{"id":28860,"date":"2026-03-04T09:20:20","date_gmt":"2026-03-04T09:20:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/28860\/"},"modified":"2026-03-04T09:20:20","modified_gmt":"2026-03-04T09:20:20","slug":"zuerich-dank-verbot-wildbienenhabitat-statt-schottergarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/28860\/","title":{"rendered":"Z\u00fcrich: Dank Verbot Wildbienenhabitat statt Schottergarten"},"content":{"rendered":"<p>\n                Teaserbild-Quelle: Deutsche Wildtierstiftung \/ Foto Christoph K\u00fcnast\n            <\/p>\n<p>Seit zwei Jahren sind Schotterg\u00e4rten im Kanton Z\u00fcrich verboten. Dies hat schon an mehreren Orten einen positiven Effekt: Statt einer Steinw\u00fcste ist hier ein Wildbienenhabitat entstanden.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/161274_1.jpg\" alt=\"wildbienen_andrena_florea_wildbiene_christoph-kuenast\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Deutsche Wildtierstiftung \/ Foto Christoph K\u00fcnast<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Positiver Effekt: Der Verbot von Schotterg\u00e4rten hat zur Wiederansiedlung von Wildbienen in Siedlungsr\u00e4umen gesorgt.<\/p>\n<p>Praktisch f\u00fcr Hausbesitzer, aber \u00f6kologisch tot und h\u00e4sslich: Aus diesem Grund hat der Kanton Z\u00fcrich 2024 Schotterg\u00e4rten bei Neubauten verboten, wie zuvor schon der Kanton Solothurn. Wobei bestehende Steinw\u00fcsten eine Bestandesgarantie haben, und es offiziell kein Verbot ist, sondern eine \u00abPflicht zur Schaffung von \u00f6kologisch wertvollen Gr\u00fcnfl\u00e4chen und der Reduktion der Versiegelung auf den Grundst\u00fccken\u00bb, so zum Beispiel die Regelung in der Stadt Uster. Wer hier also bei einem Neubau einen Schottergarten anlegen m\u00f6chte, muss diesen bewilligen lassen. Aber gem\u00e4ss schriftlicher Auskunft der Stadt ist es \u00abeher unwahrscheinlich\u00bb, dass eine solche Bewilligung ausgesprochen wird.<\/p>\n<p>Die G\u00e4rten sind vielmehr so zu planen, dass \u00f6kologisch wertvolle Strukturen und Lebensraum f\u00fcr Kleintiere und Insekten entstehen beziehungsweise erhalten. Auch sind und m\u00f6glichst viele sickerf\u00e4hige Fl\u00e4chen zur Verf\u00fcgung stehen. Schotterg\u00e4rten z\u00e4hlen nicht zu solchen Fl\u00e4chen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/155898_1.jpg\" alt=\"BB_2414_Schottergarten_1\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Facebook \/ G\u00e4rten des Grauens<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Die \u00f6kologisch wertlosen Schotterg\u00e4rten sind im Kanton Z\u00fcrich nicht verboten, aber kaum bewilligungsf\u00e4hig.<\/p>\n<p>                                                                                                                                                                                Biologisch wertvolle Wildbienen<\/p>\n<p>In der Stadt Z\u00fcrich hat diese Regelung einen erfreulichen Nebeneffekt: Durch die Zunahme von biologisch wertvollen Fl\u00e4chen in Siedlungen haben sich auf diesen wieder Wildbienen-V\u00f6lker niedergelassen. Diese V\u00f6lker sind biologisch sehr wertvoll du f\u00fcr Menschen ungef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Statt Schotterg\u00e4rten reichten Bauherrinnen und Bauherren neu zum Beispiel sogenannte Ruderalfl\u00e4chen zur Bewilligung ein. Dabei handele es sich um naturnah gestaltete Fl\u00e4chen &#8211; offene B\u00f6den auf steinigem bis sandigem oder lehmigem Untergrund &#8211; die oft von Trockenheit und mageren B\u00f6den gepr\u00e4gt sind. Auch diese Fl\u00e4chen besitzen einen hohen biologischen Wert und eine hohe Biodiversit\u00e4t.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/146279_1.jpg\" alt=\"Schotter\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: manfredrichter, Pixabay-Lizenz<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Im Kanton Aargau ist der Versuch, solche Steinw\u00fcsten zu verbieten, im Parlament gescheitert.<\/p>\n<p>                                                                                                                                                                                Z\u00fcrich f\u00f6rdert Umgestaltung<\/p>\n<p>Die Stadt Z\u00fcrich unterst\u00fctzt dabei Privatpersonen und Unternehmen, die ihre Grundst\u00fccke und Liegenschaften \u00f6kologisch aufzuwerten und begr\u00fcnen wollen: Gr\u00fcn Stadt Z\u00fcrich bietet kostenlose Beratungen zu hitzemindernden und biodiversit\u00e4tsf\u00f6rdernden Projekten an, wobei bis Ende 2024 rund 150 Beratungen durchgef\u00fchrt wurden. Dazu kommen 157 Antr\u00e4ge von privaten Eigent\u00fcmerschaften zur Unterst\u00fctzung ihrer Aussenraumanpassung, von denen die Mehrheit positiv beantwortet wurde: Insgesamt hat die Stadt F\u00f6rderbeitr\u00e4ge von insgesamt gut 2 Millionen Franken zugesagt.\u00a0<\/p>\n<p>Nicht \u00fcberall haben es Schotterg\u00e4rten in der Schweiz \u00fcbrigens so schwer wie in Solothurn und Z\u00fcrich. Im Kanton Aargau scheiterte der Versuch, ein \u00ab\u00bbAnreizsystem\u00ab\u00bb gegen versiegelte B\u00f6den zu schaffen, im vergangenen Jahr. Eine Motion f\u00fcr ein Verbot hatten die Mitte-links-Parteien zuvor zur\u00fcckgezogen. SVP und FDP schossen den Vorstoss f\u00fcr das Anreizsystem im Kantonsrat ab. (SDA\/bk)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Teaserbild-Quelle: Deutsche Wildtierstiftung \/ Foto Christoph K\u00fcnast Seit zwei Jahren sind Schotterg\u00e4rten im Kanton Z\u00fcrich verboten. 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