{"id":269299,"date":"2026-08-27T10:56:09","date_gmt":"2026-08-27T10:56:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/269299\/"},"modified":"2026-08-27T10:56:09","modified_gmt":"2026-08-27T10:56:09","slug":"libreoffice-26-8-verbessert-schriftsatz-und-schriften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/269299\/","title":{"rendered":"LibreOffice 26.8 verbessert Schriftsatz und Schriften"},"content":{"rendered":"<p>              LibreOffice 26.8 verbessert Schriftsatz und Schriften<\/p>\n<p>Die Document Foundation hat LibreOffice 26.8 f\u00fcr Windows, macOS und Linux ver\u00f6ffentlicht. Die neue Hauptversion der freien Office-Suite verbessert vor allem den Schriftsatz, die Verarbeitung von rechts nach links geschriebenen und komplexen Schriften sowie den Austausch von Dokumenten mit Microsoft Office. Calc erh\u00e4lt unter anderem berechnete Felder f\u00fcr Pivot-Tabellen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Paragraph Composer und variable Schriften<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.documentfoundation.org\/blog\/2026\/08\/26\/libreoffice-26-8\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Eine der auff\u00e4lligsten Neuerungen<\/a> betrifft Writer: Der neue \u201eParagraph Composer\u201c soll Blocksatz gleichm\u00e4\u00dfiger setzen. Bislang optimieren Textverarbeitungen Zeilenumbr\u00fcche meist Zeile f\u00fcr Zeile. Das f\u00fchrt mitunter zu dicht gedr\u00e4ngten Zeilen neben solchen mit gro\u00dfen L\u00fccken zwischen den W\u00f6rtern. Der neue Algorithmus ber\u00fccksichtigt mehrere Zeilen eines Absatzes und verteilt die Abst\u00e4nde gleichm\u00e4\u00dfiger. Das k\u00f6nnte f\u00fcr l\u00e4ngere Berichte, Handb\u00fccher und andere Dokumente mit hohen typografischen Anspr\u00fcchen interessant sein.<\/p>\n<p>Writer unterst\u00fctzt nun auch variable OpenType-Schriften. Solche variablen Fonts enthalten nicht nur feste Schnitte wie Regular, Bold oder Condensed. Sie erlauben es, Eigenschaften wie Strichst\u00e4rke, Laufweite oder Kontrast stufenlos anzupassen. Eine Hausschrift kann damit etwa f\u00fcr kleinen Flie\u00dftext einen robusteren, besser lesbaren Schnitt und f\u00fcr \u00dcberschriften einen feineren Schnitt verwenden, ohne dass jeweils eigene Font-Dateien n\u00f6tig sind. Au\u00dferdem funktioniert das Grundlinienraster jetzt auch mit Text in Rahmen korrekt und l\u00e4sst sich w\u00e4hrend der Bearbeitung einblenden.<\/p>\n<p>Bessere Unterst\u00fctzung f\u00fcr Schriftsysteme und Textrichtung<\/p>\n<p>Die Entwickler haben zudem die Unterst\u00fctzung f\u00fcr bidirektionale und komplexe Schriftsysteme erweitert. Writer erkennt beim \u00d6ffnen oder Einf\u00fcgen von Text jetzt automatisch die Absatzrichtung. Das betrifft insbesondere Arabisch und Hebr\u00e4isch, aber auch gemischte Dokumente mit englischen Produktnamen, URLs, Dateipfaden oder Seriennummern. In solchen Texten k\u00f6nnen Leerzeichen, Satzzeichen und Zahlen ohne passende Behandlung an falsche Stellen rutschen. LibreOffice zeigt jetzt auch bidirektionale Steuerzeichen neben anderen Formatierungszeichen an.<\/p>\n<p>Neue Dokumente richten Abs\u00e4tze k\u00fcnftig standardm\u00e4\u00dfig am Zeilenanfang aus, statt sie fest linksb\u00fcndig zu formatieren. Bei links nach rechts geschriebenen Sprachen bedeutet das Linksb\u00fcndigkeit, bei rechts nach links geschriebenen Sprachen Rechtsb\u00fcndigkeit. Bereits ausdr\u00fccklich links- oder rechtsb\u00fcndig formatierte Abs\u00e4tze spiegelt LibreOffice beim Wechsel der Textrichtung nicht mehr automatisch. In Calc stellt eine leere Zelle ihre Textrichtung automatisch um, wenn Nutzer dort Text in einer Rechts-nach-links-Schrift eingeben. LibreOffice Math erh\u00e4lt zudem Funktionen und Operatoren f\u00fcr die Schriftsysteme N\u2019Ko und Adlam.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Austausch mit Microsoft Office<\/p>\n<p>Beim Austausch mit Microsoft Office setzt LibreOffice 26.8 vor allem auf Datenerhalt. Die Suite kann mehrere neuere Diagrammtypen aus OOXML-Dateien beim \u00d6ffnen und erneuten Speichern bewahren. Dazu z\u00e4hlen Boxplots, Trichter-, Pareto-, Sunburst-, Treemap- und Wasserfalldiagramme. LibreOffice kann diese Diagramme bislang jedoch weder anzeigen noch bearbeiten. Das Programm weist auf den nicht unterst\u00fctzten Typ hin und soll die zugrunde liegende Diagrammbeschreibung in der Datei erhalten.