{"id":271227,"date":"2026-08-28T17:46:13","date_gmt":"2026-08-28T17:46:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/271227\/"},"modified":"2026-08-28T17:46:13","modified_gmt":"2026-08-28T17:46:13","slug":"femizid-in-genf-mann-toetet-partnerin-mit-sexueller-gewalt-19-jahre-haft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/271227\/","title":{"rendered":"Femizid in Genf: Mann t\u00f6tet Partnerin mit sexueller Gewalt \u2013 19 Jahre Haft"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/79b04564-f111-4227-8dc3-8e5de822a45c.jpg\" alt=\"\u00abLes Libellules\u00bb, die Sozialwohnanlage in Vernier, in der der Angeklagte und sein Opfer als Paar lebten.\" title=\"\u00abLes Libellules\u00bb, die Sozialwohnanlage in Vernier, in der der Angeklagte und sein Opfer als Paar lebten.\"  width=\"1200\" height=\"900\"\/>\u00abLes Libellules\u00bb, die Sozialwohnanlage in Vernier, in der der Angeklagte und sein Opfer als Paar lebten.Wikipedia\/Creative CommonsEin Mann in den Vierzigern aus Sierra Leone wurde wegen Mordes mit Eventualvorsatz und sexueller N\u00f6tigung mit Grausamkeit schuldig gesprochen.Er f\u00fcgte seiner kamerunischen Partnerin durch sexuelle Gewalt schwere innere Verletzungen zu, an denen sie verblutete.Das Genfer Strafgericht verurteilte ihn zu 19 Jahren Freiheitsstrafe und einem 15-j\u00e4hrigen Landesverweis.<\/p>\n<p type=\"textBlockArray\" class=\"sc-96fb0400-2 bwOXSg\">In einem Femizid von besonderer Brutalit\u00e4t hat das Strafgericht in Genf einen Mann in den Vierzigern unter anderem wegen Mordes mit Eventualvorsatz und sexueller N\u00f6tigung mit Grausamkeit schuldig gesprochen. Eventualvorsatz bedeutet, dass der T\u00e4ter den m\u00f6glichen t\u00f6dlichen Ausgang seines Handelns erkannte und in Kauf nahm, ohne ihn zwingend anzustreben.<\/p>\n<p type=\"textBlockArray\" class=\"sc-96fb0400-2 bwOXSg\">Der aus Sierra Leone stammende Mann f\u00fcgte seiner Partnerin durch sexuelle Gewalt mit seinem Arm und\/oder einer Flasche schwere innere Verletzungen zu. Die massiven Blutungen waren t\u00f6dlich. Am Freitag verurteilte ihn das Gericht zu 19 Jahren Freiheitsstrafe und einem 15-j\u00e4hrigen Landesverweis.<\/p>\n<p>Triebe, die er mit Gewalt befriedigte<\/p>\n<p type=\"textBlockArray\" class=\"sc-96fb0400-2 bwOXSg\">Das Gericht wies die von der Verteidigung vorgebrachte M\u00f6glichkeit einer Drittbeteiligung zur\u00fcck. \u00abF\u00fcr diese Theorie gibt es keine Beweise\u00bb, hielt es fest. Im Gegenteil: F\u00e4kal- und Blutspuren an seinem Arm sowie an der Flasche belasteten den Angeklagten trotz seiner Dementis.<\/p>\n<p type=\"textBlockArray\" class=\"sc-96fb0400-2 bwOXSg\">Im Zentrum des Verfahrens stand die Frage, ob der Angeklagte den Tod seiner Partnerin beabsichtigt hatte, als er sie zum Analverkehr zwang. Das verneinte das Gericht. Sein Handeln sei nicht vom Wunsch gepr\u00e4gt gewesen, die Frau zu t\u00f6ten, sondern von der Befriedigung sexueller Bed\u00fcrfnisse.<\/p>\n<p type=\"textBlockArray\" class=\"sc-96fb0400-2 bwOXSg\">Der Vorsitzende Richter erkl\u00e4rte: \u00abAngesichts ihrer Schreie, ihrer unertr\u00e4glichen Schmerzen und des Blutverlusts h\u00e4tte [A.] das t\u00f6dliche Risiko erkennen m\u00fcssen, dem er sie aussetzte. Dennoch setzte er seinen Willen durch und befriedigte seine Triebe.\u00bb<\/p>\n<p type=\"textBlockArray\" class=\"sc-96fb0400-2 bwOXSg\">Die Beziehung war laut Gericht von Gewalt, Alkoholmissbrauch und einer toxischen Dynamik gepr\u00e4gt. Der Angeklagte hatte seine kamerunische Partnerin wiederholt geschlagen. Einem Bekannten gegen\u00fcber soll er einmal gesagt haben: \u00abEin Mann muss eine Frau unterwerfen.\u00bb Dieses Machtverst\u00e4ndnis pr\u00e4gte die Beziehung bis zum Tod der Frau.<\/p>\n<p>Es ist damit zu rechnen, dass das Urteil vor der n\u00e4chsten Instanz angefochten wird. Die Verteidigerin des Angeklagten, Lucie Ben Hamza-Noir, hatte auf Freispruch pl\u00e4diert und hegt weiterhin Zweifel an einer m\u00f6glichen Drittbeteiligung. Sie d\u00fcrfte daher Berufung einlegen.<\/p>\n<p>Der Anwalt der Privatkl\u00e4gerschaft, Robert Assa\u00ebl, zeigte sich dagegen zufrieden mit dem Urteil. \u00abMeine Mandanten sind erleichtert, dass die Stimme des Opfers geh\u00f6rt und die haltlosen Dementis des Angeklagten zur\u00fcckgewiesen wurden\u00bb, sagte er.<\/p>\n<p class=\"sc-6d297a98-4 fjxCDh\">Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, h\u00e4uslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?<\/p>\n<p>Hier findest du Hilfe:<\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.lilli.ch\/gewalt_und_gewaltpravention\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Lilli.ch<\/a>, Onlineberatung f\u00fcr Jugendliche<a href=\"https:\/\/www.20min.ch\/autoren\/85441381\/david-ramseyer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" alt=\"David Ramseyer\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/75957218-c05a-412e-9acd-9b41dab6f49d.jpeg\" class=\"sc-4c39d813-1 hkoNGh\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"sc-f19a47c0-1 jKqFcj\">David Ramseyer est journaliste \u00e0 la r\u00e9daction genevoise de 20 minutes depuis 2014. Il traite notamment des th\u00e9matiques li\u00e9es \u00e0 la s\u00e9curit\u00e9, \u00e0 la mobilit\u00e9 et au d\u00e9veloppement durable. Il a auparavant travaill\u00e9 \u00e0 L\u00e9man Bleu ainsi qu&#8217;\u00e0 Radio Lac. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00abLes Libellules\u00bb, die Sozialwohnanlage in Vernier, in der der Angeklagte und sein Opfer als Paar lebten.Wikipedia\/Creative CommonsEin Mann&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":271228,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[26,27],"tags":[115,114,45],"class_list":["post-271227","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-geneve","category-genf","tag-geneve","tag-genf","tag-schweiz"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/117174381704769642","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/271227","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=271227"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/271227\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/271228"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=271227"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=271227"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=271227"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}