{"id":270673,"date":"2026-08-28T11:37:11","date_gmt":"2026-08-28T11:37:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/270673\/"},"modified":"2026-08-28T11:37:11","modified_gmt":"2026-08-28T11:37:11","slug":"google-macht-android-17-sicherer-ech-unterstuetzung-und-2g-abschaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/270673\/","title":{"rendered":"Google macht Android 17 sicherer: ECH-Unterst\u00fctzung und 2G-Abschaltung"},"content":{"rendered":"<p>              Google macht Android 17 sicherer: ECH-Unterst\u00fctzung und 2G-Abschaltung<\/p>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/2G-shutdown-and-ECH-support-Android-17-enhances-network-security-11432963.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Mit <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Android-17\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Android 17<\/a> f\u00fchrt Google eine Reihe neuer Netzwerksicherheitsfunktionen ein, die laut Konzern Verbindungen absichern, vor Sicherheitsl\u00fccken im Mobilfunknetz sch\u00fctzen und dazu beitragen, die Privatsph\u00e4re des Heimnetzwerks zu bewahren.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Encrypted Client Hello<\/p>\n<p>Eine der neuen Sicherheitsfunktionen ist die Unterst\u00fctzung eines Protokolls namens \u201eEncrypted Client Hello\u201c (ECH), das in Zusammenarbeit mit Googles Technologie-Inkubator Jigsaw entstanden ist. Hintergrund f\u00fcr dieses neue Protokoll ist, den Datenverkehr noch besser nach au\u00dfen abzusichern.<\/p>\n<p>So k\u00f6nne Verschl\u00fcsselung zwar bereits einen Gro\u00dfteil des Datenverkehrs vor neugierigen Blicken sch\u00fctzen, doch gab es lange Zeit eine L\u00fccke, erkl\u00e4rt Google: das DNS. \u201eNoch bevor wir \u00fcberhaupt mit der \u00dcbertragung dieser Daten beginnen, muss das DNS die IP-Adresse des Servers nachschlagen, den wir erreichen wollen, und dieser Vorgang erfolgte bisher unverschl\u00fcsselt \u2013 jeder, der Ihren Webverkehr ausspionierte, konnte den Namen der Website sehen, die Sie aufrufen wollten\u201c, <a href=\"https:\/\/blog.google\/security\/new-android-network-security-protections\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">f\u00fchrt Google aus<\/a>. Die unverschl\u00fcsselten Daten k\u00f6nnten zur Erstellung von Nutzerprofilen verwendet oder von b\u00f6swilligen Akteuren f\u00fcr gezielte Phishing- und Betrugsaktionen ausgenutzt werden.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/5\/4\/7\/6\/1\/ECH_Graphic_Jigsaw_2352x1458.width-2000.format-webp-7ec6592fc31ef470.webp\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Grafik visualisiert Funktionsweise von ECH\" height=\"1239\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 2000 \/ 1239; object-fit: cover;\" width=\"2000\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Der neue Datenschutzstandard Encrypted Client Hello arbeitet mit privatem DNS zusammen, um besuchte Domainnamen zu verschleiern.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Google\/Jigsaw)\n    <\/p>\n<p>Mit ECH sollen Servernamen schon w\u00e4hrend der \u00dcbertragung verschl\u00fcsselt werden. Da nicht jede Website ECH von Anfang an unterst\u00fctzen wird, sendet das Protokoll bei fehlender Unterst\u00fctzung \u201egef\u00e4lschte, zuf\u00e4llig generierte ECH-Erweiterungen an Websites, die ECH nicht unterst\u00fctzen \u2013 sodass jede Verbindungsanfrage gleich aussieht\u201c.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Google arbeitet eigenen Angaben zufolge mit Branchenf\u00fchrern, Dienstleistern und App-Entwicklern zusammen, um die Einf\u00fchrung von ECH voranzutreiben. Weitere technische Hintergr\u00fcnde erl\u00e4utert Jigsaw <a href=\"https:\/\/medium.com\/jigsaw\/closing-a-critical-internet-privacy-gap-for-billions-of-users-android-17-rolls-out-ech-support-c52b49a62c04\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">in einem Blogartikel<\/a>.<\/p>\n<p>Sollten App-Entwickler sich entschlie\u00dfen, die modernen Netzwerkbibliotheken und Best Practices zu nutzen, sollten sie auf <a href=\"https:\/\/github.com\/lysine-dev\/okhttp\/blob\/main\/CHANGELOG.md#version-550\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">OkHttp 5.5.0<\/a> aktualisieren und ECH aktivieren. Ferner sagt Google, dass Entwicklerinnen und Entwickler, die Netzwerkstacks erstellen oder konfigurieren, die <a href=\"https:\/\/github.com\/Jigsaw-Code\/ech-research\/blob\/main\/dnsreport\/report.ipynb\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">technischen Empfehlungen auf GitHub<\/a> zur Optimierung von HTTPS-RR-Abfragen studieren sollten.