013 das unbeabsichtigte Fangen von Tieren wie Fischen, Walen oder gar V\u00f6geln \u2013 ist in der Fischerei weitverbreitet. <a href=\"https:\/\/dx.doi.org\/10.1098\/rsos.260565\" target=\"_blank\" data-urn=\"\" data-title=\"\" rel=\"nofollow noopener\">Forschende konnten nun erstmals einen Vorfall im Detail dokumentieren.<\/a><\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Ein Schweinswal schwimmt unter Wasser.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Schweinswale z\u00e4hlen zu den kleinsten Walarten und werden kaum l\u00e4nger als 2.5 Meter. Trotz ihrer \u00c4hnlichkeit zu Delfinen sind sie enger mit Belugas und Narwalen verwandt. Zur Orientierung nutzen sie vorwiegend Echoortung.<\/p>\n<p>                    Imago Images \/ blickwinkel<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Zwei Schweinswale waren auf Futtersuche, als sich einer im Netz verfing. Er konnte zwar das Netz um sieben Meter anheben \u2013 befreien konnte er sich aber nicht. Nach 4.5 Minuten ertrank er.<\/p>\n<p>          Wie die Aufnahme zustande kam<\/p>\n<p>    Box aufklappen<br \/>\n    Box zuklappen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Zwei Unterwassermikrofone am Netz fingen die Klicklaute der Schweinswale auf, mit denen sich die Tiere orientieren. Aus der Differenz, wann und wie die Laute bei den beiden Mikrofonen ankamen, liess sich die Position der Tiere berechnen \u2013 und so ihre Bewegung rund um das Netz nachverfolgen.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Zus\u00e4tzliche Tiefensensoren an den Ger\u00e4ten zeigten zudem, wie sich das Netz selbst w\u00e4hrend des Vorfalls bewegte.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Auch akustisch liess sich das Ereignis nachvollziehen: Zun\u00e4chst dominierten Futtersuch-Laute der Tiere. Als sich eines im Netz verfing, wechselten beide sofort zu Kommunikationsrufen.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Der \u00fcberlebende Schweinswal rief noch stundenlang nach dem Tod des anderen. Die L\u00e4nge des verstorbenen Tiers deutet auf ein Jungtier hin \u2013 wom\u00f6glich ein Mutter-Kalb-Paar.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Die Forschenden hoffen, das Risiko f\u00fcr Beifang k\u00fcnftig zu senken. So k\u00f6nnten akustisch reflektierendere Netze sowie Abschreckungsmittel, die sich an den nat\u00fcrlichen Lauten der Tiere orientieren, helfen. Auch Netze, die den Tieren bei starker Krafteinwirkung die Flucht erm\u00f6glichen, k\u00f6nnten k\u00fcnftig dazu beitragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Einzigartige Aufnahmen eines Beifangs liefern Hinweise, wie sich Schweinswale k\u00fcnftig besser sch\u00fctzen liessen. 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