{"id":285081,"date":"2026-09-07T17:17:13","date_gmt":"2026-09-07T17:17:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/285081\/"},"modified":"2026-09-07T17:17:13","modified_gmt":"2026-09-07T17:17:13","slug":"nach-afd-sieg-sorge-um-zusammenhalt-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/285081\/","title":{"rendered":"Nach AfD-Sieg: Sorge um Zusammenhalt in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Zahlreiche Sozialverb\u00e4nde und Gewerkschaften sorgen sich nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt um den Zusammenhalt im Land. Auch eine Ank\u00fcndigung von AfD-Co-Chef Tino Chrupalla sorgt f\u00fcr Unruhe.<\/p>\n<p>07.09.2026, 15:0207.09.2026, 15:06<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Chrupalla will bei weiteren Wahlsiegen seiner Partei im Osten Deutschlands eine wirtschaftliche Sonderzone schaffen. Das sorgt, nebst weiteren Unsicherheiten bei einer von der AfD gef\u00fchrten Regierung, f\u00fcr \u00c4ngste im einst zweigeteilten Land. Der 51-J\u00e4hrige k\u00fcndigte an, dass die AfD, nach weiteren Wahlerfolgen in Ostdeutschland, mit denen er fest rechnet, eine wirtschaftliche Sonderzone einrichten will. Man wolle nicht mehr auf \u00abGeldfl\u00fcsse\u00bb von der Bundesrepublik angewiesen sein. Ostdeutschland wolle nicht mehr weiter \u00abAnh\u00e4ngsel sein\u00bb, man wolle wirtschaftlich \u00abselber agieren\u00bb.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Sozialverb\u00e4nde sorgen sich derweil um die Rechte von Minderheiten und pochen auf den Schutz dieser und von demokratischen Grunds\u00e4tzen. Sie mahnen die Parteien zu einem klaren Umgang mit der AfD.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/3281683238784531.webp\" loading=\"lazy\" width=\"7289\" height=\"4862\" alt=\"epa13219349 (L-R) Top candidate of the far-right Alternative for Germany (AfD) party in Saxony-Anhalt Ulrich Siegmund, AfD party and parliamentary group co-chairman Tino Chrupalla, and AfD party and p ...\" data-image-id=\"3281683238784531\" class=\"watson-snippet__image block h-auto w-full bg-grey-10 \"\/><\/p>\n<p>Der Erfolg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt f\u00fcr \u00c4ngste in Teilen der deutschen Bev\u00f6lkerung.Bild: keystone<\/p>\n<p>AfD-Programm sei \u00abAusgrenzung mit Ansage\u00bb<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">\u00abWas sich heute in Sachsen-Anhalt abzeichnet, w\u00e4re kein normaler Regierungswechsel, sondern ein Angriff auf die W\u00fcrde und Teilhabe von Menschen mit Behinderung\u00bb, sagten die Pr\u00e4sidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, und der Landesvorsitzende des VdK Sachsen-Anhalt, Lutz Sch\u00fctte-Krietsch, laut einer Mitteilung. Das Regierungsprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt sei \u00abAusgrenzung mit Ansage\u00bb. \u00abInklusion ist kein Ideologieprojekt, sondern ein Menschenrecht\u00bb, betonten die beiden VdK-Vertreter.<\/p>\n<p>\u00abSie haben Angst\u00bb<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Die T\u00fcrkische Gemeinde in Deutschland (TGD) forderte nach der Wahl einen besseren Schutz f\u00fcr Menschen, die von rechtsextremer Gewalt bedroht sein k\u00f6nnten. Der Staat d\u00fcrfe nicht abwarten, \u00abbis aus politischen Drohungen konkrete Gewalt wird\u00bb, sagte TGD-Bundesvorsitzender G\u00f6kay Sofuoglu. Die TGD appelliere deshalb auch an die demokratischen Fraktionen im neu gew\u00e4hlten Landtag, die Bundesregierung und die L\u00e4nder, die \u00abBrandmauer\u00bb gegen die AfD aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">\u00abF\u00fcr viele Menschen ist dieses Ergebnis ein Schock. Sie haben Angst\u00bb, sagte die Unabh\u00e4ngige Bundesbeauftragte f\u00fcr Antidiskriminierung, Ferda Ataman, laut einer Mitteilung. Die Stimmungsmache gegen Minderheiten und Andersdenkende k\u00f6nne sich nach der Wahl in Diskriminierung oder Gewalt entladen. Sie rief Betroffene dazu auf, aufeinander zu achten und sich bei Antidiskriminierungsstellen Unterst\u00fctzung zu holen.<\/p>\n<p>Gewerkschaften fordern klare Abgrenzung zur AfD<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Werneke, sagte zum AfD-Wahlsieg: <\/p>\n<p>\u00abKein Demokrat darf den Faschisten zur Regierungsmacht verhelfen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Das Ergebnis sei \u00abf\u00fcr alle demokratischen Kr\u00e4fte in Deutschland ein bitteres und alarmierendes Ergebnis\u00bb. Insbesondere das B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht (BSW) stehe in der Verantwortung, sich gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD zu stellen. Dieses hat allerdings in Sachsen-Anhalt bereits angek\u00fcndigt, dass man sich nicht gegen eine Wahl Ulrich Siegmunds ins Amt des Ministerpr\u00e4sidenten stellen w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnte vor den Folgen der Wahl. \u00abJetzt geht es bei der Regierungsbildung im neuen Landtag um alles! Die Frage ist, wie fest die demokratischen Parteien zur AfD auf Abstand bleiben und dagegenhalten\u00bb, sagte die GEW-Landesvorsitzende Eva Gerth. Das Wahlergebnis sei ein tiefer Einschnitt, mache aber nicht handlungsunf\u00e4hig.<\/p>\n<p>Sorge um Demokratie und Zusammenhalt<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Auch die Kirchen warnten vor einer politischen Verschiebung zulasten von Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Deutsche Bischofskonferenz und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland warben in einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung f\u00fcr eine \u00abGesellschaft, die zusammenh\u00e4lt\u00bb: \u00abWir werden nicht wegsehen und wir werden nicht schweigen, wenn die W\u00fcrde des Menschen verletzt, unsere Demokratie aufs Spiel gesetzt oder der Rechtsstaat ausgeh\u00f6hlt wird.\u00bb<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Beim Fl\u00fcchtlingsrat Sachsen-Anhalt sei die Sorge nach der Wahl gross. \u00abWir wissen heute noch nicht, welche Regierung kommt, aber wir wissen, welche Angst diese Ergebnisse schon jetzt ausl\u00f6sen\u00bb, sagte Saaeid Saaeid, Sprecher des Fl\u00fcchtlingsrats Sachsen-Anhalt. (sda\/dpa\/con)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zahlreiche Sozialverb\u00e4nde und Gewerkschaften sorgen sich nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt um den Zusammenhalt im Land. 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