{"id":269587,"date":"2026-08-27T14:31:12","date_gmt":"2026-08-27T14:31:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/269587\/"},"modified":"2026-08-27T14:31:12","modified_gmt":"2026-08-27T14:31:12","slug":"kaugummi-aus-bohnen-reduziert-hpv-im-labor-um-bis-zu-93-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/269587\/","title":{"rendered":"Kaugummi aus Bohnen reduziert HPV im Labor um bis zu 93 Prozent"},"content":{"rendered":"<p>Kann ein Kaugummi aus einer tropischen Bohne helfen, krankheitsf\u00f6rdernde Keime im Mund zu bek\u00e4mpfen? Dieser Frage ist ein Forschungsteam der University of Pennsylvania nachgegangen. Grundlage des Kaugummis war die Lablab-Bohne (Lablab purpureus). Die H\u00fclsenfrucht enth\u00e4lt FRIL, ein nat\u00fcrlich vorkommendes Protein mit antiviralen Eigenschaften. In Laborversuchen reduzierte der Kaugummi Humane Papillomaviren (HPV) sowie zwei Bakterien, die mit Kopf-Hals-Krebserkrankungen in Verbindung gebracht werden. Die Studie wurde im Fachjournal Scientific Reports ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Lablab-Protein reduziert HPV um bis zu 93 Prozent<\/p>\n<p class=\"ad-float-right\">F\u00fcr die Untersuchung analysierten die Forschenden Speichel- und Mundsp\u00fclproben von Patientinnen und Patienten mit einem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich. Im Mittelpunkt standen das HP-Virus sowie die beiden Bakterien Porphyromonas gingivalis und Fusobacterium nucleatum. Es zeigte sich, dass das im Kaugummi enthaltene Protein FRIL die HPV-Menge in Speichelproben um bis zu 93 Prozent reduzierte und um 80 Prozent in Mundsp\u00fclproben.<\/p>\n<p>Zusatzstoff beseitigt krebsassoziierte Mundbakterien fast vollst\u00e4ndig<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich erg\u00e4nzte das Forschungsteam den Kaugummi um Protegrin, ein antimikrobielles Peptid, das Bakterien abt\u00f6ten kann. Dieses verringerte die Konzentration der zwei Bakterienarten Porphyromonas gingivalis und Fusobacterium nucleatum nahezu vollst\u00e4ndig.\u00a0<\/p>\n<p>N\u00fctzliche Bakterien der Mundflora blieben weitgehend erhalten<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Sogenannte Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinome entstehen im Gewebe von Mund und Rachen. Sie geh\u00f6ren zu den h\u00e4ufigen Krebsarten und werden oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. HPV-Infektionen spielen insbesondere bei Krebserkrankungen im Rachenbereich eine wichtige Rolle. Zudem stehen bestimmte Mundbakterien bei bestehendem Krebs mit einer ung\u00fcnstigeren Prognose in Verbindung.\u00a0<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Ein m\u00f6glicher Vorteil des neuen Ansatzes: Der Kaugummi griff in den Untersuchungen offenbar vor allem die problematischen Keime an. Die n\u00fctzlichen Bakterien der normalen Mundflora blieben weitgehend erhalten. Das k\u00f6nnte ihn von anderen Behandlungsans\u00e4tzen unterscheiden, die das mikrobielle Gleichgewicht im Mund st\u00e4rker beeinflussen.\u00a0<\/p>\n<p>Kaugummi wurde bisher nicht an Menschen getestet<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Wichtig ist jedoch: Die Ergebnisse stammen nicht aus einer klinischen Studie mit Teilnehmenden, die den Kaugummi tats\u00e4chlich gekaut haben. Untersucht wurden Speichel- und Mundsp\u00fclproben von Patienten mit Kopf-Hals-Krebs. Die Forscher pr\u00fcften also au\u00dferhalb des K\u00f6rpers, wie die Kaugummibestandteile auf die darin enthaltenen Viren und Bakterien wirken. Ob der Kaugummi Infektionen beim Menschen tats\u00e4chlich verhindern, die \u00dcbertragung von HPV reduzieren oder das Krebsrisiko senken kann, l\u00e4sst sich aus dieser Untersuchung deshalb noch nicht ableiten. Daf\u00fcr sind klinische Studien erforderlich.\u00a0<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Quelle: DOI <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1038\/s41598-026-39062-w\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">10.1038\/s41598-026-39062-w<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kann ein Kaugummi aus einer tropischen Bohne helfen, krankheitsf\u00f6rdernde Keime im Mund zu bek\u00e4mpfen? 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