<\/p>\n<p>Local Network Protection<\/p>\n<p>Eine weitere Sicherheitsneuerung betrifft das Heimnetzwerk: Wenn Nutzerinnen und Nutzer ihr Smartphone mit dem heimischen WLAN verbinden, nutze das Smartphone das Netzwerk gemeinsam mit anderen Ger\u00e4ten wie Smart-TVs, \u00dcberwachungskameras oder der Spielkonsole, f\u00fchrt Google aus. Bisher konnten Apps das lokale Netzwerk scannen und ohne die Nutzererlaubnis herausfinden, welche weiteren Ger\u00e4te verbunden waren. Dies konnte etwa daf\u00fcr genutzt werden, Profile des Haushalts zu erstellen.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>Mit Android 17 wird dieser Schn\u00fcffelei mit der Funktion <a href=\"https:\/\/developer.android.com\/privacy-and-security\/local-network-permission\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Local Network Protection<\/a> ein Riegel vorgeschoben. Apps m\u00fcssen zum Scannen des Heimnetzwerks oder f\u00fcr den Verbindungsaufbau mit anderen Ger\u00e4ten im Netzwerk die Erlaubnis einholen. Zudem sagt Google, dass Entwickler f\u00fcr allt\u00e4gliche Aufgaben wie das Streamen eines Videos auf den Fernseher auf vorhandene und sichere Systemtools setzen sollten, mit denen Nutzer etwa einen bestimmten heimischen Fernseher ausw\u00e4hlen k\u00f6nnen \u2013 ohne dass eine App die Erlaubnis ben\u00f6tigt, andere Ger\u00e4te im Haushalt einzusehen.<\/p>\n<p>Eine weitere Ma\u00dfnahme ist der standardm\u00e4\u00dfige Einsatz von <a href=\"https:\/\/developer.android.com\/privacy-and-security\/certificate-transparency-policy\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Certificate Transparency<\/a> (CT). Alle Zertifikate f\u00fcr Verbindungen zu Apps oder Webseiten m\u00fcssen fortan in einem \u00f6ffentlichen Register erfasst werden. Dadurch soll die Wahrscheinlichkeit sinken, dass Nutzern m\u00f6glicherweise gef\u00e4lschte Zertifikate untergejubelt werden, um den Datenverkehr abzufangen und Schaden anzurichten. Mit Certificate Transparency soll die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher Angriff unbemerkt bleibt, deutlich sinken, so Google.<\/p>\n<p>Netzanbieterseitige 2G-Abschaltung<\/p>\n<p>Eine weitere Android-17-Netzwerkfunktion erm\u00f6glicht Mobilfunkanbietern, die 2G-Konnektivit\u00e4t f\u00fcr ihre Kundinnen und Kunden mit einer \u201eZero-Click-L\u00f6sung\u201c standardm\u00e4\u00dfig zu deaktivieren. Nutzer k\u00f6nnen das unsichere 2G\/GSM bereits <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/GSM-Schwachstellen-2G-Abschalter-fuer-iPhones-gefordert-6330107.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">seit Android 12 manuell abschalten<\/a>. Damit soll \u201eSMS Blaster\u201c-Angriffen entgegengewirkt werden, die \u201eSmartphones in der N\u00e4he dazu zwingen, ihre LTE- oder 5G-Verbindungen zu unterbrechen und auf weniger sichere, veraltete 2G-Netze zur\u00fcckzugreifen\u201c, so Google. Im Anschluss k\u00f6nnen Phishing-Nachrichten an die betroffenen Ger\u00e4te gesendet werden.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/5\/4\/7\/6\/1\/Inline_SMS_Blaster_Visual_2352x1.width-2000.format-webp-3a56cb85d1c11c44.webp\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Grafik visualisiert einen SMS Blaster Angriff \u00fcber 2G\" height=\"1239\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 2000 \/ 1239; object-fit: cover;\" width=\"2000\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p class=\"a-caption__text\">\n<p>        \u00dcber eine forcierte Verbindung zu einem 2G-Netzwerk k\u00f6nnen Angreifer einen \u201eSMS Blaster\u201c-Angriff durchf\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Google)\n    <\/p>\n<p>Deutsche Netzanbieter haben bereits angek\u00fcndigt, ihre unsicheren 2G-Netze, die noch als Fallback genutzt werden, bis 2028 abzuschalten. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Mobilfunk-Standard-Auch-O2-will-2G-2028-abschalten-11312871.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">O2 k\u00fcndigte im Juni dieses Jahres an<\/a>, 2G im Laufe der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2028 in Deutschland abzuschalten. Die Mitbewerber <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Vodafone-2G-Ende-bis-2028-und-neue-eCall-Generation-10663908.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vodafone und Deutsche Telekom haben das Ende von 2G ebenfalls f\u00fcr 2028<\/a> festgelegt.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:afl@heise.de\" title=\"Andreas Floemer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">afl<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Google macht Android 17 sicherer: ECH-Unterst\u00fctzung und 2G-Abschaltung close notice This article is also available in English. 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