<\/p>\n<p>Dadurch k\u00f6nnen Anwender etwa ein XLSX-Dokument in LibreOffice bearbeiten und danach wieder in Excel \u00f6ffnen, ohne dass ein darin enthaltenes Wasserfalldiagramm verloren geht. Diese Round-Trip-F\u00e4higkeit beschr\u00e4nkt sich allerdings auf die Diagrammdefinition. Bei Kartendiagrammen bleibt laut Projekt zwar der Typ erhalten, umfangreiche geografische Daten gehen aber nicht zuverl\u00e4ssig mit.<\/p>\n<p>Neuerungen in Calc, Impress und Draw<\/p>\n<p>Calc erh\u00e4lt berechnete Felder f\u00fcr Pivot-Tabellen. Damit lassen sich innerhalb einer Auswertung Kennzahlen aus bestehenden Feldern erzeugen, ohne die Quelldaten zu erweitern. Anwender k\u00f6nnen so etwa aus Umsatz und Kosten eine Marge oder aus Plan- und Istwerten eine Abweichung berechnen. Weitere \u00c4nderungen betreffen die Datenvalidierung, die ung\u00fcltige Eingaben wieder ohne Warnmeldung verwerfen kann, sowie relative Schriftgr\u00f6\u00dfen in Zellvorlagen. Ein neuer Befehl mischt die Inhalte eines ausgew\u00e4hlten Zellbereichs zuf\u00e4llig.<\/p>\n<p>Impress und Draw unterst\u00fctzen nun unterschiedliche Seitengr\u00f6\u00dfen innerhalb eines Dokuments. In Impress k\u00f6nnen Nutzer Pr\u00e4sentationen au\u00dferdem in benannte Abschnitte gliedern. Eigene Foliennamen zeigt das Programm zus\u00e4tzlich zu den Foliennummern im Folienbereich an. Mehrere mitgelieferte Vorlagen liegen nun sowohl im Format 16:9 als auch in 4:3 vor, damit Hintergrundgrafiken beim Wechsel des Seitenformats nicht verzerrt werden.<\/p>\n<p>Verzicht auf KI<\/p>\n<p>Bei der Oberfl\u00e4che vereinheitlicht LibreOffice die Anzeige von Formatvorlagen in Notebookbar, Formatierungsleiste und Seitenleiste. Die Eintr\u00e4ge zeigen jeweils eine Vorschau des betreffenden Stils. Die Notebookbar erh\u00e4lt au\u00dferdem je Anwendung eine eigene Hintergrundfarbe, um Writer, Calc, Impress und Draw besser unterscheidbar zu machen. \u00c4nderungen an Designfarben sollen keinen Neustart mehr erfordern.<\/p>\n<p>The Document Foundation betont bei der Ver\u00f6ffentlichung, dass LibreOffice 26.8 bewusst keine generative KI enth\u00e4lt. Die Suite \u00fcbertrage Dokumente nicht zur Verarbeitung an externe Dienste und ben\u00f6tige f\u00fcr ihre Kernfunktionen keinen Netzwerkzugang. Neu ist dagegen ein periodischer Spendenhinweis im Startcenter, das beim Programmstart ohne ge\u00f6ffnetes Dokument erscheint. Er soll nicht bei jedem Start auftauchen und ausschlie\u00dflich auf die Spendenseite verweisen. Werbung, Telemetrie, Kontozwang und Abonnements gebe es weiterhin nicht, teilte die Stiftung mit.<\/p>\n<p>LibreOffice 26.8 erschien am 26. August 2026. F\u00fcr produktive Umgebungen verweist die Document Foundation weiterhin auf den konservativeren 26.2-Zweig, der vor allem Fehlerkorrekturen erhalten soll. LibreOffice 26.2.6 soll am 3. September 2026 erscheinen; der Support f\u00fcr den 26.2-Zweig endet laut Projekt am 30. November 2026.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:axk@heise.de\" title=\"Axel Kannenberg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">axk<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"LibreOffice 26.8 verbessert Schriftsatz und Schriften Die Document Foundation hat LibreOffice 26.8 f\u00fcr Windows, macOS und Linux ver\u00f6ffentlicht.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":269300,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[15],"tags":[46,49028,622,4127,49029,51105,56506,4781,56507,45,60,59,44,64,61,50986,63,62],"class_list":["post-269299","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wissenschaft-technik","tag-ch","tag-diagramme","tag-it","tag-libreoffice","tag-microsoft-office","tag-office-suite","tag-ooxml","tag-open-source","tag-opentype","tag-schweiz","tag-science","tag-science-technology","tag-switzerland","tag-technik","tag-technology","tag-typografie","tag-wissenschaft","tag-wissenschaft-technik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/117167106935493053","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269299","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=269299"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269299\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/269300"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=269299"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=269299"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=269299"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}